Neurotransmitter - Bedeutung von Spurenelementen, Unterscheidung peripheres/zentrales Serotonin

Kate

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Die Aufzeichnung eines imd-Webinars zum Thema:

Auch die Unterschiede zwischen den Wirkungen des im Darm gebildeten Serotonins (95%, periphere Wirkungen, kann Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen) und den im ZNS gebildeten werden aufgezeigt. (Ich war neulich mal wieder erstaunt, dass einem bekannten Arzt mit großer Online-Aktivität dies in einem Webinar nicht bekannt zu sein schien; meine Frage dazu blieb auch unbeantwortet.)

Dazu dieser Screenshot, ab Minute 2:45:

1782498201017.png

Die Kofaktor-Thematik war hier im Forum schon an verschiedenen Stellen Thema, z.B. hier. Der Vortrag zeigt auch sinnvolle Untersuchungen in diesem Zusammenhang auf.
 
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Weiteres zur Unterscheidung peripheres/zentrales Serotonin (Hervorhebung von mir):
5 Fakten über Serotonin, die du kennen solltest (...)
  1. Serotonin wird zu 90 % im Darm produziert.
  2. Das im Darm gebildete Serotonin hat nichts mit unserem „Glückshormon“ im Gehirn zu tun.
  3. Zu wenig Serotonin im Darm kann Verstopfung fördern.
  4. Zu viel Serotonin im Darm kann Durchfall auslösen.
  5. Bakterien sind an der Serotoninproduktion beteiligt.

Das (samt Aussage 2.) ist natürlich vereinfachend/allgemeinverständlich ausgedrückt, aber wohl im Wesentlichen richtig.

Präziser nach meiner Recherche:
  • Das Serotonin aus dem Darm beeinflusst die Stimmung nicht, weil es die BHS nicht passiert.
  • Der Darm kann die Stimmung dennoch beeinflussen – über andere Mechanismen, insbesondere über Tryptophan-Verfügbarkeit, Kynurenin-Stoffwechsel, Immun- und Entzündungssignale, mikrobielle Metaboliten und neuronale Signalwege wie den Vagusnerv.
  • Die Aussage "95 % des Serotonins entstehen im Darm, deshalb macht ein gesunder Darm glücklich" ist irreführend und vermischt nach heutigem Kenntnisstand zwei biologisch getrennte Serotonin-Pools.
 

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