Möglichkeiten, dem Trauma zu begegnen

Verena König und Dami Charf sprechen über „Perfektionismus als Traumafolge“:

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und
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Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
Hier werden verschiedene Methoden genannt und beschrieben, mit denen bei PTBS behandelt werden kann:


Eine große Rolle bei der Behandlung von PTBS spielen soziale Kontakte und das Eingebundensein in ein soziales Netz.
... Warum soziale Unterstützung bei der Behandlung von PTBS so wichtig ist

08.11.2014 Wenn man Bilder von Menschen anschaut, die geliebt werden und um die sich gekümmert wird, reduziert dies die Reaktion des Gehirns auf Bedrohungen, hat eine neue Forschungsarbeit der Universität Exeter herausgefunden.

An der Studie nahmen 42 gesunde Personen teil, denen kurz Bilder von anderen Menschen vorgelegt wurden, die emotionale Unterstützung und Zuneigung erhielten. Durch Magnetresonanztomographie (MRT) konnte gezeigt werden, dass die Amygdala – die Region des Gehirns, die Bedrohungen als erstes wahrnimmt – nicht mehr auf Bilder reagiert, die bedrohliche Gesichtsausdrücke oder Wörter zeigten. Dies stellte sich selbst dann ein, als die Teilnehmer ihre Aufmerksamkeit nicht auf den Inhalt der ersten Bilder richteten.

Die Autoren legen in der Zeitschrift Social, Cognitive and Affective Neuroscience dar: Wenn man geliebt und unterstützt wird, dämpft dies die Reaktion auf eine Bedrohung und könnte die Leistungsfähigkeit und Aktivierung beruhigender Ressourcen nach belastenden Situationen verstärken. Dies konnte insbesondere bei ängstlicheren Personen festgestellt werden.

Zuvor hat eine andere Forschungsstudie zeigen können, dass die Reaktionen des Gehirns auf Schmerzenbei ähnlichen Erinnerungen (also geliebt und unterstützt zu werden) reduziert sind. Doch in dieser Untersuchung konnte zum ersten Mal ähnliches für Reaktionen des Gehirns auf Bedrohungen gezeigt werden. ...

Grüsse,
Oregano

 
Ich habe über die Feiertage das neue Buch von Satya Marchand "Wege in die Freiheit...." gelesen und kann dies sehr empfehlen. Es gründet zwar letztendlich auch auf der Polyvagaltheorie, jedoch schreibt sie in einer sehr klaren und verständlichen Sprache und sie zeigt u.a. mit der Möglichkeit des neurogenen Zitterns auch Wege auf, wie man selbst unterstützend etwas für sich tun kann. Ihre Videos auf youtube sind ebenfalls sehenswert.

Viele liebe Grüße,

Jana
 
Guten Morgen, liebe Jana :coffee::coffee:,
ich kannte Satya Marchand noch gar nicht und war nach deinen Zeilen sofort auf YouTube. Ich danke dir 🌻 , denn diese sympathische Frau erreichte mich sofort und ich werde mir in Ruhe ihre Videos anschauen.
Und wenn du noch mehr über sie, über ihr Buch und über ihre Videos berichtest? Sie passt auch richtig gut in unser Forum. Also ich würde mich darüber sehr freuen.:)

Liebe Morgengrüße von Wildaster💞
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Wildstar,

ich bin beim Stöbern auf Amazon auf das Buch von Satya Marchand gestoßen und bestellte es mir - aufgrund der tollen Bewertungen - und bin sehr begeistert davon. So dass ich es jedem, der/ die sich für das Thema Trauma interessiert bzw., den/ die es betrifft, nur empfehlen kann. Die Videos runden den Inhalt des Buches noch ab. Zum Thema Neurogenes Zittern gibt es auf Youtube ebenfalls viele Videos sowie ein Buch von TRIAS.

Viele liebe Grüße,

Jana
 
Das neue Buch von Verena König ist heraus gekommen:

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„Trauma erkennen wir daran, wie wir unsere Beziehungen führen und erleben. Das Maß an Heilung von Traumafolgen erkennen wir daran, wie sicher, wohl und lebendig wir uns in unseren Beziehungen fühlen.“

Verena König

Wie kann es gelingen, ein Leben frei von den Schatten der Vergangenheit zu führen und gesunde, heilsame Beziehungen einzugehen? Behutsam, kompetent und gut verständlich erläutert Verena König, eine der bekanntesten Traumatherapeutinnen Deutschlands, die komplexen und weitreichenden Auswirkungen früher Traumata auf unsere Beziehungen. Durch zahlreiche Fallbeispiele aus ihrer Praxis und klare Anleitungen zeigt die Autorin, wie wir die Spuren früher Verletzungen in unserem Nervensystem und unseren Beziehungen erkennen und bearbeiten können.

Dieses Buch ist nicht nur ein klarer, wissenschaftlich fundierter Leitfaden sondern auch ein inspirierender Kompass, der uns auf dem Weg zu unserer unversehrten Natur und gelingenden Beziehungen die Richtung weist. ...

Grüsse,
Oregano
 

... Transgenerationale Traumatisierungen

Vorfahren, wie Großeltern, geben Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle von Krieg, Verbrechen, Genozid, häuslicher Gewalt, Kriegsvergewaltigung, Missbrauch, unbehandelte PTSD, extreme Armut, Diskriminierung, Zweckehe, Abhängigkeiten, Schweigen über kollektive und individuelle Traumata an ihre Erben, die nächste Generationen, die Eltern weiter.
Die Eltern erben das Unverarbeitete aus Genen und übermitteln Ängsten und betäuben sich meist mittels Alkohol, erleben physischen und/oder psychischen Missbrauch, sogenannte Kinderlandverschickung, unterdrückte und verdrängte Wut und anderen Gefühlen, unbehandelte psychische Erkrankungen, Co-Abhängigkeit, unbehandelte Depressionen, die bei nicht Behandlung zulasten ihrer Gesundheit im Bereich der Familie und Partner Reaktion und Leiden provozieren.

Emotionale Intelligenz und Heilung für das Körper- und Nervensystem sollten im Blick für eine erfolgreiche Bewältigung der Erlebnisse der Kriegskinder, der Kriegsenkel, der Eltern und der Kinder sein. Krieg und Traumas hinterlassen auch für alle Erben belastende Spuren. Kriegskinder und Kriegsenkel sollten sich dem Thema der transgenerationalen Traumatisierung annehmen, um Spuren in der Geschichte zu finden und zu erfahren, woher ihr persönliches Leben und das Erbe der Familien erhalten haben. ...

Das ist ja nicht wirklich neu. Allerdings meine ich, daß es wichtig ist zu wissen, daß es solche „transgenerationale Traumatisierungen“ gibt und man sich mit Themen, die darunter fallen könnten, auseinander setzen sollte, um die Reihe der übergebenen Traumatisierungen zu beenden.


Grüsse,
Oregano
 
Siehe auch:

 
Weihnachten ist eine besondere Zeit. Je nachdem, welche Erinnerungen daran geknüpft sind, erlebt sie jeder anders.

Hier spricht Verena König über diese Zeit, wie sie von Traumatisierten erlebt werden kann:

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Grüsse,
Oregano
 
Hier finden sich viele Gedankenansätze, die zum Erkennen und Angehen von Traumata führen können:


Grüsse,
Oregano
 
Wuhu,
das Meta-Profil
... instagram.com/lauraliebenmittrauma/ ...

kann man Anscheins unregistriert / uneingeloggt leider nicht öffnen; Sie hat aber ihre (Podcast-) Inhalte auch auf anderen Plattformen, zB Apple, Youtube, Spotify:

podcasts.apple.com/de/podcast/l-i-eben-mit-trauma/id1447751252
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youtube.com/@laurawegmanncom


open.spotify.com/show/22PMcMIsVriB7qUlYnETdp
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Hier spricht Verena König über die Traumatisierung durch Vernachlässigung:

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Grüsse,
Oregano
 
Jeder Mensch hat im Schnitt 13 Geheimnisse. Manche hüten ihre Geheimnisse so gut dass sie sie sprichwörtlich mit ins Grab nehmen. „Vielleicht war es zu schwer, darüber zu reden oder man waar der Meinung, es ist für den anderen eine zu große Belastung. Das muss es aber nicht sein, sagt Benno Bolze. Der Sterbebegleiter rät, nicht bis zum letzten Moment zu waren, sondern frühzeitig die Geheimnisse zu lüften.

Gerade toxische Geheimisse wie sexualle Gewalt in der Kindheit sollten nicht totgeschwiegen werden. „Denn tramatisiere Menschen können ihre Probleme an ihre Nachkommen weitergeben - obwohl oder gerade weil sieüer Erlebtes schweigen“, weiß Trauma-Experte Harald Schickedanz. Wer nicht weiß, wem er sich anvertrauen soll, findet beim Silbertelefon ein offenes Oh. Täglich von 8 bis 22 Uhr können dort Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren kostenfrei, vertraulich und anonym über ihre Probleme sprechen. Die Telefonnummer lautet:
0800 4 70 80 90.


Grüsse,
Oregano
 
Es gibt Geschwister-Beziehungen, die einfach gut sind und wo sich die Geschwister gegeneitig stützen können.
Und es gibt Geschwister-Beziehungen, voller Neid, Eifersucht und selbst Haß geprägt sind. Warum das so sein kann und wie damit umgegangen werden kann, sagt Verena König in ihrem Podcast:

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Grüsse,
Oregano
 
Hier ein Film zum Thema „Trauma“, in dem verschiedene Therapeuten zum Trauma und dessen Bewältigung sprechen.
Aus den Kommentaren: "Eine der besten wenn nicht sogar die beste Doku und Zusammenfassung bezüglich Trauma, generationales Trauma und strukturelles Trauma. Diese Doku sollten so viele Menschen wie möglich sehen, vielleicht sogar in Schulen. Danke dafür, ich denke seit den Millennials fängt es an das wir den Trauma Circle ..."durchbrechen werden und eine bessere Gesellschaft entstehen kann. Danke"
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die den Film anders beurteilen ...

Hier die Liste der Therapeuten im Film: https://freelosophy.life/dokufilm-trauma-premiumbox/

youtube sxWgCmrQfDw:39

Du willst alle Experten-Interviews in voller Länge sehen? Dann kannst du die digitale Premium-Box erwerben: Zur Premium-Box gelangen (klicken)

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wer auch in Bezug auf Trauma sehr gut ist, ist Maria Sanchez. Neben Oliver Ruppel finde ich sie da sehr kompetent. Ihre Herangehensweise entspricht auch dem, was ich an Erfahrungen gesammelt habe und nachvollziehen kann. Sie verbindet Spiritualität und Psychologie. Das geht dann sehr in die Tiefe und ist meiner Meinung nach unbedingt nötig, um erfolgreich mit dem eigenen Trauma umzugehen.

Von ihr gibt es viele Videos (einfach mal stöbern), siehe z.B. hier:

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Was ist, wenn das, was du jahrelang als „nicht so schlimm“ abgetan hast, in Wahrheit deine größten Wunden hinterlassen hat? In diesem Video erklärt Prof. Ashok Riehm die unterschätzte psychologische Dynamik von emotionalen Mikroverletzungen, die in der Fachwelt oft als Mikrotraumata, kumulative Traumatisierung, emotionaler Missbrauch im Alltag oder komplexe Traumafolgen bezeichnet werden.


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Trauma ist kein Ereignis – es ist das, was innen passiert | Prof. Ashok Riehm (Tiefenpsychologie & Trauma verstehen) Trauma wird oft missverstanden. Viele glauben, es sei einfach das schreckliche Ereignis selbst — Krieg, Missbrauch, ein Unfall. Doch die Wahrheit ist komplexer und gleichzeitig befreiend: Trauma ist nicht das, was passiert. Trauma ist das, was in uns geschieht, wenn wir überfordert, allein und innerlich zerrissen zurückbleiben.
 
Danke für das Video, Kerstin. Je mehr ich mich mit dem Thema „Traumata“ beschäftige, desto wichtiger finde ich es. Prof.Riehm nennt den Prof. Aaron Antonovsky, den Begründer der Salutogenese. Hier mehr darüber:

Das Salutogenese Modell wurde von Aaron Antonovsky entwickelt. Das Salutogenese Modell (auch Salutogenese Konzept) beschäftigt sich mit der Gesundheit beim Menschen, was Gesundheit ist, wie sie gesehen wird und wie Gesundheit erhalten werden kann. Das Salutogenese Modell grenzt sich klar von pathogenetischen Modellen ab. Nach diesem Video wirst du also das Salutogenese Modell nach Aaron Antonovsky verstehen.
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Grüsse,
Oregano
 
Danke für das Video, Kerstin. Je mehr ich mich mit dem Thema „Traumata“ beschäftige, desto wichtiger finde ich es.
Bitte, gerne. Das geht mir genauso. Ich erkenne erst jetzt immer mehr, wie tiefgreifend die traumatischen Muster in meinem Leben und Verhalten wirken und wie Trauma, Stress und narzisstischer Missbrauch zusammenhängen. Ich hatte das so umfassend und tief noch nicht auf dem Schirm. Gestern habe ich z.B. erkannt, dass Stressreaktionen (Fight, Flight, Freeze und Fawn) von Traumata (Mikrotraumata) kommen und dass ich verstärkt im Fawn-Modus bin und mit Fawn reagiere. Diese Verbindung hatte ich zuvor nicht. Da waren Stress und Traumata für mich getrennt und Trauma war eher etwas Schockartiges, das dann Folgen hat.
 
Man lernt doch immer dazu. Den Begriff „Fawn“ kannte ich noch nicht:

... Fawn-Response – Chronische Unterwerfung als Trauma-Reaktion
In der Fachwelt gilt die Fawn-Response als einer der vier menschlichen Überlebensmechanismen. Sie beschreibt ein instinktives Verhalten, einen Reflex auf eintraumatisches Ereignis. «Fawn» ist Englisch für Rehkitz, «to fawn» bedeutet umschwänzeln, hofieren, kriechen oder schmeicheln. Deshalb spricht man im Deutschen bei chronifizierter Unterwerfung vom Bambi-Reflex.
Fawning ist eine zwanghafte Reaktion auf erlittenes Trauma. Betroffene verhalten sich stets überfreundlich und überangepasst, um jeglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen und ein Gefühl von Sicherheit und Harmonie zu erhalten. Dieser Reflex wird über das Bedürfnis nach Beruhigung gelenkt.
Vernachlässigung, Missbrauch und anhaltender Stress in der Kindheit können zu chronischer Unterwerfung oder Überanpassung führen. Die Trauma-Reaktion kann sich jedoch auch im Erwachsenenleben ausbilden: Wenn ein Mensch körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt in der familiären oder partnerschaftlichen Beziehung erlebt, in einem toxischen oder narzisstischen Umfeld gefangen ist.
Vom Bambi-Reflex betroffene Menschen ignorieren oder verleugnen ihre eigenen Bedürfnisse. Sie haben Angst, ihre wahren Gefühle zu äussern. Sie reagieren zwanghaft freundlich und sind stets um Harmonie bemüht. Statt ihre eigenen Wünsche zu äusseren und zu erfüllen, versuchen sie forciert, es allen anderen recht zu machen und ihnen zu gefallen.
«Ich bin nicht wichtig» in der Beziehung ...

Manchmal leuchten bei mir ganze Lichterbäume auf, wenn ich so etwas lese und dadurch manche Situationen ganz anders sehen kann.

Grüsse,
Oregano
 

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