Johanneskraut (!!!) wird verschreibungspflichtig

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Für mich der Aufreger des Tages:
Pflanzenarznei auf Rezept
Das Naturheilmittel Johanneskraut wird teilweise verschreibungspflichtig
Baierbrunn (ots) - Vom 1. April an sind Medikamente mit Wirkstoffen aus Johanniskraut gegen mittelschwere Depressionen verschreibungspflichtig, berichtet die "Apotheken Umschau". Dahinter stecke die Überlegung, dass "mittelschwere Depressionen eine schwerwiegende Erkrankung sind, die in die Hand des Arztes gehören und nicht mittels Selbstmedikation behandelt werden sollten", erklärt Professorin Susanne Alban, Expertin für pflanzliche Arzneimittel.

Presseportal: Wort und Bild - Apotheken Umschau - Pflanzenarznei auf Rezept / Das Naturheilmittel Johanneskraut wird teilweise verschreibungspflichtig

Wirklich eine vorauszusehende Entwicklung. Johanniskraut ist in ausreichend hoher Dosierung (mind. 500mg/d ) sehr gut wirksam.

Wohl grad deswegen muss man die Leut davon abhalten...

Oder Umsatzförderung für SSRI ?

Vorgeschoben werden als Begründung Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten - das wäre die ureigenste Domäne der Beratung durch die Apotheker, das haben die Ätzte noch nie gekonnt.

Jetzt warte ich nur noch auf den Tag, wo die Inspektoren der Steuerfahndung, die qualifiziert wären, in "Besser"verdiener-Kreisen nach Belegen für Steuerhinterziehung zu fahnden, umgeschult werden, unsere Gärten zu kontrollieren auf illegalen Selbstanbau von Johanniskraut , ah, ja und natürlich auch auf den von Bärentraubenblättern.

Ein Skandal, der meiner Meinung nach nach eine Petition beim Bundesverfassungsgericht schreit.
 
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Ich finde es zwar auch traurig, wieviele naturheilkundliche und alternative Mittel in den letzten Jahren vom Markt verschwunden sind.
Aber bei Johanniskraut verstehe ich die Aufregung nicht so recht: Ich kann mir nicht vorstellen, daß Ärzte es nicht verschreiben, und bezahlen muß ich es wahrscheinlich doch sowieso selbst.

Wichtiger als die Veschreibungspflicht finde ich, daß es auf dem Markt bleibt.

Gruss,
Uta
 
hallo Uta,

für den Normal-Verbraucher mit dem Bedürfnis, die exorbitanten Pflicht-Beiträge zum "Gesundheits"wesen wenigstens teilweise wieder herauszuholen und genügend Zeit, in Arztpraxen abzuhängen, ist Deine Sichtweise sicherlich richtig.

Für den, der beides nicht hat, finde ich das eine Zumutung. So mal subjektiv gesehen.

Objektiver gesehen ist es eine weitere Maßnahme, die Leute in die Praxen zu treiben.
 
mh. - Wenn ein Patient seinen Arzt gut kennt, und offensichtlich kennen viele Patienten ihren Arzt gut, dann kann er auch einfach anrufen und das Rezept ausschreiben lassen. Das Abholen dauert dann ein paar Minuten...

Gruss,
Uta
 
na ja, offenbar Normalfall in dieser Kultur, dass jeder seinen Atzt hat (ich warte auf die Zeiten, wo jeder seinen persönlichen Atzt hat, 1:1 ).

Wer das aber nicht hat, aber genug Wissen, sich in der Apotheke zu besorgen, wovon er weiss, dass es hilft, der soll behindert werden. Wie schon im Falle von Bärentraubenblättern, wo man es mit der Panikmache "leberschädigend" "krebserregend" versucht.

Das hat offenbar Methode. Es dient der Verteidigung des Markt- und Machtkartells der Ärzteschaft.

Motto "nix an denen vorbei".

Einer freien Gesellschaft unwürdig.
 
Uta schrieb:
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Ärzte es nicht verschreiben, und bezahlen muß ich es wahrscheinlich doch sowieso selbst.

Wichtiger als die Veschreibungspflicht finde ich, daß es auf dem Markt bleibt.

Ja, und dafür darf ich dann jedes Mal Praxisgebühr zahlen, Stunden lang im Wartezimmer rumhocken und mich mit dem Arzt rumärgern, warum ich dieses oder jedes Zeug ausprobieren will?
 
Achtung Ironie:
Immerhin ist es noch nicht verboten, es in freier Wildbahn zu sammeln ;).

Liebe Grüsse
pita
 
Achtung Ironie:
Immerhin ist es noch nicht verboten, es in freier Wildbahn zu sammeln ;).

Liebe Grüsse
pita

Das wird kommen, pita, das wird kommen. Wenn die Ex-Finanzamts-Inspektoren für Steuer-Außenprüfungen mit der Prüfung der Gärten fertig sind (was ja angesichts immer kleinerer Grundstelle schnell kommen kann), dann werden sie überwachen, was wer wo sammelt.
Und ob's etwa konsumiert wird - oder nur "botanisiert". :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hole mir Johanneskraut in der Drogerie und mache davon Tee.
Das ist bewährt und wirkt bestens. Wenn der Tee richtig gezogen
ist, dann wirkt er eh besser als die meisten Medikamente, die den
Wirkstoff enthalten. Petition und Bundesverfassunsgericht lassen
sich hoffentlich erst mal vermeiden. Da gibt es größere Skandale.






HGB
 

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