Herzrhythmusstörungen - eine unerwartete Heilung

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Etwa seit der Pubertät leide ich an Herzrhythmusstörungen. Ich hatte sie in allen denkbaren Formen. Das ordinäre Herzstolpern, schmerzende "Explosionen" mit unwillkürlichem Hustler, den Stolperer bei Erschütterungen (zB Springen) oder Druck auf Brust und Bauchraum (Bauchlage). Auf körperliche Anstrengungen hatte ich oft über Stunden hinweg Aussetzer bei etwa jedem 5. Schlag. So was ist etwa sehr "angenehm" wenn man schlafen will. Darüber hinaus gabs noch einige wesentlich ekligere Episoden.

Es gab viele Untersuchungen: Langzeit EKGs, Ultraschall, Elektrolyte, diese und jene Erklärung. Da ich eine SD Unterfunktion, wurde auch gerne hier die Ursache vermutet. Oder aber das ganze sei halt psychosomatisch. Nur konnte letztlich nichts auch nur das Geringste dran ändern. Man muss halt lernen damit zu leben. Es gibt ja Schlimmeres..

Es kam auch viel schlimmer. 2010 ging gar nichts mehr, aus unbekannten Gründen gab mein Körper einfach auf. Die grafischen Details erspar ich mir an dieser Stelle. Ich hatte die "Wahnidee" (so wurde das mehrfach bezeichnet) ich würde an systemischen Mykosen leiden. Grund für meinen Wahn war der, dass ich ebenfalls seit der Pubertät ständig an Hautmykosen litt, die sich aber nicht erfolgreich behandeln ließen. Ich wusste auch von einem Immundefekt, der für Mykosen anfällig macht. Ich konnte ein höchst seltsames Wanderverhalten dieser Mykosen beobachten. Sie schienen quer durch den Körper vor der oberflächlichen Behandlung zu fliehen. Und, was am schlimmsten war, selbst eine rein topische Behandlung verschlimmerte stets die Herzrhythmusstörungen.

Damals wurde mir eine rein paliative Behandlung mit Morphium vorgeschlagen. Die Leber war im Begriff aufzugeben, das Blut war schlecht und ich hatte ständig Ersticksanfälle. Ursache, wohl bemerkt, immer noch unbekannt. Ich setzte meine letzten Hoffnungen, entsprechend meiner Wahnidee, in eine systemische Antimykosetherapie. Mit Ach und Krach konnte ich einen Arzt dazu überreden mir eben diese zu verschreiben. Denn, wohl gemerkt, alle Untersuchungen bezüglich Mykosen blieben negativ(!).

Ergebnis: innerhalb von 3 Monaten ging es mir um Welten besser. Die Leberwerte so gut wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr, die Mykosen zumindest oberflächlich verschwunden, kein Ersticken mehr. Und: plötzlich waren die Herzrythmusstörungen, die mich seit einem viertel Jahrhundert begleiteten, tatsächlich weg.

Zwischen den zeitgleich aufgetretenen Mykosen und den Herzrythmusstörungen gab es tatsächlich einen Zusammenhang. Wer hätte das gedacht? Eigentlich jeder Idiot, wenn man sichs recht überlegt. Bloß kein Arzt.

PS. diese kleine "Fallstudie" soll einerseits eine Hilfe sein für alle, die es zuälliger Weise genau so betrifft wie mich. Ich bin sicher, dass bei einigen die an Herzrythmusstörungen leiden die gleiche Ursache vorliegt. Andererseits soll sie natürlich ermahnen, dass eine gründliche medizinische Abklärung oft genau so viel Wert ist wie ein ungedeckter Scheck über eine Mrd Euro. Sieht am Papier beeindruckend aus, ist in Wahrheit aber fürs Klo ;)
 
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06.04.09
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Hallo Leitwolf,

danke für Deinen erfreulichen Bericht, trotz der langen Leidensgeschichte :)

Da ich mich gerade mit Genetik beschäftige, welcher Gendefekt ist denn für Mykosen zuständig und wo wurde das festgestellt?

LG von Brigitka, die bei Gifteinwirkung auch gerne mal Herzrythmusstörungen bekommt
 

Bei Herz-Kreislauf-Problemen kann der Baubiologe hilfreich sein

Auf den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Elektrosmog wird in Studien immer häufiger hingewiesen. So verklumpt elektromagnetische Strahlung unter anderem die roten Blutzellen, wodurch der Blutdruck ansteigen kann. Es entstehen Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck u.a.

Mobilfunk hat diese Problematiken erhöht, auch zumal der menschliche Körper zum grössten Teil aus Wasser besteht und die Strahlung die Eigenschaften von Wasser und auch die Herzratenvariabilität verändert.

Der Baubiologe kann die Intensität elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen zur Reduzierung vorschlagen.
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Themenstarter
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04.03.09
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Hallo

Also "den" Gendefekt für Mykosen wirds so nicht geben. Viele Menschen haben aber eine MBL Defizienz, die einerseits genetisch bedingt ist, andererseits eben für Mykosen empfänglich macht. Wobei ich definitiv nicht ausschließen möchte, dass da noch andere Faktoren eine Rolle spielen werden.

Testen kann man sowas beim Immunologen.

Für entscheidend halte ich aber überhaupt logisch zu denken. Das heisst zu beobachten und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Dr. Logik ist bei mir praktisch immer richtig, Dr. Medicus dagegen fast immer falsch gelegen. In den meisten Fällen liefert genaue Beobachtung und logisches Hinterfragen die richtigen Diagnosen.

Ein Beispiel, das auch der Anlass war hier zu posten: im Moment habe ich wieder erhebliche Herzrhythmusstörungen. Habe ich nicht gesagt ich wäre davon geheilt? Ja, aber..
Die traten vor ein paar Tagen ganz plötzlich wieder auf. Gut, vielleicht also wieder mal Zeit für meine Terbinafin Kur dachte ich erst. Dann ist mir etwas eingefallen. Ich hab kurz davor im Fernsehen gesehen wie lästige Fettpölster "weggeknetet" werden. Da ich solche auch habe, bin ich dem Beispiel gefolgt.

Könnte da ein Zusammenhang bestehen? Also hab ich nochmal ordentlich geknetet, und tatsächlich wurde es erneut schlimmer.
Jetzt weiß ich aber, dass die Mykosen mit jeder "Kur" weiter zurückgedrängt, aber nicht vollständig besiegt wurden. Ich weiß aber nicht wo ihre letzten Bastionen liegen.

An der Stelle erinnerte ich mich an das, was mir ein Forscher auf dem Gebiet vor einem halben Jahr schrieb. Dabei geht es, wenn ich das überhaupt ausplaudern darf, um Hinweise auf bisher "übersehene" Malassezien, die sich systemisch im Körper ausbreiten und hochgradig lipohil sind. Er meinte, dass diese vermutlich innerzellulär leben würden, was er sich selbst aber noch nicht so recht erklären könne. Das geht sich aufgrund der Größenverhältnisse an sich schwer aus.

Doch dann plötzlich löst sich alles sinnvoll auf: Fettzellen sind im Vergleich zu anderen Körperzellen rießig, bieten also reichlich Platz. Wohin werden lipohile Pilze sonst hinwollen, wenn nicht eben dort hin? Wo sonst wäre die Immunabwehr schwächer?
Da ich schon weiß, dass der Pilz respektive seine Stoffwechselprodukte Herzrythmusstörunge verursacht, was wird wohl bei einer Aktivierung seines Reservoirs passieren? Und warum sind diese (hartneckigen) Fettdepots für den Körper quasi tabu?

In solchen Momenten reiht sich ein Heureka ans Nächste ;)

Natürlich wird man einwenden wollen, dass das kein Beweis für gar nichts ist. Ist es auch nicht, aber sehr wohl eine hohe Wahrscheinlichkeit, die gut begründet und vor allem logisch ist. Vergleich das mal mit der Qualität einer durchschnittlichen ärztlichen Diagnose. Ganz abgesehen vom Wissensstand, der weit jenseits von "state of the art" liegt.
 
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21.05.11
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Zu den Mykosen und den Erstickungsanfällen könnte das hier passen:

HIT > Einleitung

Wird meist nicht erkannt und wenn es versucht wird zu diagnostizieren , geht das häufig auch noch schief.
Die beste Methode ist die Auslassdiät wie unter Therapie beschrieben.

Alles Gute.
Claudia

PS: Ich persönlich kenne auch Herzrhythmusstörungen durch die Hit.
 
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11.01.10
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Hallo Leitwolf, ein interessanter Bericht. Hattest du also ein konkretes Labor-Ergebnis, oder bloß die Vision eines systemischen Mykose-Problems wegen der Haut-Mykosen? Und wie sah die systemische Antimykosentherapie bei dir aus?
Bei mir wurde im Stuhl Candida festgestellt, ich habe seit Kindheit ein Haut/Nagel-Mykoseproblem auf dem Fuß (etwa seit der Zeit wo ich damals monatelang Penecilln nehmen musste wegen Streptokokken-Infekt), und Herzrhythmusstörungen hab ich auch immer wieder mal seit 20 Jahren. Die wurden aber bereits besser durch Schwermetall-Ausleitung (und ev. pflanzlich antibakterielle Mittel).
LG Prema
 
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