Ist Transsexualität eine Krankheit?

Die Zerrissenheit zwischen dem wahren, aber nicht lebbaren Geschlecht und dem äußeren Erscheinungsbild hat durchaus das Potential jemanden schwer erkranken zu lassen oder gar in den Suizid zu treiben.

Jemand, der oder die sich dann entscheidet dies zu ändern, will nichts weiter als in seinem wirklichen Geschlecht leben, so wie die Mehrheit der Menschen es auch tun.


... alle diese vielen verschiedenen Spielarten der Natur ...


Wie passt dann innere Zerrissenheit mit Spielarten zusammen?

Zerrissenheit hört sich für mich eher nach Problem, Störung, Beschwerden an als nach "Spiel".

Es passt auch eher dazu, dass Kranken-Versicherungen überhaupt die entsprechenden Operations-Kosten übernehmen.

Warum sollten sich auch "gesunde" Menschen operieren lassen?

Wären es dann Schönheitsoperationen? Lifestyle?



Liebe Grüße zum Sonntag

Gerd
 
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Wuhu,
ich meinte "Spielarten" im Sinne von (wessen) Schöpfung auch immer ;)

Dass die Betroffenen eine wohl - für "Normale" - unerträgliche Zerrissenheit verspüren, kann wohl selten jemand nicht Betroffenes nachvollziehen.

Dass die, die diese Zerrissenheit nicht seelisch verkraften können oder wollen, auch eine "moderne" Möglichkeit zur Linderung bis Heilung durch eine Operation erfahren dürfen, finde ich wunderbar.

Dass diese Operation für manche Betroffene als Therapie eines "kranken Lebens-Zustandes" von der KraKa (zumindest in unseren Längen und Breiten - andernorts müssen sich viele dafür prostituieren!) übernommen wird, auch sehr gut.

"Lifestyle" ist eine Vokabel, die man zwar heutzutage gerne für vieles gebraucht - aber ich meine, dass sie für Transidentität mehr als nur zu seicht ist. Als "psychisch" (mMn seelisch) notwendige "Schönheitsoperation" könnte ich diese schon eher nachvollziehen.

:wave:
 
Wuhu,
ich meinte "Spielarten" im Sinne von (wessen) Schöpfung auch immer ;)

Dass die Betroffenen eine wohl - für "Normale" - unerträgliche Zerrissenheit verspüren, kann wohl selten jemand nicht Betroffenes nachvollziehen.

Dass die, die diese Zerrissenheit nicht seelisch verkraften können oder wollen, auch eine "moderne" Möglichkeit zur Linderung bis Heilung durch eine Operation erfahren dürfen, finde ich wunderbar.

Dass diese Operation für manche Betroffene als Therapie eines "kranken Lebens-Zustandes" von der KraKa (zumindest in unseren Längen und Breiten - andernorts müssen sich viele dafür prostituieren!) übernommen wird, auch sehr gut.

"Lifestyle" ist eine Vokabel, die man zwar heutzutage gerne für vieles gebraucht - aber ich meine, dass sie für Transidentität mehr als nur zu seicht ist. Als "psychisch" (mMn seelisch) notwendige "Schönheitsoperation" könnte ich diese schon eher nachvollziehen.

:wave:

Leider ist der Weg zur Operation lange und voller auflagen Ich selber bin TS auf dem Weg von Mann zur Frau drei Jahre muß man nachweisen, dass man wie eine Frau lebt ein Jahr muß man nachweislich wie eine Frau leben damit man zum Psychotherapeutischem Gutachten kommt ein weiteres damit man eine Hormonbehandlung bekommt. Ich bin inzwischen schon eineinhalb Jahre in Hormonbehandlung nun bin ich gerade Dar meinen vorname zu ändern das ist auch eine lauferei von Amt zu Amt. wenn ich das endlich hinter mir habe kann ich erst zur OP
Das hält nicht jeder aus weil das so ein Stress ist.

Alles Gute und einen schönen Sonntag
Anita
 
Warum sollten sich auch "gesunde" Menschen operieren lassen?

Wenn ein Baby ansich gesund geboren wurde, aber 20 Zehen und 16 Finger hat, dann nennst Du das sicher auch einfach Korrektur, und sprichst nicht von einem kranken Kind, oder? Wenn eine Frau viel zu große Brüste hat, so dass sie nicht seelisch und mit dem Rücken leidet, ist sie ansich ja auch nicht krank, die Korrektur wird dann auch mit viel Kampf usw. von der KK bezahlt. Gibt bestimmt noch andere Beispiele, die man in der Form nennen könnte. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die 20 Zehen und 16 Finger wohl offiziell dennoch eine Krankheit ist, habe den Namen dazu vergessen. Bei dem Beispiel geht es mir vorrangig darum, wie Mensch das sieht und fühlt. Niemand würde im Zuge dessen davon sprechen, dass das Baby krank geboren wurde, sondern reden von "Laune der Natur", "Spiel der Schöpfung", "Anders".

lg, laudanum
 
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