Plötzliche Schwitzanfälle, Unruhe, Angst, Herzrasen... ME/CFS??

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07.01.14
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Hallo an das Forum,
vielleicht kann mir hier jemand helfen, mein Hausarzt kann es offenbar nicht. Mich beunruhigt gerade sehr ein für mich neu aufgetretenes körperliches Symptom (siehe Überschrift), ich möchte aber zunächst zusammengefasst meine bisherige Geschichte schildern, weil ich denke, dass das miteinander zusammenhängt bzw. aufeinander aufbaut:

Ich bin heute 49 Jahre alt und habe seit mittlerweile mehreren Jahren beständig zunehmende körperliche Symptome und damit verbundene Einschränkungen, sodass ich mittlerweile befristet berentet bin, weil ich absolut nicht mehr in der Lage war und bin regelmäßig zu arbeiten. Die Liste der Symptome, die in den Jahren aufgetreten sind und teils immer wieder auftreten ist sehr lang geworden, hier nur die wichtigsten:

Plötzlicher Heuschnupfen, heftige Parodontose, andauernde Müdigkeit, teils anfallsartig bleiern, Schlaf bringt kaum Erholung und ist teils massiv gestört, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, teils Denkstörungen, das Gefühl von Nebel im Kopf, teilweise Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schwäche in unterschiedlicher Ausprägung, teils anfallsartig und so stark, dass nur noch strammes Liegen geht und erst nach Stunden oder auch Tagen Besserung bringt, immer in Verbindung mit starker Herztätigkeit, häufig tagelang ein latentes Gefühl von Schwäche und "Gummibeinen" oder auch ständiges Krankheitsgefühl. Außerdem Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen, Herzrasen, schwankende Pulsfrequenz, Kurzatmigkeit, Druck auf dem Hals oder auch der Brust und das Gefühl schlechter Atmen zu können, Verdauungsveränderungen, Wechselstühle, teils extrem häufiges Wasserlassen, häufiges Schwitzen schon nach geringster körperlicher Belastung, manchmal Muskel- oder Gelenkschmerzen, psychische Instabilität, extrem reizbar...

Einige der Symptome sind praktisch ständig da, andere hin und wieder, es gibt Zeiten da geht es mir tagelang oder wochenlang schlecht, aber auch Zeiten wo es einigermaßen läuft und Haushalt etc. in Maßen kein Problem ist, insgesamt jedoch mit der Tendenz sich zu verschlechtern und sehr häufig begleitet von massiven Ängsten, weil sich manches richtig bedrohlich anfühlt.

Ich war bei vielen (Fach-)Ärzten, Heilpraktikern etc., habe mehrfach gehört, das sei psychosomatisch, weil alle möglichen Untersuchungen kaum Befunde erbracht haben, außer dem deutlich feststellbaren hohen Blutdruck, der mittlerweile seit über 3 Jahren da ist, vorher jedoch immer ok war (dagegen nehme ich auch Medikamente), sonst aber nichts und das war für mich nicht wirklich stimmig. Ich weiß um psychosomatisches Geschehen und was das machen kann, dies fühlte sich für mich aber immer irgendwie anders an, obwohl es auch einiges gab, was für Psychosomatik gesprochen hat. Meine eigenen Recherchen, nicht zuletzt auch in diesem und anderen Foren, haben mich dann vor ein paar Wochen zu der Diagnose ME/CFS gebracht und jetzt suche ich nach guten Ärzten, die sich damit auskennen und meine Eigen-Diagnose entweder bestätigen oder verwerfen können (was sich als sehr schwierig herausgestellt hat, weil die wenigsten (Fach-)Ärzte davon Bescheid wissen oder damit zu tun haben wollen).

Soweit die Geschichte bisher und schon sehr schwierig für mich, damit umzugehen von wegen maximaler Verunsicherung, fehlender Perspektive etc. Aber scheinbar nicht genug, nun habe ich neuerdings seit ca. 2 Wochen immer mal wieder merkwürdige Kaltschweißausbrüche mit teils extremer innerer Unruhe, Herzrasen, Blutdruckanstieg und Angst, mal durch körperliche Bewegung verursacht, aber auch aus der Ruhe heraus, einmal sogar mitten in der Nacht aus dem Schlaf. Das ganze Geschehen ist mal nur sehr leicht spürbar, mal aber auch total heftig, sodass ich einmal kurz davor war den Notarzt zu rufen. Mein Arzt hält es für eine Panikattacke (was sonst), da ich bei ihm eh in der Psycho-Schublade bin, mich verunsichert das nur noch mehr. Deshalb nun meine Frage an das Forum hier, ob jemand sowas kennt in den von mir beschriebenen Zusammenhängen oder eine Idee dazu hat?

Danke schon mal im voraus!
 
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17.04.09
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Halloo namur,
hast du schon nachgelesen unter
KPU/HPU oder Zinkmangel.
Grüße
rheingold
 

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07.01.14
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Hallo Rheingold,
danke für Deinen Hinweis! Darüber hatte ich noch nichts gelesen bisher. Es passt von der Beschreibung bei Wikipedia aber auch nicht ganz zu dem was ich erlebe, aber ich werde es mal mit meinem Orthomolekular-Doc besprechen, der sich zwar nicht mit ME/CFS auskennt, mich aber mit NEM's substituiert. Mein Zink-Wert war allerdings gut.
Grüße von Namur
 
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10.02.14
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Hallo namur,

wurde histaminintoleranz bereits ausgeschlossen?

Liebe Grüße
Meikelein
 
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07.01.14
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Hallo Meikelein,

danke für den Hinweis! Nein, auf die Idee ist bisher niemand gekommen, werde ich aber auch mal besprechen.
Grüße von Namur
 
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08.11.10
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4.541
Hallo Meikelein, Hallo namur

Eine Histaminintoleranz kann man nicht durch Labortests ausschliessen. Leider wissen viele Ärzte nichts über die Zusammenhänge rund ums Histamin. Deshalb ist es ratsam sich selbst zu informieren.

Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, teils Denkstörungen, das Gefühl von Nebel im Kopf, teilweise Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schwäche in unterschiedlicher Ausprägung, teils anfallsartig und so stark, dass nur noch strammes Liegen geht und erst nach Stunden oder auch Tagen Besserung bringt, immer in Verbindung mit starker Herztätigkeit, häufig tagelang ein latentes Gefühl von Schwäche und "Gummibeinen" oder auch ständiges Krankheitsgefühl. Außerdem Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen, Herzrasen, schwankende Pulsfrequenz, Kurzatmigkeit, Druck auf dem Hals oder auch der Brust und das Gefühl schlechter Atmen zu können, Verdauungsveränderungen, Wechselstühle, teils extrem häufiges Wasserlassen, häufiges Schwitzen schon nach geringster körperlicher Belastung, manchmal Muskel- oder Gelenkschmerzen, psychische Instabilität, extrem reizbar...
Die meisten dieser Symptome kenne ich aus eigener Erfahrung und Histamin spielt dabei eine Schlüsselrolle. Diese Symptome kann man einer Histaminintoleranz zuordnen, jedoch bedeutet dieses nicht, dass die Histaminintoleranz damit gleichzeitig die Ursache ist. Das ist ein komplexes Thema, das Ungleichgewicht in Histaminhaushalt muss weitere Ursachen haben und die gilt es zu finden.

Weiteres kann man hier nachlesen:
Histamin-Intoleranz
Histamin-Intoleranz - Das Ende der Symptombekämpfung
HIT > Einleitung

Grüsse
derstreeck
 
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07.01.14
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Hallo TomG,
danke für die Anregungen, aber diese Dinge kann ich alle ausschließen, ich versuche schon ziemlich gesund zu leben und habe immer schon auf diese Themen geachtet :)
lg Namur
 
Themenstarter
Beitritt
07.01.14
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Hallo derstreeck,

ja die HIT-Geschichte scheint wirklich ziemlich kompliziert zu sein und wie bei vielem anderen auch so, dass man sich nicht auf die Kenntnis der Ärzte verlassen kann, sondern selber reindenken muss.
Danke für die Hinweise!
LG Namur
 
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