Kinder als Opfer fester Spikes-Zahnspangen

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Liebe Leser,
SPIKES heißt auf Deutsch Stacheln, und an Winterreifen sind die längst verboten, weil sie die Straßendecke schädigen. Auch Sprinterschuhe gibt es mit Spikes, aber die werden auf Sportplätzen und nicht zuhause getragen.
Aber Stacheln in Kindermündern?
Nach Angabe eines Insiders sind fest eingebaute Spikes als Mittel gegen falsche Zungenlagen und -funktionen, wie z.B. falsches Schlucken, auf dem Vormarsch! Er erwähnte einen Artikel in einer kieferorthopädischen Fachzeitschrift, der Spikes empfahl und junge Opfer zeigte, und den er kritisiert hat. Und ich fand einen 3. Preis für ein Fachtagungs-Poster aus Würzburg, das Spikes zur Therapie des offenen Bisses salonfähig machen soll. Der Insider bedauert, dass sich der Verband der Gegenlobby, für myofunktionelles Training statt Brutalbehandlung von Kindern, nach schädlichem Fehlverhalten eines Einzelnen aufgelöst hat.
Haben Straßen in Deutschland nun mehr Rechte als Kinder?
Weiterhin fand ich einen Hinweis auf einen amerikanischen Propagierer brutaler Methoden, der in den 70er Jahren Mängel in der (ost-)deutschen Lehre ausgenutzt hat, um mit seinen schicken Ergebnissen ebendiese Methoden bei uns einzuführen. So kamen wohl auch die Headgears und Delaire-Masken zu uns, die hier früher fast unbekannt waren!

Zwar machen Spikes „nur“ Fleischwunden, aber in unserem empfindlichsten Körperteil! Welche Eltern würden ihren Kindern das antun lassen, wenn sie vorher genau informiert worden wären? Es ist anzunehmen, dass die Mehrzahl überrumpelt wird, wie auch bei den Gaumennahtsprengungen. Aber anders als bei diesen wäre gegen Spikes noch Selbsthilfe per Seitenschneider möglich.
Ohne Lobby für unsere körpereigensten Belange müssen wir schließlich Wege finden, uns selbst zu helfen. Denn wer keine Lobby hat, der wird in der herrschenden Lobbykratie zerdrückt. Und Gewalt erzeugt wieder Gewalt, aber meist gegen Schwächere und nicht gegen die Verursacher.
So erfuhr ich gerade, dass Brutal-Kieferorthopädie im Kinderfernsehen salonfähig gemacht wird:
„Ja, da müssen Zähne raus, und dann eine feste Spange rein!“ Alternativen wurden offenbar gar nicht erwähnt.

Wenn ich dagegen an meine Kindheit zurückdenke, an die Sendung mit der Maus, einen Beitrag, wie ein Junge eine Zahnklammer bekam: Von einem netten alten Onkel Doktor, da wurde ein Abdruck genommen („Wie Kaugummi“), und dann gab es wohl eine schmerzlose Doppeldecker-Spange...

Soweit für diesmal, hordeotech
IzZ Info-Basis und Initiative für zwanglose Zahnspangen
 
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