Petition gestartet: Vollblutanalyse auf Krankenkasse – Ursachen finden statt Symptome deckeln!

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08.07.26
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Hallo zusammen,
ich bin Johannes Rauch. Als Betroffener und Erfahrender kenne ich das frustrierende Dilemma, in dem so viele von uns stecken, nur zu gut: Man leidet unter chronischen Beschwerden, aber die Standard-Kassendiagnostik liefert keine Antworten. Erst eine fundierte Mikronährstoffüberprüfung per Vollblutanalyse bringt oft Licht ins Dunkel.
Es macht mich fassungslos, wie viel Geld im Gesundheitssystem für die reine Symptomdeckelung verschwendet wird, während wir Patienten die entscheidende zelluläre Diagnostik als teure IGeL-Leistung selbst zahlen müssen. Gleichzeitig riskieren engagierte Ärzte Regressforderungen, wenn sie tiefer graben wollen.
Das muss sich ändern! Deshalb habe ich eine offizielle Petition ins Leben gerufen. Mein Ziel: Die Vollblutanalyse muss in den GKV-Leistungskatalog, um chronische Erkrankungen an der Wurzel zu packen, Ärzte rechtlich abzusichern und Milliarden an Steuergeldern sinnvoll einzusetzen.
Bitte schaut euch die Petition an, unterschreibt und teilt sie in euren Netzwerken:

👉 https://www.openpetition.de/petitio...nalyse-auf-krankenkasse-enormes-sparpotenzial

Gemeinsam können wir Druck aufbauen, damit ursachenbasierte Medizin endlich für jeden zugänglich wird. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Liebe Grüße,
Johannes
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
@johannesschraubaer: Natürlich unterstütze ich die Idee dahinter. Aber damit eine solche Petition Erfolg haben kann, muß sie wasserdicht argumentiert sein. Mir fehlen in der Darstellung der Petition mindestens zwei Dinge: 1. Welche Werte genau soll die Vollblutanalyse erheben, was genau wäre ein "umfassendes Profil"? (Das bestimmt die Kosten). 2. Wie käme die Ersparnis für das Gesundheitssystem zustande? Es dürfte doch bekannt sein, daß die Behebung der Mängel wieder nicht auf Kassenkosten geschieht (NEMs werden nicht bezahlt). Einen Mangel zu finden ist nicht dasselbe wie ihn zu beheben, das kostet nochmal Geld (die Patienten oder die Kasse). Und wo sind die Berechnungsgrundlagen für die angeblichen Einsparungen?
 
Hallo
Malvegil
Hallo in die Runde,


vielen Dank für dein wichtiges Feedback! Du hast völlig recht: Eine Petition hat nur dann eine Chance, wenn sie sachlich wasserdicht und präzise argumentiert ist. Deine Einwände sprechen genau die entscheidenden Systemfragen an.
Ich greife diese Aspekte im Beschreibungstext auf. Die Argumentation lässt sich im Wesentlichen wie folgt präzisieren und strategisch ergänzen:
1. Was genau beinhaltet das „umfassende Profil“?
Die intrazelluläre Diagnostik im Vollblut steht hier absolut im Fokus und ist der wichtigste erste Schritt. Das klassische GKV-Serum-Labor misst nur den flüssigen Blutanteil – bei vielen essenziellen Mikronährstoffen ist das ein biochemisch blinder Fleck. Das geforderte Basis-Kassenprofil soll primär Stoffe abdecken, die überwiegend in den Zellen lokalisiert sind und bei chronischen Erkrankungen massiv fehlen:
  • Magnesium (nur 1 % befindet sich im Serum, der Rest in den Zellen)
  • Zink, Selen und Kalium (ebenfalls überwiegend intrazellulär)
  • Ergänzt um die im Vollblut messbaren Vitamine B1, B2, B6 sowie die Erythrozyten-Folsäure (als zellulärer Langzeitparameter). [1]
Weitere, nicht-intrazelluläre Werte der Mikronährstoffdiagnostik, die im Serum oder Plasma zirkulieren, könnten dann im Anschluss – je nach individueller medizinischer Dringlichkeit und Symptomatik – überprüft werden. Dazu gehören insbesondere: [1]
  • Kupfer und Calcium (liegen physiologisch überwiegend extrazellulär vor)
  • Eisen-Parameter (Ferritin, Transferrin, Transferrinsättigung)
  • Vitamin B12 (bzw. der sensitive Marker Holotranscobalamin, da B12 labortechnisch rein im Serum bestimmt wird)
  • Vitamin D3 (25-OH-Vitamin-D)
  • Coenzym Q10 sowie weitere fettlösliche Vitamine (Vitamin A, E, K)
  • Aminosäuren-Profile [1, 2, 3, 4, 5]
2. Wie entsteht die Ersparnis und wie verhält es sich mit den Kosten für Supplementation?
Dein Einwand bezüglich der Kosten für Nahrungsergänzungsmittel (NEM) ist absolut berechtigt. Hier verfolgt die Petition jedoch einen bewussten, strategischen Ansatz:
  • Kostenverlagerung bereits einkalkuliert: In den prognostizierten Einsparungen ist die Umstellung auf eine gezielte Supplementation bereits berücksichtigt. Das zeigt sich beispielhaft an der Verringerung der Symptom-Medikation (ca. 1,12 Mrd. €). Der Wegfall teurer, jahrelanger und oft nebenwirkungsreicher Symptom-Dämpfer (wie Antidepressiva, Sedativa oder Cortison) übersteigt die Kosten für Mikronährstoffe bei Weitem. Allein im neuropsychiatrischen Sektor könnten jährlich 280 Mio. Euro an reinen Arzneimittelkosten eingespart werden.
  • Die Diagnose als Hebel zur Systemreform („Wachmacher“): Die Übernahme der Laborkosten steht ganz bewusst am Anfang der Aktion. Es geht darum, das aktuelle, verkrustete System überhaupt erst einmal mit harten Daten wachzurütteln. Sobald die Krankenkassen und gesundheitspolitischen Entscheidungsträger über die Laborbefunde schwarz auf weiß realisieren, wie viel Geld sie durch die Behebung dieser zellulären Mängel einsparen können, wird das System die Supplementierung rein aus ökonomischer Vernunft an diese Diagnostik knüpfen müssen. Sollten die Verantwortlichen diese logische Verknüpfung verweigern, liefert uns das die perfekte Datenbasis, um nochmals deutlich nachzulegen und den politischen Druck massiv zu erhöhen.
Die restliche Ersparnis von hochgerechnet 13,5 Milliarden Euro pro Legislaturperiode ergibt sich zudem aus der Senkung von Klinik- und Arztkosten durch das Ende von jahrelangen Ärzte-Odysseen (ca. 8 Mrd. €) sowie dem volkswirtschaftlichen Nutzen durch weniger Krankheitstage (ca. 4,4 Mrd. €).
Kurz gesagt: Die Petition fordert die Übernahme der Diagnostik als strategischen Einstieg, um den Stein ins Rollen zu bringen und die chronische Fehlverwaltung von Patienten im System zu beenden.
Ich hoffe, diese Ergänzungen machen den strategischen und medizinischen Ansatz der Petition deutlicher! Unterstützt du den Weg unter diesen Gesichtspunkten?

Viele Grüße
Johannes Rauch


 
Hallo Johannes,

ich halte diese Idee ebenfalls für sinnvoll (und investiere alle paar Jahre in das Vollblut-Mineralstoffprofil vom imd Berlin).

Zu diesem Punkt
sachlich wasserdicht und präzise argumentiert
habe auch ich eine Frage:

Unter 3. Das wirtschaftliche Paradoxon: ROI von 1:8 steht
Repräsentative gesundheitsökonomische Rechenmodelle zeigen, dass allein bei Depressionen und Angstzuständen durch gezielten Ausgleich intrazellulärer Mängel (u.a. B12, Folsäure, Vitamin D, Magnesium) jährlich mindestens 280 Millionen Euro an reinen Arzneimittelkosten (Antidepressiva, Sedativa) eingespart werden könnten. Internationale Daten belegen: Jeder Euro in präzise, ursachenorientierte Mikronährstoffdiagnostik und gezielte Substitution spart dem Gesundheitssystem im Verlauf durch verringerte Klinikaufenthalte, weniger Fehltage und reduzierte Multimedikation bis zu 8 Euro an Folgekosten (Return on Investment 1:8).

Vielleicht habe ich etwas überlesen, aber ich kann zu den repräsentativen gesundheitsökonomischen Rechenmodellen und internationalen Daten, die hier als Belege genannt werden, keine Quellangaben im Text finden.

Mir fehlt Erfahrung mit Petitionen - aber wären diese nicht wichtig zur Untermauerung der Argumentation?
 
Hallo zusammen,
ein kurzes Update zum aktuellen Status: Die Plattform openPetition hat die Petition temporär pausiert, da im Text die direkten Herkunftsnachweise (Links/Quellen) für die statistischen Zahlen fehlten. openPetition fordert hier eine sehr strenge und lückenlose Belegpflicht für jede einzelne Zahl (z. B. zu den Mängelquoten und den Milliarden-Einsparungen), um Falschbehauptungen auszuschließen.
Ich habe den Text nun komplett überarbeitet: Alle Zahlen sind jetzt detailliert mit den offiziellen Quellen (wie dem Robert Koch-Institut, Destatis, der BAuA und dem Arzneiverordnungs-Report) untermauert und fett markiert. Um trotz der vielen Quellen das strenge Zeichenlimit der Plattform nicht zu sprengen, habe ich den Text gleichzeitig gestrafft und doppelte Abschnitte (wie den Ländervergleich) entfernt.
Wie geht es weiter?
Die überarbeitete Version liegt nun beim Redaktionsteam von openPetition und wird aktuell geprüft. Diese Freischaltung kann laut Plattform bis zu 3 Werktage dauern. In dieser Zeit ist die Petition leider kurzzeitig für neue Unterschriften gesperrt, aber man kann ihr bereits folgen.
Sobald das grüne Licht da ist und es weitergeht, informiere ich euch sofort hier im Forum! Vielen Dank für eure Geduld und euren großartigen Support!
 

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