Sehr viele Kinder können nicht schwimmen

Themenstarter
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hallo,

im tv wurde eben gesagt, daß nur wenige viertklässler schwimmen können ("weil es zu wenig schwimmkurse gibt") und die dlrg empfiehlt, daß sie es schon mit 5 jahren lernen sollten.

find ich beides voll daneben. es gibt immer wieder mal meldungen, daß kleinkinder in einem gartenteich ertrunken sind, teils sogar da, wo sie eigentlich im stehen noch mit der nase oberhalb vom wasser waren.

abgesehen davon, daß man kleinkinder vor allem draußen immer im auge behalten sollte, kann man schon ganz kleinen (ca. ab 1,5 j.) beibringen sofort aufzustehen, wenn sie ins wasser fallen bzw. sich durch ruhige bewegungen solang über wasser zu halten bis hilfe kommt oder sie an irgendeiner stelle rausklettern können.

und um schwimmen zu lernen, brauchen kl. kinder auch keinen schwimmkurs, das kann man ihnen ganz einfach und schnell selbst beibringen, zumal es anfangs nicht wichtig ist, daß sie irgendwelche vorschriftsmäßigen schwimmbewegungen machen.
hauptsache sie kommen erst mal irgendwie vorwärts und bleiben mit dem kopf über wasser und das können sie innerhalb weniger minuten lernen und nach 2-3 schwimmbadbesuchen funktioniert es zuverlässig und auch so, daß sie sich sehr lang über wasser halten können, wobei man sie trotzdem im auge behalten sollte.

wenn sie in die schule kommen oder in einen schwimmverein gehen wollen, kann man ihnen dann auch ziemlich schnell die vorschriftsmäßigen schwimmbewegungen beibringen.


lg
sunny
 
wundermittel
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15.01.05
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Tja, meine Kinder haben seit Corona keinen Schwimmunterricht , weil die Schwimmbäder auf unbestimmte Zeit saniert werden und eins hatte sogar einen Brand . Ich hab zwischendurch Privatstunden bezahlt für einen Trainer ,50€ die Stunde.
Mein Sohn ist in der dritten und es gibt einige Nichtschwimmer . Meine Tochter ist in der sechsten klasse und es gibt es auch noch Seepferdchenkinder statt Bronze /Silberabzeichen .
Einfach so beibringen kann ich es den Kindern nicht , mir fehlt selbst eine saubere Technik .
2-3 Schwimmbadversuche sind unrealistisch , nicht umsonst gibt es Halbjahreskurse zur wsssergewöhnung usw. Es gibt auch wasserscheue Kinder 🥴
 
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16.02.18
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Ich finde, es ist die Aufgabe der Eltern oder Großeltern oder anderen nahen Familienmitgliedern, den Kindern das Schwimmen beizubringen.

Zumindest haben die Eltern die Verantwortung dafür, dass die Kinder das noch vor der Einschulung können.

Sollten die Eltern nicht schwimmen können, was bestimmt kaum vorkommt, bei zwei Elternteilen, müsste doch einer zumindest Schwimmen können, könnten sie mit den Kindern zusammen nach einer Lösung suchen.

Schwimmen zu können ist sehr, sehr wichtig. Es gibt ofmals Gartenteiche oder in Dörfern Fischteiche, überall lauert die Gefahr rein zu fallen, man weiß das nie, so ist es gut, wenn die Kleinen frühestmöglich Schwimmen lernen.

Ich bin mit meinen Kindern von klein auf an den See bzw. Schwimmbad, erst mit Schwimmflügeln, dann ging das ziemlich schnell bei regelmäßiger Übung, klar war das lange vor der Coronazeit. Oma u. Opa haben die Kinder auch stets mitgenommen, an den See oder ins Schwimmbad.

Weiher oder Seen gabs auch in der Coronazeit, die besucht werden konnten.

Sie müssen ja nicht perfekt vor der Einschulung schwimmen können, aber zumindest so, dass etliche Meter drin sind, sich über Wasser zu halten, dass sie sich im Notfall helfen können.

Wasserscheue Kinder gibts auch, aber mit einem liebevollen Dazutun kann auch das gemeistert werden. Evtl. schon von Klein auf im Planschbecken spielen ... - es gibt Möglichkeiten, wo ein Wille da ein Weg - das ist meine persönliche Meinung zum Thema.

Mara
 
regulat-pro-immune
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hauptsache sie kommen erst mal irgendwie vorwärts und bleiben mit dem kopf über wasser und das können sie innerhalb weniger minuten lernen und nach 2-3 schwimmbadbesuchen funktioniert es zuverlässig und auch so, daß sie sich sehr lang über wasser halten können, wobei man sie trotzdem im auge behalten sollte.

wenn sie in die schule kommen oder in einen schwimmverein gehen wollen, kann man ihnen dann auch ziemlich schnell die vorschriftsmäßigen schwimmbewegungen beibringen.
ich stimme dir zwar bei sunny, aber mit 2 - 3 Schwimmbadbesuchen ist das nicht erledigt, da muss man schon den ganzen Sommer über üben (Planschbecken, See, Weiher, Tauchen kann man auch in der Badewanne ansatzweise üben, Bilderbücher, die das Schwimmen attraktiv machen, Filme), mit Freunden zum Baden gehen, das macht Spaß.

Es gibt so viele Möglichkeiten, manche Kindern lernen es schneller andere brauchen mehr Zeit u. Geduld.

Ich meine auch, bei der Einschulung sollten sie das können, zumindest eingermaßen.

Tja, meine Kinder haben seit Corona keinen Schwimmunterricht , weil die Schwimmbäder auf unbestimmte Zeit saniert werden und eins hatte sogar einen Brand . Ich hab zwischendurch Privatstunden bezahlt für einen Trainer ,50€ die Stunde.
Mein Sohn ist in der dritten und es gibt einige Nichtschwimmer . Meine Tochter ist in der sechsten klasse und es gibt es auch noch Seepferdchenkinder statt Bronze /Silberabzeichen .

Das ist wirklich sehr, sehr traurig, wenn die Kinder in der Schule nicht schwimmen können.

Lydia, gibts keinen Vater oder andere Familienangehörige oder Freunde von dir, die mithelfen können.
Ich denke ganz bestimmt, dass gute Freunde mithelfen - es ist nie zu spät.
Der Sommer steht vor der Tür (y)🏊‍♀️🏊‍♂️ ☀️🏖️

alles Gute Lydia und viel Erfolg wünsche ich!

Mara
 
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12.10.18
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mit 2 - 3 Schwimmbadbesuchen ist das nicht erledigt

bei meinen kleinen (pflegekinder) war es so schnell erledigt.

ich hab ja nicht geschrieben, daß sie dann schon perfekt schwimmen konnten.

hauptsache sie kommen erst mal irgendwie vorwärts und bleiben mit dem kopf über wasser und das können sie innerhalb weniger minuten lernen und nach 2-3 schwimmbadbesuchen funktioniert es zuverlässig und auch so, daß sie sich sehr lang über wasser halten können, wobei man sie trotzdem im auge behalten sollte.

bei einem etwas größeren jungen (fast 6) hatte ich den fehler gemacht am tag vorher beim essen zu erwähnen, daß man eigentlich nicht untergehen kann, wenn man sich einfach nur ganz langsam und gleichmäßig bewegt, auch wenn es nur sowas wie hundepaddeln o.ä. ist.

im schwimmbad waren wir mit mehreren bekannten und alle waren schnell umgezogen am treffpunkt in der schwimmhalle, nur der kleine nicht.
da kinder auch schon mal ein bißl trödeln haben wir geduldig gewartet und plötzlich kam er angerannt , klitschnaß und strahlend und wollte uns etwas zeigen. er lief dann zum schwimmerbecken, sprang rein und schwamm quer über.

ich war kurz vorm herzinfarkt, aber der kleine hat mich dann beruhigt und gesagt, daß er natürlich nicht beim ersten mal schon da rübergeschwommen ist, sondern erst am rand entlang, so daß er sich jederzeit hätte festhalten können. ich hätte ihm ja beigebracht immer vorsichtig zu sein und gut aufzupassen.

von da an hab ich vor allem noch mehr aufgepaßt, was ich in der gegenwart von kindern sage.
und den kleinen hab ich in den schwimmunterricht geschickt, weil ihm das schwimmen so viel spaß gemacht hatte, daß er auch gern in einen schwimmverein gehen wollte und da reicht hundepaddeln ja nicht.


lg
sunny
 
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15.01.05
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Hallo Mara,
mein Sohn hat Seepferdchen und meine Tochter Bronzeabzeichen :) Ich war mit beiden 2-3 Jahre regelmässig in Kursen und während der Coronazeit habe ich das Bronzeabzeichen für meine Tochter bei einem Trainer machen lassen. Bronzeabzeichen war Voraussetzung für die weiterführende Schule.
Ich selber wäre mit 5 J im Schwimmbad ertrunken,hätte mich nicht ein Mann gesichtet und raus gezogen. Daher teile ich Deine Ansicht , nur in der Coronazeit waren die Schwimmbäder zu etc. und daher wird es auch mehr Kinder geben ohne Abzeichen in den letzten 2 Jahren.
Aber nächstes Projekt ist Bronze beim Sohn. Ich habe zwar Silber gemacht aber schwimme so selten..
 
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