Radonbelastung

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03.01.06
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Hallo,
bin ziemlich fertig. Ich weiss das unser Haus ziemlich Erdstrahlenbelastet ist. Hinzu kommt auch noch leider Radon. Was kann man da generell machen? Wie kann man das messen? Ich vermute es kommt vom Keller. Unser Haus ist über 100 Jahre alt und der Keller ist sehr alt und hat nur einen Erdboden.
Hat jemand einen Tipp?
Gruss
Nicole
 

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10.01.04
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... Um den Überblick über die Radon-Konzentrationen in Wohnungen in Deutschland zu verbessern, lässt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Messungen in zufällig ausgewählten Haushalten durchführen.
Das radioaktive Gas Radon entsteht im Erdreich und kann von dort unbemerkt in Innenräume gelangen. Weil Radon das Lungenkrebsrisiko erhöht, kann es besonders in Wohnräumen zum Problem werden. Ziel aktueller Gesetzgebung ist daher, die Radon-Konzentrationen zu senken. Die Studie des BfS soll die bundeseinheitliche Datengrundlage hierfür weiter ausbauen.

Mitwirkung der Bevölkerung notwendig

Für die Studie sollen in 6.000 zufällig ausgewählten Wohnungen zeitgleich Radon-Messgeräte aufgestellt werden. Dabei ist das BfS auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen: In den kommenden Tagen werden Haushalte im gesamten Bundesgebiet angeschrieben und darum gebeten, an der Studie teilzunehmen.
Absender der Briefe ist die Firma Dr. Kemski Sachverständigenbüro. Sie führt die Studie im Auftrag des BfS durch. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet, erhält im Sommer zwei kleine Dosen, in denen sich die Messeinrichtung befindet, und stellt sie in die Wohnung. Nach einem Jahr werden sie an das Sachverständigenbüro zurückgeschickt. Da die Radon-Belastung mit den Jahreszeiten schwankt, ist diese lange Messdauer erforderlich, um einen Jahresdurchschnitt der Radon-Werte zu erhalten.

„Radon wird als Gesundheitsrisiko oft unterschätzt. Nach dem Rauchen ist es der größte Risikofaktor für Lungenkrebs“, unterstreicht die Präsidentin des BfS, Dr. Inge Paulini, die Bedeutung der Messungen. „Ich empfehle allen, die einen Brief erhalten, die Radon-Konzentration in ihrer Wohnung messen zu lassen. Wer an der Studie teilnimmt, unterstützt nicht nur die wissenschaftliche Arbeit des BfS, sondern nützt auch sich selbst. Alle Teilnehmenden bekommen die Messergebnisse aus ihrer Wohnung kostenlos mitgeteilt. Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.“
...
https://idw-online.de/de/news716456

Verteilung von Radon in Deutschland:
https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/karten/boden.html

Grüsse,
Oregano
 
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14.05.19
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Also ich habe mich jetzt auch mal intensiv mit dem Thema beschäftigt und werde mir sofort ein Messgerät besorgen. Ich lebe seit 4 Jahren komplett im Keller!!!!! Mir war bis gestern überhaupt nicht bewusst, dass Radon eine Gefahr darstellen kann. Ich hab mein lebtag noch nicht geraucht, aber vermutlich mein Risiko für Lungenkrebs durch das Wohnen im Keller jetzt massiv erhöht.

Ich werde 3 Monate lang messen und es dann in ein Labor schicken.
Falls die Werte die Grenzschwelle überschreiten, muss ich zusehen, dass ich möglichst bald ausziehe. :(

Und kann dann nur hoffen, dass die 4 Jahre im Keller nicht zu viel Schaden angerichtet hat .....

Ich stimme dem Artikel zu, das Risiko durch Radon ist den wenigsten Menschen bekannt! :(
 
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12.05.11
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Schon wieder dieses Wort: massiv erhöht. Ich weiß nicht, was für dich massiv ist.

Eine Erhöhung von 100 Bq/m3 Radon in der Wohnungsluft über 20 bis 30 Jahre macht einen Anstieg des Lungenkrebsrisikos um 16 % (genauer: 5 bis 31% im Konfidenzintervall 95%). (Originalstudie: https://www.bmj.com/content/330/7485/223)
The mean measured radon concentration in homes of people in the control group was 97 Bq/m3, with 11% measuring > 200 and 4% measuring > 400 Bq/m3.
Das heißt, auch die 4%, deren Raumluft über 400 Bq lag, haben kein verdoppeltes Risiko. Für ein verdoppeltes Risiko brauchst du schon 700 Bq in der Raumluft über 20 bis 30 Jahre.
 
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14.05.19
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Da ich in einem Gebiet in Deutschland lebe, in dem sehr viel Radon im Boden vorkommt und noch dazu im Keller lebe, ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering, dass sich recht hohe Messwerte 400 Bq/m³ ergeben werden. Ich lüfte zwar oft, aber wir werden sehen.

Ich melde mich auf jeden Fall nochmal, sobald die ersten Messergebnisse vorliegen. :)

Mittlerweile wird ein Grenzwert von 100 Bq/m³ angegeben. 300 scheint veraltet zu sein. Nur in der Schweiz sind die Grenzwerte höher, weil insgesamt die Radonbelastung der Böden auch einfach höher ist.

Finde das ein spannendes Thema, von dem ich noch nie zuvor was gehört habe. Offenbar scheint es auch in der Allgemeinbevölkerung nicht sonderlich bekannt zu sein.

Die Risikowerte sind ja auch nur Statistiken. Das individuelle Risiko weicht eh davon ab. Das heißt für den einzelnen, er sollte zusehen, sich selbst so wenig Radon wie möglich auszusetzen bzw. generell so wenig Strahlung wie möglich und nötig.
 
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12.05.11
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Ich wohne auch in einem Ort, der auf der Karte rot ist.

Klar sollte man die Belastung minimieren. Man muß aber nicht gleich in Horrorphantasien verfallen ("ich muß ausziehen"), bloß weil man 4 Jahre in einer Kellerwohnung gewohnt hat! Du könntest ja zum Ausgleich auch gleich nach Norddeutschland umziehen -- da gibt es kaum Radon im Boden. :cool:
 
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14.05.19
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Selbst an Orten mit niedrigen Radonwerten kann man trotzdem in einem Raum leben, wo sich das Radon ansammelt und gesundheitsschädlich wird. Man muss unbedingt herausfinden, wie hoch der tatsächliche Radongehalt ist, wo man lebt. :)

Ich habe mir mittlerweile ein Messgerät zugelegt. Bisheriger Durchschnittswert ist 75 Bq/m³. Das ist schon grenzwertig und der Wert steigt auch stetig.
 
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14.05.19
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Mittlerweile sind die Werte doch besorgniserregend hoch.
Wohlgemerkt die Messung findet in einem Wohnraum statt. Da ich nur 1 Zimmer habe, halte ich mich auch ständig in diesem Raum auf, auch zum Schlafen.

Ich frage mich, ob der ständige Sturm die Werte eventuell auch in die Höhe schießen lässt. Mir ist aufgefallen, dass die Werte immer höher sind sobald es stürmt.

Durch Lüften bekommt man die Werte meist ein bißchen runter, aber da ich offenbar jetzt einen Heuschnupfen entwickelt habe, sollte ich die Fenster eigentlich zulasssen. Schönes Dilemma....
 

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