Szintigraphie (Szintigramm) der Schilddrüse; Technetium

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Wenn beim Ultraschall der Schilddrüse viele Knoten gefunden werden, wird oft eine Szintigraphie (Szintigramm) vorgeschlagen, um abzuklären, um welche Art von Knoten es sich handelt.

Für das Szintigramm wird vorher ein radioaktives Element gespritzt: Technetium.
Im Gegensatz zu jodhaltigen Kontrastmitteln soll Technetium kein Allergiepotential oder andere Gefährdungen wie z.B. eine Überfunktion mit sich bringen.

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Szintigraphie
Diese Untersuchung gibt wichtige Hinweise auf die Funktion der Schilddrüse. Bei der Blutabnahme wird über das gleiche Blutgefäß ein strahlender Stoff (Technetium) gespritzt, der von der Schilddrüse wie Jod behandelt wird. Wir erhalten hierdurch wichtige Erkenntnisse über den Jodstoffwechsel der Schilddrüse.

Nach einer Wartezeit von wenigen Minuten reichert sich dieser Stoff in der Schilddrüse an. Diesen Vorgang spüren Sie nicht. Unverträglichkeiten oder Allergien treten nicht auf - auch nicht bei einer bekannten Jod-Unverträglichkeit. Nach der Wartezeit werden Sie von einer Helferin für fünf Minuten vor eine Kamera gesetzt, die die Strahlung misst.

Ein Rechner setzt dieses Ergebnis in ein buntes Bild um, das Ihnen vor Ort und beim gleichen Termin an einem Bildschirm oder auf einem Ausdruck in verständlicher Sprache erklärt wird. Die Strahlenbelastung ist gering - etwa vergleichbar mit einer Röntgenaufnahme der Lunge. Nach der Spritze und während der Messung sowie bis zur Besprechung halten Sie sich in einem gesonderten Wartebereich auf.
Im Fall einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit darf diese Untersuchung nicht durchgeführt werden. Im Zweifelsfall muss zuvor ein Schwangerschaftstest erfolgen.

Ablauf der Schilddrüsen-Szintigraphie
Falls nötig Toilettengang vor der Untersuchung (Technetium99m wird über den Urin ausgeschieden)
Untersuchung in einem speziell gegen Strahlen abgeschirmtem Bereich der Praxis.

Spritzen von Technetium99m über die Vene (vergleichbar mit Blutabnahme; keine Allergien, keine Nebenwirkungen oder Missempfindungen, die Verabreichung wird nicht gespürt)
Nach 5 Minuten werden Sie für 5 Minuten vor eine Kamera gesetzt. Sie sollten sich so wenig wie möglich bewegen, um ein möglichst genaues Bild zu bekommen

Wir empfehlen nach Abschluss der Untersuchung noch etwa 4-6 Stunden
den unmittelbaren Kontakt mit Schwangeren oder kleinen Kindern zu meiden.

Nach der Untersuchung besteht volle Arbeitsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit.
Sie müssen nicht nüchtern sein. Sie sollten etwa 30 Minuten Zeit einplanen.
Die Untersuchung ist auch bei bekannter Schilddrüsenüberfunktion
und Jod-Allergie möglich.
...
Szintigraphie - Hormonzentrum Karlsruhe - Gemeinschaftspraxis für Endokrinologie und Diabetologie

Gibt es hier (gute, neutrale, schlechte) Erfahrungen?

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

kann noch nichts zu den Ergebnissen sagen, die Szintigraphie wurde im September d.J. gemacht. Das Ergebnis liegt leider noch nicht vor.
Dauert aber in der Regel bei dem doc 9 - 12 Wochen :cool:
Melde mich dann noch einmal, wenn ich's vorliegen habe.

VG
Destination
 
Ich frage mich nur, ob das wirklich so ungefährlich ist mit der Strahlung wie behauptet. Eine Röntgenaufnahme der Lunge ist doch nicht wenig, oder? Und wenn ich 4-6 Stunden (Wikipedia: 24-48h) keinen Kontakt zu Schwangeren oder Kindern haben soll, kann das doch nicht so wenig sein...

Ich hab morgen wieder einen Termin beim Nuklearmediziner. Im Frühjahr, beim ersten Besuch, wollten die Sprechstundenhilfen gleich vor Arztkontakt eine Szintigraphie machen, weil sie es standardmäßig immer so (mit neuen Patienten?) machen. Ich wollte es nicht, weil ich nicht wusste, was das wieder für Nachteile hat und wollte mich erstmal informieren (ist mir nun leider erst spät wieder eingefallen ;) ). Na ja, bei mir ist eine kleine Zyste (weiß nicht, ob das dasselbe wie ein Knoten ist). In der vorigen Arztpraxis hieß es, es sollte regelmäßig untersucht werden, aber ich müsste mir angesichts der Größe erstmal keine Sorgen machen.

Viele Grüße
 
Meine erste Szintigrafie wurde 1993 durchgeführt mit dem Ergebnis Struma Diffusa 1 a, Technetium-Uptake: 0,12 % (deutlich unterhalb der Norm).
Damals war die Strahlenbelastung noch deutlich höher als heute und ich war einige Tage krank und arbeitsunfähig.

Heute ist die Untersuchung weniger belastend. Wegen meiner Morbus Basedow-Erkrankung wurde in den letzten zwei Jahren zwei Szintigrafie-Untersuchungen gemacht und ich hatte keinerlei Beschwerden.
 

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