Neue Diagnose-Möglichkeit für MCAS

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... Algorithmus* zur Diagnose eines Mastzellaktivierungssyndroms
Periodisch wiederkehrende Mastzellaktivierungen mit stark ausgeprägten Symptomen können auf ein sogenanntes Mastzellktivierungssyndrom (MCAS) hindeuten. Häufig ist jedoch die Abgrenzung des MCAS von anderen Grunderkrankungen wie z.B. Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Infektionen eine große Herausforderung.

Zur Unterstützung der Differentialdiagnose hat daher eine Gruppe internationaler Wissenschaftler einen Algorithmus ausgearbeitet (Valent et al., J Allergy Clin Immunol Pract. 2019; 7: 1125-1133).
Eine mastzellassoziierte Erkrankung wird dabei von einer mastzellunabhängigen Erkrankung anhand der folgenden Schlüsselkriterien unterschieden:
1. Wiederkehrend typische klinische Symptome wie akute Urtikaria, Blutdruckabfall und Präsynkopen.
2. Erhöhte Serum-Tryptase. Ein Anstieg des ereignisbezogenen Levels vom Basalwert (symptomfrei) um mindestens 20 % zuzüglich 2 ng/ml gilt als das spezifischste Merkmal eines MCAS.
3. Folgend sollte die Wirkung von Mastzellstabilisatoren und / oder Hemmern von Mastzellmediatoren geprüft werden.

Bestätigt sich auf diese Weise die Mastzellabhängigkeit der Symptomatik, erfolgt im letzten Schritt die Abklärung möglicher Ursachen wie z. B. eine IgE-vermittelte Allergie oder sogar eine Mastozytose (KIT D816V Mutation?). Dies erlaubt die Unterscheidung zwischen einem primären MCAS (Mastozytose), einem sekundärem MCAS (z. B. IgE-vermittelte Allergie) oder einem idiopathischen MCAS (nicht klonal, nicht IgE-vermittelt).
...
Quelle: IMD-Newsletter Juni 2019
https://www.imd-berlin.de/labor.html

*
Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen. Algorithmen bestehen aus endlich vielen, wohldefinierten Einzelschritten.[1] Damit können sie zur Ausführung in ein Computerprogramm implementiert, aber auch in menschlicher Sprache formuliert werden. Bei der Problemlösung wird eine bestimmte Eingabe in eine bestimmte Ausgabe überführt.[2]
...
https://de.wikipedia.org/wiki/Algorithmus

Jetzt müßte es nur einfacher bzw. überhaupt möglich, einen entsprechenden Arzt zu finden ...

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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"Erhöhte Serum-Tryptase. Ein Anstieg des ereignisbezogenen Levels vom Basalwert (symptomfrei) um mindestens 20 % zuzüglich 2 ng/ml gilt als das spezifischste Merkmal eines MCAS. "


diese annahme kann auch in die irre führen. sogar bei einer syst. mastozytose ist die tryptase keineswegs immer erhöht.

"da es sowohl Patienten mit systemischer Mastozytose und einem Tryptasewert unter 20 ng/ml, als auch Patienten mit einer Hautmastozytose und einem Tryptasewert über 20 ng/ml gibt. "

https://www.mastozytose.com/tryptase.html


"Patienten mit SM haben meistens Serum-Tryptasekonzentration > 20 ng/ml"

also meistens, aber nicht immer

und auch gesunde können eine erhöhte tryptase haben

"es gibt sogar gesunde Personen, bei denen die Serum-Tryptasekonzentration einen Wert von 20 ng/ml übersteigt"


Tryptase in der Hämatologie


lt. prof. raithel ist die tryptase bei mcas fast nie über 20

"Tryptase fast nie über 20ng/ml"

https://www.dbu-online.de/fileadmin/user_upload/Vortraege/JT_2017/5_Raithel_MCAS.pdf


im akuten schub kann aber auch beim mcas die tryptase erhöht sein, ist dann aber meist nach einigen stunden wieder normal

aber auch bei anderen krankheiten wie z.b. chron. urtikaria, dialyesepflichtiger niereninsuffizienz usw. kann die tryptase erhöht sein

" Erhöhung des Tryptasewerts unter Symptomatik
(um 20% + 2 ng/ml innerhalb von 4 Stunden nach Auftreten der Symptomatik)"

https://www.mastozytose.com/mcad.html



ärzte, die sich mit mcas bzw. masto auskennen gibt es in den kompetenzzentren usw.

https://www.mastozytose.com/aerzte.html

https://www.mastozytose-histamin.de/ärzteadressen/


evtl. gibt es adressen von ärzten, die sich auskennen auch bei den shg

https://www.mastzellaktivierung.info/de/selbsthilfegruppen.html



lg
sunny
 
Zuletzt bearbeitet:
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10.09.18
Beiträge
93
Die Tryptase ist einfach irgendwie die heilige Kuh der Mastezellen"Experten" - leider wird auch immer wieder auf diesen magischen 20ng/ml, die in den WHO-Kriterien dargestellt werden, herumgeritten. Als sie bei mir seinerzeit erstmalig getestet wurde, hatte ich einen Wert von 17,5 ng/ml - normal ist < 11ng/ml. Niemand hielt meinen Wert für erwähnenswert. Erst als ich mich selber nochmal durch den Befund gewühlt und den Arzt darauf aufmerksam gemacht habe, war er plötzlich interessant.

Aber so ist es leider bei so vielen Werten, die genommen werden und denen fälschlicherweise keine Beachtung geschenkt wird. Was bei mir alles auffällig war und doch keinen interessiert hat...

Na ja, man muss sich bei so einer Erkrankung halt einfach selber medizinisch fortbilden - dann klappt's auch mit Diagnostik und Behandlung... :rolleyes::D
 

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