Kryptosan wirkt - Depyrrol nicht

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Hallo.

Ich habe einen Kryptopyrrol-Wert von 46 µg/dl. Hauptsächliche Symptome sind bei mir angeschwollene Nasenschleimhäute, ein unangenehmes Entzündungsgefühl in den Nebenhöhlen und häufige Kopfschmerzen und Migräne.

Ich habe vor einigen Wochen angefangen, Kryptosan zu nehmen. Die Beschwerden waren recht schnell weg. Ich habe dann bis auf 5 Kapseln täglich gesteigert, da die Nase nachts immer noch nicht frei war (das ist sie bis heute nicht).

Da 5 Kapseln am Tag (3 morgens, 2 mittags) etwas stressig sind, habe ich versucht, Depyrrol zu nehmen. Leider scheint Depyrrol bei mir überhaupt nicht zu wirken. Ich habe drei Tage lang jeweils eine Kapsel morgens genommen, und am dritten Tag waren meine Beschwerden wieder wie früher.

Aus dem Forum hier habe ich den Eindruck gewonnen, es könnte eher sein, daß Kryptosan nicht wirkt - Depyrrol soll aber immer wirken. Warum ist es bei mir andersrum?

Ich versuche jetzt, eine kostengünstige Lösung zu finden. Kryptosan (Heck) ist leider relativ teuer. Das Kryptosan von Tech-Med wäre billiger - aber es ist auch ein wenig anders zusammengesetzt, allerdings mit dem Vorteil, daß ich nur die halbe Menge Kapseln nehmen müßte. Ein großes Problem sind auch immer die Versandkosten, die bei Nutrio-Shop günstiger wären.

Habt ihr Tips für mich? Wer von euch hat den schon mal das Kryptosan von Tech-Med ausprobiert?

Liebe Grüße

Uwe
 
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Hallo Uwe!

Depyrrol ist nicht in allen Fällen besser als Kryptosan.
Ich schwöre drauf bei psychischen Problemen, aber Deine Symptome deuten eher auf Histamin als Auslöser hin.
Zu den erhältlichen Präparaten hat Kate eine gute Übersicht erstellt: http://people.freenet.de/okat/meditab.htm
KPU hat durch die Aktivierung bestimmter Enzyme einen Einfluss auf den Histaminspiegel: 40% erhöht und 20% erniedrigt, wenn ich mich recht erinnere.
Trink doch mal eine Flasche Rotwein, am besten etwas älteren: enthält viel Histamin und der Alkohol hemmt den Histaminabbau, wenns dann schlimmer wird, isses das Histamin.
Im Forum gibt es auch einen Thread Histaminintoleranz, guck da mal rein.
Am Besten ist es, mal das Vollblut-Histamin bestimmern zu lassen.
Um den Histaminspiegel zu verändern, reicht Kryptosan/Depyrrol nicht aus, da muss man zu anderen Maßnahmen greifen.


Gruß

Matthias
 

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Kate

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Folsäure

Hallo Uwe,

der Hinweis von Rohi zum Histamin ist gut. Die geschwollene Nasenschleimhaut ist ein typisches Symptom. Ich habe mich wegen typischer Symptome auch gerade mit dem Thema beschäftigt und kann folgendes beisteuern:

Alle Kryptosan-Varianten enthalten Folsäure. Folsäure ist laut Konrad Thomes "Nährstoffe für die Seele" im Falle einer Histapenie (zu hoher Histaminspiegel, häufig bei KPU, weil B6 Koenzym der DAO, eines histaminabbauenden Enzyms, ist) ungünstig. Dies ist - wenn ich es richtig verstanden habe - ein Erfahrungswert. Die physiologische Erklärung habe ich bisher nirgends gesehen.

Ich bin daher auf Herrn Thomes Anraten auf "Pyridoxin-Komplex forte" von Heck Biopharma umgestiegen und meine, dass sich das eine oder andere Symptom gemildert hat seit dem (brennende Schleimhäute des Verdauungstraktes, geschwollene Nasenschleimhaut, Kopfschmerzen). Zudem ist es deutlich preiswerter als das Kryptosan.

Ne ganze Flasche Wein wird - wenn Du nicht gerade Alki bist - sicher bewirken, dass es Dir schlecht geht, nicht nur wegen des Histamins. Als "Testsubstanzen" kann ich Dir empfehlen: Sauerkraut, Tomatensoße (am besten so eine richtig konzentrierte), alten Käse, Fisch - also am besten eine Sardellen-Pizza, da ist auch noch Weizen dabei und dazu dann ein Glas Rotwein (und den nächsten Tag frei nehmen :D ). Heftig reagieren tue ich auch auf Cystein (hatte ich mal als Nahrungsergänzung genommen, ist aber auch in dem bekannten Präparat ACC drin).

Das liefert Dir aber nur Hinweise auf eine Histamin-INTOLERANZ, hinter der verschiedene Mechanismen stecken können. Siehe

http://www.kofler-haut.at/infos_news/00900_Downloads.htm

Viele Grüße
Kate
 
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Über 200 Beiträge zu Histaminintoleranz:
http://www.libase.de/board.html?boardid=124

Alles Gute

Matthias

P.S.
Auch beim Thema Sexualität stellt dieses Symptom ein Problem dar. Körperkontakt ist bei mir verbunden mit "brennender Haut" und totaler Abgeschlagenheit am nächsten Tag. Ich überleg immer schon vorher "will ich oder nicht?". Das soll heissen es stellt sich immer die Frage: Hab ich jetzt eine schöne Nacht und fühl mich morgen total mies und würd am liebsten meine Haut "ausziehen" weil sie so brennt, oder verzicht ich lieber drauf.
Was Histaminintoleranz alles für Folgen haben kann ...
 
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Kate schrieb:
der Hinweis von Rohi zum Histamin ist gut. Die geschwollene Nasenschleimhaut ist ein typisches Symptom. Ich habe mich wegen typischer Symptome auch gerade mit dem Thema beschäftigt und kann folgendes beisteuern:

Alle Kryptosan-Varianten enthalten Folsäure. Folsäure ist laut Konrad Thomes "Nährstoffe für die Seele" im Falle einer Histapenie (zu hoher Histaminspiegel, häufig bei KPU, weil B6 Koenzym der DAO, eines histaminabbauenden Enzyms, ist) ungünstig. Dies ist - wenn ich es richtig verstanden habe - ein Erfahrungswert. Die physiologische Erklärung habe ich bisher nirgends gesehen.
Hm, Tatsache ist aber, daß meine Nase mit Kryptosan tagsüber frei ist. Wie paßt das zusammen?
 

Anne B.

Mein KPU-Test liegt bei 47 µg/dl. Ich nehme seit ca. 1 Woche Mangan (20 mg), B2 (100 mg), B6 (50 mg) morgens und am Abend Zinkorotat ein. Es bekommt mir gut, besonders auffällig ist das neue Zeitgefühl. Endlich habe ich wieder mehr Zeit, weil ich offensichtlich vieles nun in kürzerer Zeit ohne größere (geistige) Anstrengung erledigen kann. Aber meine volle Leistungsfähigkeit ist natürlich noch nicht hergestellt, bin jedoch guter Hoffnung.

Meine Überlegungen zu Kryptosan und Depyrrol:

Wenn Zink und B 6 gleichzeitig genommen werden, verbindet sich dann nicht auch ein großer Teil sofort zu Kryptopyrrol?
Ich habe gelesen, dass Kryptopyrrol auch eine toxische Wirkung haben soll. Weiß jemand etwas darüber?
 

Anne B.

Ergänzung:

Rotwein vertrage ich übrigens auch nicht, was ja nicht ungewöhnlich ist.
Seit ich nach einem Folsäurepräparat in einer Schwangerschaft vor 17 Jahren schlimmste Mißempfindungen in Armen und Beinen hatte, mache ich einen großen Bogen darum.
Alles, was als gesund angepriesen wird, wie Milchprodukte (Joghurt und Quark), Vollkornprodukte, Müsli, Multivitaminpräparate habe ich in den letzten Jahren allen Gesundheitsaposteln :zunge: zum Trotz bewußt vermieden, insbesondere auch Heringe (!), da ich nach dem Verzehr immer wieder vor allem psychische Krisen erfahren habe. Vielleicht war das mein großes Glück, sonst hätte ich möglicherweise wie meine Brüder längst Psychiatrieerfahrung. So kann ich inzwischen (wieder) 40 Stunden/Woche arbeiten gehen, wenn auch manchmal mit großer Angstrengung. Mit der jetzigen Diagnose (welch' ein Segen!) habe ich ja gute Aussichten, dass es noch besser wird.
 
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Hallo flowerpower,

Ich habe gelesen, dass Kryptopyrrol auch eine toxische Wirkung haben soll.
Wo hast Du das gelesen? Ich weiß, daß die Pyrrole sich im Körper ansammeln können und toxisch sind. Demnach ist es für den Körper gut, daß diese Pyrrole nun gebunden und als Kryptopyrrol bzw. Hämopyrrollaktamkomplex herausgeschafft werden. Weiß jemand etwas anderes?
Liebe Grüße

Günter
 

Anne B.

Hallo Günther,

danke für deine Nachfrage! Da hatte ich wohl einen Denkfehler: ich habe gedacht, Pyrrol und Kryptopyrrol seien dasselbe...Pyrrol ist toxisch und wird an Zink und B 6 gebunden (oder umgekehrt) =Kryptopyrrol, und ist damit offensichtlich nicht mehr toxisch. Pyrrolurie und Kryptopyrrolurie haben also dieselbe Ursache und sind doch nicht dasselbe :)

Liebe Grüße von Anne
 
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@ Anne:

Die Bezeichnung ist nicht eineitlich. Eigentlich meinen alle dasselbe, aber jeder nennt es anders, zur Verwirrung des Endverbrauchers.
Also eigentlich ist Pyrrolurie=Kryptopyrrolurie=Hämolaktopyrrolurie=Malvarie etc. Wenn Du so betroffen davon bist, wäre das Buch "HPU und dann ...?" vielleicht keine schlechte Idee.

Alles Gute

Matthias
 

Kate

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Folsäure

Hallo Uwe,

eine Histamin-Intoleranz kann u.a. auch auf einer Histapenie (zu niedriger Histamin-Spiegel) basieren. Dann wäre Folsäure wieder ok oder sogar gut.

Viele Grüße
Kate
 
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Ich habe mir jetzt mal die typischen Symptome von Histadelie und Histapenie angesehen. Leider trifft nur je etwa die Hälfte zu. Bei der anderen Hälfte ergeben sich Widersprüche, bzw. die Symptome sprechen für die jeweils andere Krankheit. Ich habe also beides, oder mal das eine und mal das andere. Oder gibt es Erklärungen dafür?
 
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Hi Uwe!

Mir geht es genauso. Wahrscheinlich kann nur eine Blutuntersuchung Aufschluss geben.
Bei beiden Typen trifft viel auf mich zu, aber es gibt auch immer Punkte, die nicht so zutreffen. Wahrscheinlich kann man anhand der "Symptome" allein keine Aussage treffen. Oder die haben die Symptome nur zusammengeraten, ich weiß es nicht. Mal eine Frage: Wo hast Du Dir eigentlich die typischen Symptome angesehen? Ich habe Dr. Pfeiffers "Nährstoff-Therapie bei psychischen Störungen", dasselbe steht in Thomes Nährstoffe für die Seele, gibt es da noch eine andere Quelle???

Alles Gute Matthias
 
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Ich habe einfach nach den beiden Begriffen gegoogelt, dabei bin ich unter anderem auf http://www.orthomedis.ch/histapenie.htm gstoßen. Es war aber auch noch ein interessanter Vortrag von Pfeiffer aus dem Jahr 1982 dabei, den ich noch nicht ganz gelesen habe.
 

Kate

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Hallo Uwe,

bei mir ist es auch nicht völlig eindeutig: In Konrad Thomes Broschüre kann ich bei Histadelie 11 von 18 Punkten ankreuzen, bei Histapenie 3 von 13. Die jeweils anderen Punkte treffen ganz und gar nicht zu, z.B. bei Histadelie "große Ohren", "Familie mit nur Söhnen" (im Gegenteil: nur Mädchen, 3 Stück), "Können Sie viel Alkohol vertragen" (praktisch gar keinen mehr...). Den letzten Punkt verstehe ich allerdings auch nicht, denn Alkoholunverträglichkeit ist zumindest bei Histamin-Intoleranz ein sehr typisches Symptom. Und diese geht wohl zumindest oft(?) mit Histadelie einher.

Ich denke, diese Symptomlisten basieren auf statistischen Korrelationen und geben nur zum Teil (nachvollziehbare) Kausalzusammenhänge wieder. Zudem reichten zu der Zeit, aus der diese Beschreibungen stammen, wohl die Fallzahlen oft nicht (in der Orthomedis-Broschüre las ich irgendwo etwas von 39, das ist nichts...) für eine seriöse "schließende" Statistik, d.h. eine sinnvolle Verallgemeinerung. Insofern können das nur Anhaltspunkte sein.

Ich würde bei mir eher auf Histadelie schließen, aber eine Untersuchung des 24-Std.-Urins auf Methylhistamin ergab einen Wert im Normbereich. Nach meiner (allerdings nicht sehr ergiebigen) Recherche ist dies im Gegensatz zum Histamin im Vollblut eher tauglich als Langzeitwert, weil der Blutwert schnell schwanken kann. KEAC und Orthomedis benutzen aber nach wie vor den Blutwert. Ich werde wohl den Blutwert auch noch machen lassen (Kosten in meinem Labor ca. 39 Euro), zudem einen weiteren, der Aufschluss auf die Aktivität der DAO (Diaminoxidase, histaminabbauendes Enzym, Kosten ca. 33 Euro) gibt. Denn ich möchte wissen, was hinter meiner recht eindeutigen Histamin-Intoleranz steckt, um die Therapie- und Diät-Maßnahmen darauf abzustimmen.

Viele Grüße
Kate
 

Anne B.

Ich hatte vor einiger Zeit hier angegeben, dass mir Vitamin B 6, Mangan und Zink etc. unglaublich gut tun. Ich muss mich jetzt revidieren. Das hielt nur kurze Zeit an. Habe jetzt alles wieder abgesetzt und werde erstmal zahlreiche Allergietestungen durchführen und meine Zahnherde beseitigen lassen. Ich glaube inzwischen, dass KPU ein Wert zur Feststellung chronischer Vergiftungen ist. Experimente sollte man meiner Meinung nach vermeiden und erstmal alle Giftquellen im Körper - so gut es geht - beseitigen.

Ich wünsche allen gute Besserung und viel Kraft!
 

Leni Q

HPU wie und was ?

Hallo Flowerpower,

Bei HPU ist das Phänomen bekannt, zunächst hilft das B6 und das Zink dann aber nicht mehr. Die Erklärung ist ganz einfach. Das B6 ist von jemand mit HPU nicht verwertbar, nicht umsetzbar. Deshalb gibt es häufig ein Überschuss an B6 im Serum aber da wo es arbeiten soll, funktioniert es aber nicht. Weil HPU ein Stoffwechselstörung ist. Deshalb ist ein vor- umgewandeltes B6(Pyridoxal-5-Phophat) hilfreich, da kann der Körper es sofort in B3 umsetzen etc. Bei HPU sind einige Sachen worauf man achten sollte. Die richtige Vitamine in der richtige Form, keine oder wenig Begleitstoffen. Die Dosierung sollte in Verhältnis zu einander passen. Auch das Mangan spielt eine wichtige Rolle, z.B. für die Darmschleimhaut, Gelenke etc. und sollte deshalb nicht fehlen. Deshalb ist ein Kombipräparat wie Depyrrol eine gute Möglichkeit. Einschleichen ist wichtig, weil durch die Medikation einige Hormonale Mechanismen wieder angesprochen werden. Die Hyphophyse wird angesprochen, Hormone werden Produziert die für Stoffwechsel unerlässlich sind. Auch die für die Entgiftung. Deshalb zeigt die Haut anfänglich Unregelmäßigkeiten. Daran kann man sehen dass diese Entgiftungs- Stoffwechselvorgänge ablaufen. Es nützt aber nichts wenn es nur halb geschieht. Es hört sich einfach an, in Wirklichkeit ist es ein sehr empfindlicher Vorgang die sehr gezielt und behutsam behandelt werden sollte. Auf jeden Fall wenn man Vorschritte erzielen möchte und es auf Dauer eine Verbesserung und es keine Verschlechterung geben soll.

Man stellt sich vor eine Fußballmannschaft wo durch Umstände nur drei Spieler auf dem Spielfeld stehen. Ich kann mir vorstellen dass diese drei Spieler irgendwann aufgeben. Die spielen einfach nicht mehr mit, weil es nicht möglich zusammen zu spielen mit einer Mannschaft die keine Mannschaft ist. Sie sind schlicht überfordert. Und genau das passiert im Körper, der Körper ist unentwegt überfordert. Nur das es bei einer Fußballmannschaft etwas einfacher ist die fehlende Spieler zu ergänzen.
Für Allgemeinen Informationen über HPU:
http://www.keac.de

Liebe Grüße

Leni Q ;)
 

Anne B.

Hallo Leni,

danke für deine Antwort! Allerdings werde ich meine Meinung nicht ändern, solange du mir nicht erklärst, warum es einem schlechter während der Vitamin-/Zinktherapie geht. Bei Antibiotikagabe ist es jedenfalls wissenschaftlich bewiesen: es werden Toxine durch die Vernichtung von Bakterien frei, die den Körper kurzeitig stark belasten.

Was ist das, was mich schlecht fühlen lässt, bei Zink- und gleichzeitiger Vitamin-B6-Einnahme?

Im übrigen: beim KEAC-online-KPU-Test wäre ich glatt durchgefallen, obwohl mein KPU-Wert über 40 mikrogramm/dl lag. Also, irgendwas liegt doch eindeutig schief. Warum sagt hier keiner, warum es einem schlecht geht? Wenn die Leber durch die Vitamine und Zink u.a. plötzlich besser entgiften kann - was entgiftet sie denn? Wird auch alles ausgeschieden, was an gespeicherten Giften frei wird?
Wenn ja: was kann man messtechnisch bestimmen?

Mir fehlen Beweise! Geduld hatte ich 20 Jahre lang.

Es grüßt Anne

PS: Ich träume nachts und kann mich auch oft gut daran erinnern - auch ohne Vitamin B 6. War das nicht eines der entscheidenden Kriterien? Also habe ich keinen Vitamin B-6-Mangel und somit auch keinen Mangel an Pyridoxal-5-Phophat!
 

Kate

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keine Beweise

Hallo Anne,

Beweise habe ich nicht, aber folgende Anmerkungen:

1) Wenn sich B6 im Serum ansammelt, weil es nicht in die (in der Zelle) letztlich benötigte Form umgewandelt werden kann, ist es schon naheliegend, dass das Probleme verursacht. Irgendwo las ich mal was von Nervenproblemen durch B6-Überschuss. Der Doc von meiner (KPU und Hashi-)Schwester hat das B6 in seinen verschiedenen Formen im Blut untersucht, einen Überschuss festgestellt und die Schlussfolgerung gezogen, dass sie's wohl nicht verwerten kann. Sie nimmt Depyrrol.

2) Man kann alles auch Überdosieren... und dann hat die Leber viel zu tun bzw. es sammelt sich irgendwo und macht Probleme. Oder aber es behindert die Aufnahme anderer Stoffe, d.h. es entsteht ein Mangel.

3) Die Traumerinnerung ist nur ein Anhaltspunkt, kein definitives Kriterium für B6-Mangel.

4) Dasselbe gilt auch für den HPU-Online-Test. Das ist pure Statistik, diese Symptome sind oft mit HPU korreliert, aber nicht zwingend.

Hoffe, ich konnte Dir ein paar Anregungen geben. Ich bin selbst skeptisch bez. der Einnahme von Präparaten aller Art, kann Dich von daher verstehen. Das soll auch keine Propaganda sein, die Entscheidung muss jeder selbst fällen :)

Gruß
Kate
 
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Rohi schrieb:
Trink doch mal eine Flasche Rotwein, am besten etwas älteren: enthält viel Histamin und der Alkohol hemmt den Histaminabbau, wenns dann schlimmer wird, isses das Histamin.
Ich habe also den Test gemacht. Ca. 15 Minuten nach einem halben Glas Rotwein war die Nase zu. Sauerkraut hatte eine ähnliche Wirkung.

Daraufhin habe ich mich im Internet schlau gemacht und bin auf Ketotifen gestoßen. Das ist ein Antihistaminikum, das gleichzeitig die Mastzellen stabilisiert, so daß weniger Histamin freigesetzt wird.

Ich habe es mir vom Doc verschreiben lassen und nehme es jetzt seit einer Woche.

Die Nase ist frei! Dauerhaft! Selbst nachts kann ich vollständig auf Nasenspray verzichten. Zwar habe ich nachts noch manchmal leichte Atemprobleme in einem Nasenloch, aber vermutlich muß sich die Schleimhaut erstmal ordentlich regenerieren.

Ich konnte leider nicht herausfinden, ob Ketotifen zu den Antihistaminika der ersten oder zweiten Generation gehört. Im Netz gibt es widersprüchliche Angaben. Jedenfalls bemerke ich derzeit keine oder allenfalls kaum Nebenwirkungen. Es fühlt sich einfach gut an. :freu:
 
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