Meditation Methoden, Techniken

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05.01.15
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Hier --->Herzraum gefunden. Ich erlaub mir, das Video auch noch hier reinzustellen. Habs auf Deutsch übersetzt. Dann kann man das ja mithören (rechts auf Anhören drücken), und den Ton beim Video ausschalten, falls man Englisch nicht versteht. (Bin aber keine professionelle Übersetzerin, also man verzeihe mir, wenn nicht perfekt!)

Eine schöne kleine Übung von Mooji (ein Satsangleerer/Weisheitslehrer aus Jamaica). Besonders geeignet in Krisenzeiten, wenn einen die Gedanken niederzudrücken scheinen.

A Few Minutes to Be Light and Free​



Ein paar Minuten zum leicht und frei werden

Nur das! Es kann dein Leben verändern.

Mooji: Ich gebe euch einen kleinen Tipp. Für die unter euch, die Meditation … für die Spiritualität und all das …

Wenn das für dich noch neu ist und du das ein bisschen erforschen möchtest:
Wenn du merkst, dass in deinem Verstand sehr schlechte Gedanken sind, schlechte Neigungen: Ich gebe dir eine ganz einfache Übung, die echt jeder machen kann.

Lege deine Hände, Finger gestreckt, vor deiner Brust zusammen (wie katholisch beten oder Namaste), in deinem eigenen Zimmer, egal … aber geh nicht so auf die Strasse! Mach das nicht auf der Strasse! Einfach drinnen, in deinem Haus, z.B. wenn du aufstehst. Am besten, wenn du alleine bist.

Und geh einfach rum, einfach so, mit gefalteten Händen, Finger gestreckt, langsam, geh einfach rum. Schau rum und geh einfach weiter so rum, die Handflächen vor der Brust aneinander gedrückt. Aber behalte deine Hände immer genau so, okay?

Höre nicht auf deine Gedanken! Aber achte auf deine innern Gefühle, deinen inneren Raum.

Und gehe einfach so, mit zusammengelegten Händen vor der Brust, rum. Geh einfach ein bisschen rum. Bleib in dieser Haltung.

Mach das solange du kannst. Sogar wenns 10 Minuten sind, 15, eine halbe Stunde. Geh einfach rum. Du brauchst nicht sprechen.

Und wenn du was tun musst oder du auf die Strasse gehst: dann stell dir diese Haltung innerlich vor (zusammengelegte Hände vor der Brust) und geh innerlich in dieser Haltung. Wo immer du gehst, jede Person, der du begegnest: innerlich bleibst du in dieser Haltung. Aber mach das nicht sichtbar auf der Strasse! Weil klar, sonst denken die Leute, was stimmt nicht mit dir! Also mach das nicht! Zeig das nicht! Einfach nur innerlich, still für dich die Haltung, wie du in deiner eigenen Wohnung rum gehst.

Beuge deinen Kopf ein bisschen nach vorne und bewege dich langsam und … nicht denken! Du denkst nicht, ja? Und sogar wenn da Gedanken sind: das macht nichts! Angenommen, da sind Gedanken: die tun nichts zur Sache. Du bleibst einfach in dieser Haltung (zusammengelegte Hände vor der Brust) und du fühlst, wie du in dieser Haltung bist, innerlich, auch wenn deine Hände unten sind! Innerlich, deine Hände sind zusammen. Also wenn du einkaufen gehst oder du auf der Strasse bist: es braucht ein bisschen Aufmerksamkeit. Ja? Bleib einfach in dieser Haltung (Kopf leicht nach vorne gebeugt, Hände vor der Brust zusammengelegt).

Das bringt dich wieder zurück zu deinem Herzen. Es hilft, dich sehr leicht und glücklich zu fühlen, Dankbarkeit für das Leben zu erfahren. Und Freundlichkeit. Es kann sich eine Liebeswürdigkeit entwickeln. Das geht dann ganz von selbst! Keine komplexen Theorien und spirituellen Übungen, keine so komplizierten Sachen!

Einfach nur das! (Kopf leicht nach vorne gebeugt, Hände vor der Brust zusammen.) So leicht, so mühelos, ohne Anstrengung. Und fühle! Fühle. Nicht denken. Fühle dich selbst wieder. Fühle, wie es sich natürlich anfühlt. Wie gut es sich anfühlt. Hm? Es ist ausdrücklich keine Religion, es ist nicht irgendwas Besonderes!

Einfach nur Du! (Immer Kopf leicht nach vorne gebeugt, Hände vor der Brust zusammen.) Und du gehst rum, und dann stoppst du! Drehst dich um. Manchmal willst du ein bisschen rückwärts gehen. Dann gehst du rückwärts. Manchmal willst du beide Hände einfach nur auf dein Herz legen. Dann machst du das. Und gehst so rum. Immer gleich. Langsam gehen, Kopf leicht nach vorne gebeugt. Hände auf dem Herzen. Ganz entspannt.

Kannst auch stehen bleiben, dich leicht verbeugen, die Hände etwas hoch nehmen, vor die Stirn.

Aber versuch keinesfalls, was Bestimmtes zu sein! Sag nicht: Oh ich bin … irgendwas Spirituelles … nein, sag nichts, gib dem keine Bezeichnung, stülpe nichts drüber! Keine Etikette! Nichts! Sei einfach leer! Aber nimm deine Hände so zusammen, vor der Brust, und du wirst fühlen: es beginnt sich innerlich was zu verändern. Es wird dich hierher zurückbringen. Hier, in dein Herz zurück.

Einfach nur so! Hände zusammen, Kopf leicht nach vorne. Wenn du magst, auch eine leichte Verbeugung und Hände dann bei der Nase. Und gehe rum. Lass deinen Verstand frei von Gedanken sein, wenn das möglich ist.

Du kannst nicht in dieser Haltung rum gehen und gleichzeitig negative Gedanken haben! Das geschieht nicht, das funktioniert nicht.

Es fühlt sich eher an, als ob Etwas ein Unbekannter wäre hier. Und es wird nicht diese Haltung mit den Händen sein. Verstehst du? So fühlst du das, so in der Richtung deines Herzens, und dies ist dieses Etwas.

Und das ist Etwas … ich fühle eine Freude, dass ich das heute mit euch teilen kann.

Und mach das so oft du magst. Es bringt auch sehr viel Stille Innen. Viel Friede. Und Liebeswürdigkeit.

Ganz einfach. Nicht wahr? So versuchs einfach! Eine kleine, hübsche Übung! Tschüss, bis später!
 
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14.03.07
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Danke, Ymoja, für die Übersetzung.

Ich werde diese Übung auch gerne mal versuchen, wenn ich mich "total" im seelischen "Ausnahmezustand befinde" da ich beim Anblick dieses Mannes ja schon ruhig werde.

Für die tägliche Übung ist das eher nix für mich, fördert, so wie es aussieht, den sogenannten Witwenbuckel.

Herzlichst
Kayen
 

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05.01.15
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Heute ist wieder so weit. Jeden 13. im Monat machen viele Frauen (und einige wenige Männer) die Schossraum-Meditation. Sieht harmlos aus, dünkt mich aber eine sehr intensive Meditation. Also wer noch nicht so geübt ist, sollte vielleicht nicht eine volle Stunde lang mitmachen. Auch 15 Minuten oder so können schon hilfreich sein.

Es geht darum, den Schoss zu heilen, in Verbindung mit der Erde, dem Herzen ... ja, ich finde enorm intensiv, was da alles in einem geschehen kann, wenn man das macht.

Mich dünkts auch eine schöne Art, sich sich selbst zu widmen, grad wenn man selber "Probleme" oder z.B. unverarbeitete Missbrauchserfahrungen etc. hat. Also auch wenn man nicht mitmacht, aber nur schon weiss: Immer am 13., abends um 21 Uhr (bis ca. 22 Uhr) widmen sich viele Menschen in heilsamer Weise diesem Bereich. (Hat im Dezember glaubs angefangen, sind noch nicht so Viele, vermute ich, finds aber sehr unterstützenswert.)

Wir Menschen sind so viel mehr miteinander verbunden als uns bewusst ist.
Aber wenn man die Aufmerksamkeit dahin lenkt, vielleicht merkt man dann, dass da was Schönes geschieht.

(Ich denks mir so: Wenn wir alle z.B. die Aufmerksamkeit auf Krieg und die Zeitungsberichte lenken, dann geschieht bewusstseinsmässig ja auch was. Und genauso ists auch in die andere Richtung möglich.)

Und wir alle sind aus Schössen geboren, alles menschliche Leben wird daraus geboren :)p) bin nicht auf dem neuesten Stand, aber ich vermute, nur im Reagenzglas reicht nicht bis zur Geburt), also in dieser Körperregion liegt unglaublich viel Kraft. Und fast alle Menschen sind da in der einen oder andern Art nicht wirklich "heil", sondern haben da (meist tief vergrabene) Verletzungen.

Und um das zu heilen, um mehr "stillgelegtes" heilsames Potenzial frei zu bekommen, also so irgendwie seh ich das, und unter Potenzial verstehe ich auch mehr Lebensfreude, mehr "bewusstes Sein", mehr bewusste Hinwendung ans Schöne, Gute, bei sich selbst und im ganzen Umfeld, also in diese Richtung geht es, aus meiner Sicht. Das alles (und Vieles mehr) fühl ich zumindest dabei.

Gibt jeweils eine Live-Meditation (ein bisschen nach unten scrollen), kann man aber auch später gucken und sonstwann mitmachen, klar:

Jetzt-TV Gelebte Weisheit | Satsang Videos, Festival Filmberichte und Interviews mit spirituellen Lehrern: Jana Gabriela Fe

Ich finde auch die Interviews mit dieser Frau empfehlenswert, insbesondere
das erste, zuunterst!
Sie ist Hebamme auf den Kanaren (zeitweise in D), machts noch auf sehr natürliche Art, und sie erzählt, wie das alles andere ist als einfach heutzutags!
 
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06.07.15
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Hier nur ein paar Stichworte:

Zazen (Zen-Meditation). Dazu gehören mehr oder wenige Shikantaza und Koan-Meditation. Wobei die Grenzen hier sehr fließend sind.

Achtsamkeitsmeditation (Vipassana). Verschiedene Formen im Theravada-Buddhismus und Vajrayana (tibetischer Buddhismus).

Ruhemeditation (Samatha). Auch hier gibt es etliche Linien, die die Meditation unterschiedlich angehen (Theravada, Dzogchen etc.)

Mettameditation (Liebende Güte).

Atemmeditaton (Anapanasati).

Kontemplation (christl. Mystik).

Sehr interessant finde ich persönlich die Methoden und Herangehensweisen von Shinzen Young, Ajahn Brahm, Daniel Ingram und Ayya Khema.
 
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14.03.07
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Eine schöne Meditationsübung zu Weihnachten ist Tratak, vorzugweise mit einer Kerze.
Diese Technik ist insbesondere für Anfänger geeignet, als eine Vorübung zur Meditation oder auch für Menschen, die es schwierig finden zu meditieren.

Anleitung zur Tratak Reinigungsübung
Stelle eine Kerze im Abstand von 2-5 Metern etwas unterhalb deiner Augenhöhe vor dich. Öffne die Augen und schaue in die Flamme, ohne mit den Augen zu zwinkern. Es ist gut für die Augen, wenn sie feucht werden oder tränen. Bleibe entspannt. Wenn die Augen jedoch anfangen zu brennen, oder es irgendwie unangenehm wird, schließe die Augen. Beobachte, was du dann vor deinem geistigen Auge siehst: vielleicht ein Nachbild der Flamme oder verschiedene Farben und Formen, womöglich nur Dunkelheit. Eventuell spürst du auch einfach nur eine sanfte Energie zwischen den Augenbrauen. Akzeptiere alles, ohne etwas konkret zu erwarten. Wenn Gedanken kommen, öffne die Augen und schaue wieder in die Kerzenflamme.


Wirkung von Tratak
Diese Übung beruhigt den ruhelosen Geist, erhöht die Aufmerksamkeit und führt schließlich zu schärfster Konzentration auf einen Punkt. Wo auch immer die Augen hinwandern, der Geist folgt nach, so dass beim Starren auf einen einzigen Punkt auch der Geist einbezogen wird. Obgleich Tratak in erster Linie ihre Konzentration stärkt und den Geist reinigt, verbessert es gleichzeitig die Sehkraft und belebt das Gehirn über die Sehnerven.


Tratak – Yogawiki

Ich habe diese Übung selbst erst vor kurzem beim Yoga kennengelernt und trotz einer großen Runde und nur 10 Min. Meditation bin ich viel mehr zur Ruhe gekommen, als bei meiner Meditaton zu Hause.

Namaste.
 
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14.03.07
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Zazen (Zen-Meditation). Dazu gehören mehr oder wenige Shikantaza und Koan-Meditation. Wobei die Grenzen hier sehr fließend sind.

Ruhemeditation (Samatha). Auch hier gibt es etliche Linien, die die Meditation unterschiedlich angehen (Theravada, Dzogchen etc.)
Um bei diesen beiden Sitzmeditationen Erfolge hinzubekommen, wie sie auch in den medizinischen Studien nachgewiesen werden, ist die richtige Sitzhaltung ganz wichtig.
Dabei spielt die Ausrichtung des Beckens eine ganz zentrale Rolle, inwieweit bei der Meditation die Gedanken, körperliche Anspannungen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen auftreten können.
Nur wenn der Körper losgelassen werden kann, stellt das Gehirn sich so ein, dass auch die Gedanken losgelassen werden können.
Das bemerke ich selbst auch immer wieder, wenn ich bei der Ausrichtung nicht achtsam genug bin, dann fließt z.B. der Atem nicht richtig und vieles staut sich dann im Oberkörper an; das Gehirn kommt dann auch nicht zur Ruhe und Verspannungsschmerzen sind zu spüren . . .

Hier zwei Videos zur Sichtung:

Einmal die Sitzhaltung im Schneidersitz

http://www.youtube.com/watch?v=a0QK5bf1cgw

Hier m.E. das beste Video über den Schneidersitz und alle weiteren Formen, wenn der Schneidersitz nicht mehr möglich sein sollte.

http://www.youtube.com/watch?v=Ap89d-ST_5o

Weiterhin ist die Qualität des Sitzens noch wesentlich besser, wenn man vor seinem Zafu (Meditationskissen) eine Wolldecke doppelt gefaltet auslegt und dort die Beine ablegt. Dann schlafen sie bei mir nicht ein.

Seit gut zu Euch und macht es Euch gemütlich:):wave:

Liebe Grüße von Kayen
 
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14.03.07
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Hier ein Link
über ein wohl heutzutage besonders wertvolles E-Ebook, (kostenfrei)
welches den Ursprung Meditation für Anfänger lehrt

Zweitens richtet sich dieses Handbuch an „ernsthafte An-
fänger“. Damit meinen wir jene „Anfänger“, die in der Theo-
rie und/oder Praxis dieser Übung noch nicht sicher sind. Ei-
nige fangen erst an, während andere bereits etwas praktische
Erfahrung gesammelt haben, aber noch Information darüber
brauchen, wie sie ihre Übung weiterentwickeln können. Bei-
de werden Nutzen aus der hier dargestellten Perspektive und
den klaren Anweisungen ziehen können.
Mit „ernsthaft“ sind jene gemeint, deren Interesse übe
r die einfache Neugier hinausgeht. Jemand Ernsthaftes wird dieses
Handbuch mehrfach genau durchlesen, die enthaltene Infor-
mation gut durchdenken und sein daraus erwachsenes Ver-
ständnis konsequent richtig anwenden.
Manche möchten gerne glauben, daß man über Meditation
keine Bücher lesen müßte, sondern es einfach nur zu tun
bräuchte. Die Erfahrung zeigt, daß man schon genau wissen
sollte, was man tut. Um sicher und sinnvoll üben zu können,
ist am Anfang ausreichend klare und vollständige Informati-
on von Nöten. Wenn wir also nicht in der Nähe eines kompe-
tenten Lehrers leben, ist ein Handbuch wie dieses notwendig.

http://www.dhamma-dana.de/buecher/Buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Anapanasati.pdf
 
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10.01.04
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Hallo Kayen,

ich bin noch nicht über die Einleitung hinaus gekommen, aber die gefällt mir sehr gut !

Behandle jeden Menschen als Freund, indem Du daran denkst, daß:
 Er ist unser Freund, der wie wir geboren wurde und der alt werden wird, krank werden wird und sterben wird, genau wie wir.
 Er ist unser Freund, der in den wechselnden Zyklen der „Ich-Geburten“ umherschwimmt, genau wie wir.
 Er ist unser Freund, der der Kraft der Herzenstrübungen unterliegt, deshalb irrt auch er gelegentlich, genau wie wir.
 Er ist nicht frei von Gier, Haß und Verblendung, genauso wenig wie wir.
 Er macht deshalb manchmal Fehler, genau wie wir.
 Er weiß weder warum er geboren wurde, noch kennt er
das Nibbāna, genau wie wir.
 Er ist bei manchen Dingen dumm, genau wie wir.
 Er tut manche Dinge wie es ihm gefällt, genau wie wir.
 Er will gut sein, herausragend, berühmt, genau wie wir.
 Er nimmt oft, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet, von
anderen soviel er nur bekommen kann, genau wie wir.
 Er hat das Recht verrückt nach dem Guten zu sein, sich am Guten zu berauschen, sich vom Guten blenden zu las-
sen, im Guten zu ertrinken, genau wie wir.
 Er ist ein gewöhnlicher Mensch, der an vielen Dingen haftet, genau wie wir.
 Er hat nicht die Pflicht für uns zu leiden oder zu sterben, er muß sein eigenes Leben leben, genau wie wir.
 Er gehört einer Nation und einer Religion an, genau wie wir.
 Er handelt impulsiv und übereilt, genau wie wir.
 Er hat die Pflicht der Verantwortung gegenüber seiner
Familie, genau wie wir.
 Er hat das Recht auf einen eigenen Geschmack und auf
eigene Vorlieben, genau wie wir.
 Er hat das Recht zu wählen (sogar eine andere Religion),
was immer ihn zufriedenstellt, genau wie wir.
 Er hat das Recht öffentliche Einrichtungen zu benutzen und einen gerechten Anteil am Allgemeingut zu haben,
genau wie wir.
 Er hat das Recht neurotisch oder verrückt zu sein, genau
wie wir.
 Er hat ein Recht auf Hilfe und Sympathie, genau wie wir.
 Er hat ein Recht auf Vergebung entsprechend der Um-
stände, genau wie wir.
 Er hat das Recht, entsprechend seiner Veranlagung, Kon-
servativer, Sozialist oder Freidenker zu sein, genau wie
wir.
 Er hat das Recht auf seinen eigenen Vorteil bedacht zu
sein, bevor er an andere denkt, genau wie wir.
 Er hat das Menschenrecht auf dem Angesicht dieser Erde
zu wandeln, genau wie wir.
Wenn wir auf diese Weise denken, werden keine Konflikte entstehen.

[/quote]

Danke und Gruss,
Oregano
 
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14.03.07
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Hallo Oregeno,

die Meditationserklärungen in dem Buch gefallen mir aufgrund der ausführlichen Erklärungen.

Allerdings gehe ich mit diesem Vorwort (Deinem Zitat) nicht überein

Behandle jeden Menschen als Freund, indem Du daran denkst, daß:
Im groben sagen diese Worte aus:

Für Alles mögliche Verständnis zu entwickeln:rolleyes:

. . . und nein, dieses freundliche Verständnis habe ich nicht für Alle(s):

z.B. Verständnis für Raser auf der Autobahn oder Rowdys im sonstigem Verkehr, die mich fast umgenietet hätten, zu denen bin in nicht freundlich.

Ich setze da trotzdem auf eine gewisse Reife des Menschen.
Auch Provokationen sonstiger Art - wo auch immer - gehören sich nicht; nööö!
Es sei denn ich merke eine vorherige Eigenbeteiligung, dann lächel ich manchmal bzw. freue mich überhaupt zu bemerken an der Ursache beteiligt gewesen zu sein.

Kommt also auf die Situation - Art der Provokation - auf das Alter "Reife" des Menschen - letztendlich auf die Gesamthaltung - an.
Verständnis und Toleranz sind wichtig, hat aber für mich Grenzen.:cool:
Man kann es ja, wie im Vorwort machen, muss man m.E. aber nicht.


Liebe Grüße von Kayen
 
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14.03.07
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Herr Sloterdijk erzählt wie er zufällig erkannt hat, das dies, was er in einer Waldlichtung macht, Meditation heißt.
Er spricht von einem "kommen zu einem Schwebepunkt zwischen innen und außen" und dies ist wohl eine Weisheit, die vielen Menschen (mir auch) leider fremd ist.

Wunderschön :)

 
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18.03.12
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OT ?
Liebe Kayen,
etwas ähnliches empfand ich, als ich zum ersten Mal in den Alpen war und hoch oben auf einem Felsen saß, dem Himmel so nah und die Weite der Natur unter mir. Dieser Ort war auch menschenleer und doch menschenfreundlich!
Was ich dort gefühlt habe war so erfüllend und wunder - wunderschön.
Liebe Sonntagsgrüße aus "Marburg" von Wildaster:coffee::coffee::love:
 
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14.03.07
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Ich denke, das passt hierein, liebe Wildaster, Du sprichst hier von einem ähnlichen Meditationserlebnis.
Freut mich, wenn die Erzählung von Herrn Sloterdijk so etwas schönes wieder in Dir geweckt hat.💓
Ganz liebe Grüße nach Marburg😘 von Kayen
 
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05.04.08
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Die Endsequenz des Films Quiet Earth - der aufsteigende Saturn - hinterließ bei mir ein unbeschreibliches Gefühl.


Als ich das nächste Mal völlig alleine am Meer stand - kein Mensch weit und breit- und zum Horizont schaute, stand die Zeit auf einmal still. Es war als ob ich Millionen Jahre zurückreiste, als nur Wasser und Land existierten. Mich schauderte am ganzen Körper vor Ehrfurcht. Es war ein unglaublich erhabenes Gefühl eins zu sein, nicht mehr bewusst in einem menschlichen Körper existent, sondern verbunden mit einem universellen Wissen, das so gewaltig durch mich strömte, dass ich das Gefühl hatte, in eine Art Ewigkeit und Verstehen einzutauchen.

Es war nur wenige Minuten, bis ich wieder quasi zurückkehrte, aber mir kam es unendlich lange vor.

images (16).jpeg

Etwas Zeit nehmen und sich nur durch Schauen verlieren, um in einen anderen Zustand einzutauchen, hatte ich auch schon im Betrachten kleinerer Alltagsgegenstände. Das dauert oft nicht lange, ist aber jedes Mal inspirierend. 🙂
 
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14.03.07
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Den aufsteigenden Saturn habe ich gesehen - ich bin mir nur nicht sicher, ob in dem Film (ich kann mich aber an keine Szene erinnern) oder vielleicht im Traum :)
Wirklich beeindruckend.
 
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09.06.20
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Ich versuche überall wo es geht zu meditieren. Das beginnt bereits mit meinen 15 Minuten-in-der-Morgensonne-Grüntee-trinken-Ritual, wo ich mir bewusst werde, dass ich im Hier und Jetzt, und Alles bin. Ich spüre in meinen Körper hinein, höre meiner Umgebung zu und füttere mein Bewusstsein mit Gedanken und Gefühlen der Dankbarkeit und Liebe. Im Laufe des Tages versuche ich immer präsent zu bleiben. Und wenn ich in der Bahn sitze oder auf der Bus warte, schließe ich meine Augen und vertiefe meinen Atem, um eine tiefere Verbindung mit dem universellen Bewusstsein herzustellen. Dadurch fühle ich wie das Leben durch mich fließt und auf unterschiedliche Weisen stets Ausdruck findet.
 
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