Stärkere Symptome durch optimierte Ernährung

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Seit geraumer Zeit bin ich ja nun dabei, jede erdenkliche Strategie zu verfolgen, um meine Symptome zu lindern. Leider bisher ohne Erfolg. Nun möchte ich diesen Thread hier unter dem Aspekt der Ernährung eröffnen, also kein Raten aus dem Gesamtfundus, sondern hinsichtlich der aktuellen Lage.

Ausgangslage:
Vor zwei Wochen war ich bei einem Schul- und Komplementärmediziner, um meinen Säuren-Basen-Status zu klären. Ich war früher schon mal übersäuert (bekam starke Fuss- und Wadenschmerzen), aber dies war nur eine Eigendiagnose. Die basische Ernährung hat aber gewirkt. Daher dachte ich, dass ich mich mal hinsichtlich Säuren untersuchen lassen könnte. Der Arzt hat erst das Blut dunkelfeldmikroskopisch untersucht. Da hat sich schon mal gezeigt, dass die Blutzellen total verklumpt sind (Geldrollen). Er hat mir aber gesagt, dass es bislang kein wirklich aussagekräftiges Diagnosemessverfahren betreffend Säuren und Basen gibt. Jedoch geht er selber kombiniert vor, und wenn beide eine starke Tendenz anzeigen, geht er davon aus, dass eine Übersäuerung vorliegt. Daher hat er dann auch noch eine Analyse nach Jörgensen gemacht. Das Resultat war heftig – extreme Übersäuerung intra- wie auch extrazellulär. Der Quotient, der normalerweise bei 0 (+/- 2) liegen sollte, war bei -9.4. Also wirklich extrem sauer. Ausserdem hat er noch Blut genommen für die Leberwerte, welche (entgegen vor einem Jahr) nun endlich in Ordnung sind. Vermutlich dank Colon-Hydro-Therapie und Leberwickel, Mariendistel und Lebertee.

Seit dieser Diagnose (die ich aber trotz allem mit Vorsicht geniesse, weil Messungen im Säuren-Basen-Haushalt eben nicht immer genau sind), esse ich basischer. Ich schaffe es noch nicht, nach der 80/20-Regel vorzugehen, esse aber momentan maximal 50 Gramm Fleisch täglich, kein Brot, keine Pasta, sehr viel Gemüse, wenig Milchprodukte, bin von 3 auf 1 Espresso runter und mache mit einer Pilates-Rolle selber Bindegewebsmassagen. Zusätzlich habe ich in den ersten 3 Tagen 1x Morgens und 1xAbends ein Basenpulver auf Citratbasis genommen.

Dann ging es mir unglaublich schlecht. Mir bereits bekannte Symptome, die ich vor allem in meinen schlimmsten Phasen vermehrt hatte, traten stärker hervor: übelste Kopfschmerzen, aufgequollene Finger (kann sie teilweise nicht mehr biegen), extrem trockene Haut, kränkliches Gesamtgefühl, Hyperventilation – alles abends immer viel schlimmer als in den frühen Morgenstunden.

Klar, als erstes habe ich mir gedacht, das kommt gerade dadurch, dass ich eben Säuren entgifte, dass sich die Säuren aus den Geweben lösen und daher die Symptome noch stärker werden. Aber ich habe dann das Basenpulver vorerst weggelassen und fahre momentan nur noch mit basischer Ernährung. Leider sind auch hier die Symptome noch stark vorhanden. Die Kopfschmerzen sind zwar gemildert, aber ansonsten fühle ich mich ziemlich scheusslich. Das geht mir einfach nicht in den Kopf. Wie kann man sich von einer moderaten, basischen Ernährung schlecht fühlen? Mir scheint das nicht normal zu sein.

Mir geht’s jetzt nicht darum, Tipps zu kriegen, wie ich mit Vitamin-C oder dergleichen die Symptome lindern kann, sondern eher um ein Verständnis, eine Idee, wie das zusammenhängt, wie man sich das erklären kann.

Wenn ich mir die Logik des Säuren-Basen-Haushalt anschaue, dann macht das für mich keinen Sinn. Mit einer basischen Ernährung erreicht man als massiv übersäuerter Mensch normalerweise lange nichts. Es hilft höchstens, dass man nicht noch mehr übersäuert. Wenn man nur über eine basische Ernährung entsäuern möchte, dauert das meistens Jahre. Warum also reagiere ich bereits auf eine gesunde Ernährung mit aufgequillten Fingern, extrem trockener Haut, Kopfschmerzen etc.?

Was mir auch noch aufgefallen ist: Als ich mich noch weniger basisch ernährt habe – also die Wochen davor – habe ich unglaublich viel geschwitzt. Jetzt bin ich vertrocknet wie eine Rosine in der Wüste. Ausserdem ist meine Körpertemperatur sehr niedrig (morgens nach dem Aufwachen heute 35.2) und mein oberer Blutdruck ist in Phasen, in welchen die Symptome stärker werden, eher tiefer. Normal ist er so um die 104/68; z.B. heute war er 94/70. Der untere bleibt soweit konstant; der obere geht runter.

Natürlich habe ich mir auch überlegt, ob mit meinen Nieren was nicht in Ordnung ist. Ich habe das nicht untersuchen lassen, überlege es mir aber. Aber ich habe zur Kontrolle der Säureausscheidung Urin-Teststreifen gekauft. Möchte einfach schauen, ob der Urin saurer wird, wenn ich mich basisch ernähren (als Zeichen, dass die Säuren ausgeschieden werden). Ich messe am Morgen direkt nach dem Aufstehen, vor dem Mittagessen und vor dem Abendessen. Die Schwankungen sind insofern natürlich. Am Morgen im sauren Bereich, dann werden die Werte basischer. Wenn ich meinen Espresso trinke, ist der Urin danach ziemlich sauer. Von daher gehe ich aus, dass meine Nieren gut arbeiten. Würdet ihr das auch so sehen?
Was dann aber bei der Urinmessung wieder komisch ist, ist der Abendwert. Dieser ist enorm basisch, so basisch, dass es auf der Farbskala gar nicht mehr abgebildet ist (tiefes Königsblau). Und am Abend sind ja die Beschwerden am extremsten. Was heisst das denn nun: sehr basischer Urin und stärkste Symptome?
Auch hier wieder der Gedanke an die Niere: ist sie schnell erschöpft, so dass ihre Leistung im Tagesverlauf abnimmt? Hab ich vielleicht Nierensteine? Ein Nierenleiden? Ich weiss schon, dass diese Frage nur ein Labor beantworten kann. Aber mich würde interessieren, ob das eine Möglichkeit sein könnte.

Und Uta, falls du das liest, eine Frage speziell an dich:
Ich habe dann auch mal kinesiologisch ausgetestet. Ich habe es so gemacht, dass ich etwas sehr Säurelastiges getestet habe (Käse und Salami), so dass der Muskel schwach wurde. Habe diese Schwäche dann im Poslock gelassen, so dass der Muskel schwach blieb. Dann habe ich verschiedene Substanzen aufgelegt, um herauszufinden, was den Muskel stärkt. Stärkend waren: Feige frisch, Astaxanthin, Zink, Milchsäure. Nicht stärkend war das Basenpulver. Es war aber nur ein Kurztest, bei dem mein Mann testen musste. Daher habe ich es auch nicht in die Länge gezogen, da er ja kein Kinesiologe ist ☺
Die Frage ist jetzt doch, was ich davon halten soll, dass das Basenpulver nicht helfen soll. Ist es das falsche Basenpulver? Ist es zu stark für den Moment? Wie würdest du so ein Resultat interpretieren?

Also ich würde mich sehr über Antworten von euch freuen.

Liebe Grüsse,
Daenerys
 
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Was mir spontan einfällt und auffällt, Daenerys, dass ja nicht alles, was du nach einer bestimmten Ernährungsänderung beobachtest, unbedingt mit Säure-Basen-Haushalt zu tun haben muss, nur weil du dich im Moment, und auch bei dieser Umstellung, darauf (gedanklich) konzentrierst.

Nimm allein das Weglassen von Nudeln und Brot, da geht's ja nicht nur um Säure-Basen, sondern zum Beispiel und auf jeden Fall auch um (die Menge der) Kohlehydrate (vielleicht auch Kalorien). Dazu fällt mir Leben ohne Brot von W. Lutz ein (das gibt's sogar online!), der auch sehr gut die Stoffwechsel-Hintergründe und auch die hormonellen Wirkungen beschreibt. Nicht nur über Insulin.

Vielleicht kann das helfen.

Grüße - Gerd
 
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Gleerndil
Die Sache ist die: Kohlenhydratarm habe ich schon vorher gegessen. Die grosser Veränderung ist eher das Fleisch. Aber es ist wohl sehr unwahrscheinlich, dass ich wegen reduziertem Fleischkonsum aufgequollene Finger, Kopfschmerzen und Hyperventilation bekomme.
Zudem habe ich schon öfters verschiedene Ernährungsstile ausprobiert. Und ich habe bei keiner derart reagiert.
 

Clematis

Thread hier unter dem Aspekt der Ernährung eröffnen, also kein Raten aus dem Gesamtfundus, sondern hinsichtlich der aktuellen Lage.
Warum also reagiere ich bereits auf eine gesunde Ernährung mit aufgequillten Fingern, extrem trockener Haut, Kopfschmerzen etc.?
Natürlich habe ich mir auch überlegt, ob mit meinen Nieren was nicht in Ordnung ist. Ich habe das nicht untersuchen lassen, überlege es mir aber.

Hallo Daenerys,

zunächst vielleicht nochmal überprüfen, ob Deine basische Ernährung wirklich basisch genug ist. Informationen von verschiedenen Seiten vergleichen, da gibt es oft Widersprüchliches. Auch die unten genannten gehen darauf ein.

Hier noch eine Fachauskunft, was Azidose verursachen kann:
Übersäuerung
Nicht nur die Ernährung ist da ausschlaggebend. Da wären noch weitere Untersuchungen -Lungen, Nieren- angebracht. Möglicherweise können Deine Nieren die Säuren nicht ausreichend ausscheiden, das könnte vielleicht die geschwollenen Hände erklären, ebenso die Kopfschmerzen. Wenn das Kohlenstoffdioxid nicht richtig abgeatmet wird, wäre das auch für Kopfschmerzen und Hyperventilation verantwortlich.

Folgendes bedeutet, daß inzwischen ein Mineralienmangel vorliegt und der müßte hochdosiert (Orthomolekularmedizin) wieder ausgeglichen werden, so lange bis die Azidose vorbei ist.

Im Körper sind sowohl saure als auch basische Mineralien vorhanden, um einen Ausgleich zwischen Basen und Säuren halten zu können. Saure Mineralien sind Schwefel, Phosphor, Chlor, Fluor, Jod und Silizium. Zu den basischen Mineralien gehören Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Diese basischen Mineralien werden auch als Entsäuerungsmineralien bezeichnet. Sie sind Bestandteile einer natürlichen Kost und müssen in jeder Zelle vorhanden sein, da sie für die Neutralisation von Säuren gebraucht werden. Bei einer Übersäuerung werden dem Organismus Mineralstoffe entzogen, wie zum Beispiel beim sauren Regen dem Boden. Dadurch kommt es langsam zu einem Auslaugen des Körpers und der Mineralstoffgehalt nimmt stetig ab.
Übersäuerung
Azidose ist mit dem Krankheitsbild Gicht verwandt, wenn auch nicht genau gleich soweit es Ursachen betrifft, womit ich keineswegs sagen will, daß Du Gicht haben könntest. Hier wird aber vieles beschrieben, was man unter Azidose in der Ausführlichkeit nicht findet:
Definition | Ursachen | Symptome | Folgen | Hyperurikämie | Gicht - ernaehrung.de
Gicht Behandlung, Symptome, Ursachen

Hier noch jeweils ein kurzer Überblick - Übersäuerung und Azidose:
Säure-Basen-Gleichgewicht - PH Wert
Säure-Basen-Gleichgewicht - Azidose
Definition | Ursachen | Symptome | Folgen | Hyperurikämie | Gicht - ernaehrung.de
Gicht - DocCheck Flexikon

Der Wert von minus 9,4 ist höchst unwahrscheinlich! Weitere tiefgreifendere Untersuchung sind unbedingt erforderlich, wenn der Wert nahe 7 oder darunter liegt - das kann nicht nur von falscher Ernährung kommen, aber sie hat sicherlich dazu beigetragen, vor allem wenn sie schon länger währt.

Ich bezweifele, daß dieser Wert stimmen kann, dann wärst Du als Notfall bereits im Krankenhaus, siehe hier:
MedizInfo®: Metabolische Azidose
Metabolische Azidose und hier
pH-Wert - pH-Skala
Selbst im Magen, dem niedrigstem im Körper vorkommenden pH liegt der Wert noch im Plusbereich:

Der Magensaft ist der sauerste Bestandteil des menschlichen Körpers, er liegt zwischen pH 1,2 und 3,0. Die im Magen gebildete Salzsäure wird im Wesentlichen zur Verdauung von Eiweiss mit Hilfe des Magensaft-Enzyms Pepsin, zum Aufschliessen von sehr festen Nahrungsbestandteilen und zum Abtöten von Krankheitserregern, die mit der Atemluft eindringen oder mit der Nahrung verschluckt werden, benötigt.
Gruß,
Clematis
 
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Liebe Clematis

Danke für deine Rückmeldung.

Ja, das mit der Niere möchte ich noch abklären. Die Lunge habe ich schon mal durchgecheckt. Asthma war die Diagnose. Aber ich denke, dass Asthma nur ein Symptom ist oder bzw. eine Kettenreaktion von was anderem und nicht die Ursache. Ich habe mir gestern in der Apotheke noch Teststreifen gekauft, wo man unter anderem die Proteine im Urin messen kann, um zu schauen, ob die Niere gut arbeitet. Das war zum Glück negativ heute Morgen. Werde aber dennoch noch zum Hausarzt, um es noch im Blut zu untersuchen. Sicher ist sicher.

Die Ernährung ist nicht extrem basisch, aber viel basischer als sonst. In den letzten Tagen habe ich z.B. Morgends und Abends immer einen grünen Smoothie getrunken (ausschliesslich Gemüse, keine Früchte drin), dann gar kein Fleisch, viel Gemüse (als Auflauf mit wenig Sahne) oder Salat mit Zitronensaft anstelle von Essig, keine Pasta, kein Brot, keine Hülsenfrüchte. Zwischendurch eine Feige oder eine Dattel. Das einzige, was ich mir noch geleistet habe, ist ein Espresso, wobei ich den Kaffee extra vorher ein wenig entsäuert habe (kalt "aufgebrühter" Kaffee). Das dürfte keine plötzliche Verschlechterung geben.

Und zur Untersuchung:
Der Wert von -9.4 ist nicht der PH-Wert, sondern die Pufferkapazität, welche als Referenzwert nach Jörgensen bei 0 (+/- 2) liegen sollte.

Ja, Gicht könnte ich mir auch vorstellen bei mir. Mir tut ja oft was weh in den Gelenken. Allerdings interessiert mich das weniger, da Gicht ja eigentlich keine Krankheit ist (also jetzt für mich), sondern einfach eine Folge von zu ungesundem Lebensstil.

Die Frage ist halt wirklich, ob ich derart sauer bin, dass die basische Ernährung einen derart heftigen Einbruch an Säuren bewerkstelligt.

Eine Theorie könnte sein:
Durch das Lösen der intrazellulären Säuren, wird die Säurelast kurzfristig so hoch, dass die Ausscheidungsorgane nicht mehr nachkommen mit Ausscheiden (auch bei gesunder Lunge, Leber und Niere).

Mit der Lunge habe ich mich in diesem Zusammenhang auch befasst. Wenn das Blut zu sauer ist, dann atmet man mit einer Kussmaul-Atmung. Wenn es zu alkalisch ist, dann atmet man asthmatisch. Zuerst dachte ich, das ist unlogisch. Aber wenn langfristig zu viel Säure da ist, wird diese Säure ins Bindegewebe und später auch andere Zellen abgelagert, damit das Blut im Lot bleiben kann. Weil aus den Zellen dann Kalium verdrängt wird, wird das Blut und der Urin selber basischer, also alkalisch. Und daher die asthmatische Atmung bei mir, weil ich wohl versuche, das zu wenig an Co2 auszugleichen. Das klingt für mich zumindest logisch. Nicht logisch ist mir eben, warum das Hyperventilieren erst richtig schlimm wird, wenn ich mich basisch ernähre. So sollten ja die Säuren aus den Zellen kommen, was Blut und Urin wieder basischer macht und CO2 ergo stimuliert. Stattdessen komme ich aber erst recht ins Fahrwasser, dass ich zu viel einatme und kaum ausatmen kann.

Die Kopfschmerzen kann ich mir noch eher erklären, denn durch die gelöste Säure aus den Zellen, wäre es schon naheliegend, dass Kopfschmerzen eine Nebenerscheinung ist. Aber das mit der Atmung check ich nicht. Vielleicht habe ich es aber auch nicht korrekt verstanden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Clematis

Ja, das mit der Niere möchte ich noch abklären. Die Lunge habe ich schon mal durchgecheckt. Asthma war die Diagnose. Aber ich denke, dass Asthma nur ein Symptom ist oder bzw. eine Kettenreaktion von was anderem und nicht die Ursache.

Hallo Daenerys,

daß Asthma hier nur ein Symptom ist erscheint auch mir so.

Ich habe mir gestern in der Apotheke noch Teststreifen gekauft, wo man unter anderem die Proteine im Urin messen kann, um zu schauen, ob die Niere gut arbeitet. Das war zum Glück negativ heute Morgen. Werde aber dennoch noch zum Hausarzt, um es noch im Blut zu untersuchen. Sicher ist sicher.
Wirklich aussagekräftig scheinen diese Tests nur zu sein, wenn man den Urin von 24 Stunden sammelt und dann mißt.

Die Ernährung ist nicht extrem basisch, aber viel basischer als sonst.
So weit, so gut. Dazu hast Du noch Basenpulver eingenommen. Aufgrund der nachstehend aufgeführten Links, stellt sich mir die Frage, ob Du Dich hier ungewollt vorübergehend in eine Alkalose hineinmanövriert hast.

Der Wert von -9.4 ist nicht der PH-Wert, sondern die Pufferkapazität, welche als Referenzwert nach Jörgensen bei 0 (+/- 2) liegen sollte.
Habe mir das angesehen - kannte ich nicht. Da ich nicht weiß, was Du schon alles durchforstet hast, nenne ich sie einfach mal. Dazu noch folgende Links:
Anorganische Chemie › Pufferlösungen
Messmethoden
Komplexe Messverfahren - Säure-Basen-Ratgeber
Blut - Trainingseinflüsse

Ein Säure-Basen-Rechner (ob das helfen kann?):
Säure-Basen-Rechner

Hier noch ein Forum, das auf Säure-Basen spezialisiert ist:
Säure-Basen-FORUM :: Themen in Säure-Basen-Haushalt (allgemein) (1/6)

Allerdings interessiert mich das weniger, da Gicht ja eigentlich keine Krankheit ist (also jetzt für mich), sondern einfach eine Folge von zu ungesundem Lebensstil.
Ja, Folge ungesunden Lebensstils, wie auch Azidose, was zur Krankheit werden kann ;)

Mit der Säure – Basen Pufferkapazität steht und fällt die Leistung
(allgemein)
Mit der Säure – Basen Pufferkapazität steht und fällt die Leistung

Die Frage ist halt wirklich, ob ich derart sauer bin, dass die basische Ernährung einen derart heftigen Einbruch an Säuren bewerkstelligt.
Da bin auch ich überfordert, denn die biochemischen Korrelationen sind sehr vielfältig. Wenn man einen Prozeß nicht kennt, erscheint der Rest dann als unlogisch obwohl er eigentlich ganz logisch ist, wenn ... ;)

Zu Deinen weiteren Fragen fand ich verstreut einige Hinweise, die weiterhelfen könnten. Ich zitiere den Link und darunter, was mir für Dich als relevant erscheint - dennoch bitte auch den Rest berücksichtigen - ich kann irren:

Zu dieser Deiner Frage: "Nicht logisch ist mir eben, warum das Hyperventilieren erst richtig schlimm wird, wenn ich mich basisch ernähre." Gegenfrage: vielleicht insgesamt VIEL ZU basisch? Es ist wie auf einer Wippe: sauer und basisch muß beides genug vorhanden sein. Aber auch Kalium, Kalzium u.v.m.

MedizInfo®: Säure-Basen-Haushalt: Säureausgleich im Blut - Säureausgleich im Blut
Bei der Neutralisation nimmt das Bikarbonat ein H+ auf. Bei diesem Vorgang entsteht in den Zellen unausgesetzt Kohlensäure (H2CO3). Die Kohlensäure wiederum zerfällt in Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2).
(Mein Gedanke: zu viel Kohlendioxid und dadurch relativ zu wenig Sauerstoff = Hyperventilation?)
Dadurch bleibt dann zwar der pH-Wert des Blutes im angestrebten Bereich, säurehaltige Verbindungen werden aber dann in den Geweben nicht immer sofort abgebaut und müssen dort "zwischengelagert" werden.
(Mein Gedanke: geschwollene Hände?)
Allgemein weiterführender Link:
Medizinfo®Ernährung: Schwerwiegende Störungen im Säure-Basen-Haushalt

MedizInfo®: Metabolische Alkalose - Stoffwechselbedingter Basenüberschuss des Blutes- Metabolische Alkalose
Die Additionsalkalose entsteht durch die übermäßige Gabe von alkalisch (basisch) wirkenden Substanzen wie Bikarbonat, Laktat oder Citrat.
Der Körper versucht eine metabolische Alkalose durch eine verminderte Atmung und durch vermehrte Ausscheidung von Bikarbonat und Rückhaltung von H+ -Ionen durch die Nieren auszugleichen. Durch die verminderte Atmung werden mehr saure Valenzen im Körper zurück gehalten (vgl. Der Bikarbonatpuffer), die den pH-Wert des Blutes ausgleichen können. Allerdings darf die Atmung nicht so weit reduziert werden, dass der Betroffene erstickt.
(Mein Gedanke: zu viel Basenpulver, zu geringe Atmung, Gegenreaktion Hyperventilation?)
MedizInfo®: Respiratorische Alkalose
Am häufigsten kommt die respiratorische Alkalose im Zusammenhang mit psychischen Belastungen und Angstzuständen vor, z. B. typischerweise bei Prüfungen. Durch die Angst wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet. Adrenalin regt das Atemzentrum an und es kommt zu einer Hyperventilation. Die Lunge atmet zu viel Kohlendioxid ab. Dadurch wird wiederum die Fähigkeit, Kalzium zu binden, gesteigert. Die Konzentration des freien Kalziums sinkt. Dadurch kommt es dann zu Muskelkrämpfen, was wiederum die Angstzustände steigert. Ein Teufelskreis ist entstanden.
MedizInfo®: Der Bikarbonatpuffer - Der Bikarbonatpuffer - biochemisch
Die Atmung reguliert schneller als die Nieren
Für die Regulation des pH-Wertes über die Atmung (respiratorische Regulation) werden nur wenige Minuten benötigt. Die Nieren brauchen für ihre Regulation (metabolische Regulation) dagegen Stunden bis Tage.
Die Anpassung erfolgt wechselseitig
Ist der Ausgleich der Säuren-Basen-Bilanz durch eine Störung im Stoffwechsel gefährdet (metabolische Störung), so gleicht der Körper diesen Mangel durch die Atmung (Respiration) aus. Ist dagegen die Lunge in ihrer Funktion beschränkt (respiratorische Störung), so wird die Ausscheidung der Nieren so verändert, dass ein Säuren-Basen-Gleichgewicht aufrecht erhalten werden kann.
Zurück zur Übersäuerung:
MedizInfo®: Beschwerden und Folgen bei Übersäuerung
Oft sind die Symptome, die eine chronische Übersäuerung mit sich bringen kann, eher unterschwellig und wenig alarmierend. Häufig werden sie auch fehlgedeutet. Typische Zeichen einer Übersäuerung sind u.a.: Müdigkeit, Unausgeglichenheit, Unruhezustände, Nervosität, Stressgefühle und geringere Belastbarkeitmangelnde, Spannkraft von Haut und Bindegewebe, Muskel- und Gelenkbeschwerden

Bei einer latenten Übersäuerung reichen die Basen im Körper nicht aus, um das Säuren- Basen- Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Deshalb arbeiten die Puffersysteme auf Hochtouren. Lunge und Nieren, aber auch Haut (Ausscheidung von saurem Schweiß), Knochen (Loslösung von basischen Phosphaten und Kalzium) und Darm (Ausscheidung von Säuren) wirken zusammen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Durch die vermehrte Pufferarbeit des Organismus kommt es an anderer Stelle zu Problemen. Die Knochensubstanz wird abgebaut. Das geschieht, weil für die Neutralisation der Säuren vermehrt basische Mineralsalze, insbesondere Kalzium und Phosphat, aus den Knochen gelöst und in das Blut abgegeben werden. Verhärtungen in der Muskulatur lassen sich häufig auf eingelagerte Säuredepots zurückführen. Das kann zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Eine chronische Übersäuerung entwickelt sich, wenn die latente Übersäuerung über Jahre anhält. Durch die dauernde verstärkte Pufferarbeit des Organismus erschöpfen sich allmählich die körperlichen Reserven. Dadurch kommt es zu einer für den Körper ungünstigen Stoffwechsellage, welche die Entstehung bzw. das bestehen bleiben vieler Erkrankungen begünstigt, z. B.: Allergien, Arteriosklerose, Diabetes, Gallensteine, Gicht, Koronare Herzkrankheit, Magen-Darm-Geschwüre, Migräne, Myogelosen oder Muskelverhärtungen, Fibromyalgie, Neurodermitis, Nierensteine, Osteoporose, Rheumatische Arthritis, Chronische Schmerzen.
Ernährungshinweise - was Du ja ohnehin schon berücksichtigst:
MedizInfo®: Säure-Basen-Haushalt: Liste basenspendender Nahrungsmittel
MedizInfo®: Säure-Basen-Haushalt: Liste säurespendender Nahrungsmittel

Die Seite Medizininfo ist schier unerschöpflich :)

Vielleicht helfen Dir diese Infos, die Widersprüche aufzulösen und mehr Durchblick zu bekommen.

Gruß,
Clematis
 
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Hallo Clematis

Ich sehe, du bist ja ein wahrer Säuren/Basen-Crack :) Finde ich toll, so eine gute Mitdenkerin zu haben. :danke2:

So weit, so gut. Dazu hast Du noch Basenpulver eingenommen. Aufgrund der nachstehend aufgeführten Links, stellt sich mir die Frage, ob Du Dich hier ungewollt vorübergehend in eine Alkalose hineinmanövriert hast.

Ja, das könnte sein. Allerdings habe ich ja ein Basencitrat genommen, welches ja gleichzeitig intra- wie auch extrazellulär entsäuert. Also sollte es davon eigentlich keine Alkalisierung geben, sondern den Säurewert im Plasma eher erhöhen.


Danke für die Links. Da ist sicher einiges dabei, was ich noch nicht so gut durchdacht habe. Bin immer froh um weitere Infos. Säuren Basen sind ja ein fast endloses Thema...

Hier noch ein Forum, das auf Säure-Basen spezialisiert ist:
Säure-Basen-FORUM :: Themen in Säure-Basen-Haushalt (allgemein) (1/6)
In diesem Forum hab ich mich auch schon umgeguckt. Aber erstens ist es nicht so aktiv, und ich hatte den Eindruck, dass die meisten dort weniger wissen als ich selber. Daher nützt das eher wenig (und "Clemantis" nützt mehr:D).

Die restlichen Links muss ich mir noch in Ruhe zu Gemüte führen.

Ich vermute, dass mein Säuren/Basen-Haushalt sehr sensibel reagiert, weil ich immer so an der Klippe stehe zum Kippen. Aus diesem Grund habe ich mir nun einen Plan erstellt, um langsam zu entsäuern:

1 Woche leicht basische Ernährung
1 Woche basische Ernährung
Ab Woche 3 dann Basenpulver dazu
Unterstützung mit moderater Bewegung, Sauna und Darmbakterien wie auch Leber- und Nieren unterstützende Tees sowie ab und an Leberwickel und Basenbäder.

Und wichtig wäre wohl auch: Durchhalten, durchhalten, durchhalten...;)

Was hältst du davon?

Warst du denn selber auch schon übersäuert, Clemantis? Und wenn ja, wie lief das bei dir ab?
 

Clematis

Ich sehe, du bist ja ein wahrer Säuren/Basen-Crack Mitdenkerin zu haben.

Hallo Daenerys,

ein Crack auf dem Gebiet bin ich garantiert nicht, habe mich auf die widersprüchlichen Reaktionen bzw. Fragen dazu konzentriert und dann mögliche Erklärungen dafür gesucht.

Allerdings habe ich ja ein Basencitrat genommen, welches ja gleichzeitig intra- wie auch extrazellulär entsäuert. Also sollte es davon eigentlich keine Alkalisierung geben, sondern den Säurewert im Plasma eher erhöhen.
Theoretisch möglich. Die Frage ist nur: treibt es die Säure nur raus ins Plasma oder findet dabei auch eine biochemische Reaktion statt, die die Säure neutralisiert? Dann würden Plasma/Blut nicht saurer.

Säuren Basen sind ja ein fast endloses Thema...
So ist es und da das Thema eher zur Naturheilkunde gehört bzw. Ernährung, ist es für die Medizin nur bei schwersten Erkrankungen erforschenswert, vieles noch unbekannt.

Ich vermute, dass mein Säuren/Basen-Haushalt sehr sensibel reagiert, weil ich immer so an der Klippe stehe zum Kippen.
Hierbei noch evtl. weitere Krankheiten, Mängel, berücksichtigen, die vorliegen könnten. Die könnten die Empfindlichkeit verursachen.

um langsam zu entsäuern:
1 Woche leicht basische Ernährung
1 Woche basische Ernährung
Ab Woche 3 dann Basenpulver dazu
Unterstützung mit moderater Bewegung, Sauna und Darmbakterien wie auch Leber- und Nieren unterstützende Tees sowie ab und an Leberwickel und Basenbäder.
Langsam, fortschreitend hört sich gut an :). Dein Körper wird Dir dabei signalisieren, falls es zuviel wird, oder noch anderes zu machen ist.

Warst du denn selber auch schon übersäuert, Clematis?
Vermutlich - bin dem aber nie besonders nachgegangen. Beim Blick auf Basen-Säure-Ernährung stellte ich allerdings fest, daß ich mich stark basisch ernährte und weiterhin ernähre, rein intuitiv ohne es zu wissen. Säurebildendes mag ich nicht sonderlich bzw. esse es nur gemäßigt, wenn ich Appetit darauf bekomme. Dann paßt es aber auch. Habe wohl ein "eingebautes" Empfinden dafür und folge dem auch. Da ich in einer Zeit aufgewachsen bin, in der Chemie in Nahrung noch nicht üblich war, wurde mein Geschmackssinn nicht verfälscht und ich kann mich darauf verlassen ;). Als Kind kaufte ich mir mit meinem Taschengeld keinen Süßkram, sondern ein Kilo Bananen ;).

Gruß,
Clematis
 
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Theoretisch möglich. Die Frage ist nur: treibt es die Säure nur raus ins Plasma oder findet dabei auch eine biochemische Reaktion statt, die die Säure neutralisiert? Dann würden Plasma/Blut nicht saurer.
Wie meinst du das genau? Wenn jetzt in der Zelle zu viel Natrium mit 2 dranhängenden Wasserstoffionen (positiv geladen) ist, dann ist die Zelle ja sauer. So als Beispiel. Wenn ich nun Basencitrate nehme, füllen sich diese Zellen wieder mit Kalium, Magnesium und Kalzium (Natrium reduziert sich). Daraus folgt, dass im Blut mehr Natrium vorhanden ist. Und vermutlich lösen sich aus der Zelle auch noch Giftstoffe/Abfallstoffe. Natrium kann der Körper sehr, sehr einfach abbauen, solange die Entgiftungsorgane gut funktionieren. Das gleiche mit Giftstoffen. Ich denke, dass der Körper dann sauer wird, ergibt sicher durch Natrium und Giftstoffüberschuss kurzfristig unangenehme Symptome. Aber neutralisieren kann und muss man deshalb das Natrium etc. nicht, so wie ich das verstanden habe. Man muss es nur ausscheiden. Mit basischer Ernährung unterstützen, viel Wasser trinken, Leber und Niere in ihrer Funktion unterstützen.

An welchen biochemischen Prozess hast du denn zur Neutralisation gedacht?

Zur Schulmedizin...
Mir ist es wirklich schleierhaft, warum das Thema so vernachlässigt wird. Man kann ja die Facts schwarz auf weiss überall nachlesen. Es hat ja nichts mit Glauben zu tun.

Zu deiner basischen Ernährung...
:D Bist du denn schon über 80 Jahre alt? Ich mag mich nämlich kaum erinnern, dass Nahrung noch nicht so verarbeitet war und es kaum Süssigkeiten gab. Höchstens in der Generation meiner Oma (78 Jahre alt). Aber gut, vielleicht bist du auch ein Landei, wo es vor 50 Jahren im Tante-Emma-Laden eher weniger Chupa-Chups und saure Zungen gab ;).

Bei mir verhält sich das komplett anders. Ich bin zwar auch nicht mit vielen Süssigkeiten aufgewachsen, dafür aber mich viel, viel Fleisch. Ich halte zwar täglich ein wenig Fleisch (bio) für gesund und erstrebenswert, aber natürlich in den Mengen, die ich jahrelang zu Hause gegessen habe. Aber ich entschuldige meine Mutter. Sie hat ihr Studium abgebrochen (da allein erziehende Mutter) und hat in einer Metzgerei gejobbt, wo sie immer gratis Fleisch mitnehmen durfte. Dass sie das in ihrer misslichen Lage damals nicht abgelehnt hat, verstehe ich vollkommen. Und später, als ich zwischen 20 und 30 war, habe ich mich jahrelang low-carb ernährt. War ziemlich davon überzeugt, und irgend etwas davon ist mir schon hängen geblieben. Das Gesunde daran ist aber nicht die Proteinlastige Kost, sondern das Weglassen von Brot und Pasta. Hab ich jetzt aber erst recht spät gemerkt.
 

Clematis

Wie meinst du das genau? Wenn jetzt in der Zelle zu viel Natrium mit 2 dranhängenden Wasserstoffionen (positiv geladen) ist, dann ist die Zelle ja sauer. So als Beispiel. Wenn ich nun Basencitrate nehme, füllen sich diese Zellen wieder mit Kalium, Magnesium und Kalzium (Natrium reduziert sich). Daraus folgt, dass im Blut mehr Natrium vorhanden ist. Und vermutlich lösen sich aus der Zelle auch noch Giftstoffe/Abfallstoffe.

Halle Daenerys,

Deine Beschreibung betrifft einen einzelnen Regelkreis. Ich denke dabei an die Homöostase - d.h. der Körper versucht immer ein Gleichgewicht herzustellen. Es gibt verschiedene Regelkreise, die meist isoliert betrachtet werden, was m.E. jedoch unzureichend ist, weil jeder Regelkreis wiederum die anderen beeinflußt. Keiner funktioniert ohne Mithilfe des anderen, sie bilden ein Team. Siehe dazu:
Homöostase - Definition - was bedeutet
Homöostase - DocCheck Flexikon
PR: Biologische Regelkreise - DocCheck TV
Regelkreis - DocCheck Flexikon

Mir ist es wirklich schleierhaft, warum das Thema so vernachlässigt wird. Man kann ja die Facts schwarz auf weiss überall nachlesen.
Ein Problem dabei ist, daß man sich auf z.B. einzelne Moleküle und ihre Wirkungen konzentriert, dabei aber die höchst komplexen Wirkungen dieses einen Moleküls auf des Gesamtsystem Organismus, nicht immer bzw. selten berücksichtigt. Diese Matrix ist ja auch kaum zu überschauen, weil alles auf alles andere wirkt. Zusätzlich stößt man bei dem Versuch diese Matrix nachzuvollziehen immer wieder auf Wissenslücken, viele Funktionen von z.B. Aminosäuren, Enzymen, Hormonen sind noch unbekannt und werfen weitere Fragen auf. Oft wird aber auch davon ausgegangen, daß sie bereits vollständig bekannt sind, bis man dann später feststellt, daß man doch einiges übersehen hatte. Ich habe das mal mit dem Immunsystem versucht nachzuvollziehen - viele Stoffe wirken da mit, doch bei den meisten weiß man nicht, was genau sie tatsächlich bewirken. Und fast täglich wird Neues entdeckt...

Zu deiner basischen Ernährung...
Bist du denn schon über 80 Jahre alt? ... und es kaum Süssigkeiten gab.
Noch nicht ganz, aber nicht mehr weit weg. Süßigkeiten gab es genug, doch sie interessierten mich nicht ;). Wenn es Buttercremetorte gab, bat ich um Schwarzbrot, da war ich 4!

Das Gesunde daran ist aber nicht die Proteinlastige Kost, sondern das Weglassen von Brot und Pasta.
Wie man in Kölle sagen würde: Jede' Jeck is' anders! Dir hilft das so und ist für Dich folglich richtig. Mir hilft Rohkost und in Maßen Fleisch, Bio-Brot bekommt mir sehr, Pasta selbst als Bio weniger. Und ohne Kaffee geht gar nichts. Die Homöostase sorgt für den Rest :cool:.

Gruß,
Clematis
 
Beitritt
20.03.09
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Hallo Daenerys,

zum Thema Übersäuerung finde ich die Seiten von Agenki sehr gut. Es wird hier die Übersäuerung unterteilt in drei Grade. Das erscheint mir sehr logisch. Und Citrate werden erst eingesetzt, wenn der Körper die Säuren auch wieder gut ausscheiden kann. Hast Du schon mal über drei Tage Deinen Urin-pH gemessen?

VG
julisa
 
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10.01.04
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Hallo Daenerys,

noch kurz zur kinesiologischen Testung:
Es kann natürlich sein, daß Deine/Eure Testung nicht zuverlässig war, weil Überprüfungen fehlten (Wasser trinken, Stress reduzieren, immer wieder nachfragen, ob beide testbereit sind...).
Speichert man eine negative Testung, kann es immer passieren, daß der Getestete damit so gestresst ist, daß er geswitscht ist. Es gibt da einige Fehlermöglichkeiten...

Was ist mir denke: vielleicht hast Du durch die Ernährungsumstellung an sich schon angefangen , mehr zu entgiften? Vielleicht ißt Du jetzt im Rahmen der eher basischen Ernährung auch Dinge, die Du nicht wirklich verträgst? Hast Du das mal angedacht?

Vielleicht findest Du hier noch ein paar nützliche Tipps?:
5 Schritte zur Entsäuerung | Netzwerk Frauengesundheit - Ratgeber für Frauenheilkunde

Grüsse,
Oregano
 
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Auf der Seite von Agenki war ich auch schon. Ich finde die Erklärungen dort aber nicht detailliert genug für meine eher komplexe Situation. Den PH-Wert messe ich täglich morgends und Abends. Der Urin macht insofern eine gute Schwankung (morgends sauer, Abends basischer).

Habe übrigens jetzt noch Niere testen lassen, zumindest minimal:
Kreatinwert ist optimal.
Somit wären Nieren und Leber also in gutem Zustand, um Säuren abzubauen.

Letzte Woche war für mich allerdings ziemlich schlimm.
Ich musste wegen eines Katzenbisses 1 Woche lang ein Antibiotikum nehmen. Sprich, ich hatte 1 Woche lang Durchfall. Habe aber weiter basisch gegessen, und am Ende der Woche ging ich (war eine doofe Idee) in die Sauna. Das hat mir zunächst gut getan, aber am Abend hatte ich einen massiven Zusammenbruch mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinstrübung und starkem Blutdruckabfall. Gerettet hat mich dann eine Packung gesalzene Erdnüsse, was eindeutig zeigt, dass mein Natrium massiv gesunken ist.

Aufgrund dieses Erlebnisses habe ich mich gefragt, ob eine basische Ernährung ohne weitere Entsäuerungsmassnahmen nicht eher kontraproduktiv ist. Das Natrium in den Körperflüssigkeiten (wo es ja auch hingehörte) sinkt doch dann weiter ab, während das Zuviel an Natrium in den Zellen (wegen der Übersäuerung) einfach drin bleibt.
Seid ihr mit dieser Überlegung einverstanden?

Was mich des weiteren beschäftigt, ist die Tatsache, dass es bei mir jeweils zwei verschiedene Zustände gibt, die sich abwechseln und sich als erstes in einem veränderten Atemverhalten zeigt.
Zustand 1: Hyperventilation, danach taube Finger, innere Unruhe, verschwommene Sicht, Schlafstörung
Zustand 2: Hypoventilation (also Kussmaulatmung), danach Trauergefühle, Kopfschmerzen, inneres Zittern

Es kommt mir so vor, als ob mein Körper irgendwo eine sehr geringe Toleranzschwelle hat, was dazu führt, dass ich entweder zu wenig oder zu viel Luft (oder eben Kohlendioxid) habe. Wenn ich mir aber all die Texte über Säuren- und Basenhaushalt anschaue, dann fällt es mir schwer, meine Wechselzustände zu verstehen. Es macht für mich irgendwie wenig Sinn, dass sich diese Zustände manchmal täglich, mal stündlich abwechseln.

Ich habe auch schon versucht, dieses Atmen noch extremer zu machen, um den Prozess zu beschleunigen. Also beim leichten Hyperventilieren, habe ich dann extra stärker hyperventiliert, und es hat mir tatsächlich geholfen. Das Hyperventilier-Bedürfnis ging dann nach schon 10 Minuten weg. Also wird für mich klar, dass mein Körper dieses Hyperventilieren macht, um etwas auszugleichen. Und beim zu tiefen Ausatmen wird es dassselbe sein. Es fragt sich nur, warum sich das abwechselt.

Oregano
Ja, die Testung kann natürlich schon unter schlechten Bedingungen abgelaufen sein. Aber ein Switching vermute ich eher nicht, denn dann hätte ich ja gar keinen Stress gefunden. Naja, ich probiers dann mal mit einer Kinesiologin und nicht mit meinem Mann, also das Testen :))
 
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Wenn der Urin basisch ist, vermehren sich die Bakterien umso leichter und es kommt leicht zu einem Harnwegsinfekt.
Daher rate ich, durch die Einnahme von Methionin den Urin saurer zu machen, d. h. anzusäuern.
Wenn ich das nicht tue, bekomme ich Probleme mit der Harnblase wie leichtere Schmerzen und auch Brennen beim Wasserlassen.

und mein oberer Blutdruck ist in Phasen, in welchen die Symptome stärker werden, eher tiefer. Normal ist er so um die 104/68; z.B. heute war er 94/70. Der untere bleibt soweit konstant; der obere geht runter.
Das ist m. E. ein Hinweis, dass Du einen Salzmangel hast.

Ich würde mich ausgewogen ernähren. Ich halte nicht viel von einseitigen Ernährungsformen, es sei denn, man hat eine Krankheit, die das zwingend erforderlich macht.

So wie Du Dich ernährst, musst Du die Dir dadurch entgehenden Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren dann "zufüttern". Denn die Beschwerden, die Du hast, lassen vermuten, dass Du Nährstoffmängel durch diese Ernährung hast.
Das wäre mir zu kompliziert, denn bei dieser Ernährung die richtigen NEMs in der richtigen Dosierung zu finden, ist m. E. nicht einfach.
 
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Also Margie, das kann nicht sein, dass diese Ernährung zu meinem Zustand geführt hat. Ich ernähre mich ja erst seit wenigen Wochen basisch, aber meine Symptome habe ich nun schon seit 1.5 Jahren. Vorher ernährte ich mich 15 Jahre lang eher proteinlastig. Und der Urin ist auch nicht basisch, sondern meist sauer (ausser bei meinem Versuch mit dem Basenmittel), wobei er gegen Abend basischer wird (nicht basisch).
 
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Den Titel des Threads hast Du aber so erstellt, als ob Du selbst denkst, dass die Ernährung eine Rolle bei Deinen Symptomen spielt.
Und was soll es denn sein, wenn Du Dich einseitig ernährst? Bei einseitiger Ernährung fehlen einem immer bestimmte Nährstoffe, die man dann ggf. zuführen sollte.
Du isst keine oder fast keine Kohlenhydrate, zum Beispiel. Du isst wenig Eiweiß. Du schreibst:
esse aber momentan maximal 50 Gramm Fleisch täglich, kein Brot, keine Pasta, sehr viel Gemüse, wenig Milchprodukte, bin von 3 auf 1 Espresso runter und mache mit einer Pilates-Rolle selber Bindegewebsmassagen. Zusätzlich habe ich in den ersten 3 Tagen 1x Morgens und 1xAbends ein Basenpulver auf Citratbasis genommen.
Für mich ist das eine ziemlich einseitige Ernährung.
Gemüse liefert einem noch längst nicht alle Nährstoffe.
Wenn Deine Leberwerte schon mal erhöht waren, ist die Leber nicht ganz in Ordnung und dann wären Kohlenhydrate wichtig.
Auch habe ich Zweifel, ob Du mit Eiweß, also Aminosäuren ausreichend versorgt bist.

Und welchen Zweck soll diese Ernährung erfüllen, wenn es Dir davon nicht viel, viel besser als vorher geht?
Für mich hört sich das an, als würdest Du nicht sooo viel davon profitieren.

lg
margie
 
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Hallo Margie

Hast du dich denn mit dem Säuren-/Basenhaushalt beschäftigt? Weil ich habe mir jetzt wochenlang sehr intensiv Gedanken darüber gemacht. Und deshalb bin ich ja überhaupt auf diese Ernährung gekommen.

Ich finde meine aktuelle Ernährung überhaupt nicht einseitig. Klar, ich esse weniger Fleisch, aber ich esse Fleisch. Und was hier nicht steht, ist, dass ich genügend gute Fette zu mir nehme. Und in punkto Kohlenhydrate. Gemüse kann den Kohlenhydratanteil auf jeden Fall decken, wenn man genügend davon ist. Und ich meine mit Gemüse ja nicht nur Blattgemüse, sondern auch Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Rüben, Randen und Pastinaken. Da sind schon ordentlich Kohlenhydrate drin.

Interessant war es auch gestern Abends bzw. heute Morgen: Ich war zu einer Freundin zum essen eingeladen. Diese Freundin / Hobbyköchin hat uns ein wahres Schlemmermahl aufgetischt: Weissmehlprodukte zum Abwinken, ein tolles Steack, 3 verschiedene Zuckerbomben zum Dessert und dazu auch noch Wein und Kaffee. Ich war total über(fr)essen. Und was hat mein Urin am Morgen angezeigt? Normalerweise ist mein Urin morgens um die 5.8. Heute Morgen war es bei 7. Ist faszinierend, oder?
Ich leite daraus ab, dass das Überessen zu einer Fetteinlagerung geführt hat (Säure wird in Fettzellen geschleust, Kalium tritt aus, und der Urin am Morgen ist deshalb basischer als sonst). Also anders kann ich mir diese extreme Schwankung nicht erklären.

Generelle Überlegungen:
Wenn ich mir die Chemie im Säuren-/Basenhaushalt vor Augen halte, dann passt es eigentlich schon. Ich habe es noch einmal lang und breit durchgedacht. Wenn Zellen übersäuert sind, geht Natrium in die Zelle hinein, und Kalium wird aus der Zelle ins Plasma veschoben. Dies bewirkt intrazellulär eine Übersäuerung und eine extrazelluläre Alkalose.
Und wenn ich in einem solchen Zustand basisch (oder basischer) esse, sprich Natriumarm, dann sollte eigentlich klar sein, dass ich das alkalische Plasma noch verstärke.

Die Lösung wäre dann, die Säure im Bindegewebe zu mobilisieren und die Säure aus den Zellen zu locken (was das Plasma auch wieder säuert). Leider ist genau hier mein Problem. Das Basen-citrat, das ich genommen habe, hat das offenbar nicht geschafft, denn mein Urin wurde immer basischer nach der Einnahme. Und meine Symptome noch schlimmer. Also hat das Basen-Citrat meine Körperflüssigkeiten nur alkalischer gemacht, aber keine Säure mobilisiert. Die Frage ist nun, wie ich das hinkriegen kann...

Carbonate kommen für mich nicht in Frage. Ist gar nicht gut für Magen und Darm und entsäuert, glaub ich, auch nicht intrazellulär.
Dann habe ich zu Hause noch 2 Fläschchen des umstrittenen Aktiv-Basenwasser stehen. Ich getraue mich aber nicht recht, dies zu nehmen. Habe es in einem Anflug von Motivation gekauft, bin aber nun doch etwas Schiss-hasig geworden.
Drittens hat mir der Arzt, der mich nach Jörgensen untersucht hat, Bicarbonat-Infusionen angeboten. Diese habe ich aber abgelehnt, weil ich bereits vom Basenpulver derart heftige Nebenwirkungen hatte. Ausserdem begreife ich das mit dem Bicarbonat nicht so richtig. Und ich mache grundsätzlich nichts, was ich nicht verstehe.
 
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Hallo Daenerys,

Und ich mache grundsätzlich nichts, was ich nicht verstehe.
Das ist schon mal eine gute Einstelluing. Das würde ich weiter so handhaben.

Drittens hat mir der Arzt, der mich nach Jörgensen untersucht hat, Bicarbonat-Infusionen angeboten.
Wieso Infusionen? Bicarbonat kann man doch einnehmen.
Ich will nun sicher nicht "hetzen": Aber mein Eindruck ist bei Ärzten, die auf Privat abrechnen (wollen oder mangels Kassenzulassung müssen), dass sie mit Infusionen die Rechnungsbeträge etwas anheben wollen.
Ja, natürlich sind Infusionen immer VIEL effektiver, als wenn man die Substanz oral einnimmt. Der Arzt findet dafür immer eine Begründung...
Der Nachteil von Infusionen ist aber immer, dass, wenn man sie nicht verträgt, man umso schlimmer darauf reagiert und das mitunter so, dass es auch mal bedrohlich sein kann.
Gerade bei einer plötzlich eintretenden Verschiebung des ph-Wertes im Blut könnte ich mir vorstellen, dass die Reaktionen dann sehr heftig sein können.

Und ich meine mit Gemüse ja nicht nur Blattgemüse, sondern auch Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Rüben, Randen und Pastinaken. Da sind schon ordentlich Kohlenhydrate drin.
Das hört sich schon mal gut an. Ok, Kartoffeln enthalten auch Kohlenhydrate. Doch vielleicht benötigst Du etwas mehr KHs, als Du bisher isst?
Auch der Eiweißanteil könnte evtl. etwas niedrig sein. Natürlich kann man den mit einer Steigerung bei den Milchprodukten, die eh mehr von den gesunden Aminosäuren enthalten, als sie im Fleisch drin sind, noch verbessern?
Bei dieser Ernährung könnte Dir aber Magnesium fehlen. Kopfschmerzen sind eine mögliche Folge eines Magnesiummangels, den Du offenbar auch hast. Siehe hier:
Ich war früher schon mal übersäuert (bekam starke Fuss- und Wadenschmerzen), aber dies war nur eine Eigendiagnose.
Fuß- und Wadenschmerzen sprechen für Krämpfe aufgrund eines Magnesiummangels.

Da Du schriebst, dass Deine Leberwerte auch mal erhöht sind und weil ein Magnesiummangel bei Leberproblemen einer der ersten Mängel ist, würde ich bei Dir einen Magnesiummangel vermuten.
Wenn Du Mg einnimmst, vielleicht musst Du es erhöhen?
Betr. die Leberwerte schriebst Du oben, sie wären beim letzten Mal normal gewesen. Du hast Dir die Werte vom Arzt zeigen lassen? Sie waren auch nicht grenzwertig?
Hat der Arzt auch die wichtigsten Leberwerte bestimmt? Manche bestimmen nur einen oder 2 Leberwerte. Und manche Ärzte sagen einem, wenn ein Wert nur leicht erhöht ist, dass er normal sei, was bei den Leberwerten aber ein Riesenfehler ist.
Hinzu kommt, dass Leberkrankheiten schubweise verlaufen können, d. h. dass Du heute normale Leberwerte hast und in 2 Wochen sind sie wieder aus der Norm. Und dann gibt es die Leberkrankheiten, wie die meine, wo man trotz normaler Leberwerte schwerst leberkrank sein kann - was leider viele Ärzte nicht wissen und erst Recht nicht die Patienten.

Natürlich habe ich mich nicht mit dem Säure-Basen-Haushalt so beschäftigt, wie Du das offenbar tust.
Und natürlich habe ich diese Diät auch nicht probiert, die Du machst.
Wichtig ist, dass eine Diät einem gut tut. Wenn Du aber merkst, dass es zu Reaktionen kommt, die nicht in Ordnung sind, würde ich einfach einen Gang zurück schalten.
Man muss sich ja nicht gleich wieder "sauer" ernähren.

Ich selbst bin eben einfach skeptisch, wenn ich von extremen Ernährungsformen lese. Es gibt doch den sog. "Mittelweg", d. h. in Deinem Fall weder zu sauer noch zu basisch.
Anders wäre es, wenn man bestimmte Krankheiten hat, die einem vorgeben, was man essen sollte.

Aber Du musst das selbst herausfinden, was Dir gut tut.

lg
margie
 
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Hallo Margie

Ja, den Eiweissanteil werde ich wieder etwas erhöhen. Ich denke nicht, dass ein Mangel an Eiweiss etwas mit den Beschwerden zu tun hat, denn bis vor ein paar Wochen hab ich mich ja sehr proteinlastig ernährt und die Symptome waren genau so vorhanden. Aber durch eine aktuelle Beschränkung von Eiweiss, könnte es natürlich zu einem z.B. Spurenelemente-Mangel kommen. Ist dann auch nicht sehr hilfreich.

Das mit den Infusionen wäre schon über die Kasse abrechenbar. Der Arzt hat es mir empfohlen, um es 1) zu beschleunigen und 2) damit das Bikarbonat nicht über den Magen läuft, sondern direkt ins Blut geht. Den Magen zu alkalisieren ist ja nun nicht die beste Idee.

Hier noch aktuelle Leber- und Nierenwerte:

Leber
ASAT/GOT 24 (Ref. <52)
ALAT/GPT 26 (Ref. <50)
Y-GT 19 (<39)

Niere
Kreatinin 66 (Ref. 44-80)
Harnstoff 4.08 (Ref. 2.76 - 8.07)

Bei der Blutuntersuchung nach Jörgensen steht da:
PH-Wert Blut: 7.32 (was bereits ausserhalb der Norm ist, also Azidose auch im schulmedizinischen Sinn)
Säure-Basen-Wert -9.4 (Ref. 0 +/-2)
IntraErythrozytärPuffer standardisiert 94.9% (Ref. 100%)
SUI (Sauerstoff-Utilisations-Index H2CO3 korr. 19.94 (Ref. 31 +/-2) - "SUI Korrelation sinkt mit der Reduktion der Atmung (Hypoxie).

Was ich daraus ablese, ist, dass ich definitiv unter einer Azidose leide. Allerdings ist nicht klar, was es mit dem Hyperventilieren (zu viel einatmen) auf sich hat, denn bei einer Azidose macht der Körper eben das Gegenteil. Er atmet mehr ab, um gegenzuregulieren.
Vielleicht steht deshalb im Analyse-Blatt unter Hinweise: Kombinierte Azidose?

Natürlich habe ich nachgeschaut, was einen kombinierte Azidose ist und bin fündig geworden. Aber um das zu verstehen, braucht man ein gutes Chemiewissen. Es gibt verschiedenste Azidosen und Alkalosen in verschiedenen Kombinationen. Passend für meine Symptome wäre metabolische Azidose + respiratorische Alkalose.
Hier einer der Links, die ich im Internet dazu gefunden habe:
https://www.klinikum.uni-muenster.de/fileadmin/ukminternet/daten/kliniken/medd/Z_Alte_Dateien/Standards/metabolic_acidosis.pdf

Ich habe jetzt erst wieder am 13. Oktober einen Termin beim Arzt, denn ich möchte die offenen Fragen natürlich gerne klären. Verwundert hat mich nur, dass ein pathologischer PH-Wert von 7.32 nicht Grund genug ist, da sofort zu reagieren. Der Arzt hat mir die Bikarbonat-Lösung schon vorgeschlagen, aber ich habe gesagt, ich fände das zu heftig und würde lieber versuchen, es über die Ernährung und mit Basen-Citraten zu versuchen. Damals wusste ich aber noch nicht, dass ich wirklich im medizinischen Sinne eine Azidose habe, da ich das detaillierte Analyse-Blatt erst jetzt erhalten habe. Der Arzt hätte da doch intervenieren sollen und mir sagen, dass mein Blut-PH unter der Normgrenze ist und dies gefährlich sein kann, oder nicht?

Mal ganz abgesehen davon halte ich es für äusserst gefährlich, einfach mal die metabolische Azidose zu behandeln und die respiratorische Alkalose (falls ich die auch haben sollte) ausser Acht zu lassen. Wie ich gesehen habe, gibt es da ganz viele Werte, die zu einer detaillierten Analyse herbeigezogen werden können. Und ich persönlich finde, dass man dies veranlassen sollte. Oder bin ich da zu vorsichtig?
 
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Hallo Daenerys,

die Leberwerte sind in der Norm, o.k.
Was aber nicht ausschließt, dass man dennoch leberkrank ist.
Aber ich will mich an Deiner Leber nicht aufhalten.

Was mir zu Deinem pH-Wert einfällt:
Soweit ich weiß, sollte man den PH-Wert in einer Blutgasuntersuchung bestimmen. Du kennst das evtl. vom Lungenarzt. Man bekommt am Ohr etwas Blut genommen, dass der Arzt sofort untersucht.

Ob Bestimmungen durch Blutabnahme nicht das Risiko von Verfälschungen haben?
Bräuchte man nicht sogar arterielles Blut, so dass eine Venenblutentnahme falsche Ergebnisse liefert?

Ich würde, bevor ich diesem Wert übergroße Bedeutung zumessen würde, ihn kontrollieren lassen mittels einer Blutgasuntersuchung.
Ich weiß, dass solche Untersuchungen störanfällig sind und sie daher sofort gemacht werden müssen.


Hier finde ich etwas zu den Normwerten:
Der pH-Wert des arteriellen Blutes liegt normalerweise bei 7,37 bis 7,45. Das venöse Blut weist einen pH-Wert von 7,26 bis 7,46 auf.
Blutgasanalyse (BGA): Atmung, Säuren und Basen | Apotheken Umschau
Hattest Du die Blutentnahme aus einer Vene oder einer Arterie?
Bei venöser Entnahme, was bei Blutentnahme die Regel ist, liegst Du mit Deinem Wert in der Norm. D. h. dann hast Du keine Azidose.

Falls der Wert bei einer Kontrolluntersuchung der Blutgase nicht in der Norm sein sollte, würde ich die Krankheiten, die zu einer Azidose führen können, ausschließen lassen.

Denn solche Verschiebungen im pH-Wert des Blutes haben kaum etwas mit der Ernährung allein zu tun. Das ist etwas für den Facharzt, weil das sehr schwerwiegende Krankheiten sind, die so etwas verursachen.
Auf keinen Fall würde ich mir ins Blut etwas infundieren lassen, solange die zugrunde liegende Krankheit nicht diagnostiziert ist.

Die Untersuchung nach Jörgensen ist im übrigen schulmedizinisch nicht anerkannt:
https://www.******.com/ge/index.php/Bluttitration_nach_Jörgensen_und_Stirum
Auch in dieser Fundstelle wird die Blutgasanalyse empfohlen.

Azidose gibt es z.B. bei der Krankheit, die ich haben soll:
CPEO, eine genetische mitochondriale Krankheit, die zu schweren organischen Folgen führen kann:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-049l_S1_Mitochondriale_Erkrankungen_2012_1.pdf
Aber weder meine Mutter, die mir die Krankheit vererbt hat noch ich haben deshalb schon diese Azidose. Unsere Blutgaswerte sind in der Norm und bei meiner Mutter sogar eher in die andere Richtung.
Und ich denke, dass es für Azidosen noch einige andere Krankheiten als Ursache geben wird.

Angenommen, Du hast in der Blutgasanalyse einen normalen PH-Wert und Du würdest Dir ins Blut etwas infundieren lassen, was den PH-Wert dann deutlich verschiebt, so kann das sehr gefährlich sein.
Informiere Dich darüber nochmals und frage auch mal einen ganz normalen, schulmedizinisch tätigen Internisten, bevor so etwas tust bzw. machen lässt.

Also ich rate Dir, diesen pH-Wert durch eine Blutgasanalyse kontrollieren zu lassen.
Wenn das Blut venöses Blut war, was ich vermute, dann ist der Wert sogar im Normbereich.

lg
margie
 
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