Schilddrüsen-Informationen: Sammlung

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Hallo zusammen,

naja, habe etwas zu spät die früheren Berichte gelesen.
Frau Brakebusch wurde bereits (Interview) von Sonora im Feb09 erwähnt.
Wahrscheinlich kennt hier fast jeder das Buch! (Doppelt genäht hält besser!) :)
Sorry, ich bin halt noch ein Hashi-Frischling (nicht von der Erkrankung, aber von der Diagnose her)

Sorry, monsterbird :eek:):eek:):eek:)
 
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Hallo monsterbird!

Hihi! :D Das Buch ist bei Hashimoto Standard! :D Aber es ist nicht schlecht, wenn du nochmal darauf hinweist, denn es schauen ja immer wieder mal Neulinge nach! :kiss:

Liebe Grüße :wave:
Sonora
 

Bei Schilddrüsenproblemen kann der Baubiologe hilfreich sein

Forschungen zeigen den Einfluss von elektromagnetischer Strahlung auf hormoneller Ebene.
So werden Stresshormonspiegel erhöht und die der glücklich machenden Nervenbotenstoffe vermindert. Gleiches gilt für Testosteronwerte bei Männern. Weiter wird die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin gehemmt usw.

Solche hormonellen Störungen bleiben nicht ohne Folgewirkung im menschlichen Körper. Deshalb gilt es, sich möglichst vor hoher elektromagnetischer Strahlung zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von Elektrosmog im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Antikörper und Schwangerschaft

Hallo, ihr Lieben!

Im Ärzteblatt wird über eine Studie berichtet, die aussagt, dass Antikörper die Schwangerschaft gefährden können.

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Fehl- und Frühgeburten durch Schilddrüsen-Antikörper"

Irgendwie ist dieser Artikel aber auch Wasser auf meine Mühlen: Die Ärzte wissen, dass ein subklinischer Abfall der Hormonkonzentration negative Folgen auf die Schwangerschaft haben kann – aber wenn eine Frau nicht schwanger ist, gilt nach wie vor die Meinung, dass das alles keine Probleme macht, keine Beschwerden, kein nichts.

Liebe Grüße :wave:
Sonora
 

Paula3

Erstaunliche Aussagen
und ein Schritt in die richtige Richtung

Forschungsfokus Schilddrüse: Neuer DFG-Schwerpunkt mit Beteiligung der Jacobs University | Jacobs University

Forschungsfokus Schilddrüse: Neuer DFG-Schwerpunkt mit Beteiligung der Jacobs University
Klaudia Brix, Professorin für Zellbiologie an der Jacobs University, koordiniert gemeinsam mit Dagmar Führer, Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Essen, und Heike Biebermann, stellvertretende Leiterin des Instituts für Experimentelle Pädiatrische Endokrinologie der Charité in Berlin, ein neues mit insgesamt 7,6 Mio. Euro gefördertes Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu Transport und Wirkung von Schilddrüsenhormonen im menschlichen Körper. Ziel des auf sechs Jahre angelegten Programms ist es, Diagnose, Behandlung und Prävention von Schilddrüsenerkrankungen maßgeblich zu verbessern. Start ist der 1. Oktober 2012.

Anm: Besonderes Kennzeichen eines Schwerpunktprogramms ist die überregionale Kooperation der teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ein Schwerpunktprogramm wird in der Regel für die Dauer von sechs Jahren gefördert. Zur Mitarbeit in einem Schwerpunktprogramm fordert die DFG interessierte Wissenschaftler zu bestimmten Terminen auf, Anträge vorzulegen.​
Anm: Translationale Medizin Der Begriff „translational“ steht für die Zielsetzung, neue Forschungsergebnisse schneller in die klinische Anwendung zu bringen, also das, was Patienten und Patientinnen wollen! Bei wikipedia steht: „Translationale Medizin ist die Schnittstelle zwischen präklinischer Forschung und klinischer Entwicklung.“​

September 13, 2012
Die Schilddrüse produziert lebenswichtige Hormone zur Steuerung des Energiestoffwechsels und des Zellwachstums im Körper, die die Funktion nahezu aller Organe beeinflussen. Eine Fehlfunktion, bei der die Schilddrüse entweder zu viel oder zu wenig Hormone produziert, kann beim Menschen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, beispielsweise zu Osteoporose, Herzkreislaufproblemen oder auch Depression.

Schilddrüsenerkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet: Rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung ist betroffen, was zu einer jährlichen Kostenbelastung das Gesundheitssystems von mehr als 2 Milliarden Euro führt. Die Diagnose ist jedoch schwierig. Dies liegt zum einen an den vielfältigen Beschwerdebildern, die zu Beginn meist schleichend verlaufen und daher oft nicht als Schilddrüsenprobleme erkannt werden. Darüber hinaus belegen neuere Untersuchungen, dass die bislang zur Diagnostik eingesetzte Bestimmung der Blutwerte für TSH – ein die Schilddrüse stimulierender Botenstoff – sowie für das Schilddrüsenhormon T4 nur unzureichend Aufschluss über die Gesundheit der Schilddrüse geben. Außerdem zeigen viele Patienten bei medikamentöser Gabe von Schilddrüsenersatzhormonen keine vollständige Besserung der Symptome. Dennoch steht beispielsweise das Medikament Levothyroxin auf Platz 10 der weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamente.

„Mit dem neuen DFG-Schwerpunktprogramm 1629 ‚Thyroid Trans Act‘ setzen wir genau bei den zentralen Fragen an, die bei diesem überaus wichtigen Gesundheitsthema die Forschungsrichtung für die kommende Dekade bestimmen werden“, sagt Jacobs-Professorin Klaudia Brix, die das Programm gemeinsam mit den beiden Co-Koordinatorinnen aus Berlin und Essen initiierte. „Unser wichtigstes Ziel ist es, zu klären, wodurch die gesunde Schilddrüsenfunktion einerseits und die gestörte Schilddrüsenfunktion andererseits definiert ist. Nur so lässt sich für jeden Patienten individuell klären, wann die Schilddrüse gesund ist bzw. ab wann man von einer Fehlfunktion ausgehen muß. Außerdem beschäftigen wir uns mit folgenden wichtigen Fragen: Wann und wie genau werden die verschiedenen Organe im Körper von Schilddrüsenhormonen beeinflusst? Welche den Schilddrüsenhormonen verwandten Moleküle wirken außerdem auf unsere Organe? Und warum erzielen herkömmliche Behandlungsmethoden nicht immer den gewünschten Effekt?“, so die Expertin für Zellbiologie.

Das interdisziplinär angelegte Schwerpunktprogramm bündelt die Forschung aus 18 Teilprojekten und verbindet so Ergebnisse der Grundlagenforschung aus der Molekular- und Zellbiologie mit angewandter Medizin und bringt Wissenschaftler und Ärzte aus 16 deutschen Forschungsinstituten und Kliniken zusammen. „Ein besonderes Merkmal unseres Schwerpunktprogramms ist es, dass wir von der Basis ausgehend sogenannte translationale Forschung betreiben – das bedeutet, dass unsere Ergebnisse schon sehr bald aus dem Labor heraus und in den Kliniken zur Anwendung kommen sollen“, so Klaudia Brix.

Ein Forschungsfokus des Programms sind die Transportwege der Schilddrüsenhormone von ihrem Produktions- zu ihrem Wirkort. „Wir wissen mittlerweile, dass Transportproteine und auch Stoffwechselderivate der ursprünglichen Schilddrüsenhormone eine wichtige Funktion für Transport und Wirkung spielen“, so Brix. „Eine detaillierte Kenntnis der Transportwege und die Bestimmung von Biomarkern, die die Schilddrüsenfunktion widerspiegeln, erlauben Rückschlüsse darüber, welche Folgen eine Störung dieser Wege mit sich bringt.“ Auf der Basis der gewonnenen neuesten Erkenntnisse sollen dann alternative Diagnosemethoden sowie neue Medikamente, Behandlungsmethoden und Vorbeugemaßnahmen entwickelt werden.

Schwerpunktprogramme gehören zu den wichtigsten Förderinstrumenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ausgestattet mit einem großen Fördervolumen sollen sie spürbare Impulse zur Weiterentwicklung neuer Forschungsfelder setzen, die sich durch innovative Ansätze und Methoden, klare Ziele und internationale Sichtbarkeit auszeichnen. Darüber hinaus fassen sie die Arbeit in ortsverteilten Forschungszentren zu starken und interdisziplinären Netzwerken zusammen.

Fragen zum DFG-Schwerpunktprogamm 1629 für die Jacobs University beantwortet:
Klaudia Brix | Professor of Cell Biology
Email: [email protected]
|
Beteiligte Forschungsinstitutionen:
- Jacobs University Bremen, Research Center MOLIFE
- Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Zentrallabor, Universitätsklinikum Essen
- Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Universität Duisburg-Essen
- Institut für Experimentelle Pädiatrische Endokrinologie, Charité Universitätsmedizin Berlin
- Institut für Experimentelle Endokrinologie, Charité Universitätsmedizin Berlin
- Klinik für Augenheilkunde, Charité Universitätsmedizin Berlin
- Leibniz Institut für Molekulare Pharmakologie, Berlin
- Institut für Community Medicine und Klinik für Innere Medizin B, Universitätsmedizin Greifswald
- Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, Universitätsmedizin Greifswald
- Leibniz Institute for Age Research / Fritz Lipmann Institute, Jena
- Institut für Biochemie, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig
- Abteilung Endokrinologie und Diabetes, Fachbereich Medizin, Universität Leipzig
- Abteilung Nuklearmedizin und Molekulares NeuroImaging, Universität Leipzig
- Klinik für Neurologie und Medizinische Klinik I, Universität zu Lübeck
- Klinikum der Universität München
- Grosshadern, Medizinische Klinik und Poliklinik II, München
- Klinikum der Universität München
- Innenstadt, Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Klinische Biochemie, München
 
Themenstarter
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Hallo Paula,

das klingt vielversprechend, wenn auch für mich im Moment noch ziemlich unklar. Hoffentlich werden die Versprechungen wahr :).

Ich finde Deinen Beitrag sehr schwer zu lesen durch die rote Schrift, die auch noch unterstrichen ist. Einfach nur fett und schwarz wäre wahrscheinlich angenehmer zu lesen ;)...

Hier noch etwas mehr zu diesem Schwerpunktprogramm der DFG:

Funktionsstörungen der Schilddrüse wirken sich auf das zentrale Nervensystem, Herz-Kreislauf-System und Knochen aus. Diese Organsysteme zählen zu den wichtigsten Zielorten von Schilddrüsenhormonen. "Inzwischen hat aber vor allem auch das Fettgewebe als Effektorgan für die Steuerung des Energiehaushaltes sehr wichtige Bedeutung erlangt - noch dazu vor dem Hintergrund der epidemieartig sich ausbreitenden Adipositas", sagt DGE-Vizepräsidentin Professor Dr. med. Dagmar Führer, aus Essen.
...
Aktuelle Arbeiten zeigen, dass Schilddrüsenhormone über Transportproteine in die Zellen gelangen. "Die Identifizierung des ersten Schilddrüsenhormontransporters hat dazu beigetragen, bei Patienten mit schweren neurologischen Entwicklungsstörungen den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus aufzuklären", sagt Führer, Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Zentrum für Innere Medizin der Universitätsklinik Essen. Das Schwerpunktprogramm soll die Transportwege der Thyroidhormone erforschen, und auch, welche Folgen eine Störung dieser Wege mit sich bringt: "Langfristig wollen wir auf diese Weise Strategien zur Prävention und Therapie von Krankheiten entwickeln, die mit Schilddrüsenhormonen assoziert sind - und das sind zahlreiche."

Das Schwerpunktprogramm ist auf sechs Jahre angelegt. Die erste Phase ist jetzt offen ausgeschrieben...
Presse-Informationen der DGE

Grüsse,
Oregano
 

Paula3

Hallo Oregano,

sorry, ich bin ungeübt in der Bedienung der Formatierung, das Programm hat leider nicht gemacht, was ich wollte.

Das, was ich ROT hervorgehoben habe, benennt - zumindest nach meinen Kenntnissen - zum aller ersten Mal (!) in einem ‚öffentlichen’ Text drei der wesentlichen Punkte, worüber Tausende von Schilddrüsen-Patienten seit inzwischen 20 Jahren klagen:

Daß für die Diagnose einer Schilddrüsenstörung die Bestimmung lediglich von TSH und T4 nicht ausreicht.
ZITAT: dass die bislang zur Diagnostik eingesetzte Bestimmung der Blutwerte für TSH …sowie für T4 nur unzureichend Aufschluss über die Gesundheit der Schilddrüse geben.

Daß die Erkrankung vielfältige Beschwerden macht, aber eben oft über Jahre schleichend verläuft, sodaß sie ebenso viele Jahre nicht erkannt wird. Es gibt ja unzählige Fallbeschreibungen, wo Schilddrüsenpatienten in 20 Jahren keine angemessene Diagnose bekommen haben.
ZITAT: die zu Beginn meist schleichend verlaufen und daher oft nicht als Schilddrüsenprobleme erkannt werden.

Daß die Standard-Therapie, die in Deutschland bei den meisten Patienten immer noch zum Einsatz kommt, nämlich die ausschließliche Gabe von T4 (und nicht z.B. von T4+T3 oder auch nur T3 oder…) bei sehr vielen Patienten zu keinen befriedigenden Ergebnissen führt.
ZITAT: Außerdem zeigen viele Patienten bei medikamentöser Gabe von Schilddrüsenersatzhormonen keine vollständige Besserung der Symptome. Dennoch steht beispielsweise das Medikament Levothyroxin auf Platz 10 der weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamente.

Das ist doch immerhin mal ein Anfang.
 

Paula3

Viele Schilddrüsen-Operationen überflüssig

Im Vorfeld ihres Jahrestreffen spricht die DGE Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, die nicht gerade für ihre Fortschrittlichkeit bekannt ist, von einem
„Missverhältnis zwischen derzeitigen Operationszahlen und tatsächlich notwendigen Eingriffen“ an der Schilddrüse
Jedes Jahr werden in Deutschland laut der Fachgesellschaft mehr als 100.000 Schilddrüsen teilweise oder komplett entfernt. „Bezogen auf die Bevölkerung ist die Zahl der Operationen drei bis acht Mal höher als in Großbritannien oder den USA“, …

Die meisten Operationen nehmen Ärzte laut DGE wegen einer Vergrößerung der Schilddrüse vor, die Spätfolge eines Jodmangels sei.

Zudem bieten in Deutschland laut der DGE die meisten Krankenhäuser Schilddrüsenoperationen an – unabhängig von der Expertise der jeweiligen Klinik. [das heißt: In fast allen deutschen Kliniken werden SD-Operationen durchgeführt, auch wenn diese keinen qualifizierten SD-Chirurgen haben! Einfügung von mir]. Die Fachgesellschaft fordert daher Leitlinien für die Diagnose und klare Regeln für die Entscheidung zur Operation. Auch die Qualität der Operationen müsse überprüft werden, zum Beispiel wie in den Niederlanden und Schweden. Dort würden die Operationsergebnisse der einzelnen Kliniken stetig überprüft und bildeten die Grundlage für die Genehmigung solcher Eingriffe.
Quelle:Deutsches Ärzteblatt: Endokrinologen: Viele Schilddrsen*operationen sind berflssig 11. März 2013
 
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Ich bin mal wieder eine Runde durch die Schilddrüsenblogs gesurft. Hey, es gibt zwei neue eBooks zur Schilddrüse:

Hier ein eBook über Hashimoto, von der Macherin vom Schilddrüsenguide:
Mein eBook “Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis” ist ab heute bei Amazon erhältlich | SDG-News

Hier eins zum Thema Überfunktion, die Verfasserin hat schon über Unterfunktion geschrieben:
Neu: Ratgeber zur Überfunktion der Schilddrüse | Schilddrüsenunterfunktion?

Auch die Blogschreiberin Hashila arbeitet an einem Buch:
Hallo mal wieder | Mein Leben mit Hashimoto
 

Paula3

TSH

In einer Veröffentlichung von Mai 2013 wird gesagt, daß der TSH nicht nur vom FT4 -Wert abhängig ist, sondern auch von Parametern wie Alter und Geschlecht.

Es heißt: Es gibt keine 'invers log-lineare' Beziehung zwischen TSH und FT4, wovon man bisher immer ausgegangen ist. Ich finde zwar gerade nicht raus, was 'log-linear' ist, aber ich versteh es so, daß es eben keine ausschließliche, also von nichts anderem beeinflußte Beziehung TSH - FT4 gibt, wie auch immer mathematisch geartet.

Es wurde gefunden, daß der TSH-Wert, wenn die FT4-Werte im Normbereich liegen, auch von Alter und Geschlecht abhängig ist – bei Männern und Älteren ist er höher

Wohingegen der TSH-Wert, wenn eine Unterfunktion vorliegt, bei Älteren umgekehrt niedriger ist als bei 20-39-Jährigen.

Demnach wird wohl eine UF bei Älteren noch leichter übersehen.

Allerdings wird gar nichts zum T3-Wert und dessen Beziehung zum TSH gesagt.


The Relationship Between TSH and Free T4 in a Large Population Is Complex and Nonlinear and Differs by Age and Sex
Narelle C. Hadlow, et al.
Published online before print May 13, 2013

Kontext: Die Beziehung zwischen TSH und T4 gilt als invers log-linear, aber neuere Studien haben das in Frage gestellt. Es gibt wenige Daten zu Alters- und Geschlechtsunterschieden was das Verhältnis von TSH zu T4 betrifft.

Ziel: Zweck dieser Studie war es, die Beziehung zwischen TSH und Freiem T4 in einer großen Zahl Proben auszuwerten.

Ergebnisse: … Für freies T4 innerhalb des Referenz-Bereichs (10–20 pmol/L), war TSH bei Männern höher als bei Frauen (P <. 001) und erhöhte sich über alle Altersstufen, wobei sich die höchsten Werte bei den 80-Jährigen und Älteren fanden (P <. 001). Im Gegensatz dazu war das TSH bei offenkundiger Hypothyreose (n = 4403) in der Gruppe der Älteren niedriger als bei 20–39 Jährigen. (P <. 001).

Fazit: Das Verhältnis von TSH zu FT4 ist nicht invers log-linear, sondern kann durch 2 überlappende negative Sigmoid-Kurven beschrieben werden. Bei physiologischen Konzentrationen von Freiem T4 ist TSH bei Männern und bei älteren Menschen höher, wohingegen die TSH-Antwort auf eine Hypothyreose bei jüngeren Personen robuster ist [merkwürdig ausgedrückt]. Diese Ergebnisse bringen das Verständnis für die Beziehung von TSH und Freiem T4 voran, das zentral ist für die Pathophysiologie der Schilddrüse und für die Labor-Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen.
 

Paula3

WICHTIGES AKTUELLES ORIENTIERENDES Editorial zur Schilddrüse und Schilddrüsen-Operationen

bitte selber lesen, ich schaffe nicht, den Text zusammenzufassen (Energie)

Deutsches Ärzteblatt: Struma nodosa: Umsichtige Indikation zur Operation (07.03.2014)
MEDIZIN: Editorial
Gärtner, Roland

Das Editorial bezieht sich auf die folgende Übersichtsarbeit
Deutsches Ärzteblatt: Chirurgische Therapie bei beidseitiger benigner Struma nodosa: Abwägung zwischen Radikalität und Komplikationen (07.03.2014)
 

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