Homöopathie-der andere Weg

ory

Moderatorin
Teammitglied
Themenstarter
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.072
Homöopathie, eine nicht gerade junge alternative Behandlungsmethode erregt zurzeit mal wieder die Menschheit.
Nicht Hahnemann direkt, sonder die vor über 200 Jahren von ihm erfundenen Globulins stehen heute mehr denn je in den Mittelpunkt der Kritiker-Medien.
Es werden unsachliche Gerüchte verbreitet und es werden offen die Menschen beleidigt die ihren Weg in die Homöopathie gefunden haben, es ist einfach nicht nachvollziehbar.
Aber womöglich gibt immer wieder Dinge zwischen Himmel und Erde, die man sich nicht erklären kann, Homöopathie gehört für mich definitiv in dieser Hinsicht nicht dazu.

Genauso wenig ist die Homöopathische-Methode für mich, sowie sicherlich auch für viele anderen, kein ungelöstes Rätsel jedenfalls keins wie die Kritiker es darstellen(wollen).

Die positiven Erfahrungen liegen von den vielen Konsumenten vielfältig klar vor. Diese gut verträgliche unabhängige Heilmethode ist zumindest einwandfrei eine gute Alternative zu den schulmedizinischen Behandlungsmethoden unzähliger Zivilisationskrankheiten.

Gerade heutzutage werden wir doch regelrecht dazu gezwungen eigenständig/selbstverantwortlich mit unserer Gesundheit umzugehen, nur leider sind wir seit Generationen anders programmiert und werden es laufend erneut durch Medien und Umfeld. Mit Worten wie „Homöopathie hilft vielleicht, aber sie wirkt nicht“ oder „Homöopathie ist Nur ein Placebo“ stiftet man doch nur Verwirrung und schürt die Kritik.

Wenn nicht achtsam und eigenverantwortlich darauf aufgepasst wird was einem gut tut, ist es mit der gesundheitlichen eigenständigen Selbstverantwortung rasend schnell vorbei.
Warum wird verschwiegen, das der Placebo-Effekt, welcher ja der Homöopathie zugeschrieben wird, eher ein vielschichtiger psychosozialer Vorgang, dessen Mechanismen in uns offenbar evolutionär angelegt, zu verdanken ist und nichts mit "jemandem etwas einreden" zu wollen, zu tun hat?
Ohne Frage ist dies ist ein komplizierter Zusammenhang mit psychisch-physischen Effekten, der gut aber leider längst noch nicht vollständig erforscht ist, der sich aber doch recht einfach beschreiben lässt:
Der Placebo-Effekt ist nichts, was mit einer gezielten Beeinflussung zu vergleichen ist, er ist schlicht und einfach als körperlich-seelische Reaktion auf den Vorgang einer positiven Erwartungshaltung zu sehen.

Obwohl die mögliche Wirksamkeit und die Wirkungsmechanismen gegenwärtig naturwissenschaftlich nicht aufzuklären sind, gibt es trotzdem eine ganze Reihe positiver Belege zu der Wirkung homöopathischer Mittel bei psychischen Störungen wie Depression, Angst‑, Zwangs‑, Abhängigkeitsstörungen usw.....
Die wichtigsten Studien werden vorgestellt und die wichtigsten Argumente in ihrem Für und Wider abgewogen.
Fest steht, dass homöopathische Mittel nur als Add-on und nicht alleine anzuwenden sind. Sie gehören in die Hand homöopathisch und psychiatrisch-psychopharmakologisch erfahrener Ärzte. Es wäre zu überlegen, bei zum einen sehr leichten Störungsbildern, aber auf der anderen Seite auch schweren chronischen Verläufen zusätzlich Homöopathie zum Wohle des Patienten zumindest auszuprobieren, da aufgrund der grundsätzlich guten Verträglichkeit kein zu vermeidender Nachteil für diesen resultieren dürfte.“
https://www.springermedizin.de/homoeopathie-bei-psychiatrischen-patienten-fuer-und-wider/15811850

Gruß ory
 

ory

Moderatorin
Teammitglied
Themenstarter
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.072
Das die Homöopathie längst nicht mehr aus einem einzigen einheitlichen therapeutischen Ansatz besteht, der von allen Homöopathen gleichermaßen verwendet wird zeigt die unten stehende Liste.

Genuine Homöopathie
Klassische Homöopathie
Bönninghausen-Methode
Boger-Methode
Empfindungsmethode nach Sankaran
Revolutionierte Homöopathie nach Sehgal
Gruppenanalyse nach Jan Scholten
Naturwissenschaftlich-kritische Homöopathie
Komplexmittelhomöopathie
Homotoxikologie
Miasmatische Homöopathie
Astrologische Homöopathie
C4-Homöopathie
Elektrohomöopathie
Enneagramm-Homöopathie
Gienow-Methode
Homöosiniatrie
Neue Homöopathie nach Körbler
Predictive Homeopathy
Prozessorientierte Homöopathie
Psychologische Homöopathie
Quantenlogische Homöopathie
Quellenhomöopathie
Resonanzhomöopathie
Synergetische Homöopathie
Systemische Homöopathie

Gruß ory
 
Zuletzt bearbeitet:

mehr

mehr

mehr

mehr

Beitritt
10.02.20
Beiträge
118
@ory

Homöopathie ist ein interessantes Thema für mich.

Ich habe definitiv gute Erfahrungen mit Schüsslersalzen gemacht, aber Globulis haben mir tatsächlich nicht geholfen bei Panik und Angst, die in der ersten Schwangerschaft vorhanden waren.

Vielleicht war es aber auch einfach nicht das passende Mittel für mich, was ich vermute.

Meinen Kindern helfen sie allerdings tatsächlich bei Verletzungen und Stōßen und bei einem Kleinkind oder Baby, kann das ja sicher nicht an der Erwartungshaltung liegen.

Liebe Grüße
Agnes
 
Beitritt
12.10.18
Beiträge
1.694
wenn ein hom. mittel nicht hilft, liegt es oft daran, daß es nicht das passende ist.

es ist bei einigen beschwerden rel. einfach ein wirksames mittel zu finden, z.b. beim normalen heuschnupfen, aber bei etlichen anderen ist es so schwierig, daß auch ärzte, die sich mit der homöopathie wirklich gut auskennen und es nicht nur auf dem schild stehen haben, es nicht beim ersten versuch schaffen.

für sich selbst ein mittel zu finden ist noch viel schwieriger.
ich hab bei mir ja etliche, teils sehr ernste beschwerden gut behandeln können, aber zur zeit kann ich für mein extrem entzündetes bein plus umkippen ohne vorwarnung nichts finden das hilft.

bzgl. hom. mittel sind nur placebos und die wirkung entsteht durch die erwartungshaltung :

es gibt auch etliche ärzte usw., die sagen, daß das auch bei babys und tieren so ist. sie würden merken, daß die mutter bzw. der besitzer ihnen etwas besonderes gibt und das würde dann die placebowirkung auslösen.

nur ist es ja so, daß viele mütter mit chron. kranken kindern (z.b. neurodermitis usw) erst beim "normalen" kinderarzt waren und da auch die erwartung hatten daß es hilft, aber beim kind hat sich nichts getan und beim hom. arzt verschwinden dann die beschwerden sehr schnell.

und bei einem bio-bauern mit etlichen kühen wird die, die ohne es zu wissen ein paar tropfen im trinkwasser hat, wohl kaum die besondere aufmerksamkeit des bauern, die sie immer wieder mal hat, wenn er schaut ob alles ok ist, zum anlaß nehmen gesund zu werden.

und zu dem hom. arzt, in dessen praxis ich früher ein paar jahre die gesundheits- und ernährungsberatung gemacht habe, kamen auch schon mal patienten, die garnichts von der homöopathie gehalten haben, weil auf dem schild nur arzt stand.

die "zuckerkügelchen" haben sie nur genommen, weil sie dachten, da wär ja eh nichts drin, könnte also nicht schaden und haben nicht erwartet, daß es hilft, sondern daß sich an ihren beschwerden nichts ändert oder sie mangels "richtiger" tabletten eher noch schlimmer werden.
und waren entschlossen mit dem nächsten krankenschein wieder zu einem "richtigen" arzt zu gehen, wie sie mir später gesagt haben, nachdem sie schon einige male (zur vorsorgeuntersuchung und/oder mit erkältungen der kinder usw) wieder da waren, weil die globuli beim ersten mal schnell und gut geholfen hatten.

ich war anfangs auch etwas skeptisch als der arzt sagte, daß er ausschließlich hom. behandelt und null chem medis verwendet und manches hätte ich nie geglaubt, wenn ich es nicht jahrelang immer wieder miterlebt hätte (incl. labor, ultraschall usw.).


lg
sunny
 
Beitritt
28.01.20
Beiträge
131
Hallo sunny,
so wie Du... sehe ich es auch.

Ich war oft im Leben sehr krank. Und oft halfen die vom Hausarzt verschriebenen Medikamente nur bedingt. Meistens kamen die Symptome nach kurzer Zeit zurück. Sogar stärker als ursprünglich. Nach Einnahme von Antibiotika ging es mir monatelang sogar schlechter.

Meine ersten Erfahrungen mit Homöopathie machte ich anfang 2000. Eine Tante von mir schleppte diese "Zuckerkügelchen" immer mit sich herum. Ich erinnere mich noch genau an Arnika, Sulfur und Belladonna.
Sie kannte sich auch mit Heilpflanzen gut aus und brachte meiner Mutter stets selbst gezogene/gesammelte Pflanzen mit.

Damals habe ich sie nicht verstanden und sie belächelt. Heute bedauere ich meine ablehnende Haltung ihr gegenüber.

Inzwischen bin ich von der Homöopathie und auch von der Pflanzenheilkunde überzeugt.
Mein Mittel gegen Unruhe und Schlaflosigkeit ist Aconitum.

Auch bei allen anderen Erkrankungen greife ich zuerst zu homöo. Mittel. Und seit meiner Krebserkrankung ende 2014 befasse ich mich intensiv mit alternativen Heilmitteln.

Ich finde Deine Beiträge sehr interessant und inspirierend.

Liebe Grüsse
zausel
 
Oben