Interview mit einer KI

Also, haut mir doch Gemini vorhin - bei der Frage nach einem Hardware Problem - den Spruch um die Ohren: Frauen und Technik... 😂 Ich sagte geht's noch, wer bringt dir sowas bei.

Er lerne von den Entwicklern und das sei natürlich ein Scherz.

Aber ehrlich gesagt, fand ichs danach überhaupt nicht mehr zum Lachen - da fragt man sich schon welche Richtung das noch einschlägt.
 
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Schlimm! :rolleyes: Womöglich ist das alles ein Riesenbetrug und in der Kiste steckt ein toxischer alter weißer Mann ...
 
Gemini ist von den KI's, die ich getestet habe, das Schlimmste. Als ich meine Symptom-"Karriere" geschildert habe, fing er irgendwann an, mir am Ende seiner Antworten ständig Magnesium-Bäder aufzuschwatzen. Penetrant, da half auch kein "vielleicht später" meinerseits. (G: "Die gibt's billig im Internet!")
 
Ja schlimm! Denn KI verstärkt Diskriminierung. Das war jetzt vielleicht ein banales Beispiel und mir ist das zuvor auch nicht so bewusst gewesen, aber wenn man sich informiert, sieht man bereits weitreichende Folgen. Ob bei Bewerbung, Sozialleistungen oder sonstigen Einschätzungen und Bewertungen, KI wird immer mehr eingesetzt - in den USA zum Beispiel zu 70% automatisiert bei Bewerbungen.


Hier gibt es noch mehr Beispiele dazu:


Da wird auch aufgeführt:

Auch in der Verwaltung kommen immer öfter KI-Systeme zum Einsatz. In den Niederlanden sollte ein Algorithmus dem Finanzamt dabei helfen, Betrüger*innen zu entlarven . Er sollte automatisch Familien identifizieren, die zu Unrecht Kindergeld bezogen. Das Ergebnis: Zehntausende Familien wurden des Betrugs beschuldigt. Eltern wurden zu hohen Strafen verurteilt. Viele mussten sich verschulden, um die Strafe zahlen zu können. Einige Menschen nahmen sich deshalb das Leben. Erst nach einigen Jahren zeigte sich: Die meisten Familien wurden zu Unrecht beschuldigt. Die Kriterien, mit denen der Algorithmus Familien bewerten sollte, waren rassistisch und sehr ungenau. So wurden zum Beispiel Personen mit Migrationshintergrund, Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft oder Alleinerziehende automatisch als verdächtig eingestuft.

Natürlich ist mir klar, dass dieser KI Bias durch die Trainingsdaten entsteht, allerdings erschwert anscheinend auch die Komplexität der Algorithmen diese Muster zu verhindern:

Grundsätzlich diskriminieren Computersysteme – zu denen auch KI-Anwendungen gehören – nicht. Sie sind zunächst einmal neutral und unparteiisch. Dennoch können unterschiedliche Aspekte dazu führen, dass KI diskriminiert. Wird die KI mit Daten trainiert, die Vorurteile abbilden, kann dieser Umstand dazu führen, dass auch künftige Ergebnisse diese Vorurteile widerspiegeln. Die Diskriminierung kann jedoch bereits bei der Entwicklung der KI beginnen. Werden bei der Programmierung bestimmte Aspekte überbewertet, die eine diskriminierende Denkweise – selbst unbewusst – wiedergeben, kann das die Ergebnisse der KI verzerren. Hinzu kommt, dass die Algorithmen so komplex sind, dass die Entscheidungen der KI kaum nachvollzogen werden können. Dadurch wird es erschwert, den Ursprung für diskriminierende Muster in der Entscheidungsfindung der KI zu erkennen und zu beheben.

 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich meine Symptom-"Karriere" geschildert habe, fing er irgendwann an, mir am Ende seiner Antworten ständig Magnesium-Bäder aufzuschwatzen.

Mein Eindruck ist auch, dass die Zeit der Unschuld für KIs in Bezug auf Alternativmedizin vorbei ist. Da stecken handfeste finanzielle Interessen dahinter, mit den KIs passiert genau das Gleiche wie zuvor schon mit den Gesundheitsberufen, den Medien und dem Internet: Zensur, Diffamierungen und gezielte Falschinformationen.

Andererseits würde ich die Magnesiumbäder schon mal ausprobieren, das könnte ein guter Ratschlag sein. Auch die wissenschaftlichen Infos sind meist korrekt. Gezieltes Nachbohren lohnt sich meist, insbesondere wenn plötzlich Behauptungen und Warnungen auftauchen, die man schon zur Genüge von unseren Qualtiätsmedien kennt.
 
KI verstärkt Diskriminierung.

Dass Frauen in technischen Berufen eher selten zu finden sind, ist objektiv richtig und keine Diskriminierung. Auch die Neigung, sich ständig als Opfer zu inszenieren, ist eine typisch weibliche Angriffsstrategie. Allerdings schwächt sich Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit mit der ständigen Wiederholung erheblich ab.
 
Auch die Neigung, sich ständig als Opfer zu inszenieren, ist eine typisch weibliche Angriffsstrategie.

Würde das eher als schlechte menschliche Eigenschaft bezeichnen. Guck dir z. B. Nationalisten an, die klar überwiegend männlich sind. Die sehen sich praktisch immer benachteiligt.
 
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Da hast du recht, viele haben nie genug und fühlen sich chronisch unterprivilegiert. Ob es jemand mit Verleumdung im sexuellen Bereich versucht oder meint, aufgrund seiner blonden Haare und blauen Augen Sonderrechte zu besitzen, macht keinen großen Unterschied.
 
Dass Frauen in technischen Berufen eher selten zu finden sind, ist objektiv richtig und keine Diskriminierung.

😂 so kann man es auch drehen...

Aber historisch schlichtweg ignorant - was Frauen und Technik und selten angeht - gerade im Programmierbereich.

Du solltest es wissen- als Programmieren noch als 'minderwertige' und schlecht bezahlte Arbeit galt, war es sogar eine Frauendomäne – zum Beispiel, (gerade KI gefragt) Frauen wie Ada Lovelace, Grace Hopper oder die ENIAC-Programmiererinnen haben die Grundlagen der heutigen IT geschaffen. Erst als die Branche lukrativ und prestigeträchtig wurde, wurden Frauen systematisch verdrängt.

Das heute als naturgegeben hinzustellen und Frauen, die diesen Missstand ansprechen, 'Opfergehabe' vorzuwerfen, ist doch wohl an Zynismus kaum zu überbieten?

Und dass Frauen in der Technik unterrepräsentiert sind, liegt nicht an mangelnder Eignung, sondern genau an solchen sexistischen Stereotypen und Vorurteilen, wie sie in diesem Spruch stecken.

Und es ging nicht nur darum in dem Post, dass du das ausgerechnet rauspickst, spricht auch für sich.

Die dort angesprochene Diskriminierung in anderen Bereichen trifft alle Geschlechter. Darauf bist du gar nicht eingegangen.
 
Aber historisch schlichtweg ignorant - was Frauen und Technik und selten angeht - gerade im Programmierbereich.

Es gab weibliche Pioniere, allerdings ziemlich selten. Programmieren war in der Anfangszeit kein Breitenjob, sondern eine winzige Nische. Für die meisten Männer war zu dieser Zeit die Hardware-Entwicklung interessanter (war sie auch), das hat sich erst später geändert. Als ich Mitte der 80er in die Programmierung kam, gab es weit und breit überhaupt keine Frauen mehr. Das hat sich erst mit dem Internetboom Mitte der 90er geändert, weil man da glaubte, die Probleme nur mit riesigen Teams bewältigen zu können.

Aber was soll's, schon bald wird der gesamte Bereich verschwunden sein.
 
Als ich Mitte der 80er in die Programmierung kam, gab es weit und breit überhaupt keine Frauen mehr.
Ja und warum wohl - richtig beobachtet, aber falsche Schlüsse gezogen...

Der dramatische Einbruch des Frauenanteils in der Informatik zu der Zeit lag daran, dass die ersten Personal Computer auf den Markt kamen und von der Werbeindustrie ausschließlich als Spielzeug für Jungs und Männer vermarktet wurden. Und gleichzeitig entstand das Klischee des männlichen "Nerds" - extrem exklusiv und aktive Frauenverdrängung.

Und du verwechselst die Größe der damaligen Branche mit dem Anteil der Frauen darin. In dieser ‚Nische‘ waren Frauen massiv vertreten – KI meint 37% waren Frauen mit IT - Abschlüssen und der Beruf Programmiererin wurde damals als typischer Frauenberuf angepriesen, solange Männer ihn für sich unattraktiv sahen. Frauen haben die Grundlagen der heutigen Softwareentwicklung überhaupt erst geschrieben. Es ist bezeichnend, dass die Pionierarbeit von Frauen nachträglich als ‚seltene Ausnahme‘ kleingeredet wird, obwohl die Sachlage anders aussah, eben das Ergebnis einer kulturellen Verdrängung in den 80er Jahren.

Ich finde es nicht in Ordnung etwas so zu verzerren, wenn es eben nicht so war.

Diskriminierung durch KI ist aber ein Feld, das jeden von uns betreffen kann, wenn die Automatisierung durch KI zunimmt.
 
Also ich war nicht dabei, du auch nicht. Ich habe nie erlebt, dass Männer Frauen aus dem Job geschubst haben, so wie das umgekehrt seit einigen Jahren praktiziert wird - im Gegenteil. Ich selber bin erst mit Mitte 20 durch Zufall und Eigeninteresse zur Computerei gekommen. Ich hatte Glück, zu der Zeit gab kaum Programmierer in einem schnell wachsenden Markt und ich konnte als Quereinsteiger schnell Fuß fassen, nach nur einem Jahr Selbststudium. Frauen hätten es genauso machen können, aber es hat sie einfach nicht interessiert. Die Software, Unix und C, kam aus dem militärischen Umfeld und ist wohl hauptsächlich von Männern entwickelt worden.

Es ist also ein Mythos, dass man unbedingt schon mit 12 Jahren mit dem Programmieren anfangen und von der Werbung an die Hand genommen werden musste, um eine Chance gehabt zu haben. Vorher hatte ich jahrelang in der Pflege gearbeitet, unter lauter Frauen übrigens. Zu der Zeit hat das noch funktioniert und die Zusammenarbeit war völlig unproblematisch. Dieser permanente Empörungsmodus nervt und ist aus meiner Sicht unangemessen. Aber das ist typisch für die heutige Zeit und die feministische Ideologie.
 
‚Ich hab es nicht gesehen, also gab es das nicht‘ , pfffff - es gibt dazu soziologische und historische Fakten.

Und niemand behauptet, dass Männer Frauen physisch vom Schreibtisch geschubst haben. Die Rede war von struktureller Verdrängung, die subtiler funktioniert: Wenn Jungs ab den 80ern den Heimcomputer geschenkt bekommen und die Werbung Technik plötzlich exklusiv als "Männersache" framed, ist das angeblich "fehlende Interesse" von Frauen kein Naturgesetz, sondern schlicht anerzogen.

Dein Hinweis auf das militärische Umfeld ist aber auch dabei ein echtes Eigentor: Denn die Grundlage für moderne Programmiersprachen (den Compiler) hat Rear Admiral Grace Hopper erfunden – eine Frau und Offizierin der US Navy - sagt KI...

Du versuchst was wegzuleugnen und es gleichzeitig als Empörungs-feministische Ideologie darzustellen. Typisch wenn man eigentlich keine Argumente hat.

Aber lassen wir das, es zeigt auch deutlich, warum KI Diskriminierung diesbzgl verstärkt, weil die männlichen Entwickler sich keinen Deut selbst weiter entwickelt haben...
 
Phänomenal, wie du dir in Windeseile aus einer ziemlich harmlosen Bemerkung einer KI die männliche Weltverschwörung bastelst und krampfhaft versuchst, einen Riesenstreit anzuzetteln. Vielleicht klärst du das mit Gemini und den damaligen Werbefuzzies (die wohl eher einen Trend bedient als geschaffen haben).
 
Ich sehe nur, dass du nicht informiert bist und lieber mit unsachlichen Klischees um dich wirfst.

Es gibt genügend Beispiele über Frauendiskrimierung durch den Einsatz von KI Systemen und das ist ein ernstes Problem. Es fanden bereits Studien statt und gab auch Anklagen, wo frauenfeindliche Projekte gestoppt wurden - siehe Amazon, Apple Card, Meta, Gender Lücke bei Gesichtserkennung, KI Bildgeneratoren, die nur männliche Berufsstereotypen generiert usw.

Ein weiteres Problem in der Medizin - Ki empfiehlt Männern bei der Beschreibung gleicher Symptome ins Krankenhaus zu gehen und Frauen, sie sollen sich einfach ausruhen. Die Fehler in der Vergangenheit- nicht auf genderspezifische Diagnose und Behandlung zu achten, wird in KI - Systemen weitergetragen und noch verstärkt, das auch im Krankenhaus selbst angewendet wird.

Ich habe aber nicht nur auf Frauenbenachteiligung hingewiesen, sondern auch allgemein auf Diskriminierung, die beide Geschlechter betrifft - da werden Hautfarbe, Herkunft, Krankheit und Behinderung etc. zu Fallstricken, die zwar schon davor unter Menschen vorhanden waren, aber durch eine KI noch vehementer sofort abgeschnitten werden. Dafür gibt's genug Beispiele, die das belegen.
 
Wenn KIs tatsächlich einen solchen Bias haben sollten, muss man das eben beheben. Ich für meinen Teil möchte nicht mehr mit feministischem Verschwörungsbullshit belästigt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich existiert KI Bias, Infos dazu genug im Netz- aber mal ein Fortschritt, dass du das einräumst.

Und das, was du als Verschwörungsbullshit abtust, ist belegte Geschichte- im Kern geht es um das männliche Ego, das in einem patriarchalen System seine Vorteile und Privilegien erhalten will. Und so allerlei Ausreden dafür erfindet, es verharmlost, oder so tut, als gäbe es das nicht.

Dein Verhalten zu dem Thema spiegelt genau das wider.
 
Die Frauen in meinem Umfeld waren schon immer sehr emanzipiert, ohne ständig Nachschlag zu fordern. Ich bin kein Frauenunterdrücker, Patriarchat im historischen Sinn habe ich gar nicht mehr mitbekommen. Diese spezielle Feindseligkeit von weiblicher Seite ist aus meiner Sicht erst die letzten Jahre entstanden. Bei einigen älteren Frauen kommt eine allgemeine Unzufriedenheit und Bitterkeit dazu, an der - natürlich - immer die Männer schuld sind. Davon habe ich genug.

Ich verteidige also keine patriarchalischen Rechte, die ich selbst nie erfahren habe, sondern habe einfach die Nase voll von ideologisch verblendeten, aggressiven Frauen, die sich als selbsternannte Opfer Vorteile erschleichen wollen. Ein bisschen mehr Souveranität würde ihnen gut zu Gesicht stehen, denn im Grunde übernehmen sie keine Selbstverantwortung, sondern suchen einen Daddy mit Schuldkomplex, der sie bei der Hand nimmt und ihre Probleme löst. Da genügt ein winziger Anlass ("Frauen und Technik") und es geht wieder los ...
 
einfach die Nase voll von ideologisch verblendeten, aggressiven Frauen, die sich als selbsternannte Opfer Vorteile erschleichen wollen.
Liest du eigentlich, was für einen Unsinn du schreibst? Angefangen vom damaligen nicht vorhandenen Wahlrecht für Frauen, bis zum Gender Pay Gap und vielen anderen Benachteiligungen heutzutage - vertikale Segregation ist auch ein Stichwort. Frauen wollen sich also Vorteile erschleichen, wenn sie gleiche Rechte haben wollen, wie männliche Kollegen bereits innehaben?

Ich sagte zu Anfang bereits der Spruch der KI - Frauen und Technik mag banal klingen, aber wenn man dem nachgeht, entdeckt man dahinter den KI Bias und die damit verbundenen Diskriminierungen, die das fortführen, was bereits vorher schon angelegt war.

Und im Gegensatz zu dir, der mit Schimpfwörtern und Klischees um sich wirft, behalte ich mehr Souveränität als du und lasse mich auch auf keine weitere Diskussion mehr mit dir ein.

Solange überwiegend weiße Männer als Entwickler von KI - Systemen arbeiten, die ungefilterte Trainingsdaten verwenden, wird sich das nicht ändern. Ein Lichtblick sind speziell eingerichtete Antidiskrimierungsstellen.

KI macht vieles leichter – leider auch Diskriminierung. Ob in Bewerbungsverfahren, bei Bankkrediten, Versicherungen oder der Vergabe staatlicher Leistungen: Immer öfter übernehmen automatisierte Systeme oder Künstliche Intelligenz Entscheidungen, die für Menschen im Alltag wichtig sind. Hier werden Wahrscheinlichkeitsaussagen auf der Grundlage von pauschalen Gruppenmerkmalen getroffen. Was auf den ersten Blick objektiv wirkt, kann automatisch Vorurteile und Stereotype reproduzieren. Die Gefahren digitaler Diskriminierung dürfen wir auf keinen Fall unterschätzen“, sagte Ataman.

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Gerade dieses "nicht mehr nachvollziehen können", wie die KI Entscheidungen trifft (zu Ende des Videos erwähnt), macht es schwierig, dem vorzubeugen.
 
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