Ketamin bei Depressionen - Arte Doku Depression

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Ketamin bei Depression

Es geht auch um andere Sachen, aber die Ketamin Therapie finde ich am interessantesten.

Übrigens: Alpha Stim funktioniert bei nicht Wenigen auch effektiv (eigene Erfahrunegn)



Volkskrankheit Depression: Wie neue Therapien helfen können | ARTE Re:

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Ketamin ist ein "Ersatzstoffe" für N Acetylserotonin welches aus Serotonin -> 5 HTP -> Trypthophan.
Wenn also etwas im Stoffwechsel verrutscht ist, kann es helfen. Genauso gut könnte man aber auch einen Mangel der genannten Stoffe ausgleichen. Also 5HTP oder Trypthophan sowie dessen Cofaktoren.
 
... Ketamin i.v. über 2 Monate kann bei therapieresistenten Depressionen (TRD) helfen und die Exekutivfunktionen bei älteren Erwachsenen verbessern. Diese Schlüsse legen die Resultate einer neuen Pilotstudie nahe [1].

Die Ergebnisse zeigten unter den Teilnehmenden eine Ansprache auf Ketamin von fast 50% und 25% erreichten eine vollständige Remission ihrer TRD. Diese Bewertungen wurden mithilfe der Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale (MADRS) ermittelt.


„Unsere Pilotstudie zeigt, dass Ketamin i.v. gut verträglich und sicher ist und im höheren Alter zu einer Verbesserung der TRD führt“, sagte Dr. Marie Anne Gebara, Professorin für Psychiatrie an der University of Pittsburgh School of Medicine in Pennsylvania gegenüber Medscape.
...
Nach Ketamin-Gabe kam es auch zu einer Verbesserung des „Fluid Cognition Composite Score“ (Effektstärke 0,61), was auf eine mittlere bis große Wirkung hindeutet.

Nebenwirkungen waren insgesamt selten, kein Patient musste die Studienteilnahme vorzeitig beenden, erklärten die Forschenden. 5 der 25 Personen berichteten von einer infusionsbedingten, wenngleich vorübergehenden Hypertonie.

Zu den Einschränkungen der Studie gehören ihre geringe Stichprobengröße sowie das Fehlen einer Randomisierung und einer Placebo-Kontrolle oder Vergleichstherapie. ...

Grüsse,
Oregano
 
... Das ursprünglich als Narkotikum eingesetzte Ketamin wurde in den vergangenen Jahren als Antidepressivum bei behandlungsresistenten Patienten genutzt. Eine Einzeldosis führt innerhalb weniger Stunden zu einer schnellen antidepressiven Reaktion. Die Wirkung von Ketamin hält nach dem biochemischen Abbau im Körper mehrere Tage lang an. Im Gegensatz dazu wirken "herkömmliche" Antidepressiva erst nach Wochen. Zudem müssen Patienten sie täglich einnehmen, um die positive Wirkung aufrechtzuerhalten. "Ich möchte verstehen, welche molekulare Kaskade Ketamin auslöst, die zu der anhaltenden antidepressiven Wirkung führt. Wenn man den Mechanismus versteht, kann man bessere Medikamente entwickeln, die das System gezielter beeinflussen können", erklärt Juan Pablo Lopez, Erstautor der Studie. ...

Mich würde interessieren, ob es hier Leute gibt, die positive Erfahrungen mit Ketamin bei Depression gemacht haben. Es klingt so gut ...

...
Bei einer Ketamintherapie bei Depression wird das Medikament in einer sehr geringen Dosis als Infusion über ca. 40 Minuten verabreicht. Dabei entfaltet das Ketamin seine antidepressive Wirkung. Es treten fast nie Nebenwirkungen auf und wenn doch, verschwinden sie sofort nach dem Anhalten der Infusion. Die Patienten erleben allerdings manchmal ein Gefühl von Wärme und fühlen sich leicht angetrunken. Natürlich erfolgt vor der Infusion eine gründliche Untersuchung, damit bei bestimmten Patienten Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden können (Bluthochdruck, Herzrhytmusstörungen, Psychosen). Die Verabreichung als Infusion unter Überwachung ist aber offenbar für viele Praxen zu aufwendig.

Lesen Sie mehr über den Ablauf unserer Ketamintherapie>>>

Besonders wirksam ist die Ketamintherapie bei Depressionen die aufgrund von chronischen Schmerzen entstanden sind oder die sich besonders in Schmerzen ausdrücken (somatisierte Depressionen). Auch gegen den Scherz an sich kann eine Ketamintherapie wirksam sein. ...

Grüsse,
Oregano
 
Ketamin ist ja eine „Droge“- und es wird als Droge mißbraucht .

Als Straßendroge verbreitete sich Ketamin bereits ab Mitte der 1970er Jahre. Wegen der halluzinogenen Nebenwirkungen wird Ketamin in den letzten Jahren vermehrt als Droge in der Technoszene konsumiert. Es wird auch „Special K“, „Vitamin K“, „Kate“, oder einfach „K“ genannt. In Form von weißem, kristallinem Pulver wird es gesnieft, das heißt mit einem Röhrchen oder einem zusammengerollten Geldschein durch die Nase gezogen, als Flüssigkeit oder Tabletten geschluckt. Auch das Rauchen des Pulvers oder das Spritzen der Flüssigkeit gehört zu den Konsumformen.

In Deutschland fällt Ketamin als Arzneimittel nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Trotzdem macht sich strafbar, wer die Droge ohne Rezept illegal erwirbt. ... Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung und neurologische Störungen ... die ableitenden Harnwege schädigen. Es können urologische Beschwerden und eine Blasenentzündung mit Bildung von Geschwüren auftreten. ... Die dissoziative Wirkung von Ketamin kann Nutzer in einen Zustand versetzen, in dem sie verwundbar sind durch Unfälle, Raub, Überfall und Vergewaltigung. ... Auch werden die Halluzinationen im Vergleich zu anderen halluzinogenen Drogen wie Pilzen, also Magic Mushrooms oder LSD häufiger als beängstigend erlebt. Angstzustände, Panikattacken und Schreckensvisionen, also Horror Trips, treten häufiger auf. Dadurch können auch längerfristige psychische Probleme ausgelöst werden. ...

Grüsse,
Oregano
 
.... Während die akuten psychotropen Effekte von Ketamin gut beschrieben sind, rückten die urologischen Langzeitfolgen erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den Fokus. Erste Fallserien aus Hongkong aus dem Jahr 2007 (BJUI International) sowie spätere Kohortenstudien belegten einen Zusammenhang zwischen wiederholtem Ketamin-Konsum und schweren Blasenfunktionsstörungen.
...
Ketamin wird hepatisch metabolisiert und überwiegend renal ausgeschieden. Seine Metabolite gelangen in die Harnblase und verbleiben dort über längere Zeit in direktem Kontakt mit dem Urothel. Experimentelle und klinische Befunde zeigen, dass diese Substanzen toxisch auf die Blaseninnenwand wirken.

Beschrieben werden eine ausgeprägte Entzündungsreaktion, erhöhter oxidativer Stress sowie der Verlust der schützenden Glykosaminoglykan-Schicht. In der Folge kommt es zu erhöhter Permeabilität, Zelluntergang und funktioneller Überempfindlichkeit der Blase. Mit Fortschreiten der Erkrankung können Fibrosierung, Wandverdickung und eine relevante Reduktion der Blasenkapazität auftreten. ...

... Bei Beschwerden: Sofortiger Konsumstopp. ...


Grüsse,
Oregano
 
im Rahmen der LSD Forschung zufällig entdeckt... Vermutlich wird das aber auch im Sande verlaufen. Pharmaf hat keinerlei Interesse, dass chronische Erkrankungen heilen (ausser, die Mittel kosten hundertausende bis Millionen pro Patient und Jahr, wie bereits in einigen Fällen der Fall)- Antidepressiva tun das nicht und sind gerade deswegen ein gigantisches Geschäft. Ausserdem ist die heilsame Wirkung gezielt eingesetzter Psyhedelika (nicht nur LSD) seit dem letzten Jahrhundert bekannt...

Wissenschaftler haben eine Version von LSD entwickelt, die Gehirnsynapsen 100-mal effektiver repariert als derzeit führende Behandlungen.
Forscher an der University of California, Davis, haben einen bedeutenden Durchbruch in der Neurotherapie erzielt, indem sie LSD zu einer nicht-halluzinogenen Verbindung namens JRT modifiziert haben. Durch das Verschieben der Position von nur zwei Atomen — eine Veränderung, die der leitende Forscher David E. Olson mit einer „Reifenrotation“ vergleicht — konnten Wissenschaftler der Substanz ihre bewusstseinsverändernde Wirkung nehmen, während ihre starke Fähigkeit zur Heilung des Gehirns erhalten blieb. Dieses sogenannte „Psychoplastogen“ wirkt, indem es selektiv an Serotoninrezeptoren bindet und das Wachstum von dendritischen Dornen und Synapsen im präfrontalen Kortex anregt — Hirnregionen, die häufig durch chronischen Stress und psychische Erkrankungen geschädigt werden.

Die möglichen Auswirkungen auf die Behandlung psychischer Erkrankungen sind erheblich, da JRT in präklinischen Studien eine nahezu 100-mal stärkere antidepressive Wirkung als Ketamin zeigte. Da die Verbindung keine Psychosen auslöst, könnte sie einen Durchbruch bei der Behandlung von Schizophrenie darstellen — einer Erkrankung, bei der klassische Psychedelika strikt vermieden werden. Obwohl klinische Studien am Menschen notwendig sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen, deutet die Fähigkeit, Synapsenverlust rückgängig zu machen und die kognitive Flexibilität ohne halluzinogene Nebenwirkungen zu verbessern, auf eine neue Generation von Medikamenten hin, die die Struktur des Gehirns physisch reparieren können, ohne die Risiken einer psychedelischen Erfahrung.
Quelle: Olson, D. E. (2025). Ein nicht-halluzinogenes LSD-Analog fördert Neuroplastizität und reduziert depressionsähnliches Verhalten. Proceedings of the National Academy of Sciences. quelle

perplexity dazu:

Das ist ein faszinierender und potenziell bahnbrechender Forschungsbericht — und er knüpft an ein aktives Forschungsfeld an, das „Psychoplastogene“ genannt wird. Diese Stoffe sollen gezielt die neuronale Plastizität erhöhen, also das Wachstum und die Reparatur von Synapsen fördern, ohne die typischen halluzinogenen Effekte klassischer Psychedelika auszulösen.

Hier ein Überblick über das, was diese Entdeckung besonders macht:

Was JRT ist und wie es wirkt​

  • JRT ist ein nicht-halluzinogenes Analogon von LSD, entwickelt im Labor von David E. Olson an der University of California, Davis.
  • Durch eine winzige chemische Änderung – das Verschieben zweier Atome – bleibt der therapeutische Nutzen von LSD erhalten, während die halluzinogenen Effekte wegfallen.
  • Das Molekül bindet selektiv an 5-HT2A-Serotoninrezeptoren, die eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Lernen und Wahrnehmung spielen.
  • Es fördert die Bildung neuer Synapsen und dendritischer Dornen im präfrontalen Kortex – jenem Hirnbereich, der bei Depression, PTSD oder Schizophrenie häufig geschädigt ist.

Warum das wichtig ist​

  • Ähnliche Ansätze mit Ketamin oder Psilocybin zeigten bereits starke antidepressive Effekte, sind aber wegen Nebenwirkungen oder Missbrauchsgefahr eingeschränkt.
  • Laut den präklinischen Studien zeigt JRT eine bis zu 100-fach stärkere Wirkung als Ketamin, ohne Psychosen oder Halluzinationen auszulösen.
  • Damit könnte JRT die erste Substanz sein, die Neuroplastizität medikamentös wiederherstellen kann, ohne die Risiken klassischer Psychedelika.
  • Besonders bemerkenswert: Es könnte sogar für Schizophreniepatienten infrage kommen – eine Patientengruppe, für die bisher keine psychedelischen Therapien geeignet sind.

Nächste Schritte​

Derzeit liegen nur Tierstudien und Zellmodelle vor. Der nächste Schritt werden klinische Studien am Menschen sein, um Wirkung, Sicherheit und Dosierung zu bestätigen. Sollte sich das bestätigen, könnte das in wenigen Jahren eine völlig neue Klasse von Antidepressiva und Neuroreparatur-Medikamenten bedeuten.

Ein anschauliches Beispiel: Während herkömmliche Antidepressiva meist nur die Signalübertragung zwischen bestehenden Synapsen anpassen, könnte JRT tatsächlich neue Synapsen wachsen lassen – also die „Kabelverbindungen“ im Gehirn physisch reparieren.

Möchten Sie, dass ich Ihnen genauer erläutere, wie Psychoplastogene wie JRT auf molekularer Ebene Neuroplastizität fördern?
 
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