Vitamin B6 bei Pyrrolurie: Pyridoxin-HCL oder P5P?

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Hallo Beat,

wenn mein Unterbewußtsein dies im Moment unbehandelt haben will (keine psychologische Umkehr!), dann vertraue ich ihm. Ich habe weder den Beweis, daß ich Pilze habe, noch den Beweis, daß ich sie nicht habe. Ich habe die Symptome - die können aber auch woanders her kommen.
Die Pilz-Toxine fängt mein Chlorella weg.
Liebe Grüße

Günter
 

Kate

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B6 / P5P - Kontroverse

Hallo Günter und alle, vor allem die "Chemiker",

ich beziehe mich nochmal auf Günters Beitrag:

... die Informationen hatte ich aus dem käuflichen Heft von Dr. Kamsteeg "Pyrrolurie: 'Frauenleiden' sind bestimmt nicht immer psychisch!":

>> Bei einem Teil der Patienten schien Vitamin B6 keine Linderung ihre Beschwerden zu bringen. Das Vitamin B6 häufte sich im Blut an. Pyridoxal-5-Phosphat dagegen hatte relativ schnell Besserung zur Folge, und nach einigen Tagen senkte sich das Pyrrol im Urin dramatisch, um schon nach einer Woche unter den Normalwert zu gelangen. <<

An anderer Stelle schreibt er:

>> Wenn man anamnetische Anzeichen für ein Vitamin B6-Mangel feststellt wie im nachfolgenden Fallbeispiel und ein erhöhtes Vitamin B6 im Serum findet, sollte man diesem auf den Grund gehen. <<

Dr. Kamsteeg bringt im Zusammenhang mit dem Fallbeispiel noch folgende Werte:
Vor der Gabe von Vitamin B6: 31 Nmol/L
Nach der Gabe von Vitamin B6; die Einnahme gestoppt 5 Tage vor der Blutentnahme: 180 Nmol/L
Nach Verabreichung von P5P 50mg jeden zweiten Tag; die Einnahme gestoppt 5 Tage vor der Blutentnahme: 96 Nmol/L
(Referenzbereich: 40 - 110 Nmol/L)

Ich habe es genau so gemacht, wie im ersten Teil der Untersuchung: 5 Tage vorher Einnahme gestoppt, und habe nun folgende Laborergebnisse:

Vit B6 im Plasma (Pyridoxalphosphat) 43.0 µg/l (4.6 - 18.8)
Pyridoxal 0.7 µg/l (0.8 - 3.5)

Fragen:
  • Was meint Dr. Kamsteeg mit B6 - das Pyridoxalphosphat (=P5P)? Steht das in Deinem Heftchen?
  • Wie rechnet sich die Einheit µg/l in nmol/l um?
  • Wie hängen Pyridoxal und Pyridoxalphosphat im Plasma zusammen?
  • Wieso ist bei mir das eine zu hoch und das andere zu niedrig?

Ich mache das deshalb, um zu überlegen, ob ich auf P5P umsteigen sollte. Bin dankbar für Infos...

Kate
 
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Hallo Kate,

ich habe das Heftchen im Moment verlegt und keine Ahnung, wo ich suchen sollte. Bei Deinen restlichen Fragen wollte ich ebenfalls kapitulieren, da fiel mir ein Beitrag aus dem alten KPU-Forum ein:
https://f50.parsimony.net/forum202884/messages/605.htm
Vielleicht wird Dir da manches klarer.

Ich werde übrigens das alte Forum nicht mehr verlängern, es wird im Herbst endgültig verschwinden. Aber ich werde eine Forumssicherung mit notwendiger Software bereitstellen, so daß man sich dann das alte Forum quasi auf den eigenen Rechner holen kann. Da kann man noch so manche Perle entdecken!
Liebe Grüße:wave:
 

Kate

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B6 / P5P - Kontroverse

Hallo Günter,

ich zitiere mal Teile aus diesem wichtigen Beitrag, bevor die Links dahin ins Leere führen (Rohi hat glaube ich in der Linkliste auch einen Link gesetzt dahin):

MIC schrieb:
Vitamin B6 ist der Oberbegriff für alle Verbindungen die letzten Endes zur aktiven Coenzymverbindung Pyridoxal-5-Phosphat (P5P) umgewandelt werden können und natürlich das P5P selbst. D.h. Pyridoxol (= Pyridoxin), Pyridoxal und Pyridoxamin und deren jeweilige Phosphate etc.

Also muss es nicht heissen wieviel Vitamin B6 ist in Pyridoxal-5-Phosphat und Pyridoxin-HCl drin etc. sondern bestenfalls wieviel P5P kann der Körper letztlich aus einer bestimmten Form von Vitamin B6 herstellen. Hier könnte man aber nur theoretische Maximalwerte berechnen, da die Umwandlung aller Vorstufen in P5P von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängt und auch die Menge an bereits vorhandenem P5P hier in einer negativen Rückkopplung eingeht. Du bist vielleicht der etwas missverständlichen Angabe beim P5P von Podomedi aufgesessen: Vitamin B6 33 mg als Pyridoxal-5-Phosphat 50 mg. Das heisst aber nicht, dass 50 mg P5P nur 33 mg B6 enthalten. Das bedeutet vielmehr dass man aus 33 mg konventionellem B6 (= Pyridoxin-HCl) theroretisch maximal 50 mg P5P herstellen kann. P5P ist ca. 50% schwerer als Pyridoxin-HCl wegen der schweren Phosphatgruppe. Dieses Verhältnis ist aber rein rechnerisch. Selbst oral verabreichtes P5P wird nicht zu 100% als solches aufgenommen, da P5P ein sehr reaktives und damit instabiles Molekül ist. Deshalb findet man in fast allen Vitaminpräparaten nur die stabile Vorläuferform Pyridoxin-HCl und deshalb enthält das P5P von Podomedi auch noch zusätzlich B2 und Magnesium um im Magen zu Pyridoxin oder Pyridoxal abgebautes P5P wieder aktivieren zu können (wozu es im übrigen auch noch Zink braucht).
...wie komplex alleine die Bildung des aktiven Coenzyms Pyridoxalphosphat (P5P) aus den Vitamin-B6-Formen Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin ist. Alle 3 kommen neben P5P in Nahrungsmitteln vor. Vitamin B6 in Vitaminpräparaten ist eigentlich immer Pyridoxin. Alle Vitaminformen ausser P5P selber müssen zunächst in die Phosphatform überführt werden. Dazu braucht es das Enzym Pyridoxalkinase und als Energielieferant ATP. Pyridoxalkinase in Leber und Hirn braucht Zink als Cofaktor (die Pyridoxalkinase in den roten Blutkörperchen dagegen braucht Mangan oder Cobalt). ATP braucht Magnesium als Cofaktor. Die Phosphatformen Pyridoxin-Phosphat und Pyridoxamin-Phosphat müssen jetzt noch zu Pyridoxal-Phosphat (P5P) oxidiert werden. Dazu braucht es ein weiteres Enzym, eine Oxidase. Diese hat als Coenzym FMN, eine Coenzymform von Vitamin B2. Schließlich sind alle Formen des Vitamin B6 in P5P überführt, das als Coenzym in mind. 60 Enzymen gebraucht wird (Enzym + Coenzym nennt man Holoenzym). In dieser Form wird das P5P auch im Körper gespeichert, hauptsächlich als Glycogenphosphorylase in den Muskeln, dem Enzym das den in Form von Glycogen gespeicherten Traubenzucker bei Bedarf wieder freisetzt.

Eine Phosphatase, die zu den zinkabhängigen Enzymen gehört, baut das P5P wieder zu Pyridoxal ab. Das ist der erste Abbau-Schritt, aber noch umkehrbar. Pyridoxal schliesslich wird mit Hilfe von Aldehydoxidase und Aldehyd-dehydrogenase zu Pyridoxinsäure abgebaut und im Urin ausgeschieden wenn es nicht mehr gebraucht wird. Neben den aktivierenden Faktoren Zink (Mangan/Cobalt), Magnesium und FMN (B2) gibt es sehr viele blockierende Faktoren. Einige davon bilden eine sinnvolle Rückkopplung um die Bildung von P5P zu steuern. So blockiert P5P selbst die Bildung von zuviel P5P, aber auch Stoffe wie GABA, Noradrenalin, Dopamin, Histamin und Serotonin die alle selbst mit Hilfe P5P abhängiger Enzyme hergestellt werden. Ist von einem dieser Stoffe zuviel vorhanden, bremst dieser Stoff die weitere Produktion von P5P und damit seine eigene Produktion. Solche komplexen Rückkopplungsschleifen sind typisch für biochemische Stoffwechselpfade. Aber auch zahlreiche Medikamente, Umweltschadstoffe und Nahrungsmittelinhaltsstoffe können in diese Regelkreise eingreifen. Andere Stoffe machen das P5P selbst unwirksam indem sie sich unlösbar fest daran binden, wie z.B. das Kryptopyrrol. Alle diese Stoffe sind damit Gegenspieler des Vitamins B6, sogenannte Antivitamine oder Vitaminantagonisten.

Auch nach dem Lesen dieses Textes ist mir die Argumentation von Dr. Kamsteeg nicht klar:

Wir haben hier die B6-Laborwerte von 3 Pyrrolikern:

Kate (vorher B6 5 Tage abgesetzt):
P5P 43 µg/l (4.6 – 18.8)
Pyridoxal 0.7 µg/l entsprechend 1,6% des P5P (0.8 – 3.5)
Pyridoxin n.u. (macht mein Labor nicht)

Schwester von Kate (vor Beginn der KPU-Medikation):
P5P 34.6 µg/l (7.5 – 18.5)
Pyridoxal 11.8 µg/l entsprechend 34% des P5P (5 – 30% des P5P)
Pyridoxin <1.0 µg/l (<2.0)

germknederl:
"B6": 87,5 µg/l (3,6-18) – hier müsste eigentlich auch P5P gemeint sein.

Nur babajaga „fällt etwas heraus“ mit

P5P 11.3 µg/l (7.5 – 18.5)
Pyridoxal 2.1 µg/l entsprechend 19% des P5P (5 – 30% des P5P)
Pyridoxin <1.0 µg/l (<2.0)

Dr. Kamsteegs Fallbeispiel wie von Günter geschildert:
Vor der Gabe von Vitamin B6: 31 Nmol/l
Nach der Gabe von Vitamin B6; die Einnahme gestoppt 5 Tage vor der Blutentnahme: 180 Nmol/l
Nach Verabreichung von P5P 50mg jeden zweiten Tag; die Einnahme gestoppt 5 Tage vor der Blutentnahme: 96 Nmol/L (Referenzbereich: 40 - 110 Nmol/l)

Doch welches B6 meint Dr. Kamsteeg? Bei "uns" (außer babajaga) war jeweils nur das P5P erhöht! Drei Personen machen zwar keine Statistik, aber auffällig finde ich das schon. Der Arzt von meiner Schwester bezeichnete dies auch als typisch, wenn ich es recht erinnere. Also gehe ich im weiteren einmal davon aus, dass Dr. Kamsteeg das P5P meinte.

Was kann das nun heißen? Meine Gedanken:

1. Das aus der Nahrung aufgenommene P5P staut sich im Blut.

2. Es hat schon eine Umwandlung von Pyridoxal, Pyridoxol oder Pyridoxamin in P5P stattgefunden (setzt voraus, dass im Darm oder Blut schon diese Umwandlungsprozesse stattfinden, was ich schlicht nicht weiß, und dass sie bei der betreffenden Person auch funktionieren).

oder beides zusammen. Ob irgendwas in der Zelle ankommt kann man daraus streng genommen noch nicht schließen, denn es kann ja auch einfach insgesamt ein Überangebot da sein.

In beiden Fällen leuchtet mir überhaupt nicht ein, wieso man noch P5P "drauflegen" sollte! In 2. funktioniert ja offensichtlich die Umwandlung in P5P und bei Fall 1. leuchtet mir nicht ein, wieso der Körper künstlich erzeugtes P5P in die Zelle schaffen sollte, wenn er es schon mit dem natürlichen nicht tut.

Interessant finde ich auch Mics Ausführung über den negativen Rückkoppelungsmechanismus: Demnach würde der Körper, wenn man P5P einnimmt, entsprechend weniger davon (aus den anderen Formen) herstellen (und das irgendwann ganz "verlernen"?). Zudem auch seine Aussagen über die Stabilität der einzelnen Formen (die sich mit Herrn Hecks Aussagen deckt).

Meine Recherchen zum Thema sind noch nicht abgeschlossen, ich wüsste z.B. gern genauer, was wann wo im Körper an metabolischen Prozessen passiert... irgendwo hatte ich selbst mal etwas von
Die Metabolisierung des B6 in Darmschleimhaut-Zellen...
geschrieben, weiß aber nicht mehr, woher ich das hatte (podomedi?)

Mir geht's grad mal wieder besch... und jetzt stelle ich das erstmal so als Frage hier rein.

Gruß
Kate
 

Kate

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Aus: https://www.meduni-graz.at/labordiagnostik/Umrechnung.htm

Vitamin B6

Einheit: µg/l -> Umrechungsfaktor 1: 5,917
Einheit: µmol/l -> Umrechnungsfaktor 2: 0,169

Damit würde man vom P5P-Referenzbereich

7,5 µg/l - 18,5 µg/l

auf

44,4 µmol/l - 109,5 µmol/l

kommen, was in etwa Dr. Kamsteegs angegebenem Bereich entspricht und somit auch dafür spricht, dass er mit "B6" das P5P meint.
 
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Hallo Kate!

Also gehe ich im weiteren einmal davon aus, dass Dr. Kamsteeg das P5P meinte.
Nein, meinte er nicht. Es ging eindeutig um die gestörte Umwandlung von Vitamin B6 in P5P.

Ich vermute seit geraumer Zeit verschiedene Typen Pyrroliker, je nach dem, wo die Störung sitzt, z.B: Aufnahme-, Speicher- und Umwandlungsstörung.

Wer eine Störung in der Umwandlung B6 zu P5P hat, hat erhöhte Werte von B6 im Blut, dafür einen P5P-Mangel und spricht dann auf das Zuführen von P5P gut an.

Liebe Grüße:wave:
 

Kate

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Hallo Günter,

erstmal danke für Deine Hilfe hinter den Kulissen :kiss: Manchmal passieren beim editieren der Beiträge völlig unkontrollierbare Dinge :eek:

Also - zu Deiner Argumentation: WELCHES "B6" denn? Mic schreibt ja gerade, dass B6 Oberbegriff ist. Und bezüglich des Referenzbereiches würde nach unseren Beispielen nur P5P passen!

Dass man bei den "Pyrrolikern" noch sehr viel genauer hinschauen und differenzieren sollte, glaube ich auch. Allein schon wegen der mäßigen Behandlungserfolge. Dazu müsste aber geforscht werden, mit allem drum und dran, Laborwerte, Verlaufkontrolle usw. Dr. Kamsteeg nennt in diesem Fall auch nur EIN Beispiel! Das ist allenfalls ein Indiz, wo man weiter forschen sollte.

Deiner These werde ich nachgehen, wenn ich's schaffe. Unbeeinflusst davon scheint es mir FÜR MICH überhaupt nicht sinnvoll, P5P zu nehmen. ???

Hier habe ich noch ein schönes Bild dazu ;)

b6.gif


Abb.: Stoffwechsel des Pyridoxalphosphats, das als Cofaktor zahlreicher Enzyme wirkt: Pyridoxalkinase, Pyridoxaminphosphatkinase, alkalische Phosphatase und Aldehydoxidase sind Katalysatoren des Vitamin-B6-Stoffwechsels.

Aus: Vitaminantagonisten in Nahrungsmitteln, www.oeaz.at/zeitung/3aktuell/2003/10/haupt/haupt10_2003natu.html

Liebe Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

natürlich hast Du Recht, daß Vitamin B6 nur ein Oberbegriff ist. Ich bin da etwas schlampig und bezeichne mit Vitamin B6 die inaktive Form (z.B. Pyridoxin-HCl) - im Gegensatz zum P5P. Ich werde mich um Besserung bemühen.

Das Ergebnis würde ja bei Dir darauf hindeuten, daß sich das P5P staut.
Schei..., die Rätsel werden immer mehr, statt weniger.
Liebe Grüße:wave:
 

Kate

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Hallo Günter,

  • das "gestaute" P5P fand sich auch noch bei 2 Anderen... und - wie gesagt - der Arzt meiner Schwester schloss daraus, dass sie besser P5P nimmt und nicht Pyridoxin-HCL.

  • nach den Referenzbereichen (siehe oben) kann Dr. Kam. nur das P5P gemeint haben kann. Vielleicht sollte ich ihn mal fragen? Oder ist Leni vielleicht hier und kann das beantworten?

Irgendwas hakt da... Auch erinnere ich nochmal daran, dass man auf den Zellstatus im Prinzip garnicht sauber schließen kann aus den Blutwerten. Ein hoher Blutwert bedeutet NICHT automatisch, dass der Zellwert zu niedrig ist. Habe auch schon das Gegenteil gehört. Vielleicht ist das der eigentliche Knackpunkt.

Ich habe deswegen den von Dr. Kuklinski empfohlen Urinwert Cystathionin untersuchen lassen und der liegt bei mir (nach ca. 1 Jahr Kryptosan/Pyridoxin forte komplex mit 150 mg Pyridoxin-HCL/Tag) richtig hübsch mitten drin im Normbereich! (Einschränkend muss ich dazu sagen, dass ich nicht weiß, ob Dr. Kuk. hier einen abweichenden eigenen Referenzbereich ansetzt, wie er es beim S-100 tut - da müsste ich ihn wohl auch selbst fragen.)

Herr Thome, können Sie vielleicht dazu etwas sagen? Das wäre toll :)

Liebe Grüße
Kate
 

Kate

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Hallo zusammen!

Ich bin probeweise von Pyridoxin Komplex forte (100 mg Pyridoxin HCL pro Tag) auf Depyrrol Plus (25 mg P5P pro Tag) umgestiegen (zunächst für 30 Tage - habe mir ein paar Kapseln von meiner Schwester geborgt) und berichte kurz:

- mein Energiepegel ist etwas besser
- der Kopf frischer
- gleichzeitig bin ich nicht ganz so hippelig
- und schlafe etwas besser

Es lässt sich also gut an, während ich ja bisher noch nicht den wirklichen Erfolg mit der Medikation hatte.

Ich bin außerdem dabei, das von Günter oben beschriebene "Experiment" von Dr. Kamsteeg nachzubauen, wobei mir Teil 1 (B6 Status vor Beginn der Medikation) fehlt. Teil 2 habe ich schon (siehe oben). Teil 3 folgt demnächst. Zusätzlich lasse ich Cysthathionin untersuchen, das ist ein Marker den Kuklinkski empfiehlt, um den Zellstatus zu überprüfen). Bin schon sehr gespannt und werde dann berichten, mit Zahlen und so.

Grüße von
Kate
 
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Hallo Kate !

aus deinder Grafik entnehme ich: die alkalische Phosphatase wird benötigt, um das P5P für den katabolen Stoffwechsel nutzbar zu machen.

Bei mir ist die alk. Phosphatase stets am untersten Ende, vielleicht erklärt es das schlechte Ansprechen auf Depyrrol (bzw. die anfangs sehr gute Wirkung, die schnell nachgelassen hat, so daß ich mich nur noch schlecht fühle nach der Einnahme). Schließlich wird die Phosphatase verbraucht, um P5P für den Stoffwechsel bereitzustellen.

In diesem Zusammenhang wäre ein Vergleich der Laborwerte für die alkalische Phosphatase nützlich. Liegt deine auch am unteren Bereich oder ist sie etwas besser? Vielleicht können noch andere hier einen Vergleich ziehen zwischen alkalischer Phosphatase und der Depyrrol-Wirkung.

Gruß
Notoo
 

Kate

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Hallo Notoo,

die Alkalische Phosphatase ist bei mir bisher nur 4 mal untersucht worden:

1998: 80 (0-130)
2000: 134 (...-...?)
2002: "im Normbereich" (war im Krankenhaus, im Bericht steht der Wert nicht)
April 2005: 75 (40-190) - ca. ein viertel Jahr nach Beginn der KPU-Medikation


Da die Alkalische Phosphatase nach meinen Informationen auch Auskunft über die Zinkversorgung gibt, ist das schon etwas verwunderlich (wie so einiges andere), denn ich nehme ja relativ hochdosiert Zink ein. Andererseits kann das natürlich mit dem von Dir erwähnten Aspekt zusammen hängen. Dieser gilt ja für die Einnahme von Pyridoxin HCL entsprechend, da es auch irgendwann in P5P umgewandelt wird (und wie man sieht, habe ich im Blut nicht zu knapp davon...) Über die (subjektive) Langzeitwirkung von Depyrrol Plus kann ich natürlich noch garnichts sagen.

Gruß
Kate
 
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Vielen dank Kate :wave:

Mein Wert leider 43 (40-130 U/l)

Ich nehme wie du seit einigen Jahren Zink ein (fast 2 Jahre lang Unizink, jetzt Zinkorotat POS). Trotzdem ist die Alkalische Phosphatase (APh) immer noch am unteren Ende.

Die APh ist ein Marker für den Zinkstatus (siehe Buch von Frau Becher).

Ich denke, daß bei einem so niedrigen Wert P5P nicht in genügendem Maße in die stoffwechselaktive Form umgebaut wird. Dennoch ist P5P immer noch die bessere Wahl statt Pyrodixin, da es einige Zwischenschritte in der Synthese schon mal erspart.

Mein Pyrodixinwert lag bei 199 mcg/l (Norm: 8,7 - 27,2), was für eine schlechte Verwertung spricht.

Nun, was soll man schon machen? Ich denke, als wichtigstes ist die Zinkeinnahme, doch leider vertrage ich es nicht gut (egal welche Form). Am ehesten vertrage ich Zink nach Penicillamineinnahme, also nachdem Kupfer aus dem Körper herausgeholt worden ist. Zink scheint durch hohes Kupfer im Gewebe nicht in die Zellen zu gelangen, es gibt dann schon nach 15-20 mg einen Metallgeschmack auf der Zunge. Zink ist aber wichtig für die APh, welche anschließend das P5P für den Organismus nutzbar macht.

Gruß
Notoo
 

Kate

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Hallo Notoo,

das:
Notoo schrieb:
Mein Pyrodixinwert lag bei 199 mcg/l (Norm: 8,7 - 27,2), was für eine schlechte Verwertung spricht.
kann eigentlich nicht das Pyridoxin gewesen sein, sieh mal hier die Ref'bereiche:
Kate schrieb:
Kate (vorher B6 5 Tage abgesetzt):
P5P 43 µg/l (4.6 – 18.8)
Pyridoxal 0.7 µg/l entsprechend 1,6% des P5P (0.8 – 3.5)
Pyridoxin n.u. (macht mein Labor nicht)

Schwester von Kate (vor Beginn der KPU-Medikation):
P5P 34.6 µg/l (7.5 – 18.5)
Pyridoxal 11.8 µg/l entsprechend 34% des P5P (5 – 30% des P5P)
Pyridoxin <1.0 µg/l (<2.0)

germknederl:
"B6": 87,5 µg/l (3,6-18) – hier müsste eigentlich auch P5P gemeint sein.

Nur babajaga „fällt etwas heraus“ mit

P5P 11.3 µg/l (7.5 – 18.5)
Pyridoxal 2.1 µg/l entsprechend 19% des P5P (5 – 30% des P5P)
Pyridoxin <1.0 µg/l (<2.0)
Ebenso wenig, wie Dr. Kamsteeg in seinem Experiment das Pyridoxin gemeint haben kann... Bleibt also der scheinbare Widerspruch, dass einige von uns zuviel P5P im Blut haben, aber trotzdem laut KEAC (!!! für mich ist das durchaus nicht so klar!!!) besser P5P einnehmen sollen... u.a. deshalb überprüfe ich die Laborwerte jetzt nochmal. Könntest mir einen Gefallen tun, wenn Du nochmal auf Deinen Befund schaust :)

Zum Zink: Es gibt bei mir Anzeichen dafür, dass Zink-Picolinat (ich hatte das von Thorne, siehe Medi-Tabelle) besser aufgenommen wird, als -Orotat. Seit ich von -Picolinat auf -Orotat ungestiegen bin, tummeln sich kleine weiße Flecken auf drei meiner Fingernägel. Picolinat ist auch eine der von Orthomedis empfohlenen Formen.

Gruß
Kate
 
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Kate, du hast Recht. Lege ich die Referenzbereiche deines Labors zu Grunde, so komme ich zum gleichen Ergebnis wie du.

Auf meinem Ergebnis steht nur: Vitamin B6, sonst nichts. Habe heute gleich das Labor angerufen und festgestellt, daß meine ehemalige Ärztin, die mich total falsch behandelte :-( , ein unglaublich schlechtes Labor benutzt. Am Telefon wollte oder durfte mir anscheindend keiner sagen, was da genau gemessen wurde. Trotz mehrmaliger Nachfrage nur immer die Standardantwort: " Wir dürfen keine Auskunft erteilen, wir können nur die Meßmethode mitteilen. Alles andere kann nur die Ärztin nachfragen, sonst niemand. "

Ist doch totaler Mist, ich will ja keine Diagnose von denen, sondern nur wissen, was die genau bei mir für mein Geld gemessen haben. Also weder mit der ehemaligen Ärztin noch mit diesem Labor will ich was zu tun haben. Werde in paar Wochen neue Bluttest machen lassen, wohl bei Orthomedis und evtl. bei Antox.
Warum Antox? Weil die vieles messen, was Kuklinksi bei der Mitichondropathie ebenfalls messen läßt (so zum Beispiel NO oder Nitrotyrosin..) .

Kate, du hast ja einen tiefen Histaminwert. Verspürst du nach Einnahme von P5P eine Verschlechterung? So geht es mir zumindest, ich werde bald alles absetzen für einige Wochen und dann Histamin bestimmen lassen sowie anderes. Ist halt leider sehr teuer alles udn dazu für einen Studenten, doch ich will endlich genaue Ergebnisse, damit ich weiß, was zu tun ist.

Gruß
Notoo
 

Kate

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Hallo Notoo,

danke für Deinen Versuch, die Antwort auf meine Frage zu ergründen. Das Labor würde ich wirklich vergessen. Ich habe "meins" so weit, dass sie mir sogar bei einer Untersuchung auf Kassenüberweisung eine Kopie des Befundes zuschicken. Mit dem "Chef" geschnackt habe ich auch schon öfter (u.a. über HI). Als ich MW-Marker auf eigene Faust untersuchen ließ, waren sie etwas geschockt, haben es aber auch gemacht.

Mir geht es schlecht, Notoo, das Energielevel ist erschreckend niedrig, die kleinste zusätzliche Belastung haut mich um. Die letzten drei Tage war's mal wieder so weit... Die Sorgen/"Verdachtsdiagnosen" werden leider nicht weniger, sondern eher mehr. Und mit dieser komplexen Situation so allein zu sein, ist furchtbar. Ich weiß auch nicht mehr, was ich wie, wann, in welcher Reihenfolge untersuchen lassen könnte/sollte/müsste. Da fehlt ein Fachkundiger, der hilft, einen sinnvollen und praktikablen Plan zu machen, die Ergebnisse zu interpretieren und einen Therapieplan zu entwerfen und überprüfen. Der sich wirklich Zeit nimmt für die Anamnese, so dass das untersucht wird, was den größten Informationsgewinn und therapeutischen Nutzen verspricht (und man nicht sein gesamtes Geld für Fehlschüsse loswird).

Wie geschrieben, geht es mir jedoch mit Depyrrol Plus momentan insgesamt etwas besser, als mit Pyridoxin komplex forte. Die Histapenie, ja, das sollten wir woanders (weiter) diskutieren.

Schreib bitte auf jeden Fall Deine neuen B6-Ergebnisse hier rein. Würde Dir ja die Untersuchung auf Cystathionin empfehlen, aber das ist auch teuer. ANTOX ist bestimmt ein gutes Labor, ich schätze den Dr. Bieger sehr.

Gruß
Kate
 
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Ich lese bei Euch mit Interesse mit. Aber letztlich verstärkt sich mein Eindruck, daß HI, KPU/HPU usw alles Teilgebiete eines Ganzen sind, an das man nur schlecht drankommt.
Ich habe für mich auch beschlossen, dem Antox-Labor mal einen Besuch abzustatten, sobald ich durchblicke, welche Werte für mich wichtig sein könnten. Aber zur Zeit mag ich einfach nicht.

LIebe Grüsse,
Uta
 
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Hallo Kate,

deine Zeilen haben mich sehr berührt, weil sie viele meiner Probleme ansprechen.
Manchmal der totale tiefe Fall, erschreckende Energielosigkeit, selbst sich umzuziehen fällt einem schwer oder das Essen abräumen. In diesen Momenten denkt man man oft, wieso muß man das alles durchmachen, wieso kann man nicht normal wie viele andere rausgehen, sich mit Freunden treffen, Leute zu sich einladen oder mal Skifahren gehen? Bei mir ghet das nicht, ich kann keine Termine im Voraus festlegen, da sich die körperliche Seite von heute auf morgen in Energielosigkeit aufzulösen scheint. Zur Zeit habe ich einen guten Osteopathen gefunden, der nicht nur wie eine andere die Hände auf den Kopf drauflegt, sondern diesen bewegt, und versucht, die Verspannungen zu lockern und den Blutfluss ins Gehirn zu verbessern. Ein weiteres Problem ist, daß meine Blut-Hirn-Schranke auf einer Seite total undruchlässig ist, so daß das Gehirn unterversorgt ist - permanent. Auch mit B6, das sich dann nur im Körper sammelt und noch mehr Probleme produziert. Wenn der Osteopath die Vaguspunkte stimuliert und paar Techniken anwendet, kann ich besser einschlafen, außerdem zeigt die Verdauung leichte Fortschritte. Doch es rutscht nach paar Tagen alles zurück ins Gewohnte, weil es nun schon viele Jahre her ist nach meinem unfall, welcher den Beginn aller Probleme darstellte. Nur Dank Kuklinski weiß ich, was hier los ist udn werde mich mehr nach seiner Methode richten (Osteopathische Behandlung, Nackenkissen, bestimmte Stoffwechselparameter untersuchen usw.). Damit die Ergebnisse eine Aussagekraft haben werden, will ich versuchen, eine 3Wochen Pause einzulegen, sprich keinerlei Präparate einnehmen, P5P sowieso nicht. Wenn ich etwas Zeit finde, will ich eine Diskussion zu Kuklinksi und der Mitochondropathie anlegen, in der wir das alles in Ruhe und aller Ausführlichkeit besprechen können. Auch scheinbar belanglose Fragen sollten ruhig erlaubt sein, denn es ist in der Tat ein sehr schwieriges Thema, kompliziert, viel Biochemie.

Ich weiß Kate, wie du dich fühlst und kann es sehr gut nachvollziehen. Hoffentlich darf ich dich etwas ermutigen, daß wir bei dem KPU-Problem auf einem neuen und wie ich denke richtigen Weg sind. Wir müssen hier auf jedem Fall immer zusammenhalten, uns die Freiheit nehmen, manchmal was neues zu erproben und im gemeinsamem Umgang nicht bei jeder Frage oder Antwort as der Haut zu fahren. Denn KPU macht manchmal so fertig, daß man keinen "gescheiten" Satz mehr auf die Reihe bekommt oder aufgrund der niedrigen Frustrationsschwelle aus der Haut fährt. Mich freut es ganz besonders, daß hier einige engaierte Frauen und Männer sind, die regelmäßig mitschreiben und uns allen weiterhelfen, oder uns gedanklich erweitern! Dafür ein großes Lob :wave: :wave:

Zur Zeit werde ich mir die Laborliste mit den Kosten zuschicken lassen und dann langsam wichtige Werte aussuchen, die zu messen sind. Auch wenn es teuer wird, die Gesundheit hat absolute Priorität, denn ohne sie hat man einfach kein Leben :schock:

Ich werde natürlich berichten darüber :)

erstmal viele Grüsse

Notoo
 

Alf

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Hallo liebe Leute,

KPU dürfte nur ewin Teil des ganzen sein. Lest euch das einmal durch:
www.lebe-dich-gesund.com/kuklinski/kryptopyrrolurie.html

www.lebe-dich-gesund.com/kuklinski/praxisrelevanz-nitrosativer-stress.pdf

lg
Alf
 
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Danke für diese Links, Alf.
Schau Dich doch bitte ein bißchen hier um; dann wirst Du auch auf einiges von Dr Kuklinski stoßen.

Gruss,
Uta
 
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