Smart Meter Ade!

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10.05.12
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Und hier auch etwas dazu :) :

Deutschland verzichtet auf Masseneinsatz von Smart Metern
Deutschland verzichtet auf Masseneinsatz von Smart Metern - futurezone.at

Während in Österreich weiterhin an der nahezu lückenlosen Installation von Smart Metern festgehalten wird, soll es in Deutschland in Wohnungen keine Smart Meter mehr geben.

Der Einbau sogenannter intelligenter Stromzähler (Smart Meter) in Wohnungen wird von der deutschen Bundesregierung nicht mehr forciert. Für Haushalte sei dies zu teuer und lohne sich nicht, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake vergangene Woche. Erst wenn etwa Elektro-Autos massenhaft verbreitet seien, könne dies wieder ins Auge gefasst werden. „Jetzt würde es die Energiewende noch weiter verteuern“, sagte Baake.

Intelligente Stromzähler (Smart Meter) können genau ermitteln, wann ein Haushalt oder Betrieb viel Strom verbraucht und was die größten Stromverbraucher sind. In Verbindung mit den schwankenden Ökostrom-Mengen könnten etwa Chemiefabriken oder Besitzer von Elektro-Autos dann besonders viel Elektrizität einsetzen, wenn deren Preis etwa wegen großer Solar-Produktion gering ist – sofern es passende Tarife dafür gibt.

Geringe Einsparungen

Frühere Bundesregierungen in Deutschland hatten immer wieder das Potenzial dieser Zähler betont und in Arbeitsgruppen mit der Wirtschaft den Einsatz vorbereitet. Die Zähler sind allerdings teuer. Außerdem ergab ein Gutachten von Ernst & Young, das vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben wurde, dass Verbraucher mit geringem Jahresverbrauch (das heißt unter 2000 kWh/Jahr) nur 0,5 Prozent ihres Energieverbrauchs einsparen können. In Geld ausgedrückt bedeutet das im Schnitt 2,5 Euro pro Jahr.

In Österreich bleibt es bei der Zielvorgabe des Wirtschaftsministeriums, das einen Roll-Out von 95 Prozent intelligenten Stromzählern bis zum Jahr 2019 vorsieht. Zwar wurde vor kurzem die Zielvorgabe für das Jahr 2015 fallengelassen, aber das finale Ziel für den Roll-Out soll bleiben.

In Österreich wurde im Juni 2010 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums ebenfalls eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Diese wurde von PriceWaterHousCoopers (PDF) durchgeführt. Laut dieser Studie ist die Einführung bei einem Roll-Out von 95 Prozent „am wirtschaftlichsten“.

Vermutlich hätten sie den Einbau ohnehin hier nicht durchgekriegt.
Inzwischen sind doch immer mehr Leute informiert, nicht überall, aber es nimmt zu. Und die Stromtrassen-Proteste haben doch auch viele Leute wach gerüttelt :idee: und angezogen. Dann den Bogen zu schlagen zu Mobilfunk, dürfte nicht so schwer fallen.

:wave:
 

Clematis

Und hier auch etwas dazu :) :
Deutschland verzichtet auf Masseneinsatz von Smart Metern
Deutschland verzichtet auf Masseneinsatz von Smart Metern - futurezone.at

Hallo Kabeljau,

so positiv wie es sich hier anhört ist das leider nicht. Die EU will 95% der Haushalte mit Smart Metern eindecken und EU-Gesetze haben Vorrang vor Landesgesetzen. Einzelne Länder können sich langfristig also nicht widersetzen.

Wie aus dem Wikipedia Bericht hervorgeht, sind diese Dinger auch in Deutschland bereits in vielen Bereichen Pflicht. Ein genaueres Gesetz hierzu soll noch dieses Jahr verabschiedet werden. Siehe ins besondere den Abschnitt "Deutschland" in folgendem Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Zähler#Deutsche_Gesetzeslage

In Deutschland ist der Einbau von heute bereits verfügbaren intelligenten Energiezählern ("EDL21-Zähler") nach dem EnWG inzwischen Pflicht: Für die Einführung der nächsten Generation der vom BSI zertifizierten Intelligenten Messsysteme sind dagegen erst noch die notwendigen Verordnungen zu erlassen, die die Bundesregierung in einem Eckpunktepapier für das Jahr 2015 angekündigt hat.[18]
Messstellenbetreiber haben bereits heute nach den Anforderungen des § 21c EnWG

  • in Gebäuden, die neu an das Energieversorgungsnetz angeschlossen werden oder einer größeren Renovierung […] unterzogen werden,
  • bei Letztverbrauchern mit einem Jahresverbrauch größer 6 000 Kilowattstunden,
  • bei Anlagenbetreibern nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz bei Neuanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 7 Kilowatt jeweils Messsysteme einzubauen, die den Anforderungen nach §§ 21d und 21e EnWG genügen, soweit dies technisch möglich ist,
  • in allen übrigen Gebäuden Messsysteme einzubauen, die den Anforderungen nach § 21d und § 21e EnWG genügen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.
  • ...
  • Das Bundeswirtschaftsministerium legte im Februar 2015 die „7 Eckpunkte für das anstehende Verordnungspaket Intelligente Netze“ vor.[25] Danach sollen die bereits geltenden gesetzlichen Vorgaben nicht ausgeweitet werden. Erst ab dem Jahr 2021 sollen Kunden mit 6.000 bis 10.000 kWh Jahresverbrauch mit einem Intelligenten Messsystem ausgestattet werden. Dies wären die obersten 10 Prozent der deutschen Haushalte.[26]
Zur Überwachung ist der Smart Meter wunderbar geeignet. Wer ihn verweigert muß aber auch sein Smart Phone zum Sondermüll befördern. Siehe dazu die folgende Arte-Dokumentation - die Zukunft:
Smarte Spione - Die eingebaute Überwachung Doku Dokumentation Reportage HD 2015 Arte


Mich wundert dabei, wie viele Menschen nach einem Smart Phone lechzen und sich eines zulegen, ganz abgesehen von dem hohen Preis, nicht nur in Euro, sondern bezüglich der Preisgabe aller privaten Daten, mit denen sich die Datendiebe eine goldene Nase verdienen. UND: die Geräte sind besonders leicht zu hacken... Datenschutz so nahe Null.

Gruß,
Clematis
 
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