Neue Biologie (nach Sayer Ji) und Epigenetik

Da wird meine ich auf die vorherigen Inkarnationen als Erklärung zurückgegriffen - und das ist auch die Stelle, wo ich nicht mitgehe. -
Ja, ich auch nicht.

Wegen der Vorstellungen von "Inkarnationen"/ via "Wiedergeburt"/ funktioniert das so einfach nicht. Wenn alles angeblich vorbestimmt wäre, müsste man ja sagen: Wenn mich jetzt jemand ermordet, dann habe ich es selbst verdient/ von früher/ – und das ist echt Un-sinn.

Ich würde das bestimmt nicht weiter vertiefen. Karma bedeutet festen und bewussten entschlossenen Willen – das ist eindeutig. Meine Absicht. So steht es auch in den Sutren.
LG.
 
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Deine Wegweiser:
Für mich ist Karma ein Programm, dass wir jederzeit auflösen können, sozusagen auf den Reset Knopf drücken.
Das ist deine eigene Interpretation. Karma kann man auch als Handeln, Tun oder Wirken übersetzen; es stellt eher so etwas wie das Gesetz des unerbittlichen Ausgleichs dar. So wie die Gravitation. Mit Ethik hat das aber nichts zu tun.


Wenn mir ein Ziegelstein auf den Kopf fällt( aus dem Fenster), weil ich rein zufällig in diesem Moment dort unten stehe, dann ist das auch Karma. Ursache: Ich war dort. Bedingung: genau zu dieser Zeit. Und( auch die Bedingung): jemand da oben wollte Spaß haben. Und ich falle tot um.- das ist die Wirkung. So ist der ganze Mechanismus. Punkt.


Einen „Reset-Knopf“ habe ich noch nie gefunden.
Jetzt ist es zur Mode geworden, fernöstliche Begriffe/ Pali, Sanskrit../ beliebig zu übersetzen und zu interpretieren. Na ja..
Dukkha( Leiden), Anatta( Nicht-Ich), usw..
Da spiele ich nicht mit.
Was ursprünglich gemeint war, ist eigentlich immer eine Sache der Auslegung. Und hängt wieder von sehr verschiedenen Faktoren zusammen. Also: bedingt entstanden.

Hier
 
Einen „Reset-Knopf“ habe ich noch nie gefunden.
Jetzt ist es zur Mode geworden, fernöstliche Begriffe/ Pali, Sanskrit../ beliebig zu übersetzen und zu interpretieren.
Dazu gehören wohl - neben dem "Knöpfchen-Drücken" - auch solche Analogien aus der Computer-Fachsprache (Hervorhebung von mir):
Für mich ist Karma ein Programm
Da gehe ich auch nicht mit. Ich verstehe Karma auch so, dass es etwas mit dem tatsächlichen
Handeln, Tun oder Wirken
zu tun hat. "Knöpfchen" drücken, um da etwas auszugleichen, zu löschen o.ä., wäre wieder so ähnlich wie der christliche Ablasshandel oder Beichte (die ganze Woche lang "sündigen" und Sonntags zur Beichte?). Allerdings bin ich da bei weitem nicht so eingelesen wie Du, Igor.

Mit Ethik hat das aber nichts zu tun.
Ein interessanter Aspekt. Das Karma-Gesetz zu verinnerlichen kann aber wohl zu Verhalten führen, das vielen Ethik-Vorstellungen standhält - weil man z.B. versucht, kein Leid zu verursachen?
 
Ein interessanter Aspekt. Das Karma-Gesetz zu verinnerlichen kann aber wohl zu Verhalten führen, das vielen Ethik-Vorstellungen standhält - weil man z.B. versucht, kein Leid zu verursachen?
Richtig erfasst. Denn die Ethik, auch die Vertiefungen oder Samādhi, und die Weisheit – also die Fähigkeit, alle Phänomene wirklich so zu sehen, wie sie sind: vergänglich, leidhaft und ohne inneren Kern. Ohne Sīla zuerst kann man sogar achtsam ‚"morden‘"So wie in der Serie auf Netflix,– aber das ist kein Buddhismus.

Sīla ist wie das innere Fundament; im Yoga ist es dasselbe.
 
Vor kurzem gesehen, da wurde in einem Video über Bewusstsein gesprochen (Video selbst vor 3 Jahren) :

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Was ich interessant fand, war die Erwähnung eines Experiments. Bei Epileptikern wurde, um Anfälle zu verhindern, das Gehirn getrennt, also rechte und linke Seite. Mit diesen Personen machte man ein Experiment:
Man gab ihnen die Frage, welche Berufe sie eines Tages ergreifen wollen, jeweils lesbar nur über ein Auge. Also ein Auge wurde abgedeckt, und danach das andere.

Die Ergebnisse waren erstaunlich. Jede Gehirnhälfte antwortete anders. Immer 2 verschiedene Berufe. Bewusstsein eben doch fest verankert in/mit Materie?
 
"Knöpfchen" drücken, um da etwas auszugleichen, zu löschen o.ä., wäre wieder so ähnlich wie der christliche Ablasshandel oder Beichte (die ganze Woche lang "sündigen" und Sonntags zur Beichte?).
Was ich da meine mit "Reset", und das ist ja nur eine Analogie, bezieht sich unter anderem auf die Lehren von Krishnamurti, vereinfacht erklärt: Wenn wir ganz im moment sind, ohne Anhaftung an die Vergangenheit und ohne Spekulation über die Zukunft, dann wirkt die Zeit auch nicht in uns, dann sind wir einfach nur da als Bewusstsein, ohne angelernte Vorurteile, Bewertungen etc. . Karma ist für ihn ein religiöses Konzept, und er lehnt Konzepte ab. Ähnlich sagte er auch mal in einem Vortrag, die Zuhörer sollen bitte Stift und Papier einstecken und seinen Worten lauschen, wie Blätter die vom Baum fallen.
 
Bewusstsein eben doch fest verankert in/mit Materie?
Liebe Laurianna, danke und Respekt für deinen Beitrag, der hier nur als Beispiel dient: Beiträge, welche die materialistische Weltanschauung verteidigen, werde ich nicht mehr kommentieren, weil mich das weder weiterbringt, noch interessiert. Damit habe ich mich schon beschäftigt und bin schon lange darüber hinaus (oder wer es so sieht, zurückgefallen). So machen wir es auch in meiner Familie und Verwandtschaft: Über gewisse Themen, wie auch dieses, rede ich (bzw. wir) mit einigen nicht mehr, weil es verschwendete Energie ist, die Ansichten sind zu weit auseinander.
 
Die Ergebnisse waren erstaunlich. Jede Gehirnhälfte antwortete anders. Immer 2 verschiedene Berufe. Bewusstsein eben doch fest verankert in/mit Materie?
Das ist der andere gemeinte Aspekt. Nach Erkenntnissen der modernen Neurobiologieforschung lässt sich kein konkreter, fester Ort für das „Ich“ oder „Ego“ im Gehirn finden. Das entspricht sehr gut der buddhistischen Vorstellung von anatta. Es gibt dazu ein Buch, ganz ohne Mystik oder Okkultismus.

Kein Ich, kein Problem


Unsere westliche Kultur ist bestimmt von der Maxime: Ich denke, also bin ich. Das Ego, das Bewusstsein, das Ich bilden das Zentrum unserer Selbstdefinition. Unser Denken ist wie ein Pilot, der uns durch unser Erleben der Welt navigiert: es ordnet das Unordentliche, kategorisiert und bewertet, teilt unser Leben in Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit ein, in gut und schlecht. Dieser Pilot, der unserer linken Gehirnhälfte entstammt, beherrscht unseren physischen Körper und lenkt unsere Gedanken und die Gefühle, die wir dem Leben gegenüber entwickeln. Doch was, wenn dieser „Pilot“ nichts wäre, als das: eine Erfindung unseres Gehirns?Der Neuropsychologe Dr. Chris Niebauer erforschte schon früh die Lehren der östlichen Philosophien und des Buddhismus und stellte fest, dass dort diesem „Denken“, von dem wir uns unser gesamtes Leben bestimmen lassen, zutiefst misstraut wird. Das buddhistische Dogma des Anatta – des „Nicht-Selbst“ – lehrt, dass unser Ego nur durch den Prozess des Denkens entsteht und in Wirklichkeit gar nicht existiert – wie eine Fata Morgana in der Wüste. Trotzdem ist es die Wurzel all unserer Probleme: Durch die ständige Bewertung und Deutung der Realität lässt es unsere Trauer, Probleme, das Gefühl, nicht zu genügen, unsere seelischen Verstimmungen oder Depressionen überhaupt erst entstehen. Im Zen-Buddhismus gilt daher der Lehrsatz: Kein Gedanke, kein Problem. Erst, wenn wir uns von unserem Ego lösen, können wir frei und glücklich leben.
Den Weg dorthin zeigt uns der Autor in diesem Buch: Als Neuropsychologe erklärt er die Hintergründe, wie die linke Gehirnhälfte unsere Wahrnehmung lenkt und verdeutlicht, dass die jahrhundertealten Lehren des Buddhismus heute von der Wissenschaft untermauert werden. Durch dieses tiefere Verständnis lernen wir, uns aus der Umklammerung unseres Denkens zu befreien. Praktische Übungen und Gedankenexperimente am Ende jedes Kapitels machen schließlich die zentralen Aussagen jeweils unmittelbar erfahrbar.
Ein interessanter Aspekt. Das Karma-Gesetz zu verinnerlichen kann aber wohl zu Verhalten führen, das vielen Ethik-Vorstellungen standhält - weil man z.B. versucht, kein Leid zu verursachen?
Nochmal was anderes: Wenn ein Mensch die drei Daseinsmerkmale wirklich verinnerlicht hat – nämlich dass alles im Leben vergänglich ist, mit Leiden verbunden( die Üble Übersetzung) und ohne einen festen inneren Kern – dann wird es unmöglich, anderen zu schaden oder etwas Böses zu tun. Nicht, weil irgendein Gott dafür bestrafen würde, sondern aufgrund der inneren Einsicht, der unmittelbaren lebendigen Erfahrung selbst.


Am Rande bemerkt: Das entspricht eins zu eins den Erkenntnissen der modernen Physik.
. Karma ist für ihn ein religiöses Konzept, und er lehnt Konzepte ab. Ähnlich sagte er auch mal in einem Vortrag, die Zuhörer sollen bitte Stift und Papier einstecken und seinen Worten lauschen, wie Blätter die vom Baum fallen.
Karma ist kein bloßes Konzept. Was K. gesagt hat, passt eher zur Advaita-Vedanta-Richtung, und das bedeutet im Klartext: nichts tun, weil alles angeblich schon vollkommen in Ordnung ist. Erleuchtet, wie es ist. Tja..


Nach dieser Logik müsste ich „Amen“ sagen, wenn jemand meine Frau vergewaltigen wollte, und einfach nicht eingreifen. Tolerieren.. Hm???


Und! Es gibt tausend verschiedene Definitionen von Karma, und trotzdem ist es kein abstrakter Begriff. Im Buddhismus geht es vielmehr um das Gesetz der bedingten Entstehung. Und das ist wie das Glied in der Kette.Eher Ver-Kett(e)-ung. Das bedeutet, dass bestimmte Ursachen und Bedingungen entsprechende Wirkungen hervorbringen – ganz praktisch und nachvollziehbar.

LG.
 
dass alles im Leben vergänglich ist, mit Leiden verbunden( die Üble Übersetzung)
Dazu eine interessierte Rückfrage: Was meinst Du mit "die üble Übersetzung"? Gäb's auch eine andere und wenn ja, welche?

Klartext: nichts tun, weil alles angeblich schon vollkommen in Ordnung ist. Erleuchtet, wie es ist.
Das ist allerdings auch ein Konzept. Und ich könnte damit nicht so gut leben. Ich möchte mich auch gestaltend erfahren, mag mich sogar auch konstruktiv auseinandersetzen (nicht: streiten - das ist für mich eher die unsachliche und oftmals unter der Gürtellinie stattfindende Variante) und finde das spannend.
 
Solange wir selbst Teil dieses Universums sind, haben wir vielleicht weniger die Chance zu verstehen, ob Bewusstsein ein fundamentales Element wie Gravitation etc. ist, das überall vorkommt, oder nur an bestimmte Anordnungen von Materie gebunden ist.

Wir können nicht von "außen" darauf schauen und unsere eigenen Sinneswahrnehmungen sind auch bereits innerhalb dieses Universums limitiert. Und wir wissen auch nicht, inwieweit unser Gehirn quasi eine Illusion erschafft, das uns solche Dinge annehmen und glauben lässt, vielleicht alles eine Frage der Interpretationsfähigkeiten unseres Gehirn und nichts, was der eigentlichen Realität letzten Endes entspricht?
 
Dazu eine interessierte Rückfrage: Was meinst Du mit "die üble Übersetzung"? Gäb's auch eine andere und wenn ja, welche?
Ich meine die Übersetzung von Pali in westliche Sprachen.


Zum Beispiel: Wir sagen: „Mich hat die giftige Schlange gebissen.“ Anderswo sagt man so: „.„Die giftige Schlange hat mir (dank mir!) den giftigen Biss durchgeführt.". Ha ha ha… Bestimmt gibt es da einen Unterschied, oder?


Leiden ist etwas sehr Schwer zu ertragen, denn absolut alles ist dukkha – das ist Pali. Alles ist absolut vergänglich, also sterblich, geht zugrunde; nichts Absolut ist sicher. Ich wollte hier keine Lektion über den Buddhismus halten.
Sorry..

Das ist allerdings auch ein Konzept. Und ich könnte damit nicht so gut leben. Ich möchte mich auch gestaltend erfahren, mag mich sogar auch konstruktiv auseinandersetzen (nicht: streiten - das ist für mich eher die unsachliche und oftmals unter der Gürtellinie stattfindende Variante) und finde das spannend.
Na ja, Prasangika sagt doch, alles existiert durch die Kraft der Benennung, also ist alles wie Konzepte oder Schemata.


L. Wittgenstein hat diesen Punkt erfasst mit seinem Satz: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber sollte man schweigen“ – oder etwa in der Art: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“


Na ja, jeder Akt der Erkenntnis ist schon ein schöpferischer Akt des Gestaltens, so ungefähr, frei nach F. Varela (Thompson).
@Kate , Also, wenn wir etwas erfahren, gestalten wir zugleich auch!. So kann ich deiner Position zustimmen, anstatt hier etwas wie V. Vogd zu zitieren.
LG.
 
Ich wollte hier keine Lektion über den Buddhismus halten.
Wegen mir musst Du das auch nicht ;) Ich hatte lediglich nach der von Dir angedeuteten besseren Übersetzung gefragt. Aber an sich machst Du es ja auch ohne mich ;) Du bist ohne Frage sehr belesen, ich kenne z.B.
gar nicht. Letztlich kommt es aus meiner Sicht wesentlich drauf an, was man draus macht (wie man lebt).
 
Du bist ohne Frage sehr belesen, ich kenne z.B.
Liebe Kate,
ich bin nicht belesen,aber! ich praktiziere jeden Tag seit vielen Jahren Yoga und Buddhismus.


Allein durch Lesen kann man nichts wirklich erreichen.


Das ist apropos des Unterschieds zwischen Weisen und Gelehrten.


Ich bin leider nicht weise, zu viel Müll ist im Kopf. Ha..
LG.
 
Karma bedeutet festen und bewussten entschlossenen Willen – das ist eindeutig. Meine Absicht. So steht es auch in den Sutren.
Mit der Absicht stimme ich dir zu: Wenn wir aus der Vergangenheit Vorprogrammiertes wiederholen bzw. abrufen mit einer vorprogrammierten Wahrnehmung, wird unser Erleben von dieser eingeschränkten Perspektive bestimmmt sein. Wenn wir aber die Absicht verfolgen und praktizieren, dieses Robotterhafte mit unserem höheren Selbst zu betrachten, statt uns darin zu verlieren, und uns somit neuen Räumen (Quantenfeld) und Möglichkeiten öffnen, wird sich unser Leben und Erleben fundamental ändern.
Zwei gute Videos (das erste für englischsprachige) dazu, die ich mir gestern angeschaut habe (es ist eigentlich immer die gleiche Lehre, aber es kommt auch auf die Darstellung drauf an):
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Wenn wir unserem Gehirn ausgeliefert wären, könnten wir nichts machen, deswegen beschäftige ich mich mit dieser Option nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn wir aber die Absicht verfolgen und praktizieren, dieses Robotterhafte mit unserem höheren Selbst zu betrachten, statt uns darin zu verlieren, und uns somit neuen Räumen (Quantenfeld) und Möglichkeiten öffnen, wird sich unser Leben und Erleben fundamental ändern.
Das ist für mich reiner Mystizismus, entschuldige.


Es gibt kein „höheres Selbst“; in den Sutren, die ich früher erwähnt hatte, habe ich davon nichts gefunden.


Es geht darum, in der innigsten-- oder inneren Harmonie mit den Gesetzen der Natur zu leben.


Wenn ich Ursachen und Bedingungen richtig erkenne, kann ich etwas ändern, aber nicht alles.


Das ist reine materialistische und rein praktische Philosophie.


Ein sehr einfaches Beispiel:


Wenn ich mich richtig ernähre, Yoga praktiziere, Stress reduziere und Mitgefühl aus dem Inneren wie von selbst entsteht, gibt es bessere Chancen für Heilung.


Aber ich werde trotzdem älter, gebrechlicher und sterbe schließlich – da hilft kein „höheres Selbst“.


Bitte nicht persönlich nehmen, es sind nur meine Gedanken. Mehr nicht.

LG.
 
inneren Harmonie mit den Gesetzen der Natur zu leben
wie können wir das erreichen?
ich bin mal wieder dabei, einfach mich selber zu beobachten, aus neutraler Perspektive. Das ist nicht einfach, weil es oft schwer fällt für mich, mich zu sehen, wie ich bin, aber ich habe es den ganzen Tag durchgehalten. Ist es nicht so, dass die meisten (und ich kenne das auch), ziemlich schnell aufgeben, und versuchen, wieder auf intellektueller Ebene nach Lösungen zu suchen, also nach materiellen Lösungen für einzelne Probleme? Fehlt nicht einfach die Geduld? Ich will mal versuchen, diesmal länger durchzuhalten! Oder was für einen Weg gehst du?
 
Was würdest du denn für eine Bezeichnung oder Beschreibung wählen, statt "höheres Selbst"? Einfach Bewusstsein mit erhöhter Achtsamkeit?

Es gibt doch keinen Gott, oder einen Schöpfer, usw.

Alles ist wie im Indra-Netz miteinander verbunden, also abhängig entstanden.

Aha, oder man spricht über das Modell des holografischen Meta-Universums.

Es heißt rein praktisch: Wenn ich etwas Gutes tue, dann nicht deswegen, um etwas zu beherrschen, denn es ist überhaupt nicht möglich, also im Sinne von A. Schopenhauer, sondern weil es den Gesetzen der Natur entspricht.

Ja, Achtsamkeit, also auf Pali sati, um etwas besser zu verstehen und entsprechend auch dann zu handeln.

Dao oder Tao-Tradition – du kannst bestimmt erahnen, was ich meine. Ich habe leider keine Kraft, die buddhistischen Begriffe im Moment ausführlich zu erklären.
wie können wir das erreichen?
ich bin mal wieder dabei, einfach mich selber zu beobachten, aus neutraler Perspektive. Das ist nicht einfach, weil es oft schwer fällt für mich, mich zu sehen, wie ich bin, aber ich habe es den ganzen Tag durchgehalten. Ist es nicht so, dass die meisten (und ich kenne das auch), ziemlich schnell aufgeben, und versuchen, wieder auf intellektueller Ebene nach Lösungen zu suchen, also nach materiellen Lösungen für einzelne Probleme? Fehlt nicht einfach die Geduld? Ich will mal versuchen, diesmal länger durchzuhalten! Oder was für einen Weg gehst du?
Das ist nicht neutral.


Ein rein praktisches Beispiel:


Ich wollte etwas Süßes, wie Schokolade, oder ich will Sex usw., oder ich will schöne Musik hören usw.


Das bedeutet, dass ich etwas begehre, also wäre ich früher oder später frustriert und enttäuscht. Deswegen entstehen die Kriege oder soziale Ungerechtigkeit, Streit und Zwist usw.


Oder ich wünsche die Vollkommenheit. Wenn ich lese, dann nicht, weil ich das Wissen im Kopf vergrößern wollte, sondern weil ich nach der Wahrheit trachte, nach der Weisheit. Das kann man als etwas Edles betrachten. Ich verstricke oder verheddere mich nicht, ich handle, weil es der inneren Harmonie oder Vervollkommnung der Dinge entspricht.


Wenn ich Yoga mache, dann nicht deswegen, um jung zu bleiben und weiter schöne Frauen zu erobern, sondern weil ich meinen Körper einfach gesund halten möchte. Das ist einfach eine andere Motivation und andere Ziele.


Doch! Ich mache jeden Tag sehr viele Übungen, ich kann nicht anders, obwohl ich sehr starke Schmerzen habe oder sehr schwer depressiv bin. Mit meiner Geduld ist alles noch in Ordnung.


Mein Zugang ist rein praktisch, ich vermeide alles, was mit Mystik oder Okkultismus zu tun hat.


Technisch gesprochen heißt es Theravada-Buddhismus.


Aber es ist egal, wie es heißt, ich kann nicht anders.


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