Superinfektionen 2022

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Als Superinfektion bezeichnet man:

Als Superinfektion bezeichnet man in der Virologie eine Form der Virusinfektion einer Zelle, bei der es zu einer Zweitinfektion mit einem unterschiedlichen Stamm desselben Erregers oder zu einer Koinfektion mit einem anderen Virus kommt.
https://flexikon.doccheck.com/de/Superinfektion

Wie ich zu dem Thema komme - mein Partner war heute zum 2.Mal im Krankenhaus um Sauerstoff zu bekommen. Er hatte Atembeschwerden und eine Art Asthmaanfälle - wir beide sind seit einer Woche mit einer schweren Erkältung geschlagen, er einiges schlimmer. Der Arzt im Krankenhaus meinte, es sei eine Influenza auf die sich eine bakterielle Infektion gesetzt hat.

Solche Fälle beginnen momentan die Ambulanzen und Polikliniken hier in der Türkei zu überrennen. Die Welle ist von einem benachbarten Ort in unsere Stadt übergeschwappt. Die einzelnen Erkrankungen für sich sind nicht unbedingt lebensbedrohlich, aber die dicht aufeinander oder auch sich überlagernden Infektionen von RSV, Rhinoviren, Influenza, Metapneumoviren etc. machen daraus einen teilweise sehr langen und schwierigen Genesungsprozess und natürlich sind geschwächte Menschen noch mehr betroffen.

COVID 19 sei zu 90% hier zurück gegangen, und es scheint, dass alle sonstigen Atemwegs-Infektionskrankheiten ihre Chance nun gewittert haben und sich mit aller Kraft behaupten und ihr "Gebiet" quasi zurück erobern wollen.

Langsam rät man den Menschen hier wieder zu Masken und Abstand, um die Infektionsketten bzw. das schnelle zeitliche Aufeinanderfolgen von verschiedenen Erkrankungen wieder einzubremsen.

Wahrscheinlich war es doch zu abrupt die Maßnahmen auf einen Schlag alle aufzugeben. Zumindest wo sich sehr viele Menschen enger in Innenräumen aufhalten, halte ich Abstand und Maske immer noch für sinnvoll.

Das Immunsystem ist überfordert nach quasi 2 Jahren Trainingspause. Man hätte es vielleicht nach und nach irgendwie wieder an den Ausgangspunkt führen müssen und nicht gleich ins kalte Wasser springen.

Die Impfungen selbst sehe ich nicht dafür verantwortlich, denn der Impfstatus in der Türkei ist so hoch auch wieder nicht, bzw. wurden auch hauptsächlich Totimpfstoffe verimpft und kein Biontech.

Es ist die Folge der Maßnahmen (die in der Türkei einiges härter waren als in Deutschland, wir hatten wochenlange harte Ausgangssperren und auch immer wieder an Wochenenden), die ich trotzdem nicht geschlossen ablehne, sondern in differenzierter Form immer noch dafür bin. Nur wenn man so etwas macht, dann sollte man auch eine Art "Öffnungsstrategie" haben, um die Gefahr solcher Superinfektionswellen zu minimalisieren.
 
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Ich denke, hier steht etwas anderes dahinter: Covid hinterläßt für Monate ein geschwächtes Immunsystem. Das hat man inzwischen an sehr vielen Immunwerten im Blut in Studien nachgewiesen. Manche Werte hatten sich nach 7 Monaten noch nicht wieder erholt.

Das mit den "Updates" gilt eher innerhalb einer Virenfamilie.
 
In unserem Fall kann ich nur sagen, dass wir bisher kein Covid hatten, nie positiv getestet und die AK-Tests waren bisher auch negativ.

Es ist bestimmt schon über 30 Jahre her, dass ich eine Erkältung diesen Ausmaßes hatte. (Und liegt bei meinem Partner auch lange zurück) Aber war über die Jahre auch immer etwas vorsichtiger gewesen. Allerdings je mehr Personen zu einem Haushalt dazu kommen, desto mehr steigt das Risiko einer Ansteckung auch je nach Verhalten der Personen in ihrem sozialen Umfeld. Und wenn da jemand dabei ist, der sich gerne in die Menge stürzt und sich dadurch eventuell schneller ansteckt, gibt er das in einem gemeinsamen Haushalt unweigerlich an seine Mitbewohner weiter. (Je nach Virus kaum zu verhindern, denke ich Mal).

Ich kann mir vorstellen, dass es dann von der Wirkung fast einer Art Erstinfektion gleichkommt, weil über lange Jahre kein Update erfolgt ist.

Natürlich können auch vorausgegangene Infektionen ein Immunsystem schwächen, aber das trifft eigentlich bei uns nicht zu. Geimpft bin ich auch nicht und die Erstimpfung meines Partners mit einem C- Totimpfstoff war schon zu Beginn der Pandemie. Seither hatte er keine mehr.
 
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Ich kann mir vorstellen, dass es dann von der Wirkung fast einer Art Erstinfektion gleichkommt, weil über lange Jahre kein Update erfolgt ist.
Ja, das kann natürlich sein, wobei es mich doch ein bißchen wundern würde, wenn drei Jahre ohne einen bestimmten Erreger so einen Effekt haben sollten. Wenn es die echte Grippe ist, dann könnte es auch daran liegen, daß die momentane Welle die Chancen erhöht, daß man sich anstecken kann. Und daß es die Welle gibt, liegt natürlich schon an genau demselben Grund wie RSV bei den Kleinkindern: Nachholeffekt wegen zwei ausgefallenen Grippesaisons.

Gute Besserung im Übrigen! 🤗
 
Wieso? 3 Jahre dürften genug sein, damit IgG und erst recht IgA weitgehend bis komplett verschwunden sind.
Grippe ist aber doch eh immer 'neu', d.h. die Antikörper von vor einem oder zwei Jahren helfen nur gegen die identischen oder nahverwandten Serotypen. Aber ich gebe gern zu, daß ich nicht wirklich weiß, ob man sich normalerweise jedes Jahr mit Influenza ansteckt, ohne es zu bemerken (im Sinne dieses "Updates"), oder ob es auch Leute gibt, die 15 Jahre keine Influenza haben. Ich war immer von letzterem ausgegangen.
 

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