Lamblien (Giardia)

Hallo Butterblume, ich drücke ganz fest die Daumen. Ich habe im letzten Jahr 5 x Metronidazol bekommen, bevor ich diese Kombination bekommen habe und es endlich gewirkt hat.
Alles Gute!
 
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Hallo

Warte noch auf das Test ergebnis. Hoffe morgen haben sie eines, dass ich die Medikamente bekomme! Ich mag nicht mehr :-(

Ich denke wegen diesem Wurmmedi muss ich erstmal Fragen.

Haben diec die Haustiere haben auch die Haustiere behandelt?
 
Meine Katze musste leider eingeschläfert werden. Sie war aber auch schon über 20 Jahre alt. Ansonsten auf jeden Fall mitbehandeln. Sonst steckst du dich ja immer wieder an. Wir haben auch alle Möbel und Teppiche mit Dampf gereinigt.
 
Hallo zusammen :wave:

Sorry wenn ich mich einfach ebenfalls in diesen Thread reinhänge. Kurz zu mir; ich bin 34 Jahre alt und Wohne im Grossraum Zürich. Da ich ebenfalls eine längere Geschichte mit den Lamblien durchgemacht habe und mir dieses Forum in dieser Zeit viel geholfen hat, möchte ich ebenfalls kurz meine Erfahrungen sowie die Lösung (welche bei mir gewirkt hat) mitteilen. Eventuell hilft dies ja jemand anderem ebenfalls.
Infiziert hatte ich mich im Februar dieses Jahres in Kolumbien. Ob es in einer Stadt oder im Amazonas selbst passierte, weiss ich aber nicht. Gut 3 Wochen nach der Rückkehr hatte ich die bekannten Symtome (schmerzhafte Blähungen, Durchfall, Krankheitsgefühl, knapp 9 Kg Körpergewicht in vier Wochen verloren etc.).
Mein Hausarzt hatte die Symtome leider nicht erkannt und schickte mich zwei Mal mit Bioflorin nach Hause. Tests auf Salmonellen etc. waren alle negativ. Erst als ich zu einem Gastroenterologe weiterverwiesen wurde, erkannte dieser auf Anhieb den "Bösewicht". Die darauffolgenden Stuhlproben bestätigten dies. Leider hatten bei mir zwei AntiBiotika-Therapien mit Metronidazol (einmal 5 Tage und einmal 10 Tage) keine Abhilfe gebracht. Die Symptome verschwanden für wenige Tage aber kurz darauf war wieder alles beim alten. Nach mehreren unschönen Wochen nahm der Arzt Rücksprache mit dem Tropeninstitut, so dass wir folgende Medikamente-Kombination ausprobierten: Für 5 Tage jeweils 2x Albendazol 400mg, kombiniert mit 2 x Chloroquin 150mg täglich. Diese Kombination führte schlussendlich zum "Niedergang" meiner Lamblien-Population. Der Darm brauchte danach aber noch 2-3 Monate, bis sich alles normalisierte. Speziell die temporäre Laktoseintoleranz schlug bei mir voll ein.
Während Albendazol die Lamblien quasi aushungert, sorgt Chloroquin (welches eigentlich ein Malaria-Meidkament ist) dafür, dass sich die Lamblien nicht mehr an der Darmwand anheften können. Gemäss Tropeninstitut, beobachten diese immer mehr Metronidazol-Resistente Lamlienstämme, neuerdings auch aus Südamerika.
Nun bin ich also offiziell (auch gemäss Labor) wieder Lamblienfrei. Noch habe ich von den Medikamenten kleinere Nebenwirkungen welche ich spüre, aber die Lebensqualität ist wieder massiv gestiegen.
Noch ein kleiner Tipp; Wenn ihr die Lamlien ebenfalls nicht loswerdet, trinkt genug! Ich habe dies leider nicht gemacht und mir promt einen Nierenstein eingebrockt (Autsch).
Das war es bereits von mir :) Bei Fragen einfach schreiben!
 
Ich möchte ebenfalls meine Erfahrungen schildern, um Betroffenen eventuell zu helfen:

Ich habe mich im Februar 2025 in Deutschland mit Lamblien infiziert. Ich hatte das volle symptomatische Programm (wässrigen, übel riechenden Durchfall, Blähungen, wirkliche starke Übelkeit, Bauchschmerzen und einen Gewichtsverlust über 10 kg). Da die Symptome auch nach drei Wochen nicht verschwanden ging ich zu meinem Hausarzt. Er machte über zwei bis drei Wochen alle möglichen Tests auf Viren und Bakterien, allerdings nicht auf Parasiten denn das wäre Zitat „unwahrscheinlich“. Ich ging also in ein Direktlabor und ließ mich auf Selbstzahler Basis untersuchen, siehe da: Lamblien positiv.

Nach nun mehr als 2 Monaten und zwei Wochen mit Symptomen, konnte ich endlich Medikamente nehmen. Metronidazol 500 mg drei mal pro Tag für sieben Tage. Nach der Kur merkte ich aber relativ schnell das etwas nicht stimmte, die Symptome begannen sich innerhalb einer Woche wieder aufzubauen. Ich machte kurzen Prozess und lies mich direkt in die Tropenklinik überweisen.

Die Ärtze dort untersuchten mich, mein Blut und mein Stuhl. Alles innerhalb eines Tages und sehr ausführlich. Der Leiter der Ambulanz schlug eine Off Label Therapie mit Paromomycin 250mg (4-3-4) für sieben Tage und Mebendazol 100mg (2-2-2) für fünf Tage vor.

Ich schluckte also 17 Tabletten pro Tag. Während der Therapie verspürte ich kaum symptomatische Besserung. Auch danach war mein Verdauungstrakt schwer angeschlagen und ich war mir sicher dass es wieder nicht geklappt hat. Ich machte also in der Tropenklinik Stuhluntersuchungen (immer drei Proben) auf das Antigen & die Zysten 8 Tage, 16 Tage und 45 Tage danach. Alle negativ. Ich konnte es aber nicht wirklich glauben, da ich weiterhin Durchfall Symptome hatte und auch immer wieder Bauchschmerzen und Übelkeit.

Nach einem Gespräch mit dem Tropenmediziner ließ sich das Testen sein, da er meinte meine Darmzotten sind vermutlich stark geschädigt und dass die Heilung dauern würde.

Nun eine gute Nachricht: Es dauerte geschlagene drei Monate nach der Behandlung bis die Symptome sich langsam besserten und mein Stuhlgang fester wurde.

Mein Tipp: Was mir momentan merklich hilft in der Phase der Genesung: morgens ein Glas Kefir, abends ein Glas Heilerde (Pulver).

Wer Tipps oder Hilfe braucht kann sich gerne hier melden. 😊
 

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