Rezept für ein möglichst einfaches, hefefreies Buchweizen-Knäcke

Kate

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Hallo zusammen,

mein Anliegen steht im Titel... Ihr kennt mich ja (als brilliante Hausfrau 😇 - länger als 15 Minuten darf i.a. nichts dauern und auch nicht zu kompliziert sein).

Wichtig ist noch:
  • Ich habe "ganzen" Buchweizen hier und möchte diesen auch verwenden
  • Zum Mahlen steht ein handbetriebener Getreideflocker (ergibt Buchweizen-Schrot) zur Auswahl und ein Personal Blender (ergibt schon etwas mehlartiges, aber nicht sehr fein)
  • Die Backtriebmittel Natron (+ Essig) und Backpulver wären ok, aber lieber wäre es mir ohne; kohlensäurehaltiges Mineralwasser habe ich nicht da
  • Chia und Leinsamen, evtl. einige Kürbiskerne dürfen drin sein
  • Gluten und Lactose sollten nicht enthalten sein
Vielleicht hat jemand von Euch schon mal was in der Art ausprobiert? Ich esse oft die Buchweizen-Knusperbrote von Blumenbrot oder Alnavit, da ist wirklich nur Buchweizen und Salz (und ganz wenig Zucker) drin. Die sind ganz schön teuer und etwas zu salzig. Um sie direkt nachzubauen bräuchte es einen Extruder, damit das so "luftig" wird. Eine selfmade-Alternative - die auch nicht so luftig zu sein braucht - wäre fein 🍭

Gruß
Kate

P.S. Wir sind hier in der Kurzfragen-Rubrik, also am besten knapp am Thema bleiben - danke :)
 
wundermittel
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Wuhu Kate,
im Grunde werden Knäcke-Brote ja eher getrocknet als gebacken... :unsure:

Eventuell probierst Du einmal statt Hefe einfach "Backpulver", also Natron bzw Weinsteinpulver, um eine Auflockerung zu erreichen; Ansonsten fällt mir noch steif geschlagenes Eiweiß ein, was Du aber wohl eher nicht verwenden möchtest...

Gutes Gelingen! 💞
 
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Eine selfmade-Alternative - die auch nicht so luftig zu sein braucht - wäre fein 🍭
Hallo Kate,
Sauerteig ginge auch, da bedarf es aber viel Zeit. 24std. gehen lassen. Bei (Knäcke, bei mir rund) und Brot gönne ich mir diese Zeit einfach.

Gutes Gelingen
LG
zausel
 
regulat-pro-immune

Kate

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Erstmal danke Euch beiden 💞

Könnt Ihr mir bitte jeweils noch genauere Anweisungen geben? Zutaten, gehen lassen, Back- oder Trocken- ;) Zeit...? Ich bin wie gesagt in dem Bereich ziemlich unbedarft.

Und: richtig, Eiweiß hätte ich lieber nicht dabei. Sauerteig ist grundsätzlich sinnvoll und lecker, aber meine ich bei Histaminintoleranz nicht so günstig und ich wüsste auch nicht, woher ich den bekomme (glutenfrei)?

Gruß
Kate
 
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Wuhu liebe Kate,
mit Knäcke hab ich leider keine Erfahrungen anzubieten, bei diesem Brot-Blogger https://www.ploetzblog.de/?s=knäcke sehe ich aber immer auch mal solche Rezepte.

Sauerteig ist eigentlich ganz einfach, wenn man die Schritte bzw Ruhezeiten befolgt; In dem Blog gibts übrigens ein Buchweizen-Sauerteig-Brot: ploetzblog.de/2014/01/08/leserwunsch-reines-buchweizenbrot-mit-sauerteig-nach-ada-pokorny/
(Mager-) Quark/Topfen wird oft wegen des zusätzlichen Eiweißes genommen, eventuell kann aber auch darauf verzichtet werden oder kann durch zB Tofu etc pp ersetzt werden...

Nachtrag: Da es mich selbst mal interessiert hat, "exotischeres" Brot auszuprobieren, hab ich auch die Kommentare unter dem Buchweizen-Brot-Rezept gelesen; Darin finden sich einige Tipps, wie man es hoffentlich schon beim 1. Mal so hinbekommt, dass es nicht nur schmeckt, sondern auch "gut" aussieht;

Und ja, da kann man den Quark auch gegen anderes tauschen; Auch gibts Tipps wie es - Buchweizen alleine soll gar nicht so toll schmecken - tatsächlich wie eines der besten glutenfreien Brote schmecken kann, auch ein Rezept ohne Sauerteig; Noch ein paar hilfreiche Links für das Sauerteig-Rezept:

der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=75

sekowa.de/rezepte/glutenfreier-grundansatz/

sekowa.de/shop/sekowa-mais-spezial-backferment-glutenfrei/

ploetzblog.de/2014/01/08/leserwunsch-reines-buchweizenbrot-mit-sauerteig-nach-ada-pokorny/#comment-62881


Gutes Gelingen! 💞
 
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Wuhu Kate,
das vorige Rezept ist halt schon rel aufwändig, auch mit der Zeit, aber es soll auch mit diesem wohl sehr tollen Trocken-Sauerteig klappen:

Gefunden hab ich via den Kommentaren auch dieses Sauerteig-Knäckebrot-Rezept, dürfte für Semi-Brot-Back-Profis wie uns ev als Anfang ganz gut klappen: glutenfrei-kochen.de/html/de/rezepte/rezept.php?rezept=1165
Die Zutaten bis einschließlich Wasser zu einem dicken Brei verrühren und ca.1 Stunde kühl stellen.

80 g Sesam und die Sonnenblumenkerne darunter rühren. Die Masse auf ein mit Backfolie ausgelegtes Blech streichen. Das geht gut mit einer Kuchenpalette oder einem großen Messer. Den restlichen Sesam darüber streuen.

Den Backofen auf 200° Unter-/Oberhitze vorheizen. Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und 15 Min. backen. Mit einem Messer oder Kuchenteiler Stücke einteilen
Die Temperatur auf 170° zurückstellen und noch 30- 35 Minuten weiter backen. Das Knäckebrot auskühlen lassen und in Stücke brechen.

Die Zutaten lassen sich austauschen gegen andere Mehle, Samen oder Flocken. Auch Parmesankäse unter den Teig gemischt, schmeckt köstlich.

Wenn das Knäckebrot noch nicht trocken genug ist, stelle ich die fertig geschnittenen Stücke in den noch warmen Ofen.
1 EL Sauerteigansatz (Trockensauerteig)
60 g Teffmehl
60 g Quinoamehl
60 g Buchweizenflocken
60g Haferflocken
2 EL Chiasamen
1/2 TL Xanthan
30 g getrocknete kleingeschnittene Tomaten
1 TL Salz
4 EL Olivenöl
400 ml kaltes Wasser
100 g ungeschälten Sesam
100 g Sonnenblumenkerne
Das Xanthan würd ich dann selbst eher durch mehr Chiasamen oder Leinsamenschrot ersetzen... :unsure:
Statt Teff und Quinoa einfach nur Buchweizenmehl und statt den Haferflocken Buchweizenschrot, eventuell statt dem Schrot nur das frisch gemahlene Buchweizenmehl - weil gröber - nehmen; Die 30 g getrockneten Tomaten ev durch ein bisschen weniger (weil trockener) gehackte Kürbiskerne tauschen; Sesam und Sonnenblumenkerne können auch mit ganzen Kürbiskernen und Leinsamen und ev bisschen Chiasamen getauscht werden...

Erneut gutes Gelingen! 💞
 
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Ich werde einmal mein Knäcke-Rezept statt mit Dinkel- Vollkornmehl mit Buchweizen testen:
120 g Dinkel-Vollkornmehl
120 g Haferflocken
125 g Sonnenblumenkerne
50 g Sesamsamen
50 g Leinsamen ganz
2 El Olivenöl
1 Tl Kümmel
1 1/2 Tl Salz
500 ml Wasser

15 min quellen lassen, auf 2 Backbleche mit Backfolie streichen, nach 10 min backen, 150 Grad Heißluft, herausnehmen, mit einem Kunststoffmesser in Scheiben einteilen, bei mir in Chip-Größe, 20 min weiterbacken, im ausgeschalteten Backofen weiter trocknen lassen. Sollten einige Scheiben auf der Unterseite noch weich sein, schiebe ich sie umgekehrt noch 10 Minuten in den Backofen bei 150 Grad.

Das ist bei meinem Mann sehr beliebt zum zwischendurch Knabbern.
Ich werde es mit Buchweizen ausprobieren.
Oder verträgst du auch keine Haferflocken?
 
regulat-pro-immune

Kate

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Erstmal allen ein Dankeschön 💞

Ich habe meine Punkte erstmal nur nach erstem Lesen und Machbarkeitseinschätzung vergeben :) Sobald ich dazu kommen sollte, was auszuprobieren, werde ich mich evtl. nochmal melden.
Oder verträgst du auch keine Haferflocken?
Zu besseren Zeiten geht eine kleine Menge glutenfreie (die es ja zum Glück mittlerweile sogar bei DM gibt). Da ich aber sonst auch reine Buchweizenbrote - gern - esse, tut das eigentlich nicht not.
Warum magst Du Natron nicht?
Mit mögen hat es nichts zu tun. Zum einen verkompliziert es den Prozess, da man irgendwie noch diese Säure-Reaktion hinbekommen muss (bei mir vorrätig ist dazu nur Essig-Essenz, normal nur zum Reinigen verwendet), zum anderen wird es evtl. schlechter verträglich, und nicht zuletzt braucht ein Knäcke womöglich kein Backtriebmittel? Ich schrieb ja, es müsse nicht so luftig werden wie die Knusperbrote, aber natürlich möchte ich danach auch nicht zum Zahnarzt :eek:

Lieben Gruß
Kate
 
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Wuhu Kate,
Natron ist ja (schwach) basenbildend, und statt Essig/Essenz kann man auch ein paar Tropfen frischen Zitronensaft (ebenso basenbildend) verwenden... :unsure:

Das Rezept von Locke kommt ja auch ohne Triebmittel aus, ev tauscht Du auch dabei den Dinkel und Hafer gegen Buchweizen... :)

Ps: Buchweizen(mehl) alleine soll nicht so toll schmecken, einige andere Saaten (Chia, Leinsamen, Kürbiskerne) geschrotet bzw gemahlen (vor allem las ich diesbezüglich auch Mais/mehl/grieß) sollen das tatsächlich geschmacklich besser machen...
 
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Hallo Kate,

hast Du nicht auch Probleme mit Histamin?:
...
Laut der SIGHI-Liste soll Buchweizen nicht sonderlich gut vertragen werden. Es sind wohl biogene Amine bzw. Histaminfreisetzer, nicht Histamin selbst, die manchen Betroffenen das Leben erschweren. Ob diese Stoffe während dem Keimprozess abgebaut werden, dazu habe ich leider keine Studien gefunden.

ABER: Durch die Keimung wird die Verdaulichkeit enorm verbessert. Zumal auch das histaminsenkende Rutin durch dem Keimprozess im Buchweizen erheblich ansteigt. (1). Falls du bisher keine guten Erfahrungen gemacht hast, solltest du es auf jeden Fall mit dieser Methode ausprobieren. Gib Buchweizen eine zweite Chance 😉 ...

Grüsse,
Oregano
 
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Wuhu,
eventuell auch interessant bezüglich gekeimten (Pseudo-) Getreide sind rohköstliche Brot-Rezepte:


 

Kate

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Hallo zusammen :coffee:

ich bin gerührt über so viel Aufmerksamkeit - dankeschön 💞 ... nur sind wir leider inzwischen wieder sehr weit weg von der Intention der Kurzfragen-Rubrik;)

Diese hätte bedeutet: Jeweils eine Antwort pro User (i.a., im Ausnahmefall können es auch mehr sein, wenn jemandem später noch etwas einfällt), exakt zum Thema, keine Diskussionen, auch keine möglichen Seitenthemen (z.B. ob ich nun
... auch Probleme mit Histamin?...
... habe, und ob ich sie vielleicht habe, aber Buchweizen trotzdem für mich das verträglichste Pseudo-Getreide ist - bin ja schon ein paar Jahre auf der Welt und systematisch am Ausprobieren, wie hier bekannt ;) - etc.; ob das Knäcke für mich ist, bleibt ja auch offen bei meiner Frage).

Es geht genau um das, was ich eingangs fragte, und ich meinte es so, dass Buchweizen drin sein sollte und sonst (außer Wasser und Salz) nichts außer evtl. den genannten Dingen (Tomaten z.B. gehen garnicht bei mir, auch Soja nicht, ...). Und wie man das mit Kneten, Rühren, gehen lassen, Backzeit, Backtemperatur etc. gut hinbekommen kann.

Das Kurzfragen-Format scheint nach wie vor in der Umsetzung schwiergig zu sein :) Das ist nicht schlimm, ich werde das Thema verschieben, weil ich nicht in den Beiträgen herum löschen möchte.

Zum Geschmack schrieb ich:
Ich esse oft die Buchweizen-Knusperbrote von Blumenbrot oder Alnavit, da ist wirklich nur Buchweizen und Salz (und ganz wenig Zucker) drin.
Da ich aber sonst auch reine Buchweizenbrote - gern - esse, ...
D.h. diese Sorge um mein Wohl
Buchweizen alleine soll gar nicht so toll schmecken
Buchweizen(mehl) alleine soll nicht so toll schmecken,
... ist sehr lieb, aber gegenstandslos.

Die neuen Vorschläge werde ich mir gelegentlich auch ansehen, ein gekeimtes Rohkost-Knäcke finde ich auch interessant, da fiele sogar das Backen weg (y)

Lieben Gruß
Kate
 
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