Lamblien (Giardia)

lisbe

Hallo!

Vor ein paar Monaten hat man bei mir Lamblien festgestellt. Ich habe schon mit der Therapie begonnen (Metronidazol) obwohl meine Familie noch getestet wird. 3 x müssen sie ihren Stuhl untersuchen lassen. Nach 2. Mal gestern war alles immer noch negativ. Nun habe ich gelesen, dass die Diagnostik überhaupt schon mal Glückssache sei. Ich kann das eigentlich nur bestätigen – zumindest von der Symptomseite aus, denn das Symptom nr. 1, nämlich Durchfall hatte ich nie.

Mein eigentliches Problem stellt aber trotzdem mein Sohn dar. Er ist knapp 9 Jahre alt und seit drei Jahren haben wir bei ihm die Diagnose der Laktose- und Fruktoseintoleranz. In meinem Selbststudium der Lamblien und zwangsweise auch anderer Parasiten bin ich drauf gestoßen, dass eine polnische Ärztin <b>alle Symptome meines Sohnes treffend beschreibt!:</b> Es geht bei den Intoleranzen los, geht über die verminderte Aufnahme der Vitamine A, D, E und K über den Dünndarm zu Sehkraftproblemen (mein Sohn hatte im Alter von 6 Jahren eine Zweistärken-Brille bekommen, untypisch für Kind: er ist weitsichtig), Hyperativität und Schlappheit!

Wenn ich jetzt bedenke, dass wir womöglich seit Jahren nur die Symptome des eigentliches Problems behandelt haben, trifft mich wörtlich der Schlag. Diese Ärztin – dr. Wartlowska – empfiehlt nicht etwa den akuten Parasiten zu beseitigen, sondern vielmehr eine ganzheitliche Entwurmungskur in einer bestimmten Reihenfolge durchzuführen, damit die Medikamentenverträglichkeit gewährleistet bleibt. Lamblien sind auf ihrer Liste als letztes zu behandeln.
Seit dem Artikel habe ich ferner erfahren, dass es in Polen sowieso üblich ist, zumindest 1x pro Jahr Kinder zu entwurmen. Ich bin jetzt etwas geschockt, denn ich weiß mit Sicherheit, dass wir ein Parasitenproblem haben, habe aber kein Laborbefund dazu. Ich möchte meinen Sohn und meinen Mann entwurmen – auf Verdacht, so wie diese Ärztin das empfiehlt und im Anschluss diverse pflanzliche Mittel profilaktisch einsetzten.

Hat jemand von Ihnen Erfahrungen gesammelt im Bereich so einer ganzheitlichen Entwurmungskur? Mach das jemand von Ihnen regelmäßig? Hat jemand von Ihnen mehrere Arten von Parasiten zugleich gehabt?
Ach .... Fragen über Fragen.
Ich danke Ihnen im Voraus und
Grüße Sie!
 
wundermittel

James

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Lamblien

Hallo Isbe,

erst einmal ein herzliches Willkommen in unserer Rubrik.
Über diese parasitären Einzeller weiß ich leider nur wenig, glaube aber dass ich die Lamblien im Zusammenhang mit Zoonosen kenne. Gibt es bei Dir Haustiere?
Ich hoffe, dass Du Antworten auf Deine Fragen bekommst.
 

lisbe

Lamblien

Hi!
Ja, ich habe eine Katze. Ich habe einen Garten. Ich habe ein Kind. Alles das sind große Risiken. Und die Parasiten sind da - ich weiß mittlerweile sehr viel darüber, also falls einer Fragen hat, kann er sie gerne stellen.

Mein Problem ist, dass diese Parasitenerscheinungen anscheinend wirklich zu vergessenen Krankheitsbildern und -erregern gehören. Die Symptomatik ist leider sehr unterschiedlich und wird nicht in Zusammenhang gebracht mit einem Parasiten. Dadurch - wie bei uns seit Jahren - werden Sachen kuriert und kuriert und das leider mit wenig Erfolg, weil das eigentliche Problem woanders ist.

Wer von uns hier würde Sehkraft oder Hyperaktivität mit einem Parasiten in Zusammenhang bringen?!?! Deshalb denke ich gerade darüber nach, den Radikalweg dieser Ärztin zu gehen, in dem man 1x pro Jahr die gesamte Familie AUF VERDACHT ENTWURMT - samt Katze, versteht sich. Das sind schon ganz schöne Keulen, die da zum Einsatz kommen, wenn's akut ist.

Die weitergehenden Fragen sind dann: wenn z.B. die Sehschwäche tatsächlich durch den Parasiten hervorgerufen worden ist - ist sie dann noch reparabel? Die Zotten, die bestimmte Nahrungsmittel nicht aufnehmen können, weil sie vollgekleistert mit Lamblien sind - werden sie sich nach Parasitenbeseitigung erholen?

Gruß!
 
regulat-pro-immune
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Lamblien

Hallo lisbe,

von der Regenerierung der Darmzotten nach Parasitenbehandlung weiß ich nichts.

Aber man sagt ja, daß die Darmzotten sich bei Meidung von gutenhaltigen Nahrungsmitteln auch wieder regenerieren können. Warum also nicht auch nach Parasiten?

Mich würde übrigens interessieren, wie die Wurmkur der Dr. Wartlowska aussieht.

Grüsse,
Oregano
 

lisbe

Lamblien

Hi!
Die Ärztin betrieb seinerzeit eine Alergiepraxis für Kinder. Dort behandelte sie die schwersten Fälle von Asthma und Alergien. Ohne großen Erfolg. Recht zufällig ist ihr bei recht schweren Fällen die Anwesenheit von Parasiteneiern aufgefallen und sie fing an, alle zu ihr kommenden Kinder auf Parasiten zu untersuchen. Es ist enorm schwer die Parasiten nachzuweisen - dazu gehören vor allem Lamblien. Von 1000 getesteten Kindern, wobei manche zw. 10-60 Mal untersucht wurden, hat sie gerade bei der Hälfte einen positiven Laborbefund bekommen. Da es wahnsinning viel Zeit in Anspruch genommen hat, nach den Parasiten zu suchen, ist sie dazu übergegangen pauschal, d.h. auf Verdacht die Kinder zu entwurmen. Mit einem Riesenerfolg, was Ihre eigentlichen Probleme, nämlich Asthma und Alergien anging. Die Atemwege waren sowieso ihr größtes Anliegen. Sie hat u.a. z.B. festgestellt, dass bestimmte Würmer mit bestimmten Art zu Husten zusammenhing usw. Die Kurreihenfolge schildert sie so:

I. Madenwurmkur - Pyrantelum
II. Spulwurmkur - Ebenfalls Pyrantelum, jedoch andere Dosierung
III. Peitschenwurmkur - Vermox
IV. Lamblienkur - für kleinere Kinder Furazolidon, ältere Kinder Metronidazol

Als Abschluss gibt es eine Spritze wg. Antigene/Toxische Überreste - das kann ich noch nicht genau erklären.

Falls noch Fragen sind - ich bin hier. Gruß!
 

Datura

in memoriam
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Lamblien

Hi,
In der Tierarztpraxis, in die ich gehe, nehmen welche einmal im Jahr Vermox, ich nehme auch einmal im Jahr Vermox, würde gerne mal mehr machen, aber wer stellt mir ein Rezept aus? Die wollen ja alle was nachweisen, und wenn da nix nachgewiesen wird, ist da ja nix, das kennen wir ja schon.

Mein Hund wird alle 6 Monate entwurmt, hat keinen so grßen Infektionsdruck.

Es stimmt, die Wurmmittel sind Hämmer, aber auf Dauer Würmer zu beherbergen ist nach meiner Meinung der größere Hammer.

Ich hab mir ein Buch von der Dr. Fonk mal per Fernleihe bestellt, das ist schon alles sehr interessant und der Mühe wert, dem nachzugehen!

Amazon.de: Fonk parasiten

Liebe Grüße
Datura
 

lisbe

Lamblien

Hallo Datura!

Endlich einer, der mich versteht :freu:
Genau das ist die Frechheit überhaupt: unsere Tiere kriegen mehr als wir Menschen. In der Tat sind wir jede Sekunde unseres Lebens in Gefahr, uns etwas einzufangen. Es war mir bis vor Kurzem noch nicht mal klar, dass Parasitenlarven in unseren Lebensmitteln den Kochvorgang überleben, dass Lamblien sich im Chlorwasser wohl fühlen etc. Vieles sehe ich jetzt mit anderen Augen. Wir Erwachsenen - solange das Bewußtsein dafür vorhanden ist - üben die persönliche Hygiene mindestens ausreichend aus. Wenn ich jetzt aber an die Zustände in den Kindergärten und Schulen denke, sprich an die Klos dort oder die Picknicks im Freien oder an die abgekauten Stifte, die vorher wer weiß wo waren... Das Kind ist, glaube ich, das größte Risiko. Umso unverständlicher, dass mit unserer Leidensgeschichte zu keinem Zeitpunkt an Parasiten gedacht worden ist. Habe extra bei den Ärzten und im Krankenhaus angerufen - nix.

Um auf Dich zurück zu kommen: 1 x im Jahr so eine Keule ist bestimmt nicht schlecht. Die nötige Weiterführung ohne Keule muss zweierlei bewirken:
1. pflege Dein Immunsystem - am besten gezielt
2. es gibt 'Entwurmunkskuren', die aus Kräutern bestehen und selbst, wenn man sie zu viel einnehmen sollte oder zu lange, wird der Überschuss auf natürlichem Wege einfach wieder ausgeschieden. Entscheidend ist, dass die Krätergaben ein sehr ungünstiges Milieu für die Biester schafft. Ernährt man sich dann auch noch Zucker- und Kohlenhydratenarm, wird es für Parsiten schwer, sich anzusiedeln. Diese ungünstige Umgebung soll man m.E. dauernd aufrecht erhalten. Sicherlich sind Parasiten extrem anpassungsfähig, daher 1x im Jahr Chemie, macht dann die Gesamtkur sicherer. Bitte beachte nur, dass das alles so meine persönlichen Schlussfolgerungen sind, die ich auf meine Familie zuschneide.

Die besten (für diese Zwecke) Kräuterkuren habe ich jetzt in Polen gefunden. Ich setze jetzt keinen Link hier, damit ich hier nicht als Verkäufer abgestempelt werde. Meine Cousine schwört schon lange darauf, aber ich muss gestehen, dass ich früher einfach kein Ohr dafür hatte... Ich habe aber noch keine Vorstellung darüber, wie man die eigene Abwehr auf Kräuterbasis sinnvoll nutzt - da warte ich noch auf meine Cousine.

Gruß!
 
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Datura

in memoriam
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Lamblien

Hi,

Die Wurmkur nach Clark hab ich mal gemacht, war irre teuer.
www.drclark.net/de/cleanses_clean-ups/parasite_cleanses.php

Zucker- und kohlehydratarm sowieso, hab ja chron. Borreliose ( praktisch symptomfrei über lange Zeiten) und mein Immunsystem pflege ich auch "wie verrückt".

Hab mir gerade vorgenommen, meine Tierärztin beim nächstenmal zu interviewen, wie ich mal wechseln könnte. Meine Hündin bekommt jedesmal was anderes.

Ja, die hygienischen Verhältnisse. Neulich war ich in einer Gaststätte auf'm Clo, war eine aus der Küche auch da, wusch sich gerade die Hände, einmal Wasser drüberlaufen- fertig. Naja.

Bitte beachte nur, dass das alles so meine persönlichen Schlussfolgerungen sind, die ich auf meine Familie zuschneide.

Ja, das ist klar! Hab mich ja selbst auch intensiv damit beschäftigt.

Liebe Grüße
Datura
 
regulat-pro-immune

James

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Lamblien

Hallo lisbe,

ein Leben ohne Mikroorganismen als "Mitbewohner" gibt es nicht. Es ist wie immer eine Frage der Menge und die Größe des Schadens. Die Grenze ist fließend und hängt auch immer vom Standpunkt des Betrachters ab, ob man von einem Parasiten sprechen kann.
Der mögliche Schaden ist auch noch individuell davon abhängig, wie das Abwehrsystem funktioniert und welchen Zustand es gerade hat.
Man kann also kaum verbindliche und allgemein gültige Regeln aufstellen.
Unbestritten ist die Tatsache, dass Tieren mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als Menschen. Und das nicht nur im medizinischen Sinne. Zwar off topic, aber an dieser Stelle mal angemerkt:
Wer hat schon von Mindestgrößen der Kinderzimmer gehört. So was kennt man nur von Schweineställen, Vogelkäfigen, Aquarien....!
Oder Mindestausstattungen von Außenanlagen - Spielplätze? Die gibt es zB. für Affen ....
Wer hat schon eine Ausbildung für Kindererziehung machen müssen, um welche zu bekommen?
Tierfutter wird besser kontrolliert als Lebensmittel. Über Gammelfleisch für Hunde und Katzen gab es bisher noch keine Meldungen. Jede Menge Ungleichheiten, die sich eben auch bis in medizinische Bereiche erstrecken.
 

lisbe

Lamblien

Hi James!

ein Leben ohne Mikroorganismen als "Mitbewohner" gibt es nicht
Das ist wohl richtig und damit muss man das nicht diskutieren.

Es ist wie immer eine Frage der Menge und die Größe des Schadens.
Um eine Menge feststellen zu können, müssen wir erst einmal auf die Anwesenheit solcher Organismen kommen. Ich werfe es den Ärzten mittlerweile vor, die offensichtlichsten Möglichkeiten nicht mehr zu überprüfen. Hier setzen viele Heilpraktiker z.B. an, indem sie bei einer Anamnese z.B. ausfragen, wie die direkte Umgebung des Patienten aussieht etc. Was natürlich nicht heißt, dass die alles besser wissen, ich bin sowieso der Verfechter der klassischen Schulmedizin. Ich sage nur, dass man der wahrscheinlichsten Option anfangen sollte. So ist das aber schon seit Langem nicht mehr. Wenn ein Arzt z.B. hört, dass ich rauche, selbst radikaler Nichtraucher ist - hat man verkack.... soll sich gleich neuen Arzt suchen. Das gilt für immer mehr Öko-Ärzte, die dann ohne wenn und aber Joghurtkulturen sich hinten rein einführen etc. Was ich sagen will, deren persönliche Überzeugung und Interessengebiet versperrt den Weg zu logischem Denken und daran anknüpfenden Schlussfolgerungen. Es wird nach Belieben rumprobiert, anstatt eine systematische Diagnostik zu betreiben. Bei der systematischen Diagnostik meine ich wirklich Diagnostik mit System!


Die Grenze ist fließend und hängt auch immer vom Standpunkt des Betrachters ab, ob man von einem Parasiten sprechen kann.
Nein, auch hier würde ich nicht sagen, dass es vom Betrachterstandpunkt abhängig ist. Parasiten verursachen eine extrem breite Symptompalette - es ist fast unmöglich, wenn man sich mit dem Thema vorher als Betroffener nicht selbst beschäftigt hatte drauf zu kommen. Jedes Kopf-, Bauchweh, jedes Schwindel und jede Niedergeschlagenheit können ein Hinweis auf Parasiten sein. Statt dessen werden als wetterfühlig, gestresst oder psychoklinik-reif abgestempelt. Zu irgend einem Zeitpunkt - meist mit der Erstellung des Blutbildes ist es so, dass wir gesagt kriegen: alles ok, stellen sie die Stressfaktoren ab. Darüber freuen sich die Parasiten natürlich sehr. Wir leiden immer noch, aber es ist ja immer irgendwie erträglich, also gewöhnt man sich irgendwie daran, entwickelt Techniken, wie man damit umgeht und gestaltet sogar den Tag danach. James, vom Standpunkt des Betrachters kann nur die Rede sein, wenn man weiß womit man es zu tun hat. Aber genau darauf haben wir keine Chance.

Der mögliche Schaden ist auch noch individuell davon abhängig, wie das Abwehrsystem funktioniert und welchen Zustand es gerade hat.
Absolut korrekt, jedoch nicht vollständig, denn die Parasiten tricksen das Immunsystem aus (wodurch sie auch so lange unentdeckt bleiben). Wie können überhaupt nicht mehr einschätzten, wie unser Immunsystem ist. Hinzu kommen die Antigene, Toxine, Stoffwechselabfälle.... die Liste ist sehr lang.

Man kann also kaum verbindliche und allgemein gültige Regeln aufstellen.
Genau das ist der Punkt! Und wenn man nicht genau weiß, soll man sofort sich eine Entwurmungskur antun. Genau dann. Weil selbst wenn man die Parasiten in Betracht zieht, ist das reine Glückssache, die mit einem Laborbefund zu belegen.

Die Ärztin, von der ich geschrieben habe, hat unter anderem gesagt, dass wir 80% aller Krankheiten uns ersparen würden, hätten wir eine Entwurmungspflicht einführen, ähnlich der Impfpflicht.... Ich möchte gar nicht wissen, wie schnell man für so eine Aussage sterben kann. Keines der Pharmakonzerne wird sich sowas gefallen lassen. Aber gut... das ist ja jetzt schon politisch... sollte man nur nicht aus den Augen lassen.

Unbestritten ist die Tatsache, dass Tieren mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als Menschen. Und das nicht nur im medizinischen Sinne.
Ja. Das ist traurig, aber wahr.

Viele Grüße und danke!
 
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Lamblien

Hallöchen lisbe!

Interessanter Thread muss ich sagen. Meine Meinung: Wenn du ernsthafte Hinweise auf Lamblien und/oder Würmer hast, therapiere sie! Für Lamblien reichen lt. Studien 2 Tage Tinidazol (2 x 1 Tablette am Tag) aus. Erstens ist das eine kürzere Zeit als beim Metro und zweitens ist das Zeug auch besser verträglich als Metro. Muss man sich nur leider auf Privatrezept verschreiben lassen und selber zahlen weils in Deutschland nicht zugelassen ist. Ist aber nicht besonders teuer.

Dann zu den Würmern. Jemand schrieb hier, dass die Wurmmittel ein Hammerzeug seien. Ich halte Antibiotikas für weitaus schlechter verträglich und hatte weder bei Praziquantel, Mebendazol noch Albendazol irgendwelche schlimmen Nebenwirkungen. Lediglich beim Albendazol hatte ich (allerdings auch erst bei hohen Dosen von 2 x 500 mg am Tag) gegen Ende am 5. Tag etwas Bauchkrämpfe die aber auch auszuhalten waren. Übrigens wirkt Albendazol auch gegen Lamblien. Die empfohlene Therapiedauer wären 2 x 500 mg täglich über 5 Tage. Da könnte man dann sogar 2 Fliegen mit einer Therapieklappe erschlagen.......

Insgesamt ist es wohl schlimmer Lamblien und/oder Würmer zu beherbergen, als eine kurze Therapie mit Tinidazol und/oder einem der Wurmmittel durchzuziehen.

LG

WhiteRabbit
 

lisbe

Lamblien

Hallöchen lisbe!

Interessanter Thread muss ich sagen. Meine Meinung: Wenn du ernsthafte Hinweise auf Lamblien und/oder Würmer hast, therapiere sie! Für Lamblien reichen lt. Studien 2 Tage Tinidazol (2 x 1 Tablette am Tag) aus. Erstens ist das eine kürzere Zeit als beim Metro und zweitens ist das Zeug auch besser verträglich als Metro. Muss man sich nur leider auf Privatrezept verschreiben lassen und selber zahlen weils in Deutschland nicht zugelassen ist. Ist aber nicht besonders teuer.

Dann zu den Würmern. Jemand schrieb hier, dass die Wurmmittel ein Hammerzeug seien. Ich halte Antibiotikas für weitaus schlechter verträglich und hatte weder bei Praziquantel, Mebendazol noch Albendazol irgendwelche schlimmen Nebenwirkungen. Lediglich beim Albendazol hatte ich (allerdings auch erst bei hohen Dosen von 2 x 500 mg am Tag) gegen Ende am 5. Tag etwas Bauchkrämpfe die aber auch auszuhalten waren. Übrigens wirkt Albendazol auch gegen Lamblien. Die empfohlene Therapiedauer wären 2 x 500 mg täglich über 5 Tage. Da könnte man dann sogar 2 Fliegen mit einer Therapieklappe erschlagen.......

Insgesamt ist es wohl schlimmer Lamblien und/oder Würmer zu beherbergen, als eine kurze Therapie mit Tinidazol und/oder einem der Wurmmittel durchzuziehen.

LG

WhiteRabbit

Hi WhiteRabbit!

Vielen Dank für die Info, ich werde die Mittel gleich studieren. Albendazol scheint also auch gegen Würmer zu wirken-? Verstehe ich es richtig?
Kannst Du mir außerdem sagen, was Du hattest und wie Du ggf. Dein Arzt darauf gekommen bist auf Parasiten zu testen? Super wäre auch, wenn Du von Deinen Symptomen schreiben könntest.

Und in der Tat scheint es so, dass man besser die Nebenwirkungen einer sogar unnötigen Entwurmungskur hinnimmt, als die Nebenwirkungen jahrelang beherbergter Parasiten.

Hoffe bald von Dir zu hören!

Viele Grüße!
 
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Lamblien

Albendazol wirkt nicht "auch" gegen Würmer, es ist sogar ein Wurmmittel. ;) Es wirkt also umgekehrt eher "auch" auf Lamblien und halt in erster Linie gegen Würmer.

Mein Arzt ist leider auf gar nix gekommen. Ich musste ihm alles vorkauen und selbstständig therapieren. :mad: Er hat nur verschrieben aber immerhin. Ob ich Lamblien und/oder Würmer hatte kann ich leider nicht sicher sagen. Bei den Symptomen kannste dir einfach die Sachen die man bei Lamblien und Würmern gerne hat anschauen, dann weißt du wie mein Zustand war bzw. teilweise auch noch ist. Besserung ja, Heilung nein. Da wird noch irgendetwas schwelen bei mir, Würmer und Lamblien sind es mittlerweile wohl nicht mehr.
 
regulat-pro-immune

lisbe

Lamblien

Mein Arzt ist leider auf gar nix gekommen.

Das macht mich ja so rasend im Moment! Diese ewige Symptombehandlung und keiner löst das eigentliche Problem!

Bei den Symptomen kannste dir einfach die Sachen die man bei Lamblien und Würmern gerne hat anschauen, dann weißt du wie mein Zustand war bzw. teilweise auch noch ist.

Nö, kann ich leider nicht. Ich persönlich hatte keine dieser Schulbuchsymptome. Ich war müde und hatte Blähungen. Man neigt dazu (gerade wenn der eigene Sohn Intoleranzen diagnostiziert bekommt) zu sagen, ja das Essen ist auch nicht mehr das, was es mal war etc. Auf Parasiten bin ich nur durch Glück, in diesem Falle durch einen erfahrenen Laboranten in Polen gestoßen. Weder mein Arzt, noch ich selbst wären jemals drauf gekommen. Deshalb wäre es mir wichtig zu hören, wie es bei Dir wirklich war. Welche der Symptome Dir das Leben wirklich schwer gemacht haben, mit welchen hast Du Dich arrangieren können. Es sicherlich für alle Leser ebenfalls interessant. Bedenke noch mal bitte, dass das typischste Symptom ist, keine zu haben. Das ist wirklich, wirklich raffiniert von den Viehern. Also nochmals meine Bitte: nimm Dir kurz Zeit und schreib's auf. Übrigens: was meinst Du, wie lange Du sie gehabt hast?

Beste Grüße!
 
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Lamblien

Oki, ich probiere es mal. :eek:) Also die Symptome, die ich damit in Verbindung bringe sind folgende:

- Unverträglichkeit von jeglichen Arten von Essen, insbesondere abends,oft aus dem Nichts heraus nach dem Essen plötzlicher Durchfall
- Darmkrämpfe, teilweise Blähungen
- Schwindel / Kreislaufprobleme
- extreme Darmgeräusche (gluckern), insbesondere im liegenden Zustand
- Unverträglichkeit von Alkohol

Mittlerweile gehts vom Darm her wieder einigermaßen. Nicht doll oder geheilt aber man kann mit leben und der letzte Durchfall ist locker 3 Monate her. Bei mir wird wohl noch mehr eine Rolle spielen aber durch meine Eigenregietherapie (zu der man wegen dem Unvermögen der Ärzte ja leider gezwungen wird), müssten zumindest etwaige Würmer und Lamblien weg sein.

Und zumindest bei Lamblien ist es übrigens nicht unbedingt das typische Symptom, keine Symptome zu haben. Die Mistviecher machen üblicherweise explosiven Durchfall, übelste Krämpfe und so Sachen wie Lactoseunverträglichkeit. Klar gibts auch symptomlose Träger (die Schulmedizin hat Lamblien glaube ich auch erst in den 80ern als pathogen anerkannt) aber das scheint mir nicht die Regel zu sein. Das irgendetwas im Darm daneben läuft, müsste man eigentlich merken.

Hoffe das hilft dir weiter........

LG
 

lisbe

Lamblien

Bei mir wird wohl noch mehr eine Rolle spielen aber durch meine Eigenregietherapie (zu der man wegen dem Unvermögen der Ärzte ja leider gezwungen wird), müssten zumindest etwaige Würmer und Lamblien weg sein.

Was denkst Du, was bei Dir noch eine Rolle spielen könnte? Es ist u.U. wirklich hilfreich, weil andere sonst nicht drauf kommen.

Und zumindest bei Lamblien ist es übrigens nicht unbedingt das typische Symptom, keine Symptome zu haben. Die Mistviecher machen üblicherweise explosiven Durchfall, übelste Krämpfe und so Sachen wie Lactoseunverträglichkeit.

Tja, genau das Gegenteil kann ich ja mit meiner Person belegen. Kein explosiver Durchfall und auch sonst kein Durchfall, keine Krämpfe, keine Intoleranzen. Nur Müdigkeit, Blähbauch und die Konsequenzen daraus... trotzdem definitiv Lamblien.

Das irgendetwas im Darm daneben läuft, müsste man eigentlich merken.

Nein! Genau das ist das Schwierige daran. Man merkt oft jahrelang nix Komma Null! Deshalb mein Aufruf für alle Rubriken aller Gesundheitsforen dieser Welt: Entwurmt Euch. Pauschal. Und DANN schaut, ob Ihr noch etwas habt! Meine größte Angst zur Zeit ist, dass z.B. solche Leiden wie Lebensmittelintoleranzen nicht mehr reparabel sind (gilt für meinen kleinen Sohn). Deshalb auch diese paradoxe Vorgehensweise: für Haustiere Entwurmungskuren, für den Halter nix.

Leider ist diese Art der Infektion wirklich in Vergessenheit geraten. Sie ist scheinbar wieder auf dem Vormarsch, vergleichbar Siphilis - spricht auch kein Mensch mehr von, doch Statistiken müssten uns in Angst und Schrecken versetzen. Anders sieht das in in Entwicklungsländern aus, seht dazu ein Filmbeitrag unter: YouTube - parasiten bbc

Doch selbst Menschen, die viel reisen und eigentlich ausgeprägtes Bewusstsein für diese Sachen haben müssten, passieren solche Begegnungen. Im Film geht es etwas exotischer zu, jedoch sagt auch etwas über die Einfachheit der Ansteckung etc.

Tatsache ist, dass wir von der Seite unserer Ärzte nichts zu erwarten haben in dieser Hinsicht, aber ich frage Euch: von wem dann??? Ich bin mit meinem Laborbefund zu meinem Hausarzt gegangen. Ich habe lediglich erfahren, was ich jetzt einnehmen muss. Mehr nicht. Nicht eine einzige Info.

Für die Beseitigung unserer einheimischen Parasitenarten tun wir einfach zu wenig, um nicht zu sagen nix. Tatsächlich machen wir erst dann etwas, wenn nichts anderes mehr Sinn macht, wir weiter leiden und uns letztlich in tiefem Selbststudium vergraben.

Ich habe das Gefühl, ich kann es gar nicht deutlicher sagen: ich bin der Meinung der Ärztin, die eine Pflicht-Entwurmung ähnlich der Pflicht-Impfung einführen wollte. Entwurmung in regelmäßigen Abständen - egal ob Symptomatik da ist oder nicht.

Bitte sag mir jemand, wenn ich mich nach Paranoia anhöre, jedoch alle Zeichen deuten tatsächlich auf meinen Standpunkt, dass regelmäßige Entwurmung einfach wie Händewaschen zu unserem Tagesablauf gehören sollte.

Übrigens: kann mir irgendjemand einen Parasiten-Spezialisten nennen, der eine Praxis betreibt? Egal in welchem Land....

Danke nochmals und Grüße!
 
regulat-pro-immune
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Lamblien

Eine weitere Rolle könnten so angeblich harmlose Viecher wie Blastocystis hominis, Dientamoeba fragilis (siehe Dientamoeba fragilis & Blastocystis hominis) oder auch das ganze intrazelluläre Gelumpe (Ricksettsien, Bartonellen usw.) spielen. Das ist aber eine verdammte Raterei weil die Tests total unzuverlässig sind.

Ich gebe dir durchaus Recht, dass das Thema Parasiten total unterschätzt wird. Vergiss aber auch die Bakterien nicht.........
 

lisbe

Lamblien

Eine weitere Rolle könnten so angeblich harmlose Viecher wie Blastocystis hominis, Dientamoeba fragilis (siehe Dientamoeba fragilis & Blastocystis hominis) oder auch das ganze intrazelluläre Gelumpe (Ricksettsien, Bartonellen usw.) spielen. Das ist aber eine verdammte Raterei weil die Tests total unzuverlässig sind.
Ich mach mich gleich an das Studium - noch nie gehört.
Aber eine Anmerkung trotzdem: viele Sachen können eine Rolle spielen. Kommt man ebenfalls nicht ohne Weiteres darauf. Was ich jedoch durch diese Beiträge hier u.a. bewirken möchte, ist eine gewisse Systematik, wie man ein Problem angeht. Man geht logisch von den einfachsten bzw. den wahrscheinlichsten Fällen aus und erst, wenn diese ausgeschlossen sind, sucht man nach dem nächstwahrscheinlichsten Fall.
So ist das bei den Haustieren: sie treiben sich draußen herum, schnüffeln an Fekalien der Mitgenossen etc., also kriegen sie vorsorglich eine Entwurmungskur. Sagt mir doch mal bitte, was anders ist bei einem sagen wir mal Kindergartenkind?
Gerade in der Medizin, mit heutigen Möglichkeiten der Diagnostik erwarte ich, dass zunächst der (sehr!) wahrscheinliche Fall des Parasitenbefalls und dann die Diagnose der Lebensmittelintoleranz gestellt wird. Ansonsten kann man doch nicht von einer Systematik sprechen.

Ich gebe dir durchaus Recht, dass das Thema Parasiten total unterschätzt wird. Vergiss aber auch die Bakterien nicht.........

Nein, die Bakterien möchte ich auch nicht vergessen und ausschließen, allerdings möchte ich gerne mal wissen, wo in meiner o.g. Systematik einzuordnen sind.

Vielen Dank!
 
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