Schilddrüsenwerte - Einstellung mit Hindernissen

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Hallo zusammen!

Seit nunmehr zwei Jahren laufe ich von Arzt zu Arzt wegen zahlreicher und nicht in Einklang zu bringender Beschwerden. Nach kurzem Blick in meine Akte (25 Jahre alt) steht die Diagnose immer recht schnell fest: Antidepressiva und tschüß.

Seit ich 16 bin, habe ich Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse, aber wurde nie medikamentiert, da er Arzt meinte ich sei zu dünn für "sowas". (Bin 173 cm groß und wiege zur Zeit 65,5 kg.)

Vor zwei Jahren hatte ich ein Erlebnis in der Vorlesung, in der ich ein Gefühl im Kopf hatte, als würde ein zu großer Ball durch einen Schlauch gezogen werden - just in dem Moment bekam ich starke Schweißausbrüche und Panik - konnte mich gerade noch zusammennehmen, um nicht umzukippen.

Darauf folgte desöfteren Schwindel immer im Sitzen in den Vorlesungen oder beim Autofahren. Gelegentlich musste ich mich an der Wand festhalten, weil ich im Stehen wieder dieses Ohnmachtsgefühl hatte. Im Fitnesstudio kippte ich dann einmal komplett um.

Der Schwindel äußert sich sehr plötzlich in einer Art Benommenheit mit starken HWS-Schmerzen, Schweißausbrüchen, Übelkeit ohne Erbrechen, dem Gefühl gleich vom Stuhl zu kippen und dem Drang mich zu bewegen. Es beeinträchtigt mich sehr stark und geht auch einfach nicht weg.

Ich habe regelmäßig einen Blähbauch und meine Verdauung ist so gut wie nicht vorhanden. Gelegentlich wache ich nachts plötzlich auf mit einer sehr starken Übelkeit und Bauchkrämpfen.

Und das schlimmste Symptom ist die schreckliche Müdigkeit und Antriebsschwäche. Ich könnte permanent schlafen und nicke auch öfter am Tag weg. Konzentration ist ein Fremdwort.

Bisher war ich beim Osteopathen (konnte mir nicht wirklich helfen), beim Orthopäden (hat eine Blockierung im rechten Kiefergelenk entdeckt, HWS-Probleme, Lendenprobleme, grundsätzlich ist der Rücken wohl recht mitgenommen, Crouzon-Syndrom (wobei ich nicht weiß, woran er das festmacht; habe nichts an mir finden können, dass das erklären würde), Hypermobilität und leichte X-Bein-Stellung. Ich werde nun Reha-Sport machen, muss das mit dem Kiefergelenk abklären und eine Rückenvermessung machen. Ansonsten wurde bei mir durch Zufall nun doch eine SD-Unterfunktion festgestellt. Ich habe das PCO-Syndrom und nehme eine antiandrogene Pille mit Estrogen.

Zur Zeit geht es mir sehr schlecht mit den ganzen Dingen - vor allem da ich das Gefühl habe von den Ärzten belächelt zu werden.

Konkret bin ich wegen der Schilddrüsen-UT hier: ich hoffe, dass viele Dinge, die mich belasten durch sie verursacht werden und vielleicht vorüber gehen.

Viele Grüße, A.
 
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Malve

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Neu hier - diffuse Beschwerden - Schilddrüsen-UF

Hallo Awdotia,

herzlich willkommen im Forum:),

Könntest Du Dir die letzten Schilddrüsenbefunde in Kopie aushändigen lassen und hier einstellen?
Dies wäre vielleicht ein erster Schritt zur Klärung...

Liebe Grüße,
Malve
 

Bei Schilddrüsenproblemen kann der Baubiologe hilfreich sein

Forschungen zeigen den Einfluss von elektromagnetischer Strahlung auf hormoneller Ebene.
So werden Stresshormonspiegel erhöht und die der glücklich machenden Nervenbotenstoffe vermindert. Gleiches gilt für Testosteronwerte bei Männern. Weiter wird die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin gehemmt usw.

Solche hormonellen Störungen bleiben nicht ohne Folgewirkung im menschlichen Körper. Deshalb gilt es, sich möglichst vor hoher elektromagnetischer Strahlung zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von Elektrosmog im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Hallo Malve,

danke für deine Begrüßung! :)

Im Anhang findest du den aktuellen Blutwert vom 06. Mai 2013. Die Testergebnisse als ich 16 war, habe ich leider nicht mehr..

Bluttest und Ultraschall bei einem Nuklearmediziner. Folgendes kam dabei raus:

Diagnose: V.a. Thyreoiditis (ICD 10: E06.3V)

Klinische Angaben:
Keine Schilddrüsenmedikamention, gelegentlich Kloßgefühl, in der letzten Zeit vermehrte Müdigkeit, Obstipation, Kälteintoleranz, trockenes Haar, Fingernagelprobleme, Gewichtsschwankungen, Familienanamnese: negativ; Halsumfang: 32 cm; Tastbefund: unauffällig

Sonographie:
Hier zeigt sich eine normal große Schilddrüse mit 5 ml Volumen rechts und 4 ml links sowie einem relativ homogenen, etwas echoarmen Echomuster.
Die Sonographie der Halsorgane ergibt einen unauffälligen Lymphknotenstatus.

Labor:

In-vitro-Teste (125J) -RIA

ft4: 13,8 pmol/l (Normalwerte 8,7 - 24,0 )
ft3: 4,6 pmol/l (Normalwerte 2,9 - 7,2 )
TSH-basal: 2,8 uIE/ml (Normalwerte 0,4 - 4,0)
(Die Einheit ist kein wirkliches "u", aber ich konnte das Symbol nicht finden..)
TPO-AK: 19,6 IU/ml. (Normalwerte <50)
TRAK: 7,0 U/l. (Normalwerte <14)
TG: 7,5 ng/ml. (Normalwerte <70)
Wiederfindung: 82,4 % (Normalwerte 70-130%)
TAK: unter 30 U/ml (Normalwerte <60)

Beurteilung:
Die Untersuchung zeigt eine normal große Schilddrüse. Es besteht eine Euthyreose (Schilddrüsennormalfunktion) mit TSH-Spiegel im oberen Normbereich. Sämtliche Schilddrüsen-Autoantikörper sind unauffällig. Somit ergibt sich weder ein Hinweis für eine Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto) noch für eine immunogene Hyperthyreose (Morbus Basedow). Ein Zustand nach Thyreoiditis mit wieder normalen Antiköpertiter (?) oder eine seronegative Autoimmunthyreoiditis sind möglich.

Ich empfehle die einschleichende Aufnahme einer Substitutionstherapie beginnend mit 50 ug (Einheitsfehler wie oben) Levothyroxin/ die, eine Kontrolle des Schilddrrüsenlabors in 6 Wochen sowie eine Kontrolluntersuchung in einem halben Jahr. Bei Verträglichkeit sollte die Dosis ggf. alle 6 Wochen um 25 ug (Einheitsfehler wie oben) erhöht werden bis das TSH zwischen 0,5 und 1,0 mU/l (??? andere Einheit als bei den Laborwerten) liegt.


Ich nehme nun seit 6 Tagen L-Thyroxin Henning 50. Ich bemerkte sofort am ersten Tag weniger Müdigkeit und zunächst fühlte es sich an als hätte jmd. einen Topf "Glück" über mir ausgeschüttet. Mir ging es so gut wie nie! Seit drei Tagen fühle ich mich aber wieder viel, viel schlechter. Ich habe sehr starke Müdigkeitserscheinungen (vor allem Mittags); kaum Antrieb und bin richtig traurig und sehr mies gelaunt und dünnhäutig. Vorgestern hatte ich eine Schwindelattacke (wie in meinem Willkommenspost beschrieben) und dann auch diese nächtliche Übelkeitsphase. Seitdem habe ich die ganze Zeit leichte Übelkeit und fühle mich gar nicht wohl. Meine Augen sind geschwollen und ich habe etwas abgenommen. Ich stehe zur Zeit kurz vor der Prüfungsphase und weiß gar nicht, wie ich das überstehen soll.

Meine Ärztin sagte, ich soll die 100-er Packung L-Thyroxin einnehmen und kurz vorher will sie einen Bluttest machen.

Meine Bitte ist nun: kann mir jmd. erklären, was denn überhaupt meine Diagnose ist (auf dem Befund sind alle Werte im Normbereich) und auch ft3 und ft4 sind okay, glaube ich. Darüber hinaus interessiert mich, warum es mir plötzlich so schlecht geht.. die Ärztin meinte, ich würde mich gleich besser fühlen..

Vielen Dank für eure Hilfe!

A.
 
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Moin :)

Meine Bitte ist nun: kann mir jmd. erklären, was denn überhaupt meine Diagnose ist (auf dem Befund sind alle Werte im Normbereich) und auch ft3 und ft4 sind okay, glaube ich. Darüber hinaus interessiert mich, warum es mir plötzlich so schlecht geht.. die Ärztin meinte, ich würde mich gleich besser fühlen..
Die Normbereiche solltest du noch anfügen, sonst kann man gerade die freien Werte (fT4 und fT3) nicht richtig betrachten.
Der TSH ist jedoch schon über der derzeit gängigen Obergrenze von 2,5.

Laut dem was dort in der Diagnose steht, geht man davon aus, dass du entweder eine SD-Entzündung hattest, die inzwischen abgeklungen ist oder aber eine seronegative Hashimoto Thyreoiditis. Letzteres ist eine autoimmune Erkrankung, bei der keine, bzw. nur wenig Antikörper nachzuweisen sind. Genaugenommen ist es nicht einmal eine Erkrankung der SD, sondern des Immunsytems, welches sich aus noch nicht erklärbaren Gründen an die Zerstörung von Schilddrüsengewebe macht. Näheres dazu findest du u.a. hier in der Wiki.

Die Schwankungen im Befinden sind ein nicht seltenes Phänomen während der Einstellungsphase. Es braucht einiges an Geduld.

baba
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Hallo Puttchen,

vielen Dank für deine Nachricht.

Heute Abend ist die Übelkeit sehr schlimm.. ist das ein Symptom der SD-Ungereimtheit an sich oder kommt es von der Einstellung? Ich hatte ähnliche Beschwerden auch häufiger vor der Diagnose.. aber sie kamen genauso wie der Schwindel vor zwei Jahren.

Bzgl. der autoimmunen Erkrankung werde ich mich nochmal informieren, danke für den Hinweis. Ich bin völlig verwirrt von den vielen Fachbegriffen und Erkrankungserscheinungen.

Ich hatte nach einer Rumänienreise ein Epstein Barr Virus und da war mein Immunsystem komplett im Eimer..weiß nicht, ob das viell. etwas damit zu tun haben könnte.

Eine Frage habe ich noch: ist es nicht möglich, dass der Arzt mir genau diagnoszitiert, ob es eine Entzündung war oder diese Autoimmunsache? Und: ist meine Therapie das Richtige? Bei den Tabletten steht auch was mit Natrium - ich habe dunkel in Erinnerung, dass das nicht immer gut ist?!

Die Normalwerte habe ich oben ergänzt.

Vielen Dank schon vorab für deine Zeit und Hilfe!

A.
 
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Heute Abend ist die Übelkeit sehr schlimm.. ist das ein Symptom der SD-Ungereimtheit an sich oder kommt es von der Einstellung? Ich hatte ähnliche Beschwerden auch häufiger vor der Diagnose.. aber sie kamen genauso wie der Schwindel vor zwei Jahren.
Ist beides möglich. Letztendlich lässt es sich doch dann aber recht sicher auf Sd-Hormone zurückführen. Die sind einfach noch nicht stimmig für dich. ;) Wie gesagt, es bedarf einiges an Geduld und regelmässiger Kontrollen.
Ich hatte nach einer Rumänienreise ein Epstein Barr Virus und da war mein Immunsystem komplett im Eimer..weiß nicht, ob das viell. etwas damit zu tun haben könnte.
Er wird häufig im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Hashimoto genannt. Ist aber nicht zwangsläufig so, es gibt zig Erkrankungen/Umstände/Materialien, die damit in Verbindung gebracht werden.
Eine Frage habe ich noch: ist es nicht möglich, dass der Arzt mir genau diagnoszitiert, ob es eine Entzündung war oder diese Autoimmunsache?
Ja, mit einer Feinnadelbiopsie könnte eine Gewebeprobe entnommen werden, die dann untersucht wird.
Du könntest aber auch einfach einmal im Jahr die SD per Ultraschall betrachten lassen. Werden die echoarmen Bereiche grösser und/oder verändert die SD ihr Volumen, dann kann auch darüber diagnostiziert werden.
Und: ist meine Therapie das Richtige? Bei den Tabletten steht auch was mit Natrium - ich habe dunkel in Erinnerung, dass das nicht immer gut ist?!
Über richtig oder falsch kann ich natürlich nicht befinden :) Aber du bist mit deinem TSH schon im Unterfunktionsbereich. Die Massgabe, dass dein TSH unter 1 gebracht werden soll, ist im Hinblick auf Hashimoto ein sinnvoller Weg.
Die SD arbeitet dann weniger und wird weniger attackiert.
Über das Natrium musst du dir sicher keine Gedanken machen. Soweit ich informiert bin, macht das 2% des Wirkstoffes aus. Bei 50 µg Wirkstoff sind das dann man grad 1µg aus. 1 µg (Mikrogramm) = 0,001 mg = 0,000001 g - dürfte weniger als nen Bruchteil eines winzigkleinen Salzbrösels aus einer Salzmühle sein.

baba
Puttchen :wave:
 
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Vielen Dank!! Dass mit der Nadelbiopsie hört sich ja furchtbar an!! Ultraschall ist mir da irgendwie lieber und da die Behandlung die selbe ist..

Du hast mich aber schon sehr beruhigt! :)
 
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