Homöopathie, nur ein Placebo?

ory

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Ist Homöopathie wirklich nur ein Placebo?
Kaum ein Thema in der Medizin ist im Moment so umstritten wie die Homöopathie.
Viele Menschen, vor allem Kritiker, assoziieren mit der Homöopathie sofort „Placebo“ und das der Placeboeffekt leider seit seiner Entdeckung mystifiziert oder aber mit Geringschätzung betrachtet wird, ist bis zum heutigen Tag immer wieder einmal ein Thema.

Gottseidank rückt dadurch das Thema aber auch immer stärker ins wissenschaftliche Interesse, was dann bedeutet, das die Stellung des Placebos neu überdacht wird/werden muss, denn immer noch wird die Wirkung von Placebos und Suggestion einfach nur für nichtig gehalten.

Ob es sich nun bei der Homöopathie um ein Placebo ohne wirksamen Arzneistoffe handelt oder nicht….. von wesentlicher Bedeutung ist mMn doch, das vielen Menschen geholfen wird, denn entgegen der weit verbreiteten Meinung wirken diese „Placebos“ auch wenn bewusst gemacht wird, das es sich um solche handelt.
Es wird immer wieder hervorgeholt das Placebos keine Arzneistoffe enthalten, somit könnten sie eigentlich ja auch keine Wirkung zeigen/nicht gegen irgendeine Erkrankung wirken, trotzdem aber tritt eine zufriedenstellende Wirkung auf, wie kann das sein?

Welche biochemischen Mechanismen eine homöopathische Behandlung wirklich in Gang setzt, weiß ich nicht auf den Punkt genau, kann mir aber gut vorstellen, wenn es sich tatsächlich nur um Placebos handelt, handeln sollte, eine enorme Kraft dahinter steckt, wenn man sich von ihnen einen heilsamen Effekt verspricht.
Das Hoffnung auf Heilung zu einer vermehren Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn führt ist wissenschaftlich nachgewiesen, diese Körpereigenen Opioide binden nun einmal Rezeptoren im schmerz leitenden Nervensystem an, senken dessen Aktivität und unterdrücken damit letztlich die Schmerzwahrnehmung im Großhirn, selbst Wechselwirkungen zwischen Geist und Körper scheinen bekanntlich dadurch aufzutreten.
Nicht abzustreiten ist, das viele Faktoren den Placebo/Nocebo-Effekt beeinflussen können, wird in ein Therapieverfahren wenig Vertrauen gesetzt, wirkt selbst ein ganz normal herkömmliches Medikament schlechter, wenn aber eine höhere Erwartungshaltung mitspielt, wirkt oftmals auch in der „normalen“ Medizin ein wirkstoffloses Präparat, den selbst im medizinischen Alltag sind Placebos(Scheinmedikamente) seit langem ein bekanntes Thema unter den Ärzten.
Aus einer Befragung von 400 niedergelassenen Ärzten in Bayern, weiß man das 80 bis 90 Prozent von ihnen mehrmals im Jahr Therapien/Medikamente ohne wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit, also Placebos, verschreiben.
Ganz klar zeigt hier die Psyche/die Erwartungshaltung wie Medikamente wirken, denkt da man nur an einen Beipackzettel einer herkömmlichen Medizin.

Sicherlich haben die Verwendung von Placebos pragmatische Gründe, viele Patienten wollen unbedingt ein Medikament, oftmals auch unbedingt ein Antibiotika gegen ihre Beschwerden verschrieben haben.
„Da ist es dann auch akzeptabel, wenn es gelingt jemandem durch ein Placebo zu helfen“.

Ist es nicht ein unschätzbarer Vorteil ein Placebo zu benutzen ?
Wo bitteschön ist da der Unterschied ob nun ein herkömmliches Medikament ein Placebo ist oder die Homöopathie für ein Placebo gehalten wird?
Vielleicht sollten Kritiker mal darüber nachdenken, das dadurch teilweise auf die Gabe toxischer Medikamente verzichtet werden kann!

Es Ist enorm beeindruckend was die homöopathischen Globulis zustande bringen, ich selber möchte ganz klar nicht mehr darauf verzichten.

Entscheidend dabei allerdings ist es auch/sollte es immer sein, rechtzeitig die Grenzen zuerkennen um dann auf schulmedizinische Maßnahmen zurück zugreife wenn sich die medizinische Notwendigkeit dazu zeigt.

Gruß ory
 
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Homöopathie, ein Placebo?

Ob es sich nun bei der Homöopathie um ein Placebo ohne wirksamen Arzneistoffe handelt oder nicht….. von wesentlicher Bedeutung ist mMn doch, dass vielen Menschen geholfen wird, denn entgegen der weit verbreiteten Meinung wirken diese „Placebos“ auch wenn bewusst gemacht wird, das es sich um solche handelt.

Sorry, für mich klingt das alles sehr esoterisch und nicht wirklich hilfreich. Anekdotische Nachweise a la "Ich war krank, dann habe ich X gemacht/eingenommen, und dann war ich wieder gesund” stellen in der Wissenschaft keinen Nachweis für die Wirksamkeit eines Medikaments oder einer Behandlung dar.

Will man Homöopathie als wirksam (!) bezeichnen, dann muss zweifelsfrei gezeigt werden können, dass diese "Verbesserung" schneller erfolgt - oder die Schwere des Verlaufs geringer ist - als ohne Homöopathie. Es muss also der Verlauf der Krankheit genauestens verfolgt werden. Dies geschieht aber meist nur lückenhaft. Objektive Daten werden selten erfasst. Ob die Krankheit vielleicht selbstlimitierend war oder die "Heilung" einfach dem normalen Krankheitsverlauf entspricht, bleibt im Dunkeln. Usw usw.

Wie soll denn auch etwas wirken bzw. die Wirkung sogar ansteigen :)confused::confused::confused:), je niedriger die Konzentration ist? :confused: Oder noch grotesker, dass die Wirkung immer noch vorhanden sein soll, wenn der homöopathische Wirkstoff schon gar nicht mehr in der Lösung enthalten ist? :confused: Dies widerspricht doch allen Grundkenntnissen der Physik und Chemie!

Hahnemann hat das System im Laufe seines langen Lebens ja selbst "weiterentwickelt", warum wohl? :confused:



[...] um dann auf schulmedizinische Maßnahmen zurück zugreifen wenn sich die medizinische Notwendigkeit dazu zeigt.

Die "Schul"-Medizin -man nennt sie normalerweise einfach "Medizin" - über die du so redest, basiert - im Gegensatz zur hier angesprochenen Homöopathie - auf konkreten Beweisen. Ich persönlich ziehe Erkenntnisse, die auf Beweisen und Forschung beruhen, denen vor, die das nicht tun.

Allein schon beim Begriff "Schulmedizin" stehen mir die Haare zu Berge. Das impliziert, dass es noch andere Formen von Medizin gäbe, die ebenso wirksam ist, aber aus irgendwelchen Gründen bei Wissenschaftlern nicht akzeptiert wird. Dem ist aber nicht so: wenn etwas funktioniert, dann nennt man es Medizin.

Und bei Homöopathie ist der heutige wissenschaftliche Stand nunmal, dass es nicht funktioniert.
 
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Homöopathie, ein Placebo?

@mirgehtsschlecht: hast du den Beitrag, auf den du antwortest, überhaupt gelesen?
 

alexo13105

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Homöopathie, ein Placebo?

Schulmedizin ist ja breitflächig dem in der "Kugel lesen" verfallen . Weiß man nicht mehr weiter , orakelt man (Patient sei psychisch krank )
Erinnert mich oft an Astro TV , zumal ja bald die "Behandlung" per Bildschirm erfolgen wird . Einzig gut ist , Ansteckung mit resistenten Keimen wird weniger wahrscheinlich .
 
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Homöopathie, ein Placebo?

Ähm, und was hat das mit dem Thema zu tun, nämlich der Frage, ob Homöopathie auf demselben Weg wirkt wie Placebo?
 

alexo13105

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Homöopathie, ein Placebo?

Das war eine Reaktion auf das was der Andere da schrieb .
Die "Schul"-Medizin -man nennt sie normalerweise einfach "Medizin" - über die du so redest, basiert - im Gegensatz zur hier angesprochenen Homöopathie - auf konkreten Beweisen.

Hier- so sieht es aus .Aerzteblatt..
Medizinische Irrtümer dritthäufigste Todesursache
https://www.aerzteblatt.de/nachrich...nische-Irrtuemer-dritthaeufigste-Todesursache
Und dann hier einen auf allwissend machen wollen .
 

Kate

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Homöopathie, ein Placebo?

Hallo Mirgehtschlecht
(nur mal aus Neugier: inwiefern geht's Dir eigentlich schlecht und was tust Du dagegen?)
Die "Schul"-Medizin ... basiert ... auf konkreten Beweisen.
Da liegst Du aus meiner Sicht - wissenschaftlich! - völlig falsch. Medizin ist keine exakte Wissenschaft und mit Studien lässt sich nichts beweisen. Sie zeigen allenfalls Korrelationen und sind außerdem bekanntermaßen mehr oder weniger fehlerbehaftet. Ich unterstelle nicht, dass dies immer bewusste Manipulationen sind, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen (was aber durchaus möglich ist), teils sind es vermutlich unabsichtliche Fehler im Design oder der Auswertung.
Allein schon beim Begriff "Schulmedizin" stehen mir die Haare zu Berge.
Wo der Begriff genau herkommt, wäre ein separates Thema (ich hörte kürzlich, es hänge damit zusammen, dass Arzt mal ein Ausbildungsberuf war) und tut hier nichts zur Sache.
Das impliziert, dass es noch andere Formen von Medizin gäbe, die ebenso wirksam ist, aber aus irgendwelchen Gründen bei Wissenschaftlern nicht akzeptiert wird.
Du streitest sicher nicht den Publication Bias ab, der u.a. dazu führt, dass Studien mit signifikantem Ergebnis eher veröffentlich werden, oder? Bekannt ist außerdem, dass die in der heute geforderten Qualität sehr teuren Studien oftmals nur finanziert werden, wenn eine Gewinnerwartung (vorrangig wohl durch den Verkauf von teuren, patentierbaren Medikamenten) damit verknüpft ist. Damit gibt es auch einen "Forschungs-Bias".

Dazu siehe z.B.:
Randomisierte Studien sind immens teuer, die Kosten liegen bei schätzungsweise 5 000 bis 10 000 Euro pro Patient (3). (...) Wegen hoher Kosten bei zugleich geringer staatlicher oder gemeinnütziger Förderung wandert die klinische Forschung zunehmend in die Domäne der pharmazeutischen Industrie ab, wo sie Zulassungs- und Marketinginteressen gehorcht (3). Die Folge ist, dass prioritär nur Therapien erforscht werden, die patentierbar und gewinnversprechend sind. (...) Viele Erfolg versprechende Therapien werden deshalb nur schlecht oder nie überprüft, zumal wenn sie sich nicht durch Patente schützen lassen.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/38060

Aber auch das gehört nicht wirklich hierher.

Also: Gern zurück zum Thema :)

Gruß
Kate
 
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ory

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Homöopathie, ein Placebo?

Hallo mirgehtesschlecht,
Und bei Homöopathie ist der heutige wissenschaftliche Stand nunmal, dass es nicht funktioniert.
Mir liegt es fern irgendjemand für die Homöopathie überzeugen zu wollen, aber nah liegt mir der Wunsch, eine engagierte und konstruktive Diskussion über das Thema "Homöopathie, ein Placebo?" zu führen.

Danke im voraus,
Gruß ory
 
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ory

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04.02.09
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Homöopathie, ein Placebo?

Das es eine eigene " Einstellung" zu Tablette/Globulin oder Tropfen gibt, ist sicherlich jedem bekannt und da ist es relativ egal ob es sich dabei um chemische Inhalte handelt oder nicht.
Egal scheint es aber nicht zu sein, das offenbar diese Einstellung es ermöglicht, die Selbstheilungskräfte in Gang zusetzen, denn im Endeffekt sagt "das" doch die Wirkung jedes einzelne Mittel, welches eingenommen wird, aus.

Bei einigen Menschen geht es in der Homöopathie nur um ein Placebo Effekt, dabei sollte auch daran gedacht werden, das allgemein angenommen wird, dass die Wirkung von Arzneimitteln zu 20% bis 90% durch Placebo-Effekte entsteht.

Man stellt sich das einmal als Beispiel vor;
Ein Medikament, was eigentlich nicht auf Schmerzen wirkt, aber im Gehirn einen super Placeboeffekt auslöst.
Was ist das dann, ein Placebomedikament oder ist das ein Schmerzmedikament?

Gruß ory
 
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Ich habe mehr erlebt, dass - z.B. die klassische Homöopathie, leider nicht funktioniert. Aber trotzdem weiss ich, dass sie, oder einfach Homöopathie auch funktionieren kann. War bei mir eigentlich eher bei der "similisan homöopathie" der Fall.

Gruss Remy
 

ory

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04.02.09
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Hallo Remy,
War bei mir eigentlich eher bei der "similisan homöopathie" der Fall.
Die Similasan Mitteln, (meiner Info nach) haben eine Zusammensetzung mehrerer Einzel-Mittel.
Das wird mittlerweile als ideale, einfache und sorglose Lösung für verschiedenste Probleme gesehen, idealerweise hat man damit alle Patienten unter einem Hut mit ein und dasselbe Präparat.....einfach, praktisch und schnell.
Leider gibt es einen großen Unterschied zwischen homöopathische Einzelmitteln oder ein Präparat welches mit mehreren Einzelmitteln zusammengemischt ist.
Bei solchen Präparaten ist es oftmals nicht absehbar, welche Wirkung sie in solch einer Kombination auf den einzelnen Menschen haben könnten, eine Mischung aus mehreren Komponenten kann nicht wirklich einem einzelnen Zustand ähnlich sein.

Staphisagria_Heel zb. ist auch solch eine Zusammensetzung.
Soll ganz super gegen Gerstenkörner helfen, zumindest sagte mir das ein Apotheker im Urlaub, gebracht hat es rein gar nichts, eigentlich ganz im Gegenteil, ich hatte über einen ganzen Monat daran zu knabbern gehabt, da immer wieder neue Gerstenkörner (insgesamt sechs an einem Auge)dazu kamen.

Staphisagria D 30 als Einzelmittel hilft (mir)eh das Gerstenkorn ( erste Anzeichen) zum Vorschein kommt, eine Einnahme pro Tag 2-3 Tage.

Diese Erfahrung durfte ich nun schon ein paarmal erleben.
Gruß ory
 
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05.03.19
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Bei der Frage, Homöopathie nur ein Placebo? sollte man nicht vergessen, dass auch viele Tiere mit Homöopathie behandelt werden, die nicht wissen, was ihnen da eingegeben wird, es wirkt einfach!

Viele Tierhalter schwören auf Homöopathie, die half, wo kein TA mehr helfen konnte!

LG. Marwie!
 
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02.10.10
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Hallo,

wobei man aber auch sagen kann, dass auch der Halter sich anders verhält und das Tier das reflektieren kann.

Ich kann bislang der Homöopathie nichts abgewinnen, bin mal längere Zeit bei einer klassischen Homöpathin gewesen und habe nicht gemerkt. Später Komplexmittel von irgendwelchen Behandlern, auch nichts gemerkt. Demnächst hab ich einen Termin bei einer Ärztin, die Homöopathin ist, vielleicht kommt da was anderes raus. Bislang haben mich die Mittel (und Termine) nur Geld gekostet ohne Nutzen.
Für mich ist es offen, ob es wirkt/wirken kann. Um es im wissenschaftlichen Sinn zu beweisen, müsste man einen anderen Versuchsaufbau als üblich machen, der den Prinzipien der Homöopathie gerecht wird.
Aber nur das Argument der Verdünnung ist für mich kein notwendiges Gegenargument. Es gibt viel unter diesem Himmel, was man sich nicht erklären kann.

Viele Grüße
 
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12.10.18
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Ich habe mehr erlebt, dass z.B. die klassische Homöopathie, leider nicht funktioniert. Aber trotzdem weiss ich, dass sie, oder einfach Homöopathie auch funktionieren kann.

es funktioniert meist deswegen nicht, weil der arzt oder hp einfach nicht genug ahnung hat.

ich habe früher ein paar jahre lang in der praxis eines damals noch guten hom. arztes, zu dem fast nur schwerkranke kamen, die vorher vergeblich bei etlichen ärzten und in kliniken waren, die gesundheits- und ernährungsberatung gemacht.
die insgesamt ein paar tausend patienten bekamen nie ein chem. medi, auch keine nem usw., sondern immer nur eine umstellung der ernährung (bio ohne zusatzstoffe, frisch und schonend selbst zubereitet) und lebenweise und hom. mittel.

die rechtzeitig gekommen waren, wurden wieder gesund und bei den anderen (krebs im endstadium, polyneuropathie mit schon weitgehend zerstörten gelenken, ms usw.) wurden noch so erhebliche besserungen erreicht, daß die leute sich wieder gesund fühlten, keine schmerzmittel mehr brauchten und die krebspatienten länger lebten als von uniklinik usw. gesagt (teils über 3 jahre statt max. 3 tage).
bei 2 patienten gab es nur teilweise besserungen und die auch immer nur vorübergehend. aus heutiger sicht hatten sie mcas bzw. masto und zu dem thema gab es damals noch null infos.

wenn allerdings hom. mittel nur placebos sind, wie manche behaupten, sollten die ärzte sich schämen, daß sie chem. pillen mit extremen nebenwirkungen (die viel häufiger sind als im beipackzettel angegeben, da sie fast nie gemeldet werden) verordnen statt dieser placebos, die bei richtiger anwendung null nebenwirkungen haben und selbst bei falscher meist nur sehr geringe und harmlose, die verschwinden sobald man das mittel nicht mehr nimmt. wirklich ernste nebenwirkungen oder sogar todesfälle wie bei den chem medis gibt es dabei nicht.

aber so viel positive wirkungen, daß sogar in einigen unikliniken mit hom mittel behandelt wird und es sich auch schon in etlichen anwendungsstudien gezeigt hat.
die üblichen doppelblindstudien können mit hom mitteln garnicht gemacht werden (wer das versucht oder erwartet, zeigt damit schon, daß er null ahnung hat), weil in der homöopathie für jeden patienten das genau passende mittel gefunden werden muß.


lg
sunny
 
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02.10.10
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Hallo,

die üblichen doppelblindstudien können mit hom mitteln garnicht gemacht werden (wer das versucht oder erwartet, zeigt damit schon, daß er null ahnung hat)
Doch, könnte man. Jeder Patient der Studie bekommt eine normale Erstanamnese wie üblich in der Homöopathie. Die Behandler sind Homöpathen, suchen das richtige Mittel raus und sagen dem Patienten, dass sie dies und die Einnahmeempfehlung an der Rezeption bekommen. Die Rezeption gibt dann nach Zufallsprinzip die richtigen (von Behandler empfohlenen) Mittel oder einfach nur gleich aussehende Zuckerkügelchen heraus. Gehen geht das schon, ist nur viel Aufwand, denn man bräuchte natürlich viele Patienten, um zu einer gescheiten Aussage zu kommen.

Viele Grüße
 
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12.10.18
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aber auch dabei fehlt ein ganz wichtiger teil der auswahlkriterien. nämlich das aussehen des patienten und auch die gewichtung der einzelnen symptome.
wenn man bei einigen tausend patienten miterlebt hat, wie wichtig das ist (und auch wie sehr bei studien zugunsten der pharmaindustrie manipuliert wird), glaubt man nicht an studien, die hom. mittel für placcebos halten.

lg
sunny
 

Kate

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Hallo sunny,

interessant, was Du schreibst. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass Ärzte auf das Aussehen kaum noch achten, egal wie dick die Augenränder sind oder wie dünn der Patient. Dass das bei der Homöopathie eine so große Rolle spielt, wusste ich nicht. Eine Studie würde bei dessen Berücksichtigung zumindest nochmal viel aufwändiger werden.

Gruß
Kate
 
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02.10.10
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Hallo,

aber auch dabei fehlt ein ganz wichtiger teil der auswahlkriterien. nämlich das aussehen des patienten und auch die gewichtung der einzelnen symptome.
Wieso, das soll natürlich in die Erstanamnese und das Heraussuchen des passenden Mittels einfließen, ganz so, wie es ein Homöpath normalerweise tut. Klar, aufwendig, aber nicht unmöglich.

Viele Grüße
 

ory

Moderatorin
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Hallo damdam,

Demnächst hab ich einen Termin bei einer Ärztin, die Homöopathin ist, vielleicht kommt da was anderes raus. Bislang haben mich die Mittel (und Termine) nur Geld gekostet ohne Nutzen.
Für mich ist es offen, ob es wirkt/wirken kann.
Das ist dann schon recht offen, wenn du einen weiteren Versuch starten möchtest.

Ich glaube das es bei der Erstanamnese am wichtigsten ist, das man möglichst genau und vollständig berichtet wie es einem wirklich geht, auch wenn sich vielleicht manches banal und nebensächlich anhört.
Oftmals werden unangenehme Dinge oder peinliche Symptome und Verhaltensweisen einfach weggelassen, so kann aber dann kein realistisches Gesamtbild entstehen und man wundert sich das, das Mittel welches man bekommen hat nicht wirkt, nicht wirken kann.

Normalerweise bekommt man einen zweiten Termin um über das nun passende Mittel, sowie die Anwendungsweise von Globuli oder Tropfen, die Potenz und die Art der Wiederholung zu besprechen.

Gruß ory
 
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