Migräne-Prophylaxe: monoklonale Antikörper (Erenumab, Galcanezumab und Fremanezumab)

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Immer noch wird Migräne gerne als Leiden hysterischer Frauen belächelt und nicht ernst genommen. Obwohl es laut neuesten Erkenntnissen als neurologische, bisweilen mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen und gesundheitlichen Risiken einhergehende Erkrankung klassifiziert ist.

Das persönliche Leid der Betroffenen ist enorm. Frauen sind doppelt so häufig von Migräne betroffen wie Männer. Sie leiden oft unter einer besonders schwerwiegenden Form von chronischer Migräne, das bedeutet: mehr als 15 Migränetage im Monat. Die Einschränkungen für chronische Migränikerinnen sind enorm: Ein annähernd normales Privat- und Berufsleben ist so gut wie nicht möglich. Sie müssen vielfach jahrzehntelang einen Cocktail aus verschiedensten Medikamenten schlucken, um mindestens einigermassen im Alltag zu funktionieren.
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Sie hat schon viele Therapien versucht und muss momentan einen Cocktail aus verschiedenen Medikamenten schlucken, um einigermassen über die Runden zu kommen. Jetzt setzt sie ihre Hoffnungen in eine neue und teure Prophylaxe-Spritze. Sogenannte monoklonale Antikörper sollen im Körper die Entstehung von Migräne verhindern.

Immer wieder gibt es unter chronischen Migränikerinnen sogenannte Therapieversager, bei denen kein Medikament so richtig anspricht. ...


In einer Studie kam einer dieser monoklonalen Antikörper zu einem guten Ergebnis in der Prophylaxe:
... Der monoklonale Antikörper Erenumab bindet an das Neuropeptid Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP), welches beim Entzündungsgeschehen und der Pathogenese bei Migräne von Bedeutung ist. Fragestellung einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Phase-3b-Studie war, ob Erenumab therapierefraktäre Patienten vor Attacken schützen kann. ... „Nun steht eine spezifisch für die Migräne entwickelte Therapie zur Verfügung, deren Nebenwirkungsprofil auf Placeboniveau liegt und deren Wirksamkeit in Phase-3-Studien belegt ist“, so Gendolla. „Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sind trotz der Limitation des nur 3-monatigen Beobachtungszeitraumes und der kleinen Stichprobe von nur 245 Patienten vielversprechend. Sie eröffnet eine alternative prophylaktische Behandlungsoption auch für therapierefraktäre Patienten.“ ...

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In Deutschland sind drei monoklonale Antikörper zur Prophylaxe von Migräne bei Erwachsenen mit mindestens vier Migränetagen pro Monat verfügbar: Erenumab, Galcanezumab und Fremanezumab.

Aber: Nur für die recht kleine Untergruppe der bislang therapieresistenten Patienten liegen Studiendaten “mäßiger Qualität” vor und nur für diese wurde ein Zusatznutzen festgestellt (s. Tab.), heißt es. Für alle anderen Patienten sei der Nutzen unklar, da keine Daten aus direkt vergleichbaren Studien vorliegen. ...

Grüsse,
Oregano
 
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"Auch zu Verstopfung (Obstipation) ist es im Zusammenhang mit der Anwendung von Erenumab gekommen, teils war diese so ausgeprägt, dass der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zufolge operative Eingriffe erforderlich wurden."

"Unter Fremanezumab kam es zudem noch zu Blasenentzündungen, unter Galcanezumab zu Schwindel."

usw. usw.

"Dass die Migräne-Antikörper so gut verträglich scheinen, könnte auch an den für die Studien ausgewählten Patienten liegen."



es ist mal wieder typisch für die heutige medizin, daß man überhaupt nicht versucht, die wirklichen ursachen für beschwerden zu finden und zu beseitigen (was bei migräne oft rel. einfach ist) , sondern nur pillen usw. verordnet, die zudem auch noch nebenwirkungen haben.

wobei die nebenwirkungen äußerst selten gemeldet werden, also sehr viel häufiger sind als es im beipackzettel usw. angegeben wird .

und bei den studien (die sehr oft von der pharmaindustrie finanziert werden) fallen "aus privaten gründen" vor allem viele der teilnehmer vorzeitig aus, die nicht in das gewünschte positive ergebnis passen, was so geschickt gemacht wird, daß sie es garnicht wissen, daß sie vorzeitig aussortiert wurden.
die ergebnisse der studien werden also rel. oft zugunsten der pharmaindustrie manipuliert (das war für mich mal der grund, warum ich eine eigentlich interessante und gut bezahlte tätigkeit in der hormonforschung rel. schnell wieder aufgegeben habe).


lg
sunny
 

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