Mixen oder Entsaften?

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Wann mixt man und wann entsaftet man?
Was sind genau die verschiedenen Einsatzzwecke und auf was muss man speziell achten?

Gruss, Marcel
 
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Hallo,

Meines Wissens:

Für Heilanwendungen und zur Leberentlastung oder Leberreinigung ist Saften angesagt. Grund dafür ist, dass so eine viel größere Menge an Biostoffen zugeführt werden kann. Gemixte Smoothies sättigen zu stark, man kann davon bedeutend weniger verzehren und sie sind weniger leicht verdaulich. Säfte werden oft auch besser vertragen und schonen das Verdauungssystem.

Zu beachten ist, dass die Saftmaschine nicht zu viele Umdrehungen macht (bei Zentrifugalpressen), damit der Saft nicht schon oxidiert unten heraus kommt. Billigere und besonders schnell rotierende Maschinen verderben den Saft, er schäumt stark und wird braun von der Oxidation. Automatischer Auswurf bei Zentrifugen führt oft zu unzureichendem auspressen, man schmeißt dann zu viel weg vom Saft. Noch besser sind spezielle (leider teure) Safter mit Schneckenpressverfahren, die sehr langsam arbeiten und das Saftgut nicht erwärmen, zudem können sie Gerstengras und Kräuter saften. Bei meiner Zentrifuge (uralt von Vorwerk) kann man aber Kräuter zwischen zwei Lagen Möhren oder Sellerie gepresst gut mitsaften. Nicht alle Safter können Weichobst wie Papaya saften, darauf achten, da Papaya wegen der Enzyme ein wertvoller Saftbestandteil ist (meine Magimix, eine langsamer arbeitende Zentrifuge kann das). Biosaftgut gut waschen, herkömmliches lieber schälen oder noch gründlicher waschen. Allgemein ist das mitsaften der Schale wegen der Biostoffe besser (außer Ananas).

Saft frisch sofort verzehren und vor Licht u. Sauerstoff schützen, also nicht offen zu lange herum stehen lassen. Etwas hochwertiges Öl einrühren oder Fett dazu essen wg. fettlöslichen Vitaminen. Falls im Voraus gesaftet wird (fürs Büro etwa), dann portionsweise in kleine Glasflaschen randvoll füllen (ohne Lufteinschluss) und kühl und unbedingt dunkel aufbewahren. ZB. einwickeln in Alufolie, Stoff o.ä. Ich habe für unterwegs Dosenkühler aus Styropor wo ich die 250 ml Fläschchen kühl und dunkel halte.

Für Granatäpfel gibt es eine Hebelsaftpresse von Cilio, die unkompliziert und effektiv den Saft heraus presst ohne zu reiben, dadurch wird er nicht so herb und man kann die ausgepressten Kerne trocknen und als gesunden Snack verzehren oder in der geeigneten Getreidemühle flockig quetschen fürs Müsli.

Viel Spaß beim Saften!
Viele Grüße
Lealee
 
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admin

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Hallo Lealee

Vielen Dank für diesen umfangreichen ersten Einstieg ins Thema. :)
Inwiefern ist es wie auch Schatalowa beschreibt, wichtig das ganze Produkt im "Ergebnis" zu haben und somit auch z.B. eine Schale, welche Stoffe enthält, um die Verdauung zu unterstützen/erleichtern? (somit eher in Richtung Mixer)

Gruss, Marcel
 
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05.02.10
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Hallo Marcel,

soweit meine wenigen Infos reichen sitzen direkt unter der Schale oft viele Vitamine, die man beim schälen entfernen würde, und auch die Schale selbst enthält die wertvollen Biostoffe der Frucht, manchmal zusätzlich noch andere wie Chlorophyll oder Bitterstoffe. Es wäre schade, sie wegzuwerfen und man kann sie einfach mitsaften.

Smoothies sind sehr gesund, eignen sich jedoch nur bedingt zur therapeutischen Anwendung wegen ihrer quantitativ geringeren Bereitstellung von Mikronährstoffen und Biostoffen, einfach aus dem Grund weil sie noch mehr sättigen als würde man das Gemüse und Obst essen, da sie ja zusätzlich Wasser enthalten. Man kann also die schiere Menge einfach nicht aufnehmen, die benötigt wird. Als Smoothie hätte ich nur einen Bruchteil von dem Gemüse und den Früchten und Kräutern trinken können wie ich es tat. Stattdessen esse ich lieber die Rohkost, da auch das Kauen und einspeicheln Teil der Verdauung sind.

Auch Gerson weist ausdrücklich auf die Verwendung von nur Säften bei seiner Krebstherapie hin und argumentiert dto. Und mit besserer Aufnahmefähigkeit und Verwertbarkeit der Säfte, die zudem das Verdauungssystem und die Leber nicht belasten.

Ich denke, da kommt es auf den Zweck an und auf persönliche Vorlieben.

LG Lealee
 
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05.02.10
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Hallo Marcel,

hier habe ich noch einen interessanten Artikel zum Thema Saft oder Smoothie gefunden, der sich zudem mit der Oxidation beim Mixen im Vergleich zum Saften beschäftigt. Man muss natürlich berücksichtigen, dass man nicht weiß, welchen Entsafter der Autor verwendet hat. Er hat (wegen der gut sichtbaren Oxidation) Kartoffeln verwendet und ein Glas gemixt und ein anderes gesaftet und die Oxidation beobachtet. Überraschenderweise oxidiert das Gemixte nicht schneller sondern bedeutend langsamer als der Saft, obwohl wegen des eingewirbelten Sauerstoffs eine schnelle Oxidation beim Smoothie erwartet werden könnte.

Ein Experte, der dazu befragt wurde führt dies auf die in den entsprechenden Früchten/Gemüse enthaltenen Antioxidantien zurück, die durch das Mixen in höherer Konzentration freigesetzt werden als beim Saften und den Smoothie vor Oxidation schützen. Solche Smoothies können deswegen auch für ein, zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, während Säfte möglichst sofort verzehrt werden sollten.

Hier der Artikel, der auch Stellung zur Verwendung von Säften und grünen Smoothies nimmt:

http://gruenesmoothies.de/images/3363.pdf

Ich persönlich nutze außerdem gemixte Shakes gerne zu meiner täglichen Versorgung mit so gesunden wie wenig wohlschmeckenden Zutaten wie Leinsamen, Braunhirse, Hanfsamen, Kokosöl, Öle und Hagebuttenpulver, etc. Zusammen mit Früchten, veganer Milch oder einem veganen, selbstgemachten Joghurtdrink gebe ich alles in einen kleinen Mixer und habe meinen wohlschmeckenden und gehaltvollen Powershake.

Viele Grüße
Lealee
 

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Danke Dir Lealee!

Das sind auch sonst interessante Informationen zu gängigen Fragen in Deinem Link.
Ich bleib dabei, Saft wie Smoothie direkt zu trinken ...
Und falls ich das ausdehne und mir was ins Geschäft mitnehme, wird es Gemixtes sein. ;)

Gruss, Marcel
 
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05.02.10
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Und falls ich das ausdehne und mir was ins Geschäft mitnehme, wird es Gemixtes sein. ;)

Gruss, Marcel
Hallo Marcel,

meiner Erfahrung nach lassen sich auch Säfte sehr gut über den Tag bringen, wenn man sie gleich nach dem Pressen randvoll in kleine Flaschen füllt (z.B. 250 ml Sahnefläschchen) und sie kühl und dunkel lagert. Ich habe das lange so gemacht und es gab nie sicht-oder spürbare Qualitätseinbußen. Sogar an heißen Tagen im Auto blieb der Saft kühl und frisch und behielt seine schöne Farbe, obwohl ich die Fläschchen "nur" mit einem Geschirrtuch umwickelt und eine zusammengefaltete Wolldecke und meine Klamotten darüber gelegt hatte. Wichtig ist, dass man die Flaschengröße so wählt, dass sie mit einer Trinkportion randvoll ist, so dass kein Sauerstoff drin ist und keine Restportionen drin bleiben.

Mit einem Schuss Leinöl oder Kokosöl im Saft bildet sich außerdem oben ein Luftabschluss. Vor dem Trinken schütteln und fertig - Leinöl verstärkt die antientzündliche Wirkung, Kokosöl bringt Energie.

Viele Grüße
Lealee
 
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Mit einem Schuss Leinöl oder Kokosöl im Saft bildet sich außerdem oben ein Luftabschluss. Vor dem Trinken schütteln und fertig - Leinöl verstärkt die antientzündliche Wirkung, Kokosöl bringt Energie.
Hallo Lealee,

das ist ein guter Tipp! :)

Ich würde das mit dem Kokosöl gerne mal
bei meinen Smoothies anwenden,
um sie dann im Kühlschrank aufzubewahren.
Wäre das auch empfehlenswert?

Wie genau mischst Du denn das Kokosöl drunter?
Das ist ja bei Zimmertemperatur unter 25 Grad fest.
Wärmst Du es vorher an?
Jetzt bei den wärmeren Tagen war es schon flüssig bei mir,
da könnte ich einfach einen Löffel abschöpfen.

Bewahrst Du das Kokosöl eigentlich angebrochen
auch außerhalb des Kühlschranks auf?

Liebe Grüße
Rauke
 
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05.02.10
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Hallo Rauke,

mit dem Kokosöl bei Smoothies bildet sich beim Kühlen, wenn es fest wird oft nur ein Rand aus dem gehärteten Kokosöl und es verteilt sich flockig im Smoothie, wenn es hineingemixt wurde. Vielleicht könnte man warten bis sich das flüssige Öl oben absetzt und dann erst kühlen. Dann müsste aber das Mixgut relativ warm sein. Besser ist wahrscheinlich, das Kokosöl leicht zu erwärmen und oben drauf gießen anstatt es hinein zu mixen.

Ich mache es mit dem Kokosöl mal so, mal so. Da ich es immer außerhalb des Kühlschranks aufbewahre, ist es an warmen Tagen flüssig - dann rühre ich es anschließend mit dem Löffel ein oder gieße es oben drauf, wenn ich den Saft in die Fläschchen fülle. Wenn es cremig ist, mixe ich es aus Bequemlichkeit meist einfach kurz mit bei Shakes oder Smoothies. Für Saft mache ich es flüssig. Zum Verflüssigen habe ich ein kleines Töpfchen, das stelle ich auf die Heizung, auf ein Stövchen, in den Dörrautomaten oder auf den Deckel von einem heißen Kochtopf, je nachdem was gerade schon warm ist. Niemals in der Mikrowelle...

Das Kokosöl lasse ich auch angebrochen draußen stehen, denn ich verwende es oft für Zwecke wo es nicht so hart sein soll, etwa aufs Knäckebrot. Auch zum "naschen" davon ist mir die weiche Konsistenz lieber. Mit den Shakes und Säften fällt es mir allerdings erheblich leichter, meine tägliche (größere) Menge an Ölen und Fettsäuren zu mir zu nehmen, und den Effekt spüre ich in Form von schwindenden Fettpölsterchen und Rückgang von Symptomen.

Darf ich fragen, welchen Mixer du verwendest, Karde?

:bier: Prost und viele Grüße
Lealee
 
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Hallo lealee,
Besser ist wahrscheinlich, das Kokosöl leicht zu erwärmen und oben drauf gießen anstatt es hinein zu mixen.
Ja, ich denke, dass wäre die beste Lösung, um den Smoothie im Kühlschrank mit Kokosöl luftdicht zu verschließen.

Zum Verflüssigen habe ich ein kleines Töpfchen, das stelle ich auf die Heizung, auf ein Stövchen, in den Dörrautomaten oder auf den Deckel von einem heißen Kochtopf, je nachdem was gerade schon warm ist. Niemals in der Mikrowelle...
Das machst Du sehr praktisch, da kann ich mir was abkucken;)
Darf ich fragen, welchen Mixer du verwendest, Karde?
Ich bin Rauke:) …na ja klingt ja so ähnlich;)
Klar darfst Du fragen ... ich habe einen Standmixer von Phillips HR2084.
Ich habe keine 100 Euro bezahlt, damals im Elektrofachgeschäft.

Philips HR2084/90 Standmixer Essential 650 Watt im Test

Ich proste zurück:bier:

Liebe Grüße
Rauke
 
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Hallo Rauke,

entschuldige bitte vielmals die Verwechslung :schock:. Da habe ich doch glatt zwei Pflänzchen durcheinander gebracht, aber natürlich habe ich Rauke gemeint :rolleyes:

Mein Lieblingsmixer für Shakes und Smoothies ist ein ganz günstiger, der klein und handlich ist und ganz hervorragend arbeitet. Natürlich nicht zu vergleichen mit einem teuren Spezialmixer für optimalen Aufschluss der Zellen und perfekte Sämigkeit bei sämtlichen Zutaten. Aber völlig ausreichend und schnell und einfach zu bedienen und zu reinigen, und ideal für ein bis zwei Portionen.
Es ist der Moulinex Minimuli DeLuxe
Standmixer - Moulinex

Viele Grüße
Lealee
 
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Hallo lealee,
... Aber völlig ausreichend und schnell und einfach zu bedienen und zu reinigen, und ideal für ein bis zwei Portionen.
Ich bin auch der Meinung, dass es ein preisgünstiger Smoothie-Mixer auch tut.
Ein hoher Preis stellt für Viele eine Hürde dar und mein Mixer war auch nicht teuer und hat mir bislang gute Dienste geleistet.

Liebe Grüße
Rauke
 
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07.08.10
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klar geht ein günstiger Mixer auch sehr gut für Smoothies. Gerade zum ausprobieren, kennenlernen. Aber: es sind Welten wenn nicht ganze Universen zwischen Mixen und Mixen. Nicht blos die Konsistenz ist völlig anders auch die Verdauung macht viel besser mit. Ich hatte ziemlich Blähungen von so einem Braun Mixer, mit dem Vitamix wars viel besser (ich habe aber auch übertrieben - wie immer)

Ich hab meine Smoothies bis zu einer Woche im Kühlschrank und immer noch gut. (ich mach halt gleich den ganzen Mixer voll und alle auf einmal trinken geht nicht)

Entsaften kenn ich nicht, aber: Mixen macht für mich mehr Sinn weil: ich ja die Pflanze als Ganzes verwerten will. Als das Kraut und die Kräuter mit all seinen Fasern, Enzymen, Vitaminen und Mineralien........alles. Das hab ich beim Mixen - beim Entsaften nicht.

LG Therakk
 

kari

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. Aber völlig ausreichend und schnell und einfach zu bedienen und zu reinigen, und ideal für ein bis zwei Portionen.
Es ist der Moulinex Minimuli DeLuxe
Ich bin mit meinem 'Magic Maxx' auch seit Jahren mehr als zufrieden.:)
Leider wird er nicht mehr hergestellt, nur noch die schlechtere Version 'Mr. Magic'.
 
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05.02.10
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Hallo Rauke, Therakk und Kari,

was haltet ihr davon, wenn wir unsere Mixer und Safter in der Rubrik

http://www.symptome.ch/vbboard/ents...esten-geeignet.html?trackclicks=118760-118749
vorstellen und unsere Meinung und Erfahrungen mit ihren Vor- und Nachteilen dazu schildern, und wofür sie, außer für Smoothies und Saft noch verwendet werden?

Ihre Daseinsberechtigung haben ja alle Geräte, es kommt halt darauf an was man damit machen und erreichen möchte, und was man sich leisten kann. Dass ein gscheiter Profi-Mixer wie der Vitamix ganz andere Ergebnisse erzielt als günstige Haushaltsmixer ist natürlich unumstritten. Und für den Einsatz unter gesundheitsfördernden Aspekten für grüne Smoothies mit Sicherheit die erste Wahl.

Oft ist ja aber gerade die Überlegung (besonders wenn man finanziell eingeschränkt ist), ob es nicht ein einfacherer Mixer auch tut, zumindest fürs Erste. Oft hat man ja bereits einen Haushaltsmixer daheim stehen und es stellt sich die Frage, ob es sich denn wirklich lohnt, zusätzlich in einen teuren Profi-Mixer zu investieren. Oder umgekehrt: ob man vielleicht nicht doch besser fährt mit einem wirklich guten Profi-Gerät. In den Werbe- und Vorführungsvideos wird ja überall das jeweils beworbene Gerät als das Beste gelobt, da fragt man sich, ob das dann auch alles so ist wie es dargestellt wird. Da interessieren sicher die Berichte von ganz normalen Benutzern wie wir es sind, v.a. wenn man vor der finanziellen Barriere steht und sich dann lieber ein preiswerteres Gerät als gar keins zulegt. Oder das preiswerte als Einstieg sieht.

Für mich ist der Bericht von Therakk sehr interessant, weil ich auch schon lange mit einem Vitamix oder Revoblend liebäugle (auch wegen Rohkost und Aufstrichen, etc.), schrecke aber vor dem hohen Preis zurück und stelle mir eben jene Frage: habe ich dann wirklich die Verbesserung, die ich mir erwarte, wo ich doch schon einige Geräte aus meinen Hausfrauenjahrzehnten daheim stehen habe, unter anderem einen Thermomix?

Ich persönlich safte gerne und mache Smoothies primär, um mich mit Haferflocken, Braunhirse und anderen Zutaten, die ich nicht gerne so esse zu versorgen, und um mein Gartenobst, z.B. Himbeeren unterzubringen. Das sind dann eher Shakes als Smoothies, und man kann sie sicher nicht mit grünen Smoothies vergleichen. Saft, Shakes und Smoothies sind für mich drei Kategorien, die alle ihre Vorteile haben und das eine das andere nicht ausschließt.

Was meint ihr dazu?

Viele Grüße und noch mal :bier:
Lealee
 
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