Petition gestartet: Vollblutanalyse auf Krankenkasse – Ursachen finden statt Symptome deckeln!

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08.07.26
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Hallo zusammen,
ich bin Johannes Rauch. Als Betroffener und Erfahrender kenne ich das frustrierende Dilemma, in dem so viele von uns stecken, nur zu gut: Man leidet unter chronischen Beschwerden, aber die Standard-Kassendiagnostik liefert keine Antworten. Erst eine fundierte Mikronährstoffüberprüfung per Vollblutanalyse bringt oft Licht ins Dunkel.
Es macht mich fassungslos, wie viel Geld im Gesundheitssystem für die reine Symptomdeckelung verschwendet wird, während wir Patienten die entscheidende zelluläre Diagnostik als teure IGeL-Leistung selbst zahlen müssen. Gleichzeitig riskieren engagierte Ärzte Regressforderungen, wenn sie tiefer graben wollen.
Das muss sich ändern! Deshalb habe ich eine offizielle Petition ins Leben gerufen. Mein Ziel: Die Vollblutanalyse muss in den GKV-Leistungskatalog, um chronische Erkrankungen an der Wurzel zu packen, Ärzte rechtlich abzusichern und Milliarden an Steuergeldern sinnvoll einzusetzen.
Bitte schaut euch die Petition an, unterschreibt und teilt sie in euren Netzwerken:

👉 https://www.openpetition.de/petitio...nalyse-auf-krankenkasse-enormes-sparpotenzial

Gemeinsam können wir Druck aufbauen, damit ursachenbasierte Medizin endlich für jeden zugänglich wird. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Liebe Grüße,
Johannes
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
@johannesschraubaer: Natürlich unterstütze ich die Idee dahinter. Aber damit eine solche Petition Erfolg haben kann, muß sie wasserdicht argumentiert sein. Mir fehlen in der Darstellung der Petition mindestens zwei Dinge: 1. Welche Werte genau soll die Vollblutanalyse erheben, was genau wäre ein "umfassendes Profil"? (Das bestimmt die Kosten). 2. Wie käme die Ersparnis für das Gesundheitssystem zustande? Es dürfte doch bekannt sein, daß die Behebung der Mängel wieder nicht auf Kassenkosten geschieht (NEMs werden nicht bezahlt). Einen Mangel zu finden ist nicht dasselbe wie ihn zu beheben, das kostet nochmal Geld (die Patienten oder die Kasse). Und wo sind die Berechnungsgrundlagen für die angeblichen Einsparungen?
 
Hallo
Malvegil
Hallo in die Runde,


vielen Dank für dein wichtiges Feedback! Du hast völlig recht: Eine Petition hat nur dann eine Chance, wenn sie sachlich wasserdicht und präzise argumentiert ist. Deine Einwände sprechen genau die entscheidenden Systemfragen an.
Ich greife diese Aspekte im Beschreibungstext auf. Die Argumentation lässt sich im Wesentlichen wie folgt präzisieren und strategisch ergänzen:
1. Was genau beinhaltet das „umfassende Profil“?
Die intrazelluläre Diagnostik im Vollblut steht hier absolut im Fokus und ist der wichtigste erste Schritt. Das klassische GKV-Serum-Labor misst nur den flüssigen Blutanteil – bei vielen essenziellen Mikronährstoffen ist das ein biochemisch blinder Fleck. Das geforderte Basis-Kassenprofil soll primär Stoffe abdecken, die überwiegend in den Zellen lokalisiert sind und bei chronischen Erkrankungen massiv fehlen:
  • Magnesium (nur 1 % befindet sich im Serum, der Rest in den Zellen)
  • Zink, Selen und Kalium (ebenfalls überwiegend intrazellulär)
  • Ergänzt um die im Vollblut messbaren Vitamine B1, B2, B6 sowie die Erythrozyten-Folsäure (als zellulärer Langzeitparameter). [1]
Weitere, nicht-intrazelluläre Werte der Mikronährstoffdiagnostik, die im Serum oder Plasma zirkulieren, könnten dann im Anschluss – je nach individueller medizinischer Dringlichkeit und Symptomatik – überprüft werden. Dazu gehören insbesondere: [1]
  • Kupfer und Calcium (liegen physiologisch überwiegend extrazellulär vor)
  • Eisen-Parameter (Ferritin, Transferrin, Transferrinsättigung)
  • Vitamin B12 (bzw. der sensitive Marker Holotranscobalamin, da B12 labortechnisch rein im Serum bestimmt wird)
  • Vitamin D3 (25-OH-Vitamin-D)
  • Coenzym Q10 sowie weitere fettlösliche Vitamine (Vitamin A, E, K)
  • Aminosäuren-Profile [1, 2, 3, 4, 5]
2. Wie entsteht die Ersparnis und wie verhält es sich mit den Kosten für Supplementation?
Dein Einwand bezüglich der Kosten für Nahrungsergänzungsmittel (NEM) ist absolut berechtigt. Hier verfolgt die Petition jedoch einen bewussten, strategischen Ansatz:
  • Kostenverlagerung bereits einkalkuliert: In den prognostizierten Einsparungen ist die Umstellung auf eine gezielte Supplementation bereits berücksichtigt. Das zeigt sich beispielhaft an der Verringerung der Symptom-Medikation (ca. 1,12 Mrd. €). Der Wegfall teurer, jahrelanger und oft nebenwirkungsreicher Symptom-Dämpfer (wie Antidepressiva, Sedativa oder Cortison) übersteigt die Kosten für Mikronährstoffe bei Weitem. Allein im neuropsychiatrischen Sektor könnten jährlich 280 Mio. Euro an reinen Arzneimittelkosten eingespart werden.
  • Die Diagnose als Hebel zur Systemreform („Wachmacher“): Die Übernahme der Laborkosten steht ganz bewusst am Anfang der Aktion. Es geht darum, das aktuelle, verkrustete System überhaupt erst einmal mit harten Daten wachzurütteln. Sobald die Krankenkassen und gesundheitspolitischen Entscheidungsträger über die Laborbefunde schwarz auf weiß realisieren, wie viel Geld sie durch die Behebung dieser zellulären Mängel einsparen können, wird das System die Supplementierung rein aus ökonomischer Vernunft an diese Diagnostik knüpfen müssen. Sollten die Verantwortlichen diese logische Verknüpfung verweigern, liefert uns das die perfekte Datenbasis, um nochmals deutlich nachzulegen und den politischen Druck massiv zu erhöhen.
Die restliche Ersparnis von hochgerechnet 13,5 Milliarden Euro pro Legislaturperiode ergibt sich zudem aus der Senkung von Klinik- und Arztkosten durch das Ende von jahrelangen Ärzte-Odysseen (ca. 8 Mrd. €) sowie dem volkswirtschaftlichen Nutzen durch weniger Krankheitstage (ca. 4,4 Mrd. €).
Kurz gesagt: Die Petition fordert die Übernahme der Diagnostik als strategischen Einstieg, um den Stein ins Rollen zu bringen und die chronische Fehlverwaltung von Patienten im System zu beenden.
Ich hoffe, diese Ergänzungen machen den strategischen und medizinischen Ansatz der Petition deutlicher! Unterstützt du den Weg unter diesen Gesichtspunkten?

Viele Grüße
Johannes Rauch


 
Hallo Johannes,

ich halte diese Idee ebenfalls für sinnvoll (und investiere alle paar Jahre in das Vollblut-Mineralstoffprofil vom imd Berlin).

Zu diesem Punkt
sachlich wasserdicht und präzise argumentiert
habe auch ich eine Frage:

Unter 3. Das wirtschaftliche Paradoxon: ROI von 1:8 steht
Repräsentative gesundheitsökonomische Rechenmodelle zeigen, dass allein bei Depressionen und Angstzuständen durch gezielten Ausgleich intrazellulärer Mängel (u.a. B12, Folsäure, Vitamin D, Magnesium) jährlich mindestens 280 Millionen Euro an reinen Arzneimittelkosten (Antidepressiva, Sedativa) eingespart werden könnten. Internationale Daten belegen: Jeder Euro in präzise, ursachenorientierte Mikronährstoffdiagnostik und gezielte Substitution spart dem Gesundheitssystem im Verlauf durch verringerte Klinikaufenthalte, weniger Fehltage und reduzierte Multimedikation bis zu 8 Euro an Folgekosten (Return on Investment 1:8).

Vielleicht habe ich etwas überlesen, aber ich kann zu den repräsentativen gesundheitsökonomischen Rechenmodellen und internationalen Daten, die hier als Belege genannt werden, keine Quellangaben im Text finden.

Mir fehlt Erfahrung mit Petitionen - aber wären diese nicht wichtig zur Untermauerung der Argumentation?
 
Hallo zusammen,
ein kurzes Update zum aktuellen Status: Die Plattform openPetition hat die Petition temporär pausiert, da im Text die direkten Herkunftsnachweise (Links/Quellen) für die statistischen Zahlen fehlten. openPetition fordert hier eine sehr strenge und lückenlose Belegpflicht für jede einzelne Zahl (z. B. zu den Mängelquoten und den Milliarden-Einsparungen), um Falschbehauptungen auszuschließen.
Ich habe den Text nun komplett überarbeitet: Alle Zahlen sind jetzt detailliert mit den offiziellen Quellen (wie dem Robert Koch-Institut, Destatis, der BAuA und dem Arzneiverordnungs-Report) untermauert und fett markiert. Um trotz der vielen Quellen das strenge Zeichenlimit der Plattform nicht zu sprengen, habe ich den Text gleichzeitig gestrafft und doppelte Abschnitte (wie den Ländervergleich) entfernt.
Wie geht es weiter?
Die überarbeitete Version liegt nun beim Redaktionsteam von openPetition und wird aktuell geprüft. Diese Freischaltung kann laut Plattform bis zu 3 Werktage dauern. In dieser Zeit ist die Petition leider kurzzeitig für neue Unterschriften gesperrt, aber man kann ihr bereits folgen.
Sobald das grüne Licht da ist und es weitergeht, informiere ich euch sofort hier im Forum! Vielen Dank für eure Geduld und euren großartigen Support!
 
... da im Text die direkten Herkunftsnachweise (Links/Quellen) für die statistischen Zahlen fehlten. openPetition fordert hier eine sehr strenge und lückenlose Belegpflicht für jede einzelne Zahl (z. B. zu den Mängelquoten und den Milliarden-Einsparungen)...
Das meinte ich!

Aber prima, dass Du Dir nochmal Arbeit gemacht hast - ich drücke die Daumen (y)
 
Endlich geschafft: Meine Petition ist wieder OFFIZIELL FREIGESCHALTET! 🎉

Hallo zusammen,

es gibt großartige Neuigkeiten: Das Redaktionsteam von openPetition hat meine Überarbeitung geprüft und die Petition soeben wieder komplett live geschaltet! Ab sofort kann wieder offiziell unterschrieben werden.
Der bürokratische Aufwand hat sich gelohnt. Ich musste den Text zwar extrem straffen, aber dafür ist er jetzt absolut unangreifbar: Jede einzelne Zahl – von den Nährstoffmängeln bis hin zu den Milliarden-Einsparungen im Gesundheitssystem – habe ich jetzt lückenlos mit den spezifischen Direkt-Links zu den offiziellen Berichten des Robert Koch-Instituts (RKI), Destatis, der BAuA und dem Arzneiverordnungs-Report untermauert.
Jetzt zählt jeder Tag und jede Stimme!
Durch die temporäre Sperre habe ich etwas Zeit verloren. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt gemeinsam Vollgas geben.
Bitte helft mir alle mit:
  1. Unterschreibt jetzt, falls ihr es noch nicht getan habt.
  2. Teilt den Link zur Petition in euren WhatsApp-Gruppen, auf Social Media und in anderen Fachforen.
  3. Erzählt Freunden und Bekannten davon, die ebenfalls vom zermürbenden Spießrutenlauf unseres Gesundheitssystems betroffen sind.
Hier geht es direkt zur Petition: openpetition.org/nqnsk
Ein riesiges Dankeschön für eure Geduld, eure wertvollen Hinweise hier im Forum und euren fantastischen Support. Lasst uns das System gemeinsam wachrütteln!
Viele Grüße

Johannes


 
(Hinweis vorab: Inhalt und Ideen stammen zu 100 % von mir. Für die fehlerfreie Grammatik und Formulierung nutze ich KI-Unterstützung.)


Liebe Mitdiskutierende,

ich muss das Thema hier noch einmal aufgreifen. Ich wurde in verschiedenen Threads ja oft genug belächelt, wenn ich vorgerechnet habe, wie viel Geld in unserem Gesundheitssystem an den falschen Stellen verpulvert wird. Meine Rechnungen wurden von einigen als reine Polemik abgetan.

Aber die Realität hat uns gerade alle eingeholt. Heute steht in der Tagespresse ein unglaublicher Skandal zu den Krankenkassen.

Es ist jetzt offiziell bewiesen, dass mindestens 17 gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen über 170 Millionen Euro an Versichertengeldern – also unser aller Beitragsgelder! – in riskanten Immobilienfonds komplett verzockt haben. Allein die KKH hat über 47 Millionen Euro in den Sand gesetzt, die KV Baden-Württemberg sogar 50 Millionen. Im Hintergrund wird sogar von einem Gesamtschaden von bis zu 500 Millionen Euro gesprochen.

Wenn mir jetzt noch einmal jemand hier im Forum erzählen will, dass kein Geld für eine ganz einfache Vollblutanalyse da ist, fehlt mir dafür jedes Verständnis. In Großlaboren würde dieser Test die Kassen durch die riesige Masse an Proben und die automatische Abwicklung vielleicht 15 bis 25 Euro pro Patient kosten (Skaleneffekte).

Für illegale Renditejagd und riskante Geschäfte fließen die Millionen bei den Kassen also völlig mühelos aus dem Fenster. Aber wenn es darum geht, uns chronisch Kranken an der Basis endlich eine vernünftige Diagnostik zu bezahlen, damit wir nicht jahrelang von Arzt zu Arzt rennen müssen und fehlerhaft therapiert werden – dann wird plötzlich jeder Cent dreimal umgedreht und über Kostendruck gejammert.

Das Geld in unserem System ist da. Es wird nur einfach an den völlig falschen Ecken verbrannt, anstatt es in die Gesundheit der Menschen zu stecken. Genau darum kämpfe ich für meine Petition. Wir brauchen endlich eine Medizin, die nach den echten Ursachen sucht, anstatt unsere Beiträge an den Finanzmärkten zu verzocken.

Könnte dieser Skandal jetzt vielleicht der entscheidende Impuls für euch sein, umzudenken und meine Petition für eine sinnvolle Labordiagnostik auf Krankenkasse zu unterschreiben? Hier ist der Link: openpetition.org/nqnsk

(Ihr könnt den Text einfach mit der Maus markieren, kopieren und oben in die Adresszeile eures Internet-Browsers einfügen. Alternativ könnt ihr den Kurzlink openpetition.org/nqnsk auch einfach per Hand oben in die Adresszeile eintippen, um direkt zur Abstimmung zu gelangen.)

Viele Grüße
Johannes
_________________
Für eine Medizin, die Ursachen behebt, statt nur Symptome zu verwalten
 
Hallo Johennes,
Deine Aktion finde ich sehr sinnvoll und habe sie natürlich gleich gezeichnet. Sie entspricht auch völlig den Grundanliegen unseres Forum. Das in unserem Gesundheitssystem unnötig Geld verbrannt wird um einigen wenigen Herstellern auf Kosten der Beitragszahler hohe Gewinne zu sichern ist mir seit langen bekannt.
Als Beispiel zeige ich hier mal meinen Alpha-Liner. Ich bin u.A. unterschenkelamputiert. Zwischen Stumpf und Prothese federt der den beim Laufen entstehenden Druck ab, so das dieser auf eine größere Fläche verteilt wird. Der Alpha-Liner besteht aus einem Gewebegerüst, das mit etwa 5 mm starkem Latex beschichtet wird. Ich wollte, da die Kasse mir kein zweites Exemplar zum Wechsel (man will das Hilsmittel ja auch mal waschen) genehmigt dieses kaufen, war dann aber wegen des Preises um 800,-€ dann doch abgeneigt mir das zu gönnen. Da ich früher auch einen Handelsbetrieb hatte, der Latex für Abformungen verkaufte, weiß ich wie hoch der Materialaufwand zum Fertigprodukt ausfällt. Unglaublich!
Alpha Liner.jpeg
 

(Hinweis für das Forum: Die Idee und der Inhalt dieses Beitrags stammen zu 100 % von mir. Bei der Rechtschreibung und der formellen Strukturierung des Musterschreibens hat mir eine KI geholfen.)

Hallo James,

vielen Dank für deine Unterstützung der Petition und dein starkes Feedback! Dein Beispiel mit dem Alpha-Liner trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist genau derselbe systemische Irrsinn wie bei meiner Vollblutanalyse: Am falschen Ende sparen, um am Ende durch die provozierten Folgeschäden ein Vielfaches an Steuer- und Beitragsgeldern zu verbrennen.
Zu deiner Frage bezüglich des Zweitliners: Gib verdammt noch mal nicht auf! Die Kasse muss das unter bestimmten Voraussetzungen zahlen!

Der hygienische Widerspruch: Lass dir von deinem Orthopäden ein neues Rezept ausstellen, auf dem explizit „zur Wechselversorgung aus medizinisch-hygienischen Gründen zur Vermeidung von Stumpf-Infektionen“ steht. Wenn ein Liner gewaschen wird, braucht er Trocknungszeit. Ziehst du ihn feucht an, riskierst du Keime. Verwehrt dir die Kasse den Zweitliner, zwingt sie dich in eine gesundheitsgefährdende Situation oder zur Immobilität. Das ist rechtlich absolut nicht zulässig. Wenn die Ablehnung kommt, geh sofort in den Widerspruch

Günstiger auf eigene Faust: Wenn du den Liner selbst kaufen willst, tritt bei Sanitätshäusern als reiner Privatzahler auf und verlange Angebote – der „Kassenpreis“ ist oft künstlich aufgebläht. Schau außerdem auf Plattformen wie eBay oder in speziellen Amputierten-Foren nach originalverpackten Fehlkäufen/Restbeständen. Da sich Stumpfformen bei Patienten oft ändern, liegen in Schubladen weltweit tausende ungenutzte Original-Liner, die weit unter dem Listenpreis abgegeben werden.

Weil wir hier nicht nur reden, sondern direkt handeln: Ich habe mich gerade kurz mit meiner KI zusammengesetzt und ein knallhartes, rechtssicheres Musterschreiben für deinen Widerspruch aufgesetzt. Das Ding zieht die Kasse bei ihren eigenen Wirtschaftlichkeits-Argumenten und knallt ihnen die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts vor den Latz.
Kopier dir den Text einfach hier unten raus, füll deine Daten ein und schick das mit dem neuen Rezept los:

📄 MUSTERSCHREIBEN FÜR DEN WIDERSPRUCH​

Absender:
[Vorname Nachname]
[Straße, Hausnummer]
[PLZ Ort]
[Versichertennummer]
An die:
[Name der Krankenkasse]
[Straße, Hausnummer oder Postfach]
[PLZ Ort]
[Ort], den [Aktuelles Datum]

Widerspruch gegen Ihren Ablehnungsbescheid vom [Datum des Bescheids]
Ihr Zeichen / Vorgangsnummer: [Falls vorhanden]

Hier: Antrag auf Kostenübernahme für einen Alpha-Liner zur Wechselversorgung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich fristgerecht Widerspruch gegen Ihren oben genannten Ablehnungsbescheid bezüglich der Übernahme eines zweiten Alpha-Liners zur Wechselversorgung ein.
Ihre Begründung, ein Zweitexemplar sei aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht notwendig, greift medizinisch und rechtlich zu kurz. Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt:

1. Zwingende medizinisch-hygienische Notwendigkeit
Ein Liner liegt direkt auf der Haut meines amputierten Stumpfes auf. Durch das tägliche Tragen entsteht ein feucht-warmes Milieu (Schweißbildung), welches einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze darstellt. Aus diesem Grund muss der Liner täglich intensiv gereinigt werden. Die anschließende Trocknungszeit an der Luft beträgt materialspezifisch bis zu 24 Stunden.
Ohne ein Zweitexemplar zur Wechselversorgung bin ich gezwungen, entweder einen noch feuchten Liner anzuziehen, was ein massives Infektionsrisiko, Ekzeme und offene Wunden (Ulkusbildung) am Stumpf provoziert, oder für 24 Stunden vollständig immobil zu sein. Beide Optionen sind unzumutbar und stehen im Widerspruch zu Ihrem gesetzlichen Versorgungsauftrag.

2. Vermeidung von massiven Folgekosten (Wirtschaftlichkeitsgebot)
Das von Ihnen angeführte Wirtschaftlichkeitsgebot wird durch die Ablehnung ins Gegenteil verkehrt. Entstehen durch mangelnde Hygiene Stumpfkomplikationen, führt dies unweigerlich zu langwierigen ärztlichen Behandlungen, teuren Spezialverbänden, Arbeitsunfähigkeit oder im schlimmsten Fall zu einer operativen Nachamputation. Die Kosten hierfür übersteigen den Preis eines zweiten Liners um ein Vielfaches. Die Genehmigung zur Wechselversorgung ist somit die wirtschaftlichste Maßnahme zur Vermeidung von Sekundärschäden.

3. Rechtliche Grundlage (Bundessozialgericht)
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) haben Versicherte Anspruch auf eine Versorgung, die die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bestmöglich garantiert und Folgeschäden minimiert. Eine Beschränkung der Mobilität oder die Gefährdung der Stumpfgesundheit durch die Verweigerung von notwendigem Zubehör zur Reinigung widerspricht diesem Anspruch.
Ein entsprechendes ärztliches Rezept, welches die Notwendigkeit der Wechselversorgung explizit bestätigt, liegt Ihnen bereits vor / füge ich diesem Schreiben erneut bei.
Ich fordere Sie daher auf, Ihre Entscheidung zu überprüfen und die Kosten für den zweiten Alpha-Liner zeitnah freizugeben. Sollte mein Widerspruch erneut abgelehnt werden, bitte ich um einen rechtsfähigen Widerspruchsbescheid unter Nennung der konkreten medizinischen Gutachten des Medizinischen Dienstes (MD), auf die Sie sich stützen.

Mit freundlichen Grüßen,
[Unterschrift]




Lass dich nicht unterkriegen – wir machen diesen System-Irrsinn gemeinsam sichtbar!
Viele Grüße,
Johannes

 
Wenn mir jetzt noch einmal jemand hier im Forum erzählen will, dass kein Geld für eine ganz einfache Vollblutanalyse da ist, fehlt mir dafür jedes Verständnis.
Wo hat das denn jemand getan? Ich habe davon nichts mitbekommen.

Lass dir von deinem Orthopäden ein neues Rezept ausstellen, auf dem explizit „zur Wechselversorgung aus medizinisch-hygienischen Gründen zur Vermeidung von Stumpf-Infektionen“ steht.
Wir wissen nicht, was @James schon alles versucht hat... Er ist ja sehr erfahren in dem Bereich.

Meine eigene Erfahrung bezüglich einer Handgelenksorthese wegen Daumen-Sehnenscheidenentzündung war, dass eine einfache Begründung vom HA, dass für die Nacht ein anderes Modell nötig sei, reichte, dass die Kasse es erstattet. Weitere Erfahrung: Ein Online-Anbieter verkauft genau diese Orthesen viel preiswerter (Orginal-Sanitätshaus-Preis war um die 120 Euro).
 
Hoffentlich nicht als selbsterfüllende Prophezeihung ;) Ich fand es jetzt wichtig, klarzustellen, dass die "Anklage" bzw. Vorwärtsverteidigung hier bislang gegenstandslos ist.
 
@johannesschraubaer Um ehrlich zu sein und das klar zu stellen, ich habe ein Liner zum wechseln. Den aber nicht von der Kasse auf Rezept, sondern von meinem Prothesenmechaniker. Trotzdem finde ich Dein Widerspruch-Formular , welche Du oben genannt hast gut und kann anderen Patienten, die Ähnliches erlebt haben hilfreich sein.
 
In Großlaboren würde dieser Test die Kassen durch die riesige Masse an Proben und die automatische Abwicklung vielleicht 15 bis 25 Euro pro Patient kosten (Skaleneffekte).
Das klingt mir jetzt sehr freihändig geschätzt. Es gibt Tests, die recht häufig gemacht werden (wie Vit.D) und trotzdem deutlich teurer sind als ein kleines Blutbild. Ich weiß nicht, was man da per Skaleneffekt noch rausholen kann. Man müßte echte Kenntnisse von der Kostenstruktur solcher Laborkosten haben, um das berechnen zu können.

In Österreich war Vitamin D offenbar bis vor kurzem Kassenleistung und wurde stark eingesetzt, hätte also vom Skaleneffekt profitieren müssen. Dann hat es 2022 angeblich rund 10% des gesamten Laboraufwands ausgemacht (Quelle) und wurde wieder abgeschafft. Das zeigt eigentlich, daß der Skaleneffekt nicht oder nur in geringem Ausmaß greift, weil eben manche Tests wegen ihrer jeweiligen technischen Funktionsweise teurer sind als andere.

Und insofern glaube ich das mit den 15 bis 25 Euro nicht.

Und ja: ich weiß, daß Vitamin D nicht zu der gewünschten Vollblutanalyse gehört.
 
Zuletzt bearbeitet:
(Hinweis für das Forum: Die Idee und der Inhalt dieses Beitrags stammen zu 100 % von mir. Bei der Rechtschreibung und der formellen Strukturierung des Musterschreibens hat mir eine KI geholfen.)

Hallo Malvegil,

chapeau, Du hast exzellent recherchiert! Das Beispiel mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und den explodierenden Kosten für Vitamin D ist absolut korrekt. Genau wegen dieser unkontrollierten Kostenwelle wurde die Gießkannen-Übernahme dort ja auch drastisch reformiert.

Aber genau hier liegt der gedankliche Knick in der Optik, warum der Skaleneffekt im jetzigen System eben nicht greifen konnte und warum meine Kalkulation für die Vollblutanalyse trotzdem absolut Hand und Fuß hat. Und um das direkt biologisch klarzustellen: Vitamin D wird standardmäßig immer im Serum gemessen, niemals im Vollblut! Das sind labortechnisch zwei völlig verschiedene Welten.

Lass mich das kurz aufdröseln:

Das Problem in Österreich: Gießkanne statt optimierter Prozesse
Der Skaleneffekt im Großlabor funktioniert nur dann kostensenkend, wenn die Prozesse vollautomatisiert und gebündelt ablaufen. In Österreich lief das aber als reines "Screening-Wunschkonzert". Jeder Patient ist einzeln zum Hausarzt, der Arzt hat einzeln Blut abgenommen und das Labor hat diesen Einzelwert über den teuren Einzeltarif abgereechnet. Das ist kein industrieller Skaleneffekt, das ist einfach nur ein massives Anschwellen von teuren Einzelaufträgen.

2. Die reale Kostenstruktur von Großlaboren
Wenn du heute als reiner Privatzahler direkt in ein deutsches Großlabor gehst, kostet dich die Bestimmung von Vitamin D nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) im einfachen Satz exakt 14,57 Euro. Private Labore bieten das für Endverbraucher standardmäßig für unter 20 Euro an – und zwar inklusive Mehrwertsteuer, Verwaltung und ihrer eigenen Gewinnmarge! Wie hoch denkst du, sind da die reinen chemischen Selbstkosten im Einkauf? Sie liegen im einstelligen Euro-Bereich.

3. Warum die Vollblutanalyse für 15 bis 25 Euro machbar ist
Bei meiner Petition fordere ich die Aufnahme der Vollblutanalyse in den EBM-Katalog. Wenn ein Labor nicht mehr hunderte Einzelrechnungen schreiben und Geräte für Einzeltests anwerfen muss, sondern diese Analysen als standardisierte Multi-Element-Profile flächendeckend durchjagt, sinken die Grenzkosten pro Parameter dramatisch. Moderne ICP-MS-Geräte messen 20 Mineralstoffe in einem einzigen Durchlauf in Sekunden. Das Auswerten eines kompletten Profils kostet den Betreiber im Dauerdurchlauf fast dasselbe wie ein Einzelwert, weil die Maschinen ohnehin laufen.

4. Im falschen Topf gerührt
Vitamin D ist ein fettlösliches Prohormon im flüssigen Teil des Blutes (Serum) – da gehört die Messung auch hin. Bei Magnesium, Zink, Selen oder Kalium ist es aber genau umgekehrt: Diese Stoffe sind zu 95 % bis 98 % im Inneren der Zellen gespeichert. Misst man sie nur im Serum – wie es die Kasse aktuell tut –, übersieht man einen schweren Mangel komplett.

Das Österreich-Beispiel zeigt perfekt, wie man es nicht machen sollte: Unstrukturierte Einzel-Leistungen unkontrolliert freigeben. Genau deshalb kämpfe ich für ein intelligentes System, bei dem die Vollblutanalyse gezielt bei chronischen Krankheitsbildern als kosteneffizientes Gesamtprofil eingesetzt wird, um teure Dauermedikationen einzusparen! Die 15 bis 25 Euro sind keine Utopie, sondern die reale, industrielle Untergrenze bei maximaler Prozessoptimierung.

Viele Grüße,
Johannes


 
(Hinweis für das Forum: Die Idee und der Inhalt dieses Beitrags stammen zu 100 % von mir. Bei der Rechtschreibung und der formellen Strukturierung des Musterschreibens hat mir eine KI geholfen.)

Hallo Malvegil,

ich muss mich ganz aufrichtig bei Dir entschuldigen! Da habe ich Deinen Beitrag am Ende im Eifer des Gefechts tatsächlich falsch gelesen. Du hattest ja klar geschrieben, dass Du weißt, dass Vitamin D nicht zur Vollblutanalyse gehört – und ich Trottel lese da ein „Ich weiß nicht, ob...“ heraus und belehre Dich auch noch fettgedruckt über den Unterschied von Serum und Vollblut. Asche auf mein Haupt!

Aber hey, sieh es positiv: Genau an solchen Patzern merkt man wenigstens, dass hier ein echter, lebendiger Mensch hinter „Johannesschraubbaer“ steckt, der die Texte tippt, und nicht die KI die Regie führt! 😉 Durch meine Legasthenie rutscht mir beim schnellen Lesen leider ab und zu mal ein Wort durch oder verdreht sich im Kopf.
Nimm es mir bitte nicht krumm. Deine Argumente zur Kostenstruktur und zum Österreich-Beispiel waren trotzdem extrem stark und wertvoll für die Diskussion!

Viele Grüße,
Johannes
 
Hallo Johennes,
Deine Aktion finde ich sehr sinnvoll und habe sie natürlich gleich gezeichnet. Sie entspricht auch völlig den Grundanliegen unseres Forum. Das in unserem Gesundheitssystem unnötig Geld verbrannt wird um einigen wenigen Herstellern auf Kosten der Beitragszahler hohe Gewinne zu sichern ist mir seit langen bekannt.
(Hinweis für das Forum: Die Idee und der Inhalt dieses Beitrags stammen zu 100 % von mir. Bei der Rechtschreibung, Grammatik und Satzstellung hat mir eine KI geholfen.)
@James
Hallo James,

dass du als Moderator und Wiki-Leiter hier mit an Bord bist, bedeutet mir verdammt viel. Du kennst das Forum und die Strukturen hier seit über 18 Jahren in- und auswendig, deshalb schätze ich deine Meinung extrem. Ich muss dich aber mal direkt um Rat fragen, weil mir da eine Sache echt unter den Nägeln brennt:
Warum laufen die Zeichnungen für die Petition im Moment noch schleppend?

Hier im Forum gibt es über 50.000 Mitglieder. Ich bin noch in einem anderen großen Forum aktiv, wo es ähnlich aussieht. Das Thema Vollblutanalyse, Nährstoffmängel und der Kampf gegen die reine Symptom-Medizin betrifft doch eigentlich fast jeden, der chronisch krank ist oder sich gesund erhalten will. Trotzdem zündet es noch nicht so, wie ich mir das erhofft habe. Was meinst du aus deiner Erfahrung heraus: Woran liegt das?

Haben sich die Leute mit der aktuellen Situation – also dass man solche wichtigen Analysen einfach als teure IGeL-Leistung selbst zahlt – schon zähneknirschend arrangiert und abgefunden?

Ist die Resignation gegenüber den Krankenkassen und dem System mittlerweile so groß, dass viele denken: „Es bringt ja sowieso nichts“?

Oder verfehle ich mit meinen Texten vielleicht noch den Nerv der breiten Masse und wir müssen das Thema anders verpacken?

Gerade nach der temporären Sperrung der Petition zählt für mich jetzt wirklich jeder Tag und jede Unterschrift, um den nötigen Druck aufzubauen. Du hast als Wiki-Leiter täglich den Blick auf das, was die Menschen hier bewegt. Hast du eine Idee oder einen goldenen Tipp, wie wir die schlafende Masse von 50.000 Mitgliedern wachrütteln und zum Unterschreiben bewegen können? Ich danke dir für dein ehrliches Feedback!

Viele Grüße,
Johannes





 

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