Mit Sperma die Telomere (und damit die Lebenserwartung) erhöhen?

Medizinmann-Lukas

Hallo,

wie ihr sicher schon gehört habt, gibt es sogenannten "Telomere", das sind Schutzkappen an beiden Enden der Chromosomen, der Erbsubstanz der Zellen.
Man muss sich diese wie Plastik-Kappen an Schnürsenkeln vorstellen.
Diese werden mit jeder Zellteilung ein Stück kürzer.
Je kürzer sie sind, desto eher altert und stirbt der Mensch.
Lange Telomere stehen also für Jugend.
Nach der Geburt haben wir also lange Telomere und mit 90 dann recht kurze.

Siehe:
Verdacht bestätigt: Telomere steuern die Lebenserwartung - SPIEGEL ONLINE

Und es gibt auch ein Enzym names Telomerase, was die Telomere verlängern kann. Dieses Enzym wird nur leider je älter wir werden immer weniger.

Nun gibt es aber eine Substanz, wo Telomerase sehr stark vertreten ist: Und zwar im Sperma.
Je älter wir werden, desto mehr Telomerase haben wir im Sperma.
Ich erkläre mir das so: In der Jugend ist die Telomerase noch im ganzen Körper gleichmäßig verteilt. Im Alter beschränkt sich die Telomerase dann nur noch auf die Sperma-Zellen. Damit erhöht sich die Anzahl der Telomerase im Alter. Laut Studien sollen Väter, die erst spät Vater geworden sind (sagen wir mal mit 50), Kinder auf die Welt bringen mit SEHR langen Telomeren. Kinder älterer Väter werden also sehr alt. Denn je länger die Telomere sind, desto älter werden wir.

Meine Idee ist nun, das Sperma nach dem abstossen zu sammen (z.B. in einem Kondom) und dieses dann anschliessend dem Körper wieder zurück zu geben z.B. in Form eines Minimal-Einlaufs.
Wir wissen ja, dass Einläufe wie Infusionen wirken und direkt in die Blutbahn gehen. Eine ähnliche Wirkung soll es auch haben, wenn man beim Orgasmus das Ejakulat zurück hält. Dies soll angeblich ebenso ein langes Leben und verzögertes Altern hervorrufen. Viele schwören darauf.
Und das ohne dem Hintergedanken der Telomerase.

Es gibt sogar einen Bluttest, wo man herausfinden kann, wie lang seine Telomere sind. Nach der Sperma-Therapie könnte man einen 2. Test machen und dann sehen, ob sich die Telomere verlängert haben.

Des weiteren befindet sich im Sperma auch noch jede Menge Spermidin, was ebenso eine sehr gesunde Wirkung auf den Organismus hat.

Was haltet ihr von der Idee?
 
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Meine Idee ist nun, das Sperma nach dem abstossen zu sammen (z.B. in einem Kondom) und dieses dann anschliessend dem Körper wieder zurück zu geben z.B. in Form eines Minimal-Einlaufs.
Ich bin sehr auf Deinen Erfahrungsbericht gespannt! Ich denke, dass man jedes 3stellige Lebensalter bereits als Erfolg bezeichnen kann.

VG
Mingus
 
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. . . also 'kreesie' fiele mir noch dazu ein, mal eingedeutscht . . .



Gleern vom Dil
 
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Mein Mann im Ohr hat mir gerade noch eine Botschaft gechannelt, und zwar meint er "Manche Leute würden sich wirklich ALLES Mögliche irgendwie reinpfeifen."


In stiller Besorgnis, Gerd
 
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Wuhu,
Deine Idee ist interessant, aber ich bezweifle, dass Mann damit - in Relation - "Lebensjahre spart"...

Telomere sind vor allem durch die Lebensführung selbst beeinflussbar, also alles, was wir bisher wissen, dass es nicht gesund ist - zB Rauchen (freie Radikale), schlechte Ernährung, wenig Bewegung, seelischer Stress usw usf - beeinflusst die Länge dieser DNA-Strang-Enden; Aber auch Sexualsteroide haben einen Einfluss darauf - eine sehr gute Übersicht über dieses (relativ) alte Thema findet man zB hier: Univ.prof. DDr. Johannes Huber - Telomere [3.8.1] - ua auch, dass man anfälliger für Krebs sein kann, wenn diese Telomere immer kürzer werden...

Ps: Viel Erfolg ;)
 
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Wuhu,
Deine Idee ist interessant, aber ich bezweifle, dass Mann damit - in Relation - "Lebensjahre spart"...
Hallo,
Ideen muss man haben.;)
Wenn das wirklich funktionieren würde, käme es zum Geschlechterkampf.
Weil, was macht Mann, wenn Frau sagt:
"Schatz, warte, heute bin ich dran, mit der Telomerverlängerung".
Und ungerecht könnte es auch noch sein:
Wenn Frau sich autark versorgen möchte..:bier:


Viel Erfolg,
Felis
 
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26.07.09
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Da es ja irgendwie nicht unbedingt um Sperma sondern nur um 'Telomerase' geht, müsste das doch sowieso etwas anders zu lösen sein als mit dem vorgeschlagenen do-it-yourself Heimwerker-Verfahren.


Gerd
 
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...
Aus Untersuchungen über die langlebigen Einwohner von Okinawa (Japan) und die Studien des amerikanischen Internisten Dr. Ornish, wissen wir mittlerweile, dass sowohl die Telomerase, das Wachstumshormon und andere Jungmacher auch auf natürliche Weise sprudeln können, so wie der sagenhafte Jungbrunnen.

Das Geheimnis ist relativ einfach:

- Ein stark ausgeprägtes soziales Netzwerk und stabile Familienbeziehungen
- Gute Stressresistenz durch Meditation, Entspannung und Gesprächsrunden
- Vielseitige Körperbewegung
- Gesundes, fettarmes Essen mit kleinen Portionen und die regelmäßige Zufuhr von Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren
....
Jungbrunnen - gesundheit-das-portal

Es ist also nicht nur ein "Teil", das evtl. zu längerem Leben beiträgt sondern es sind mehrere Faktoren, die dazu führen können. Und wahrscheinlich spielt da das Erbgut zusätzlich eine Rolle, denn auf Okinawa gibt es ja nicht nur in einer Generation erstaunlich alte und gesunde Menschen.

Es gibt hier einen Thread, in dem steht, daß z.B. Magnesium auch zur Erneuerung der Telomere beitragen kann.

Grüsse,
Oregano
 
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. . . dann sollte man vielleicht auch noch mehr das eingangs miterwähnte Spermidin würdigen - auch dazu findet man schicke Links, z.B. auf die Seite "Edle Essenzen - Journal für Nischendüfte und luxuriöse Kosmetik", daraus ein Hinweis
Edle Essenzen: Spermidin soll in relativ hohen Konzentrationen auch in Sojabohnen, Grapefruit und Weizenkeimen vorhanden sein. Empfehlen Sie nach den aus Ihren Forschungen bislang gewonnen Erkenntnissen, diese Früchte verstärkt auf den Speiseplan zu setzen?

Professor Madeo: Es kann nicht schaden und vielleicht nützen, daher empfehle ich das. Wobei die Konzentration von Spermidin (und verwandten Molekülen) im Sperma am größten ist. Interessanterweise kommt auch sehr viel Spermidin in traditionell asiatischen Heilpflanzen vor, wie dem Mandelpilz oder der Durian.
Jungbrunnen Spermidin?


Gerd
 

Medizinmann-Lukas

Da es ja irgendwie nicht unbedingt um Sperma sondern nur um 'Telomerase' geht, müsste das doch sowieso etwas anders zu lösen sein als mit dem vorgeschlagenen do-it-yourself Heimwerker-Verfahren.


Gerd
Es geht hier keineswegs NUR um die Telomerase!
Sondern auch um die Substanz "Spermidin", die ebenfalls im Sperma in rauen Mengen vorhanden ist. Und über Spermidin wissen wir folgendes:
Spermidin möglicherweise als "heiligen Gral der Altersforschung" entdeckt - Mensch - derStandard.at
 
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09.09.08
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Wuhu,
hm, es könnte
... Geschlechterkampf.
Weil, was macht Mann, wenn Frau sagt:
"Schatz, warte, heute bin ich dran, mit der Telomerverlängerung".
Und ungerecht könnte es auch noch sein:
Wenn Frau sich autark versorgen möchte..:bier:
ja tatsächlich wirken - nur müsste es doch dann auch "regelmäßig" sein; Wenn man sich aber bei div "Sex"-Studien so umsieht, dann scheint sich das wohl (noch) nicht so rumgesprochen zu haben, zumindest in länger bestehenden Partnerschaften; Und von den vielen Singles haben's regelmäßig wohl auch nur die wenigsten... ;)

Wobei - wenn (ausschließlich?!) Mann über dieses Spermidin forscht und Ergebnisse bringt, dann könnte Frau auf die Idee kommen, dass da ganz andere Absicht dahinter steckt - Stichwort Geschlechterkampf - Mann mag öfters Frau "verjüngen"... :D
 
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26.07.09
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Es geht hier keineswegs NUR um die Telomerase!
Sondern auch um die Substanz "Spermidin", die ebenfalls im Sperma in rauen Mengen vorhanden ist.
Abgesehen davon, dass ich genau im Beitrag davor das Spermidin erwähne, sprichst du im Eingangsbeitrag ja nur von einer "gesunden Wirkung auf den Organismus".
Des weiteren befindet sich im Sperma auch noch jede Menge Spermidin, was ebenso eine sehr gesunde Wirkung auf den Organismus hat.

Gerd
 
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15.05.13
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Hallo,

ein immer wieder interessantes Thema: die unaufhörliche Suche nach dem ewigen Leben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Aber ich möchte die Euphorie trotzdem ein wenig dämpfen, denn das Altern soll uns vor Krebs schützen, meinen die Forscher:
Die Dritte im Bunde, Blackburns Schülerin Carol Greider, entdeckte 1984 das Enzym Telomerase. Das hält Telomere (und Chromosomen) lang, und mit ihnen das Leben, zunächst das von Zellen, die sich damit wieder und wieder teilen können.

Aber es ist zweischneidig: Tumorzellen machen sich mit Telomerase unsterblich. Deshalb haben unsere Körperzellen keine Telomerase (die Keimzellen, Eizellen und Sperma, haben sie). „Dass unsere Körperzellen keine Telomerase haben, ist eine Barriere gegen Krebs“, erklärt Riha, „aber wir zahlen einen Preis, das Altern.“ Viele unserer Zellen teilen sich selten – etwa die des Hirns und der Muskeln –, ihre Chromosomenverkürzung ist kein Problem.
Und zum Thema Telomerase und Altern meinen die Nobelpreisträger:
Eine Zeitlang galt deshalb Telomerase als Elixier der ewigen Jugend, sie ist es wohl nicht, erstens ist sie gefährlich und zweitens ist das Altern komplexer. Trotzdem sind die jetzt geehrten Entdeckungen „für mich als Alternsforscherin wesentlich“, erklärt Beatrix Grubeck-Loebenstein (Institut für Alternsforschung, Uni Innsbruck): „Es ist nur eine zweiseitige Medaille: Ein Weg führt zum Krebs, der andere zur Zell-Seneszenz“.
Beide Zitate hier:
Medizin-Nobelpreis: Der Faden des Lebens « DiePresse.com
 
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26.07.09
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. . . und der eingangs zitierte Spiegel-Online-Artikel ist immerhin schon 9 Jahre alt . . .



Gerd
 

Medizinmann-Lukas

Ganz so ist es nicht. Wikipedia schreibt:

In den meisten normalen Zellen ist die Aktivität der Telomerase nicht nachweisbar. Aktiv ist die Telomerase nur bei einzelligen Organismen sowie in Zellen der Keimbahn (siehe auch Keimzelle), Embryonalzellen (= embryonale Stammzellen), Stammzellen sowie bei bestimmten Arten von Immunzellen bei mehrzelligen Organismen.
Also bei Stammzellen und Immunzellen ist sie auch aktiv.
Wenn die Telomerase also so Krebs-fördernd wäre, müsste ja jeder an Krebs erkranken. Denn Immunzellen sind ja auch mit Telomerase ausgestattet.
Immunzell-Krebs gibt es zwar nicht, aber Blutkrebs. Und da geht es ja auch u.a. um die Immunzellen.

In alternativmedizinischen kreisen wird immer davor gewarnt, das Sperma abzustossen. Viele haben daher sich Techniken angeeignet, um das Ejakulat beim Orgasmus NICHT auszustossen.
Der männliche Samen ist sehr wertvoll, es soll der "BESTE Saft des Körpers" sein, quasi das Beste vom Besten. Und ein Verlust wird immer mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen in Verbindung gebracht.
Ich kenne einen, der schon sehr lange enthaltsam lebt. Er hat höchstens 2x /Monat einen orgasmus. Und selbst der wird dann auch noch gehalten und nicht abgestossen.
Er sagt, dass er seitdem deutlich mehr Energie hat.
Und er bedauert es sehr, dass er nicht schon viel früher drauf gekommen ist.
 
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15.05.13
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Medizinmann-Lukas meinte:
Zitat
Immunzell-Krebs gibt es zwar nicht, aber Blutkrebs.
Deine Aussage ist falsch, denn es gibt auch bei den Immunzellen Krebserkrankungen.
Unter der Sammelbezeichnung Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) werden alle bösartigen Erkrankungen des Lymphatischen Systems (maligne Lymphome) zusammengefasst, die kein Morbus Hodgkin sind.

Die NHL werden in eine B- (etwa 80 Prozent aller NHL) und eine T-Klasse (20 Prozent) unterteilt, je nachdem, ob das NHL von B-lymphatischen oder T-lymphatischen Zellen ausgeht.
Non-Hodgkin-Lymphom
 
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15.05.13
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Bei Wikipedia steht auch:
Die Telomerase ist außerdem aktiv in Krebszellen und verhilft ihnen dadurch dazu, sich unendlich oft zu teilen und im Körper zu wuchern. Nicht entartete Zellen können sich nur einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen unterziehen (sogenannte Hayflick-Grenze).
Telomerase
 
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