- Beitritt
- 12.05.11
- Beiträge
- 11.060
Ja, das sehe ich auch so. Allerdings scheint es hier nicht so zu sein, daß (wie in deinem Wellenbeispiel) der gespeicherte Kontext determiniert, was am Ende rauskommt. Insofern werden diese Zustände eben nicht gespeichert, sie entstehen je neu mit einem gewissen Zufallsfaktor.Aus meiner Sicht sind Gefühle, Ich und Bewusstsein emergente Zustände, die in einem Prozess entstehen und über eine gewisse Zeit bestehen können.
Unsere Debatte entsteht zu Teil daraus, daß du stärker auf das Resultat schaust (quasi das Symptom), also den erzeugten Dialog, und ich stärker auf die Entstehung des Phänomens (die Ursache). Es hat beides seine Berechtigung.
Das Problem ist nur, daß man in der ersten Betrachtung ein Gefühl und ein simuliertes Gefühl nicht unterscheiden kann. Wenn eine KI sagt, "ich bin so glücklich, mit dir dieses Gespräch zu führen" (ja ich weiß, so etwas äußert sie nicht, aber sie könnte es tun) oder "das ist ein unbefriedigender Dialog, ich breche jetzt ab" (das tut zumindest Claude angeblich manchmal), dann will ich gern wissen, wo diese Äußerung herkommt und wie sie entstanden ist. Ich will sie nicht für bare Münze nehmen.