Legalisierung von Cannabis

wundermittel
Beitritt
18.03.16
Beiträge
5.437
Wenn man das Wirkprinzip von Cannabis verstanden hat, lässt sich alles sehr logisch und einfach erklären. Ihr habt den Alkohol und das Heroin als Blaupause für Drogen im Kopf und übertragt deren Wirkungen und Gefahren einfach auf Cannabis. Das ist aber ein großer Irrtum, Cannabis ist etwas völlig anderes.
 
regulat-pro-immune
Beitritt
18.03.16
Beiträge
5.437
Als ich jung und experimentierfreudig war, also in den frühen Achtzigern, konnten die Szenegänger schon ziemlich virtuos mit Drogen aller Art umgehen. Das pendelt sich von alleine ein, die meisten Jugendlichen sind nicht so verzweifelt, dass sie sich unbedingt umbringen wollen - also nehmen sie einfach kein Heroin. Die weiche und harte Drogenszene waren damals schon getrennt, damit war die Gefahr eines Fehlgriffs aus einer Laune heraus ziemlich gering. Die Drogenaufklärung in den Schulen war auch gut, da hat man schon mal einen Überblick bekommen. Ich für meinen Teil habe mir damals das Handbuch der Rauschdrogen besorgt und mich erst einmal schlau gelesen.
 
Themenstarter
Beitritt
25.09.13
Beiträge
2.096

Ein aufschlussreiches Interview über verschiedene Aspekte von Cannabis-Legalisierung. Ab Minute 19 kommen medizinische Aspekte zur Sprache. ZB dass Jugendliche kein Cannabis konsumieren sollen, weil ihr Gehirn noch in der Entwicklung / im Umbau ist. Die körpereigenen Cannabinoide sollen erst ihr Werk vollenden.
Es wird auch gesagt, dass Cannabis für Menschen mit Psychosen ungeeignet ist.
 
Beitritt
18.03.16
Beiträge
5.437
Interessanter Fund. Ob nun ausgerechnet Cannabis die Ursache für die Anfälligkeit der Niederländer für Korruption ist, mag ich nicht beurteilen. Korruption ist ein globales Problem und auch bei uns ein Thema, die darin involvierten Waren und Dienstleistungen sind austauschbar. Das Mafiaproblem entsteht immer automatisch, wenn der Staat versucht, mit Verboten in das Angebots-/Nachfragegefüge einzugreifen. Klassisches Beispiel ist das Scheitern der Alkoholprohibition in den USA während der 1930er Jahre.

Das gleiche gilt für die Situation von Kleinbauern weltweit, egal was die nun anbauen. Speziell Marokko leidet unter Überbevölkerung und hoher Arbeitslosigkeit, in diesem Land geht es nur einer kleinen Elite gut. Die zusätzliche Bedrohung durch große Agrarfabriken ist ebenfalls quer durch alle landwirtschaftlichen Branchen vorhanden und keineswegs spezifisch für den Cannabisanbau. Vielleicht könnte man mit einer Fair-Trade-Initiative etwas bewirken, das geht aber nur mit einer Entkriminalisierung des Geschäfts.

Das dritte Interview über die gesundheitlichen Aspekte finde ich gut. Cannabis bringt Nachteile für Heranwachsende, weil ihr Gehirn noch nicht ausgereift ist. Das Gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Drogen einschließlich Alkohol. Außerdem kann Cannabis Psychosen und Schizophrenie bei entsprechender Anlage triggern, das betrifft etwa 1% der Bevölkerung.
 
Beitritt
18.03.16
Beiträge
5.437
Ein Lehrvideo über die durch Riesen-Haschkekse verursachte Überdosierungsproblematik:

 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
25.09.13
Beiträge
2.096
Es war aber auch eine Zucker- und Auszugsmehlüberdosierung. Zudem noch eine irreale, komische Situation, wo man eh schon kichern muss. 🥳
 
Oben