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Schlafunterbrechungen

Themenstarter
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18.11.04
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Hallo,

weiß jemand von euch, welche längerfristigen Auswirkungen es haben kann, wenn man regelmäßig nachts etwa alle 3 Stunden aus dem Schlaf gerissen wird (teilweise auch schon nach 2 Stunden) und also keinen durchgehenden Schlaf mehr hat? Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, daß es beim Schlaf nicht nur auf die Gesamtstundenzahl ankommt, sondern auch auf die Dauer der einzelnen Schlafphasen, daß also bei 3 (oder weniger) Stunden die eigentliche Erholungsphase noch gar nicht einsetzen kann.

Schön wäre, wenn jemand vielleicht einen passenden Link zu diesem Problem hätte.

Viele Grüße
Anke
 
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07.01.04
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Hallo Anke

So Schlafunterbrechungen sind nicht gut. Da kommst Du nie in die wirkliche Tiefschlafphase. Ich kann Dir da sicher über Google Links raus suchen. Viel wichtiger ist es aber Du findest heraus warum das so ist
 
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27.01.04
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Hi Anke!

Ich denke, du wirst auch merken, dass du durch die Schlafunterbrechungen nicht fitter wirst.
Eine ganz nette schulmedizinische seite zu dem thema ist folgende
https://www.schlafgestoert.de

ich rate dir, unbedingt die ursachen abzuklären! bzgl. der abklärung körperlicher ursachen kann ich den https://www.vegatest.de empfehlen.
Falls es psychische ursachen sind, möchte ich dir ganz dringend eine art der psychokinesiologie ans herz legen. ich selber mache die kinesiologie nach "3in1", das ist echt super und wahnsinnig effektiv und schnell. was außerdem evtl. helfen kann.. sport (!), gesunde ernährung, bachblütentherapie, schüssler salz nr. 5 oder 7 (muss man individuell sehen) und noch viel mehr.
bzgl. psychischer probs kann ich dir folgenden thread empfehlen:
www.candida-info.de/phpBB2/viewtopic.php?t=573

gruß von aqua ;)

p.s. da fällt mir noch die altchinesische organuhr ein (infos findest du sicher im netz). wachst du immer zu bestimmten zeiten auf? das könnte auf eine organische störung hinweisen.

[geändert von aqua am 03-18-04 at 03:13 PM]
 
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10.01.04
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Abklären, warum Du immer wieder aufwachst, wäre gut. - Viele Amalgamis haben nach der Entgiftung auch wieder gut geschlafen.
Es gibt ja bestimmte Vorschläge, wie man sich auf das Schlafen vorbereiten soll: kein Alkohol, zur gleichen Zeit, etwa um 18 Uhr zuletzt essen, ruhige Musik hören, nicht fernsehen. .... Ausprobieren kann man das ja mal!

Mir hat eine Freundin vor einiger Zeit eine Packung mit Kinokatara-Pflastern geschenkt. Das sind Pflaster mit Baumessig und anderen Stoffen drin, die man sich entweder auf die Fußsohle klebt über Nacht oder an schmerzende Stellen. Ich habe sie auf die Füße geklebt und habe mit diesen Pflastern jedes Mal wunderbar tief und durchgehend geschlafen. Ich glaube, das ist kein Zufall. Leider sind die Dinger relativ teuer, aber dieser tiefe Schlaf ist es mir wert :)
Gruß,
Uta
 
Themenstarter
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18.11.04
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Hallo ihr Lieben,

die Ursache liegt nicht bei mir, das habe ich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. Meine Mutter hatte Anfang Februar einen Schlaganfall, und nach der Klinikbehandlung haben wir (mein Mann und ich) sie zu uns nach Hause geholt. Sie ist in Pflegestufe II, d.h. sie kann außer essen noch nichts alleine tun. Dazu zählt auch die Benutzung des Toilettenstuhls. Und da sie eine Blasenschwäche hat, müssen wir sie alle 2-3 Stunden auf den Stuhl setzen. Das ganze ist rund um die Uhr nötig, auch nachts.

Wir merken ja selber, daß uns das nicht gerade gut tut, obwohl wir das erst seit 4 Wochen machen. Wir fühlen uns tagsüber ziemlich groggy, deshalb habe ich ja mal gefragt, ob was Ernsteres für uns daraus entstehen kann. Bitte nicht lachen, aber ich hab mal irgendwo gelesen, daß man durch zu wenig Schlaf bzw. dauernde Unterbrechungen tatsächlich psychisch krank werden kann.

Das Problem ist, daß wir keine Lösung wissen. Wir haben versucht, meine Mutter dazu zu bringen, nachts die Windel zu benutzen. Das tut sie aber nicht, was ich in gewisser Weise auch verstehen kann. Einen Menschen, der schwimmen kann, wird man ebenso schwerlich dazu bringen, im Schwimmbad zu ertrinken. Die Legung eines Katheters wird vom Urologen abgelehnt, da es keine medizinische Indikation dafür gibt. Detrusitol Kapseln nimmt sie schon, die helfen aber leider überhaupt nicht, es hat sich am Harndrang und an der Frequenz des Wasserlassens kein bißchen was geändert.

Wir sind ziemlich ratlos.
 
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10.01.04
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Auf Dauer sind regelmässige Schlafunterbrechungen sicher genauso schwierig zu verkraften wie Schichtarbeit. Insofern würde ich mir - ich weiß, daß ich leicht reden habe - eine Frist setzen, bis zu deren Ende sich entweder die Verfassung Deiner Mutter zum Guten verändert hat oder aber Ihr eine andere Lösung finden müßt, und wenn es doch die Windeln für nachts sind. Ich kenne das Problem von meiner Mutter und anderen Müttern und verstehe sehr gut, daß das ein schwieriger Schritt in die Unselbständigkeit und letztlich in die Baby-Phase ist, und das ist wohl erschreckend und auch demütigend. Auf der anderen Seite können drei Menschen nicht wirklich schlafen, weil ein Mensch diese Windeln nicht haben will :? :( :) . Da muß man abwägen, und ich glaube, darüber muß man dann auch sprechen, so schwer das fällt.
Gruß,
Uta
 
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09.01.04
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Hallo Anke

so tragisch wie Deine Schilderung auch klingt, Ihr werdet dem Rat von Uta folgen müssen, sonst bist Du und Dein Mann bald schlimmer dran als Deine geliebte Mutter!!

Ich habe mich in letzter Zeit mit der Schichtarbeit beschäftigt und das Problem der Schlaflosigkeit bezw. der Schlaf Unterbrechung beschäftigt.

Einige der Schichtarbeiter wenden eine Art von "Autogenes Training" an, die vermutlich seinen Ursprung von den Piloten auf langstrecken Flügen herstammt. Dieses System befähigt die "kurzschläfer" zu einer extrem kurzen Einschlafphase, nach etwa zehn Minuten verfallen Sie in die Tiefschlafphase.

Vieleicht kann Dir jemand, in diesem Forum, genauere Angaben dazu machen, ich hoffe es für Dich?!

Gruss, Michael
 
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07.01.04
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Hallo Anke

Das Deine Mutter Windeln ablehnt, kann ich schon verstehen. Es ist dann so im wahrsten und im übertragenen Sinne des Wortes "Man ist nicht mehr ganz dicht". Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann ist die Aussage des Urologen. Wenn ein Mensch nicht mehr selber zur Toilette kann ist die Indikation für einen Katheter da. Sprich nochmals mit ihm ansonsten wechsle den Arzt. Denk nur mal an die Pflegheime. Wenn da die Schwestern alle paar Stunden mit den Bewohnern zur Toilette müssten, kämen die zu nichts mehr anderem. Der nächste Schritt bei Katheter (auch bei einer Windel) ist es dann Deiner Mutter klar zu machen, dass sie nicht mehr zur Toilette muss, dass sie laufen lassen kann. Da wäre aber der Katheter auch wieder von Vorteil. Stell Dir vor was geschieht wenn die Windel nass ist. Dann will sie sicher eine neue, Wer liegt schon gern im Nassen. Also wäre das ganze Problem einfach um 5 oder 10 Minuten verschoben.
 
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10.01.04
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Ein Katheter birgt die Gefahr von Blaseninfektionen in sich. Insofern wäre es auf jeden Fall einen VErsuch wert, über eine bestimmte Zeit hinweg doch mit Windeln zu arbeiten, wenn die Hoffnung besteht, daß die Windeln dann wieder weggelassen werden können.
:( :) :( Das ist ein trauriges Thema, und wir wissen alle nicht, ob es uns nicht eines Tages genauso geht...
Gruß,
Uta
 
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02.03.04
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@Anke

Schlafentzug bzw. Entziehung der Tiefschlafphase kann in der Tat zu Depressionen führen, da dadurch der Serotonin-Spiegel drastisch absinken kann. Da hilft dann auch keine Schokolade mehr. Mit L-Tryptophan kann man etwas Abhilfe schaffen, aber dazu solltet ihr euch von einem Arzt beraten lassen.

Ich denke, das Problem ist eher die Mutter. Die Bedenken wegen dem Blasenkatheter kann ich durchaus verstehen, ob sie jetzt medizinisch begründet sind oder nicht. Das Ding ist einfach unangenehm.
Aber dass sie die Windel ablehnt ist schlicht eine Zumutung. Selbst in ihrem desolaten Zustand muss sie einsehen, dass auch ihr ein Recht auf eure Gesundheit habt, auch wenn ihr euch verpflichtet habt, sie zu pflegen. Sicherlich empfindet sie ihren Zustand als sehr schlimm, das ist normal, er ist es ja auch. Aber euch so unter Druck zu setzen ist auch nicht richtig, und ihr dürft keine Schuldgefühle haben, wenn ihr verlangt, dass sie zu einem Kompromiss bereit sein muss. Ihr macht ja jetzt schon große Abstriche in eurem Leben, wenn ihr sie 24 h pflegt, also muss auch sie Einschränkungen in Kauf nehmen. Es stimmt nämlich, wäre sie in einem Pflegeheim, da würde gar nicht lange disskutiert werden, da hieße es Blasenkatheter rein und danke fürs Gespräch.
Also redet nochmal mit ihr, in liebevoller Weise, und ich bin sicher, dass sie verstehen wird, dass ihr euch eure Gesundheit bewahren müsst, um auch weiterhin für sie da sein zu können.
 
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10.01.04
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Du bist immer so herrlich unfreundlich direkt, whitney :) :? :) . Ich habe mir das mit den Blasenentzündungen nicht aus den Fingern gesogen. Ich habe mich lange mit den Ärzten im Krankenhaus unterhalten, als die meiner Mutter einen Blasenkatheter legen wollten, und sie haben sich damals dagegen entschieden - aus diesen Gründen.
www.hospvd.ch/swiss-noso/d21a1.htm
 
Themenstarter
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18.11.04
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Wenn ein Mensch nicht mehr selber zur Toilette kann ist die Indikation für einen Katheter da.
Das ist es ja gerade - sie kann ja zur Toilette (tagsüber) bzw. auf den Toilettenstuhl (nachts), wenn auch nur mit meiner und meines Mannes Hilfe. Aus diesem Grunde sagt der Urologie NEIN zur Katheterisierung.

Letzte Nacht war es wieder ziemlich extrem
. Schlafen gegangen sind wir gegen 0.30, das erste Mal klingelte sie uns um 1.30 raus, das zweite Mal um halb 4, das dritte Mal um 7.00 und dann schon wieder um 8.00. Und dabei trinkt sie noch nicht einmal sonderlich viel. Eigentlich soll sie 2 Liter pro Tag trinken, nimmt aber höchstens 1 Liter Flüssigkeit zu sich.
 
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07.01.04
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Hallo Uta

Sorry wenn Dir das unfreundlich rüberkam. Direkt ja. Ich schreib ja gern, aber Blümchen übergeb ich lieber persönlich als beim Schreiben :D . Und so btw, Du schreibst ja Deine Meinung auch unverblümt :D.

Bei allem was man tut verbergen sich gefahren. Nur weil jemand mal eine Blasenentzündug wegen eines Katheters hatte heisst das doch noch lange nicht, dass dies alle haben müssen. Aber eben ein Dauerkatheter muss sorgfältig und steril angebracht werden. Ich bin nach wie vor der Meinung dass hier ein Katheter mehr als angebracht werde, denn die Verwandschaft um den schlaf zu bringen kann es doch nicht sein. Und eben, die Bedenken zu den Windeln hab ich geäussert.

Und noch was kurzes zum Schichtdienst. Ich habe jahrelang darin gearbeitet und hab den Problemlos verkraftet.
 

Philipp

Hallo Whitney

Was heisst denn hier "problemlos verkraftet"? Ist es nicht so, dass Du diverse gesundheitliche Probleme hast? Wie einfach kannst Du nun gewisse Symptome dieser Schichtarbeit zuordnen bzw. es unterlassen sie zuzuordnen? Wie schnell hat man sich an gewisse gesundheitliche Übel doch fast wie gewöhnt ...

Ich hoffe, dass ich nie in die Lage komme, wo ich meinen Mitmenschen so eine Last bin, dass sie gesundheitlich selbst schaden nehmen ... oder wo mein Selbstwertgefühl den Bach runter geht, weil meine Kinder meine Windeln wechseln müssen ... oder wo ich ständig an irgendwas angestöpselt bin. Ich weiss, wie unangenehm es ist, mit einem Katheter zu schlafen. Ich bin morgens immer exakt so aufgewacht, wie ich eingeschlafen bin. Dies aus Angst, dass ich mich zu sehr bewegen und den Katheter rausreissen könnte.

Philipp
 
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18.11.04
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Also, ich denke, einen Schichtdienst kann man schon deshalb eher verkraften, weil man sich zumindest auf feste Schlafzeiten einstellen kann. Soll heißen: Als Schichtdienstler weiß ich beim Zubettgehen, wie lange ich schlafen kann und wann ich aufstehen muß. Bei uns ist das halt jede Nacht ein Vabanquespiel ("Sind es diesmal 3 oder doch wieder nur 1,5 Stunden bis zum Rausklingeln?").
 
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18.11.04
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Huch! Wie kommt der Smilie da hin? Ich hab nur eine Klammer schließen wollen ...
 
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27.01.04
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Hi Anke!

Ja, es ist gesundheitsschädigend (physisch und psychisch), wenn du nicht durchschläfst. gibt dazu sicher diverse infos im netz. habe gehört, wenn man längere zeit nicht geschlafen hat, dass man da komplett zusammenbricht.

Ich bin der Meinung:
du und dein mann habt ein recht auf euren schlaf, auf unversehrte gesundheit. und diesen wunsch muss deine mutter nach möglichkeit nachkommen.

sprich mit deiner mutter darüber, sag ihr, dass ihr euren schlaf braucht und was sie zur lösung des problemes vorschlägt. mache deine seite deutlich und erkläre ihr die gesundheitlichen konsequenzen der schlafunterbrechungen. dann frage sie, wie sie euch entgegenkommen möchte.
es gibt ja alternativen, so die windel. aber ihr unbehagen steht gegen eure gesundheit. ich denke, es ist klar, was vorgeht! mache deinen standpunkt deutlich, beziehe sie bitte in die entscheidungsfindung mit ein (obwohl es ja letztendlich nur eine lösung zu geben scheint). aber vielleicht kommt sie ja noch auf eine andere idee?

sie muss auch eure bedürfnisse soweit es geht respektieren!
 
Themenstarter
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18.11.04
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Hallo aqua,

wir haben uns bei meiner Mutter schon den Mund fusslig geredet, meine Schwester und mein Schwager, die zu Besuch waren, ebenso. Das Problem ist, daß es seit dem Schlaganfall auch ganz offensichtliche neurologische Ausfälle bei meiner Mutter gibt, auch wenn die auf den 1. Blick nicht so ersichtlich sind. Aber wir, die wir mit ihr zusammen leben, merken, daß Aufmerksamkeit, Konzentration und Auffassungsgabe deutlich beeinträchtigt sind.

Wir wollen in den nächsten Tagen mal etwas anderes probieren. Seit vorgestern haben wir ihr die Klingel am Bett weggenommen und holen meine Mutter statt dessen zu festen Zeiten aus dem Bett. Bis jetzt bringt uns das aber noch nichts, denn 1. müssen wir trotzdem alle 3 Stunden den Wecker stellen, 2. ruft sie auch außerhalb dieser Zeiten nach uns, und davon wachen wir dann doch wieder auf.
 
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06.01.04
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hallo anke
ich habe eure diskussion mitverfolgt.

ich bin auch der meinung, dass eure gesundheit vorgeht. habt ihr es schon mal versucht den behandelnden arzt mit einzubeziehen ? vielleicht kann er eurer mutter klar machen, dass sie euch entgegenkommen sollte. möglicherweise findet der arzt den draht zu eurer mutter und kann sie überzeugen?????

ich wünsche euch auf jeden fall, dass ihr endlich wieder mal euren wohlverdienten schlaf bekommt.

gruss vreni
 

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