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... Wann darf man keinen Tofu essen?
Grundsätzlich auf Tofu verzichten sollte man als erwachsene Person nur, wenn eine Allergie gegen Soja besteht. Auch Kreuzallergien (also allergische Reaktionen auf Eiweiße, zu denen eine Ähnlichkeit mit dem eigentlichen Allergieauslöser besteht) sind möglich. So reagieren beispielsweise Menschen mit Birkenpollenallergie häufig auch auf Soja allergisch.

Kinder sollten Sojaprodukte wie Tofu ebenfalls nur in geringen Mengen zu sich nehmen. Insbesondere bei Babys und Kleinkindern ist aufgrund der in Tofu enthaltenen Phytoöstrogene Vorsicht geboten. ...


Wer sich mit der Frage beschäftigt, weniger Fleisch zu essen und wie trotzdem zu genügend Eiweiß zu kommen, wird auch über Tofu nachdenken. Da ist es gut, sich darüber. zu informieren.

Grüsse,
Oregano
 
Christian Opitz schreibt in seinem Buch "der Protein-Optimierer" dass der fermentierte Tofu und Tempeh, die Phytoöstrogene, der Sojabohne abbaut, also reduziert wird, anscheinend aber nicht 100%, von daher ist fermentierter Tofu erstmal gesünder.
 
Manch eine Frau isst gerade wegen der Phytoöstrogene Soja, siehe z.B. diese Seite des "Zentrums der Gesundheit" (=: ZdG):
Von einer Reduktion des Gehaltes durch Fermentieren steht dort allerdings nichts. Man könnte es allenfalls vermuten aufgrund dieser Aussage:
In einer Meta-Analyse, für die man 10 epidemiologische Studien auswertete, zeigte sich beispielsweise folgender Zusammenhang: Je mehr Soja verzehrt wurde, umso geringer war das Gebärmutterkrebsrisiko - dies galt sowohl für die asiatische als auch für die nicht-asiatische Bevölkerung. Bei Frauen in der Menopause war die Schutzwirkung besonders deutlich. Auch waren es insbesondere unfermentierte Sojaprodukte, die mit einem geringeren Risiko in Verbindung standen (z. B. Tofu, Sojamilch) ( 18 ).

Reduzieren tut es laut ZdG den Phytin-Gehalt.

Weniger erfreulich ist für manch einen dies:
Leiden Sie an einer Histaminintoleranz, sollten Sie mit dem Genuss von Soja vorsichtig sein, da die Sojabohne und daraus verarbeitete Produkte zu den Histaminliberatoren zählen. Das heisst, sie fördern die Ausschüttung von körpereigenem Histamin. Fermentierte Sojaprodukte, wie Sojasaucen und Miso enthalten überdies direkt Histamin und sind bei einer entsprechenden Intoleranz nicht geeignet.

Allenfalls Sojamilch und unfermentierter Tofu könnten in kleinen Mengen getestet werden, ob sie vertragen werden.
... wobei es nach meiner Erfahrung Sinn macht, bekömmliche Mengen zu testen und auch zu nutzen, um sich nicht unnötig einseitig zu ernähren.
 
... Wenn du Probleme mit deiner Schilddrüse hast, solltest du ebenfalls den übermäßigen Verzehr von Sojaprodukten meiden. Aufgrund der eben erwähnten Isoflavone kann es vorkommen, dass die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt wird.

Gerade Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion sollten daher besser auf Tofu verzichten.

Vorsicht bei Gicht und Allergien

Wenn du allergisch gegen Soja bist, solltest du natürlich keine Sojaprodukte verzehren. Auch bei Gicht ist Vorsicht geboten. Denn die Produkte können je nach Erzeugnis zu viele Purine beinhalten.

Bei einer Allergie gegen Birken solltest du ebenfalls auf Tofu verzichten, da hier das Risiko einer Kreuzallergie gegen Sojaeiweiß besteht. ...
(Hevorhebungen in Grün durch mich)

Grüsse,
Oregano
 
Manch eine Frau isst gerade wegen der Phytoöstrogene Soja,

ja, hab ich gesehen.

Von einer Reduktion des Gehaltes durch Fermentieren steht dort allerdings nichts.

Fermentieren neutralisiert Phytinsäure sehr gut.
Beim Fermentieren werden Lebensmittel mit Mikroorganismen versetzt, die verschiedene Inhaltsstoffe im Lebensmittel abbauen.

... Wenn du Probleme mit deiner Schilddrüse hast, solltest du ebenfalls den übermäßigen Verzehr von Sojaprodukten meiden. Aufgrund der eben erwähnten Isoflavone kann es vorkommen, dass die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt wird.

diese Info hätte mir vor langer Zeit viel gebracht, wusste ich nicht, ist auch heute neu für mich, danke für diese Info.
 
Christian Opitz schreibt in seinem Buch "der Protein-Optimierer" dass der fermentierte Tofu und Tempeh, die Phytoöstrogene, der Sojabohne abbaut, also reduziert wird, anscheinend aber nicht 100%, von daher ist fermentierter Tofu erstmal gesünder.
schmeckt auch lecker, ist jedoch teuer.

Es gibt auch noch an Sojaprodukten: Edamame (unreif geerntete Sojabohnen), die gibts im Kühlregal oder in der Dose. Und Sojaghurt und Sojaquark, diese bedeiden nutze ich oft anstatt Milchprodukten und finde sie sehr lecker. Am besten darauf achten, dass es Bioqualität ist um unnötige Zusatzstoffe zu vermeiden und sicher zu gehen, dass kein Gen-Soja verarbeitet wurde.

Alles gute Eiweißlieferanten.
 
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