Verständnisfrage - Zusammenhang Thrombose und Embolie!?

Themenstarter
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Ich hoffe ich bin hier an dieser Stelle richtig..
und ja, wer schaut nach meinen Beiträgen wird sich sicherlich ein Frage stellen..

Und..JA..die letzten Monate haben mich zum Hypochonder werden lassen.
Ich hoffe dennoch dass man mir hier Frage bzgl. Ausschluss einer LE beantworten wird.

Es geht eigentlich darum, dass ich in den letzten Wochen (vielleicht so 2 Monate) zunehmend unetr Belastung Druckgefühl im Bereich oberhalb der linken Brust habe, machmal Stechen beim Brustbein.
(leicht zu erklären wäre es mit Verspannungen im Rücken und schlechter Kondition)
Seit 3 Wochen zunehmend Extrasystolen (nun auch nicht unbeidngt ein Grund zur Sorge, denn das hat wohl jeder mal)

Am Dienstag war ich beim Arzt wegen Schmerzen in der Wade und Schwellung.
(Dachte an eine Muskelzerrung)
Der Arzt schickte mich wegen Verdacht auf Thrombose im Unterschenkel ins KH.
Tiefe Beinvenenthrombose wurde mittels Ultraschall ausgeschlossen.

Man befragte mich zwar auch zu Atemnot und Schmerz in der Brust, wobei ich versuchte genau zu beschreiben, in welchem Umfang diese bei mir vorliegen.

(Der Zusammenhang zu einer Embolie war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst)

Dass ich Atembeschwerden und Schmerz in der Brust bejahte un Herstolperer erwähnte, spielte keine große Ursache. Ich erhielt die Aussage, dass ich keine Thrombose habe und ging nach hause.

Gestern Nachmittag musste ich eine Anhöhe hochlaufen etwa 100 Meter.
dabei bekam ich Herzrasen, einen kurzen Stich auf Höhe des Brustbeins und Schwindel und wieder Herzstolperer. (kannte das ja nun schon und versuchte mir nichts draus zu machen)

Gestern Abend lag ich auf der Couch schön entspannt.
Ich hatte ne Weile lang ein komisches Blubbern in meiner Wade bemerkt..naja was soll das schon sein..egal.

Etwas später (vielleicht ne halbe Stunde darauf) plötzlich wieder ein Stich beim Brustbein, Herzrasen und Stolpern.

Jetzt meine eigentliche Frage:
Als man am Dienstag mein Bein schallte, schloß man ja eine Thrombose aus.
Rein theoretisch:
Können meine Beschwerden mit der Atmung, Schmerz in Brust usw. dennoch ein Hinweis auf eine Embolie sein?

Dass man jetzt keine Thrombose im Bein sieht, heißt ja nicht automatsich, dass da nicht vorher schon eine war, oder irre ich?

D-Dimer wurde übrigens nicht genommen.

Ich weiß..ich denke zu weit..aber die Theorie möchte ich verstehen.
Der Ausschluss einer aktuellen Thrombose in einem Bein ist ja nicht gleichbedeutend mit einem Ausschluss einer Lungenembolie, oder?

(Und bitte macht mich nicht fertig...ich weiß inzwischen, dass ich hypochondrisch bin.)
 
wundermittel
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Hallo Panja,

hier wird ganz gut erklärt, was eine (tiefe Beinvenen-) Thrombose ist und wie daraus eine Lungenembolie werden kann.
Eine Thrombose ist nicht immer eindeutig festzustellen. Der Blutwert D-Dimer ist auf jeden Fall ein guter Marker, um eine Thrombose festzustellen.

...
Je nach Lage, Art und Größe der Thrombose können die Symptome sehr unterschiedlich sein. Typischerweise leiden die Erkrankten bei einer tiefen Beinvenenthrombose an folgenden Symptomen:

Unterschenkel- oder Beinschwellung der betroffenen Extremität
Schmerzen, v.a. bei Belastung (Linderung bei Hochlagerung)
Manchmal Verfärbung
Spannung der Haut (die Haut „glänzt“)
Druckschmerz über dem betroffenen Venenabschnitt
Fußsohlendruckschmerz
Eventuell sichtbare oberflächliche Venen (Stauung)
Die Symptome müssen nicht alle gemeinsam auftreten, auch die Ausprägung der Symptome kann sehr unterschiedlich sein, so dass viele Thrombosen unbemerkt verlaufen (50 %). Tückischer weise können auch unbemerkte Thrombosen zu einer schweren Lungenembolie führen. Eine Lungenembolie kann zu Luftnot, Bluthusten, atemabhängigen Brustschmerzen sowie Bewußtlosigkeit und Kreislaufkollaps führen. Typischerweise treten die Symptome plötzlich auf. Je nach Ausdehnung des betroffenen Lungenabschnitts können Symptome ganz fehlen oder nur sehr mild ausgeprägt sein, so dass auch eine Lungenembolie unbemerkt verlaufen kann.

Bei jedem Verdacht auf eine Thrombose sollten Sie den Arzt aufsuchen. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt der Sie nach Risikofaktoren und Beschwerden fragen wird, folgt die Untersuchung. Zur sicheren Diagnose einer Venenthrombose verwendet man Ultraschall (Doppler-Sonographie) und in Einzelfällen die Phlebographie (Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel). Eventuell kann auch eine Kernspintomographie oder eine Computertomographie von Nutzen sein. Auch Blutuntersuchungen können wertvolle Hinweise liefern, um sogenannte D-Dimere im Blut nachzuweisen. Mit einer Sensitivität von 95% ermöglicht es ein negativer D-Dimer-Test bei gleichzeitig niedrigem Risikoscore, das Vorliegen einer tiefen Beinvenenthrombose mit ausreichender Sicherheit. Die Spezifität hingegen ist gering, so dass erhöhte D-Dimere keinesfalls als Beweis für eine Thrombose ausreichen.

Um eine Lungenembolie zu diagnostizieren, wird ebenfalls eine Risikoeinschätzung vorgenommen, ein Bluttest gemacht sowie verschiedene bildgebende Verfahren (hier sind Herzultraschall und Computertomographie zu nennen) durchgeführt.
...
Thrombose und Lungenembolie

Auch wenn Du vielleicht hypochondrisch bist: im Zweifelsfall soll man lieber einmal zu oft zum Arzt gehen als gar nicht, wenn man Anzeigen einer Thrombose bzw. eine Embolie hat.

Ist denn Dein Herz schon einmal untersucht worden mit Ultraschall und EKG?
Ist Deine Wirbelsäule in Ordnung oder eher nicht?
Hast Du Baustellen an den Zähnen?

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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Huhu Oregano,

also es ist irgendwie total schwer irgendwas durchzubekommen bei den Ärzten.
Ein Herzultraschall hatte ich mal im januar diesen Jahres. Das Herzultraschall war ohne Befund. Ein Langzeit-EKG hatte ich auch im Januar...da gab es ein paar VES und ein paar SVES - diese waren laut Aussage des Arztes egal, da das Herz ja o.B. war.

Nun, als das jetzt mit den Atembeschwerden und Herzstolpern kam, bin ich natürlich auch zu Ärzten. Kurzzeit-EKG wurde gemacht (unauffällig) und abgehotcht wurde ich. (Man wollte mir aber keine Überweisung für Kardiologe geben) Und das mit der Beklemmung und Atemnot solle wohl von Verspannungen kommen..die ich ja auch tatsächlich habe.

Jetzt bin ich an der Stelle, dass ich nicht weiterweiß.
Das Bein wurde zweimal mit Doppler untersucht und zweimal eine Thrombose ausgeschlossen.
Auf meine Schilderung zu Atemnot und Herzstolpern hat man selbst im Krankenhaus keine Reaktion gezeigt (also da bei der Doppleruntersichung vom Bein).
Ich denke mir..wird schon nen Grund haben, dass die nicht an Embolie denken oder nicht den D-Dimere testen.
Ich mein, die sind doch Ärzte und müssten da eher einen eventuellen Zusammenhang erkennen als ich (sollte es denn einen geben).

Ich trau mich jetzt nicht mehr wieder ins KH zu gehen. Schließlich hieß es ja: Thrombose ausgeschlossen..Gehen Sie nach Hause!
 
regulat-pro-immune
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