Histaminintoleranz besiegt!

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Hallo Community, gute Neuigkeiten. Ich habe meine Histaminintoleranz besiegt!

Ich erspare euch meine Krankheitsgeschichte (wer will schon was über den Leidensweg wissen ;)) und springe direkt zur Lösung/Heilung.

Am Ende war es eigentlich relativ einfach die Heilung herbeizuführen...leider muss man erst einmal darauf kommen und viele Dinge ausprobieren. Auch das erspare ich euch, stehe aber natürlich gerne für Fragen zur Verfügung. Nur zur Info...das Ganze hat >10 Jahre gedauert :(

Also, meine HIT war durch Candidabefall im Darm bedingt.

Dem Candida bin ich durch einen Darmcheck auf die Schliche gekommen. Neben vielen anderen Werten, wird auch auf Candida-Befall getestet und dieser Wert war (deutlich) erhöht. Rücksprache mit meinem Hausarzt (Internist) und einem Gastroenterologen waren leider recht enttäuschend, denn beide meinten man muss da nichts machen...Jeder Mensch hätte Candida im Darm und bei „gesunden“ Menschen wäre das kein Problem...man sollte halt weniger Weißmehl und Zucker essen. Dazu sei nur gesagt, dass ich mich recht gesund ernähre und nicht mal Zucker oder besonders zuckerhaltige Lebensmittel zuhause habe...Der Gatroenterologe meinte sogar, dass die Probe wahrscheinlich kontaminiert sei und das Ergebnis gar nicht verlässlich.

Was also tun...ein reiner Candida-Test ist ja nicht sehr teuer, also dachte ich mir...ein weiterer Test kann ja nicht schaden...Ergebnis war nochmal höher als beim ersten Test. Daraufhin habe ich in Eigenregie losgelegt. Habe mir Nystatin besorgt und nach dem üblichen Schema 1-1-1 jeweils nach den Mahlzeiten eingenommen. Bei 50 Tabletten ging das also gute zwei Wochen. Ich hatte in der Zeit eigentlich keine Nebenwirkungen. Zu Beginn gab es mal etwas weniger festen Stuhlgang, aber von Durchfall noch weit entfernt. Ein bisschen Bauchgrummeln gab es auch mal, aber das hat sich alles auch recht schnell gelegt.

Parallel zu dem Nystatin habe ich Heilerde (ca. 1 Stunde nach dem Nystatin) eingenommen, um mögliche Pilzgifte zu binden und auszuscheiden.

Nach dem Nystatin habe ich noch eine „Kur“ mit Caprylsäure Kapseln hinterhergeschoben. Die 100 Kapseln habe ich im Schema 2-2-2 zu den Mahlzeiten eingenommen. Auch das ging also ca. 2 Wochen. In der zweiten Hälfte habe ich dann zusätzlich Probiotika eingenommen. Das soll die Darmflora unterstützen.

In der Zeit habe ich so gut es geht weiter histaminarm gegessen konnte allerdings schon direkt nach dem Nystatin eine deutliche Verbesserung meiner Beschwerden wahrnehmen. In den letzten Tagen habe ich dann etwas mehr „probiert“ und muss begeistert feststellen, dass ich keine Probleme mehr habe. Selbst rohes Sauerkraut und Rotwein haben keine negative Wirkung mehr. Am letzten WE habe ich einige Gläser Sangria (aus Rotwein) getrunken und hatte absolut gar keine Beschwerden.

Aktuell würde ich also sagen: Ich bin geheilt!

Ich hatte mich eigentlich schon mit meinem Schicksal arrangiert und nach vielen Fehlversuchen das Thema irgendwie schon zu den Akten gelegt. Umso begeisterter bin ich nun! Was mir auch sehr wichtig ist. Ein dickes DANKESCHÖN an die Community hier. Die vielen Threads zu dem Thema haben mich wirklich weiter gebracht und auch ermutigt das Heft selbst in die Hand zu nehmen!
 
wundermittel
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Jeder Mensch hätte Candida im Darm

stimmt, hat (fast) jeder. aber halt nicht so viel, daß es beschwerden macht.

mit dem essen würde ich an deiner stelle aber noch etwas aufpassen.
wenn man irgendwas längere zeit wegläßt, kann es erst mal so aussehen als wäre es wieder verträglich. ißt/trinkt man es dann rel. oft, kann es wieder uv werden. ißt/trinkt man ehemals uv sachen nur ab und zu in kl. mengen, bleiben sie meist verträglich.

zucker und weißmehl kann bei candida eine rolle spielen, muß aber nicht. wegen der aip muß ich sehr viel zucker zu mir nehmen und auch kh-reich essen und da ich vollkornprodukte nicht gut vertrage, sind es rel. viele weißmehlprodukte und ich hatte nur mal ganz kurz ein bißchen candidasymptome als ich extrem viel zucker genommen hab und es war alles sofort wieder weg als ich ihn etwas reduziert habe. es ist aber immer noch sehr viel, da weniger wegen der aip nicht geht.
 

Kate

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Hallo @xianjiao,

toller Erfolg - danke für den Bericht :)

Hierzu
wenn man irgendwas längere zeit wegläßt, kann es erst mal so aussehen als wäre es wieder verträglich. ißt/trinkt man es dann rel. oft, kann es wieder uv werden
... kann ich sagen, dass nach meiner Information gerade bei HI das "Prinzip des vollen Fasses" oftmals gilt. D.h. wenn Du jetzt in die Vollen gehst, könnte sich die Situation wieder verschlechtern und Du müsstest dann Dein verträgliches Maß finden.

Falls es allerdings wirklich ausschließlich am Candida lag, könnte es vielleicht auch reichen, diesen in Schach zu halten.

Gruß und weiter viel Erfolg
Kate
 
regulat-pro-immune
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Danke für das Feedback und die netten Kommentare. Natürlich behalte ich das Ganze weiterhin im Auge und taste mich langsam ran. Die Sangria-Episode war eher zufällig, da wir Besuch aus Spanien da hatten ;-)
 
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Das freut mich sehr zu lesen. Hattest du in den letzten >10 Jahren nie mal eine Episode wo stark histaminhaltige Nahrungsmittel/Getraenke symptomfrei konsumiert werden konnten? Gehst du davon aus das der Pilz dich die ganze Zeit begleitet hat? Die Probiotika scheinen ihren Zweck erfüllt zu haben. LG
 
Themenstarter
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26.05.21
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Das freut mich sehr zu lesen. Hattest du in den letzten >10 Jahren nie mal eine Episode wo stark histaminhaltige Nahrungsmittel/Getraenke symptomfrei konsumiert werden konnten? Gehst du davon aus das der Pilz dich die ganze Zeit begleitet hat? Die Probiotika scheinen ihren Zweck erfüllt zu haben. LG
Danke für deine Nachricht. Es war ein kontinuierliches Auf und Ab, es gab aber (soweit ich mich erinnere) keine Zeit in welcher ich komplett beschwerdefrei war. Anfangs war mir der Zusammenhang mit Histamin ja noch gar nicht klar...da habe ich mich teilweise gewundert warum es mir schlechter geht wenn ich mich "gesund" ernähre, sprich viel Gemüse (Tomaten, Sauerkraut und andere "Histaminbomben"), Fisch usw. zu mir nehme. Da ging es mir oft besser wenn ich ein paar Tage "Fast Food" wie Pommes usw. gegegessen habe. Damals habe ich mit Anfang/Mitte 20 noch nicht so sehr auf die Ernährung geachtet. ;-)

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass ich die ganze Zeit mit dem Pilz zu tun hatte. Vielleicht auch mal mehr und mal weniger, aber ich kann es mir auch einfach nicht anders erklären. Die beschriebene "Therapie" hat wirklich das Thema "Histamin" für mich komplett geändert. Die letzten Wochen fühlen sich fast schon surreal an. Natürlich lasse ich es weiterhin ruhig angehen und stopfe mich nicht übermäßig mit Histamin zu, bislang aber wirklich keine Symptome mehr. Zudem habe auch noch mal auf Candida testen lassen (Ergebnis steht noch aus).

Ich denke es waren nicht nur die Probiotika, sondern eben auch die gesamte Herangehensweise:
1) Pilzbefall durch mehrere Labortests bestätigt
2) Eliminierung des Pilzes durch Nystatin und Caprylsäure (in der Reihenfolge, nicht gleichzeitig)
3) Aufbau der Darmflora durch Prä- und Probiotika

Das wären wohl die drei einfachen Schritte, wenn man es wirklich herunterkondensiert. Einfacher gesagt als getan ;-)

Grüße
 
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22.06.21
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Erst die unerwünschten Bewohner raus und dann Pro- und Praebiotika nehmen. Das hast du vollkommen richtig gemacht. An anderer Stelle wird zur Verlaufskontrolle ein weiteres Mikrobiom empfohlen. Wobei dann nicht ganz klar was ist transient, was tod o. lebendig. Daher hat auch auch die Anzucht ihren Vorteil.
 
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Themenstarter
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26.05.21
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An anderer Stelle wird zur Verlaufskontrolle ein weiteres Mikrobiom empfohlen. Wobei dann nicht ganz klar was ist transient, was tod o. lebendig. Daher hat auch auch die Anzucht ihren Vorteil.
Sorry, jetzt hast Du mich etwas abgehängt. Bislang habe ich noch nie einen Check des Mikrobioms machen lassen. Ich hatte einen Darmcheck machen lassen, welcher auch verschiedene Bakterienstämme beinhaltet, aber nie ein komplettes Mikrobiom. Inwiefern wäre das wichtig bzw. könnte mir weiterhelfen?
 
regulat-pro-immune
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Guten Morgen, auch bei der Mikrobiomanalyse ist noch vieles unklar. Wie du dich fuhlst, was du verträgst und was nicht, damit ist nicht nur Nahrung gemeint, z.B. auch Leistungssport (längerer Ausdauerbelastung), Vorstellungsgespräch, Herzratenvariabilitaet, Haut, Gelenke, Tagesmuedigkeit?, Schlaf, Blutwerte usw. Eine Anamnese oder Lifestyleanalyse wäre noetig. Der Darm hängt ueberall mit drin, auch wenn das nicht immer im gemessen werden kann. Stichwort Gut-Brain-Connection.
Haette neben dem Candida A. auch noch den Ph-Wert Wert bestimmt. Faeulnisflora, Entzuendung, Malabsorbtion, Leaky gut hattest du ja nicht, was auf eine kleine Verschiebung hindeutet. Falls du nochmal einen Darmcheck machst, setze 7 Tage vorher die Praebiotika ab. LG
 
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