Ozon gegen Karies

Lukas

Neue Hoffnung für Kinder mit großer Angst vor dem Zahnarzt verspricht eine aktuelle Studie von Dr. Jan Eric Dähnhardt, Dr. Thomas Jaeggi und Prof. Dr. Adrian Lussi (alle Uni Bern), die im American Journal of Dentistry (Vol. 19, No. 5, Oktober 2006, Seite 267ff) veröffentlicht wurde. Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob bei ängstlichen Kindern eine Kariesbehandlung mit Ozon möglich ist und sich als Folge der Ozonapplikation Karies in offenen, einflächigen Kavitäten rückbilden kann.
Über einen Zeitraum von acht Monaten wurden die Karieserkrankungen von 28 Kindern im Alter zwischen 3 und 11 Jahren mit Ozon therapiert. Die kleinen Patienten waren von den Hauszahnärzten aufgrund vorhandener Ängste als nicht behandelbar eingestuft und zur weiteren Therapie an die Uniklinik Bern überwiesen worden. Die Mehrzahl der Kinder sollte ursprünglich unter Vollnarkose behandelt werden. Dank einer speziellen, schmerzfreien Kariesbehandlung mit Ozon konnte dies jedoch in mehr als 90% der Fälle vermieden werden.

Über acht Monate hinweg konnte die Therapie die offenen kariösen Läsionen stabilisieren und im weiteren Verlauf zu einer Remineralisation führen, ohne dass hierbei spezielle Fluoridierungsmaßnahmen notwendig waren. Allein durch die Applikation von Ozon wurden Mikroorganismen in der Kavität signifikant reduziert und dadurch die Remineralisierung gefördert. Als positiver Nebeneffekt der Behandlung mit HealOzone zeigte sich, dass 93% der Patienten im Laufe der insgesamt fünf Behandlungen ihre Angst vor dem Zahnarzt abbauen konnten. Am Ende der Studie war es bei 94% der Kinder sogar möglich, eine konventionelle zahnmedizinische Behandlung ohne Vollnarkose durchzuführen.
Prof. Dr. Lussi: „Wir haben uns sehr gefreut, unseren kleinen Angstpatienten eine Behandlung anbieten zu können, die wirksam und schmerzfrei ist. Wir konnten mit dieser Studie bestätigen, dass Ozon einen Platz in der modernen Zahnmedizin verdient hat. Über den erfreulichen unmittelbaren Behandlungserfolg hinaus ist es uns dabei gelungen, kleinen Kindern die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen
http://www.kavo.com/De/presse/artikel.asp?navid=320111&lan=De&pID=144


Merkwürdig allerdings:
Am Ende der Studie war es bei 94% der Kinder sogar möglich, eine konventionelle zahnmedizinische Behandlung ohne Vollnarkose durchzuführen.
... sollten die Kinder denn am Ende der Studie nicht eigentlich zahngesund gewesen sein? Wozu dann noch weitere konventionelle zahnmedizinische Behandlungen?
 
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