Heilpflanzen

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Die Verwendung von Pflanzen und pflanzlichen Stoffen zur Stärkung des Immunsystems

Eberesche

Ein Beispiel:

Verschiedene Sonnenhut – Arten (Echinacea) sind seit Jahren dafür bekannt, dass sie das menschliche Immunsystem stärken sollen. Wie so oft, konnte hier bislang kein wissenschaftlicher Beweis für die tatsächliche Wirksamkeit erbracht werden. Das besagt meines Erachtens nicht viel. Bedenken wir doch zum Beispiel, dass die Wirksamkeit von Baldrian auf das Nervensystem durch Erfahrung lange bekannt und sozusagen nachgewiesen war. Der wissenschaftliche Nachweis ist erst vor wenigen Jahren gelungen. So wird es möglicherweise noch bei anderen pflanzlichen Wirkstoffen kommen.

Bis dahin wird man sich auf die Erfahrungswerte beziehen müssen.

Holunder

Folgenden Planzen werden, meiner Kenntnis nach, Wirkungen auf das Immunsystem zugeschrieben.
Aloe, Andorn, Chlorella (Chlorella Pyrenoidosa), Eberesche, Eleutherococcus , Ginseng, Hagebutte, Himbeere, Holunder, Knoblauch, Lapacho, Meerrettich, Sonnenhut (Echinacea), Spirulina (Spirulina platensis), Tausendgüldenkraut, Teebaum, Wasserdost und Zwiebel.
(Es mag durchaus noch sehr viel mehr geben!)
Ich persönliche halte, aus verschiedenen Gründen, die Anwendung von heimischen oder lange eingeführten Pflanzen, für sinnvoller, als immer wieder neue „Exoten zu entdecken“ und einzuführen.

Andorn

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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Süßholz: nicht nur wohlschmeckend, antiallergisch, antikanzerogen und gut für die Leber. Auch das Immunsystem soll dadurch angeregt werden.
Suessholz

Astralagus: Aus der TCM.
www.apia.com/apia/oxid.php/sid/x/shp/oxbaseshop/cl/dwcontents/tpl/ee744f2ac5bb399e4.22718471

Kurkuma:
verantwortlich für die gelbe Farbe im Currypulver. Hat neben vielen anderen guten Eigenschaften angeblich auch die Gabe, das Immunsystem zu stimulieren.
www.novamex.de/nnb/phytamine/kurkuma.html
 
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Die Kenntnisse über die Wirkung von Pflanzen war den Menschen früher viel besser vertraut. "Weise Frauen", von denen Hildegard von Bingen nur das bekannteste Beispiel ist, haben dieses Wissen angesammelt und weitergegeben. Pflanzen zur Ernährung und als Heilkräuter waren hilfreich und nebenwirkungsfrei. Wer bereit ist sich damit zu beschäftigen, wird für sich oft einen deutlich höheren Nutzen ziehen als durch den Einsatz der Produkte der Pharmaindustrie, die häufig nur einen chemischen Nachbau pflanzlicher Wirkstoffe darstellen, ohne das gleiche positive Ergebnis zu erzielen.
In einem anderen Thread wurde über die Entgiftungswirkung von Heilkräutern und Pflanzen diskutiert:

https://www.symptome.ch/threads/entgiftung-mit-heilkraeutern.13134/

Viele Grüße, Horaz
 
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Hallo Leòn

Ich persönliche halte, aus verschiedenen Gründen, die Anwendung von heimischen oder lange eingeführten Pflanzen, für sinnvoller, als immer wieder neue „Exoten zu entdecken“ und einzuführen.
Da bin ich ganz Deiner Meinung :)!


Hallo Horaz

Auch zu diesem Thema habe ich bei Olaf Rippe etwas Interessantes gefunden :):
In dem Zusammenhang ist es interessant, daß Pflanzen und Tiere, die sich auf geopathischen Zonen besonders wohlfühlen, günstig auf unser Immunsystem wirken, z.B. Efeu, Eiche, Mistel, Wasserdost oder die Rote Waldameise.
Natura Naturans - Veröffentlichungen Olaf Rippe: Die 5 Entien des Paracelsus - Über die Ursachen der Krankheiten und die Wege zur Heilung ; Hauptseite

Liebe Grüsse
pita
 
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Sanddorn
enthält viele Vitamine und ist deshalb gut geeignet, das Immunsystem zu unterstützen:

Sanddorn-Beeren haben 10 mal mehr Vitamin C als Citrusfrüchte. Man nennt sie daher auch die „Zitronen des Nordens“. Mit 100 Gramm Sanddorn-Früchten tanken wir 900 Milligramm Vitamin C. Doch mit Sanddorn nehmen wir noch viele andere Wirkstoffe auf: fruchteigene Ballaststoffe für eine bessere Verdauung, Carotinoide, das Provitamin A Beta-Carotin, Vitamion E, und den Bioaktivstoff Lycopin sowie eine Reihe von Anthocyanen. Damit stärkt Sanddorn das Immunsystem, schützt uns vor aggressiven Umweltschadstoffen - den sogenannten freien Radikalen. Erst kürzlich hat man entdeckt, daß Sanddorn auch Vitamin B 12 liefert, ein Energie-Vitamin, das sonst überwiegend nur im Fleisch und Sauerkraut enthalten ist. Ein wichtige Erkenntnis für Vegetarier. Sie haben meist einen Mangel an diesem Vitamin und können es aus Sanddorn zuführen. Was man wissen muß: das Vitamin B 12 ist in den Schalen der Frücht gespeichert. Daher ist es so wichtig, daß bei der Saft-Produktion die Schalen mit verarbeitet werden.


LG,
Malve
https://naturheilt.com/blog/leberschutz-durch-sanddorn-extrakt/
 
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Ich bin auch mehr für einheimische Pflanzen, z.B. die Apfelbeere:

Aronia - die Apfelbeere

Aronia melanocarpa stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika. Bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Sträucher aus der Familie der Rosengewächse in der UdSSR in größerem Umfang angebaut, später auch im ganzen Ostblock. Blütezeit ist Ende Mai. Erntezeit für die Früchte ist Anfang September. Die Apfelbeeren sind reich an Provitamin A, Vitamin B 2, Vitamin C sowie an Folsäure. Medizinisch wird der Extrakt der Beeren für die Behandlung von Scharlach und Masern sowie bei Leber- und Gallenblasenerkrankungen verwendet. Roh schmecken die Früchte nicht besonders, sie eignen sich eher für Milchmixgetränke oder zur Herstellung von Marmelade. Eingelegt in Alkohol oder Weinessig sind sie als Zutat zu Wildfleisch eine Alternative zu Preiselbeeren.

Die Gehölze bekommt man in Obstbaumschulen. Empfehlenswerte Sorten sind "Aron", "Viking" oder "Rubinia". Pflanzen kann man im Herbst oder im Frühjahr. Dabei beachten: Nicht zu tief pflanzen, die Wurzeln müssen von lockerer Erde umgeben sein und im Pflanzloch muss genügend Platz für die Entwicklung neuer Wurzeln sein. Mit einer richtigen Ernte kann man nach drei bis vier Jahren rechnen.
Aronia - die Apfelbeere | Querbeet durchs Gartenjahr

www.apfelbeere.de/experten.php

aronia_nero_400x300.jpg
 
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Hagebutte
Hilft Ihren schmerzenden Gelenken

Die Wirkungsweise der wilden Hagebutte lässt sich auf folgende Weise charakterisieren: Weisse Blutkörperchen (Leukozyten) sind am entzündlichen Prozess in den Gelenken beteiligt. Hagebutten verhindert, dass die Leukozyten in das Entzündungsgebiet einwandern und das Knorpelgewebe weiter schädigen. Das Knorpelgewebe wird aber auch durch die Bildung von freien Radikalen im Entzündungsprozess geschädigt. Hagebuttenpulver verhindert, dass freie Radikale gebildet werden. Hagebutten schwächt daher die Entzündungsreaktion in den Gelenken ab oder unterdrückt sie sogar ganz. Dadurch werden die Schädigung und die Zerstörung des Knorpels gestoppt und sowohl die Schmerzen gelindert, als auch die Beweglichkeit verbessert.

Immer mehr Menschen sind von Arthrose betroffen. Dieses Leiden gehört zum Formenkreis der rheumatischen Erkrankungen und geht in vielen Fällen und vor allem in akuten Phasen mit schmerzhaften Entzündungen einher. Ursache für die Schmerzen ist eine Zerstörung des Gelenkknorpels. Für die betroffenen Personen bedeutet die Arthrose eine schmerzhafte, chronische Krankheit, die sie bei fast allen Tätigkeiten beeinträchtigt. Die Schmerzen begleiten sie Tag und Nacht, die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Bei ihrer Suche nach Linderung greifen viele Patienten zu frei verkäuflichen und rezeptpflichtigen Medikamenten, unterziehen sich langwierigen Physiotherapien oder lassen sich sogar operieren. Und doch bringen ihnen all diese Behandlungen oft nur eine kurzfristige Linderung der Schmerzen. Vor allem schreitet die Zerstörung des Knorpels in den meisten Fällen unaufhaltsam fort, mit der Folge, dass die Schmerzen grösser und die Bewegungseinschränkungen gravierender werden.

Anwendungsgebiete:
Rheumatische Beschwerden, Arthrose, Arthritis, Knochengengewebe verbessernd.
Hagebutte hilft bei Gelenkschmerzen

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Hallo Pita,

oja! Den Efeu habe ich ganz vergessen!



Aber Vorsicht, mit den frischen Pflanzenteilen!


Efeu - Hera helix


Efeu ist ein immergrünes, kletterndes Gewächs, das in verschiedenen Formen vorkommt. Die Blätter sind dunkelgrün. Efeu entwickelt kleine Beeren, die in unreifem Zustand rötlichviolett, in reifem Zustand schwarz sind.


Efeu wirkt schleimlösend, krampflösend, antibakteriell und antiviral.
Medizinisch wirksame Bestandteile des Efeu sind insbesondere Saponine und Flavonoide. Die Saponine wirken schleimlösend und erleichtern das Abhusten von Schleim bei Erkältungs- und Bronchialkrankheiten. Saponine haben auf Bakterien, Viren, Pilze, Würmer und Schnecken eine wachstumshemmende Wirkung. Das konnte zumindest in Tierversuchen nachgewiesen werden. Die Flavonoide haben außerdem eine krampflösende Wirkung auf die Bronchien und fördert so die Funktion der Lunge.


Efeu wirkt gegen Husten.
Efeu und seine Zubereitungen sind hochwirksam und werden angewandt bei Husten, Reizhusten und Krampfhusten, zur Symptomverbesserung bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und bei Keuchhusten, um das Abhusten des zähflüssigen Schleims zu unterstützen. Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind nicht bekannt. In Schwangerschaft und Stillzeit wird empfohlen, vorher einen Arzt zu fragen.


Gärtner sollten bei der Pflege von Efeu Handschuhe tragen.
Der Verzehr von Blättern und Beeren ist nicht ungefährlich, denn Efeu ist giftig. Sogar der Saft der Pflanze kann Hautausschläge verursachen, die sehr heftig sein können. Deshalb sollten beim Beschneiden im Garten immer Handschuhe getragen werden. Kinder sollten von Efeu fern gehalten werden. In Arzneien und Zubereitungen kann Efeu, entsprechend den Anwendungsvorschriften, bedenkenlos und erfolgreich angewandt werden.
Efeu (Hedera helix L)



Herzliche Grüße von

Leòn
 
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Die Kapuzinerkresse liebe ich auch sehr. Aber zur Zeit wächst sie eher weniger ;)...

Die Kapuzinerkresse zeigt eine breite antibiotische Wirkung sowohl gegen grampositive als auch gramnegative Bakterien und hemmt auch das Wachstum von Viren und Pilzen. Die Wirk-samkeit ist beim frischen Kraut grösser als beim getrockneten, da sich der Hauptwirkstoff, das Senfölglukosid Glukotropaeolin, beim längeren Lagern leicht zersetzt. Um eine optimale Wirkung zu erreichen, empfiehlt es sich deshalb, entweder das frisch geerntete Kraut selbst oder einen daraus hergestellten Presssaft bzw. eine Frischpflanzentinktur zu verwenden. Neben Glukotropaeolin enthalten die Blätter mehrere Polyphenole sowie zahlreiche Flavonoide und Anthocyane. Diese sind für die Wirkung mitverantwortlich.

Was Sie vor der Anwendung von Immunstimulantien wissen müssen:
Normalerweise werden alle Mittel auf leeren Magen eingenommen, d.h. 15 Minuten vor dem Essen oder 2 Std. danach. Dadurch sind die Wirkstoffe besser verfügbar und werden aus dem Darm vollständig ins Blut resorbiert. Die Anwendung sollte periodisch über 4-8 Wochen erfolgen mit anschliessender Pause von 3-4 Monaten. Dadurch wird das Immunsystem jeweils wieder neu angeregt und zur Bildung von frischen Abwehrzellen veranlasst. Wenn die Mittel andauernd eingenommen werden, verlieren sie an Wirkung und es kann sogar zu einer Erschöpfung (Überreizung) des Immunsystems kommen.
Bei chronisch fortschreitenden Erkrankungen wie Tuberkulose, Leukämie, Multiple-skleroseund Aids dürfen immunstimulierende Pflanzen nicht angewendet werden. Bei diesen Krankheiten ist das Immunsystem stark geschwächt und bereits sehr beansprucht. Eine zusätzliche Aktivierung durch stimulierende Pflanzen kann deshalb zu einer Überforderung des Immunsystems verbunden mit einem weiteren Zusammenbruch führen.
grippale Infekte (berg-apotheke.ch/publikationen/texts/grippaleinfekte.pdf)

Uta
 
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Ich bin vor Kurzem auf die pflanzlichen Ur-Tinkturen von Cerdes aufmerksam geworden, durch das Herstellen der Ur-Tinkturen und der homöopathischen Aufbereitung sind sie von sehr hoher Qualität , dass heisst, die Kräutern haben dadurch eine noch grössere Wirksamkeit.
aber seht selber CERES Heilmittel AG - Unternehmen

Ich habe schon drei verschiedene Ur-Tinkturen ausprobiert und bin überrascht über deren guten Wirksamkeit.
Im Moment nehme ich Geranium (Storchenschnabel), es ist geeignet zum entgiften, reinigen und lösen von Schockzuständen.
Die Entgiftung bezieht sich vor allem durch Fremdeinwirkung, das heisst z.B durch Insektengifte (und ähnliches) die in den Körper gelangen.
Ganz besonders wichtig finde ich hierbei, dass es auch alte Schockzustände, egal wie lange das Erlebnis her ist, zu lösen vermag.
hier ein kurzer Auszug aus meinem Buch pflanzliche Ur-Tinkturen von Roger Kalbermatten:

Steht ein Mensch durch ein traumatisches Erlebniss unter Schock, sind die feinstofflichen Körper gelockert, sie greifen nicht mehr konzentriet ineinander. In diesem Zustand der Lockerung ist die Seele ungeschützt geöffnet, so dass fremde Kräfte einwirken können. Auch lange zurückliegende traumatische Efahrungen können während Jahren eine Blockade auf der psychischen wie körperlichen Ebenen verursachen, so dass selbst gute Therapien nicht greifen. Solche Zustände treffen immer häufiger auf, deshalb ist Geranium eine der bedeutensten Heilpflanzen unserer Zeit.
Im Wesen bewirkt sie die Zusammenführung der gelockerten feinstofflichen Körper (atsra-und äther körper) mit dem grobstofflichen Körper, das Bewusstsein greift wieder aktiv ins Leben ein. Geranium entzieht Körper- und Seelengifte und ermöglicht durch die Reinigung des Terrains einen Neubeginn.

Und das finde ich besonders interessant, denn wer hat keine negativen Erlebnisse zu zu verarbeiten? Und bei wievielen greifen die Therapien nicht, obwohl alles versucht wird?

Vielleicht wäre dies ein Versuch wert?
(übrigens bin ich nicht mit dieser Firma verwandt oder ziehe sonst einen Nutzen daraus, dies nur, um mögliche Verdachtsmoment gleich zu beseitigen)
Jedenfalls mache ich seit gestern einen Versuch mit Geanium robertianum und werde euch weiter berichten wie es mir ergangen ist :)

Liebe Grüsse Chrisi
 
Verwendung von Heilkräutern

Man benutzt die Heilkräuter in verschiedener Form, je nach dem Zweck, den man erreichen will.

Die häufigste Anwendung ist die des Tees.

Von den kleingeschnittenen Blättern, Blüten, Stengel oder Wurzeln einer einzelnen oder mehrerer verschiedener, durcheinander gemischter Drogen wird eine Prise von etwa 6 Gramm (soviel wie man mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger fassen kann) mit 1/4 Liter kochendem Wasser rasch aufgebrüht.
Die Kräuter sollen nicht länger als 10 - 15 Minuten in einem Topf ziehen (nicht kochen).
Der Tee ist dann gebrauchsfertig und soll nun möglichst gleich getrunken werden.

Heißer Tee ruft eine rasche Erwärmung des Körpers mit Schweißausbruch hervor, während kalter Tee abkühlend und durstlöschend wirkt.
..........

Eine weitere Anwendungsform der Heilkräuter ist die des Auflegen der Kräuter in kleinen Säckchen; diese Form ist beispielsweise sehr beliebt bei Zahnschmerzen (getrocknete Kamillen) und bei geschwollenen Drüsenknoten.

Man legt die Heilmittel in gekochtem Zustand (Leinsamen, Kamillen usw.) auf, um Geschwülste rascher zum Eitern und zur Erweichung zu bringen.

Auch der Zusatz von Fußbädern (Eichenrinde bei Schweißfüßen) oder das Anlegen von Wickeln, die erst in Abkochung von Heublumen, Haferstroh oder Kiefernnadel getaucht waren, ist eine sehr beliebte und vorteilhafte Anwendung pflanzlicher Heilmittel. Hierdurch kann man eine kräftige Tiefenwirkung und Ableitung der verschiedensten Krankheitsstoffe erreichen.

Viele Heilkräuter werden auch mit Franzbranntwein und Wasser (halb und halb) angesetzt und geben ein sehr haltbares Pflanzenextrakt ab.
Sie leisten sowohl äußerlich zu Einreibungen (bei Erkrankung des Haarbodens, rheumatischen Schmerzen) als auch innerlich (besonders bei nervösen Magenstörungen) gute Dienste.
www.naturheilkunde-doktor.de/0187339285092780d/0187339285097042e/index.html

Uta
 
Pflanzen und Immunsystem

Knoblauch

Allium sativa



Wirkung:
Knoblauch bekämpft Bakterien, Viren und Pilze. Das Allicin wirkt stark antibiotisch:
noch in einer Verdünnung von 1:85.000 bis 1:125.000 kann es das Wachstum von Bakterien hemmen.

Roher Knoblauch setzt vor allem Darmbakterien wie den Salmonellen und E. coli zu, die häufig für Durchfallerkrankungen verantwortlich zu machen sind. Knoblauch soll sogar gegen Keime wirken, die gegen chemische Antibiotika resistent sind.

Die Flavonoide
Allicin senkt auch den Cholesterin- und Fettgehalt des Blutes und verhindert die Oxidation von LDL-Cholesterin und damit die Entstehung der plaquebildenden Schaumzellen, die sich an den Arterienwänden ablagern. Damit wirkt Knoblauch vorsorglich gegen Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ajoen und Adenosin wirken hemmend auf das Zusammenballen der Blutplättchen und damit die Bildung von Blutgerinnseln. Sie können sogar Blutgerinnsel wieder auflösen, was man sich auch in der Tierheilkunde zu nutze macht. Daher müssen Patienten, die mit Marcumar® behandelt werden, den Arzt zu Rate ziehen, bevor sie Knoblauch essen.

Die Sulfide im Knoblauch wirken durch die Hemmung der Prostaglandine und Leukotriene entzündungshemmend. Mir hat der Knoblauch bei der Behandlung meiner chronischen Bronchitis schon sehr geholfen!

Knoblauch stärkt auch das Immunsystem, T-Lymphozyten, Fresszellen und Killerzellen werden vermehrt gebildet.

Knoblauch hemmt auch die Bakterien, die Nitrat in Nitrit oxidieren, woraus wiederum die krebserregende Nitrosamine entstehen könnten. Aber auch Nitrit selbst hemmt die Sauerstoffaufnahme und CO2 Abgabe in den Blutkörperchen. Das Hämoglobin wird dabei reversibel geschädigt. Auch deshalb ist ein übermäßiger Genuss von nitrithaltiger Wurst ungesund.



Knoblauch wirkt

* gegen Bakterien, Viren und Pilze
* entzündungshemmend
* bei Bronchitis
* hemmend auf die Bildung von Blutgerinnsel
* auf den Blutdruck senkend
* der Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall entgegen
* stärkend auf das Immunsystem
* hemmend auf die Bildung von Nitrat zum ungesunden Nitrit
* sich positiv auf unser Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit aus
* dem Alterungsprozess entgegen[/QUOTE]

Tipps

Anwendung:
Als selbstgepresster Saft, warme Küche oder Rohkost.



Rezepte:
Durch Einlegen in Essig wird die Knoblauchwirkung noch gesteigert. Knoblauch verliert jedoch beim Kochen zum Teil seine Wirkung.

Selbstgepresster Saft pro Person:
1 bis 2 Knoblauchzehen
3 Karotten ca. 300 g
1 Apfel ca. 200 g
1/2 TL Öl
[/QUOTE]
Knoblauch wirkt gegen Bakterien, Viren, Pize und stärkt unser Immunsystem

Dem lilafarbenen, brasilianischen Knoblauch, wird ein höherer Gehalt an Wirkstoffen zugeschrieben:





www-oc.chemie.uni-regensburg.de/OCP/div/ChemieAlltag/Knoblauch.pdf
Forschungsergebnis: Warum Knoblauch so gesund ist - Wissenschaft - stern.de
Knoblauch

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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Wann sollte auf Phytotherapeutika verzichtet werden? (Kontraindikationen)

Auch für Phytoterapeutika gibt es Einschränkungen:

Bei Magengeschwüren Bitterstoffdrogen meiden
Harntreibende Pflanzenmittel sind bei Oedemen häufig unzureichend
Wacholderbeeren können bei zu langer Einnahme die Nieren schädigen
Pfefferminze kann auf Dauer für den Magen unverträglich werden
In Schwangerschaften können viele Heillpflanzen zu verstärktem Blutfluss führen und die Gefahr von Frühgeburten erhöhen
Viele Heilpflanzen können bei unsachgemässer Anwendung und bei zu langer Einnahme zu Vergiftungen, Erbrechen und Reizungen führen
Gesundheitspraxis KGS, Info Pflanzenheilmittel

Uta
 
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zur Apfelbeere:
Saft, Likör, Fruchtaufstrich und getrocknete Früchte gibt es z.B. unter Aronia, Apfelbeere, Schwarze Apfelbeere, Schwarze Eberesche, Schwarze Edeleberesche, Aronia melanocarpa, Aronia arbutifolia, en.: black chokeberry, red chokeberry, www.apfelbeere.de
Der Geschmack des Saftes erinnert an den Geschmack eines trockenen Rotweins, ist also recht herb. Mag man es etwas süßer, kann man problemlos mit Stevia nachsüßen.
Kleiner Vorsichtshinweis: Eventuelle Flecken sind nur extrem schwer zu entfernen.
 
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Hallo miteinander

Die Ausführungen von Chrisi zu Storchenschnabel sind sehr gut.Nur eins ist zu bedenken bei Storchenschnabel -es fördert sehr stark die Fruchtbarkeit.
Also wer einen Kinderwunsch hat ist mit der TInktur gut dran,ansonsten würd ich in als Tee in kleinster Dosis empfehlen.

Grüß
Anita Christina
 
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Echinacin (Sonnenhut) wird immer wieder zur Stärkung des Immunsystems genannt. Echinacin gehört zur Familie der Korbblütler und Korbblütler können auch allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock hervorrufen. Deshalb sollten Allergiker vorsichtig mit diesem Mittel sein, auch wenn es so hochgelobt wird.

....
Störwirkungen und fatale Zwischenfälle nach Einnahme von Extrakten aus dem Sonnenhut sind leider keine extreme Seltenheit. Das Berliner Netzwerk der gegenseitigen Information, das entsprechende Verdachtsmeldungen von niedergelassenen Ärzten registriert, verzeichnet seit seiner Einrichtung vor sechs Jahren inzwischen sechsunddreißig Zwischenfälle in Verbindung mit Echinacin-Präparaten, darunter dreizehn schwere, acht lebensbedrohliche und drei tödliche. Besonders gefährlich scheint das Spritzen von Echinacin zu sein. Allein siebenmal trat danach laut Netzwerk ein lebensbedrohliches allergisches Schocksyndrom auf......
Die Zeit - wissen : Der Fall Echinacea: ein Naturheilmittel unter Verdacht (zeus.zeit.de/text/1996/20/echinac.txt.19960510.xml)
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Außerdem:

... Eine 2005 veröffentlichte placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 437 Freiwilligen die mit 3 verschiedenen Echinazinpräparationen vorbeugend behandelt wurden und einem Schnupfenvirus ausgesetzt wurden, sah keine Wirkung auf Symptome oder Immunantwort durch die Echinazinpräparationen. Vor allergischen Reaktionen auf Echinacea wird seit Jahren gewarnt. Eine Sensibilisierung soll besonders bei Allergikern weit verbreitet sein, in einer Studie reagierten 20 von 100 atopischen Patienten, von denen 97 niemals Echinacea verwendet haben positiv auf einen Hautpricktest mit dem Extrakt. Kreuzreaktivität mit anderen Pflanzenprodukten aus Beifuss, Sonnenblumen und Chrysanthemen scheinen hier eine Rolle zu spielen. Besonders aufrüttelnd ist eine Bericht über eine akute disseminierte Encephalomyelitis (ADEM, ein MS ähnliches Krankheitsbild) nach Impfung mit Echinaceahaltigen Produkten. Wobei ähnliches auch von anderen parenteral applizierten Pflanzenextrakten berichtet ist. Insgesamt sind damit bei Anwendung erhebliche Nebenwirkungen gesichert, eine Wirkung in der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten ist nicht gesichert. Besonders Menschen, die zu Allergien neigen sollten auf die Anwendung verzichten. Auch für alle anderen gilt, dass sie das Geld besser anders verwenden sollten. .....

tbn0.google.com/images?q=tbn:6o62ps9DAtuQsM:http:
Echinacea purpura - Echinazin- Sonnenhut- Präparate

Uta
 
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Hallo Chrisi und Anita - Christina,

(mal abgesehen von der Schleichwerbung :D) finde ich die Hinweise zum Storchenschnabel sehr interessant. Mich würde interessieren, welche Geranium - Art wohl genau gemeint ist!
Storchschnäbel - Wikipedia

Hallo Uta,

mich würde interessieren, ob du auch schon Erfahrungen mit der Herstellung von Pflanzensäften gemacht hast.:)
Oder sonst jemand?

Uta, ich fand Deinen Hinweis auf die Gegenanzeigen sehr wichtig. Danke! :)

[Außerdem möchte ich gerne darauf hinweisen, dass viele Pflanzen zwar sehr heilkräftige Substanzen enthalten, man als Laie und Nicht - Apotheker, aber keine Heilmittel daraus herstellen darf, weil es lebensgefährlich sein kann!]

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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Hallo Leon,
bisher habe ich Pflanzensäfte aus der Apotheke geholt. Es ist mir einfach zu mühsam, das selbst herzustellen :cool::eek:).

Gruss,
Uta
 
Pflanzen und Immunsystem

... Stoffe, die so die körpereigenen Abwehrmechanismen anregen oder ausgleichen, nennt man auch Immunstimulanzien.

Zur Vorbeugung haben sich Körperöle bewährt, von denen man sich etwas einmal täglich in den Lendenwirbelbereich einmassiert. Besonders schön sind Rückenmassagen damit, mit denen man auch den Partner oder die Kinder verwöhnen kann. Allerdings empfiehlt es sich schon jetzt Anfang September damit anzufangen und mindestens sich vier Wochen lang mit einer solchen Mischung einzureiben.

Dabei steigern Lavendel fein (Lavandula angustifolia), Bergamotte (Citrus bergamia) und Teebaum (Melaleuca alternifolia) die körpereigene Abwehrkraft und wirken gegen eine ganze Reihe von Viren und Bakterien. Auch regen sie die Bildung weißer Blutkörperchen (Phagozyten) an, die wiederrum als "Freßzellen" die Krankheitserreger vernichten.

Eine Mischung zum Stärken der Abwehrkräfte, die sich auch für Klein- und Kindergartenkinder eignet:

2 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelica)
2 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
2 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)
in 50 ml Mandelöl süß für Erwachsene und 100 ml Mandelöl süß für Kinder

Dabei stärkt diese Mischung nicht nur die körperlichen Abwehrkräfte, sondern gibt auch Licht für die Seele und richtet in stressigen Zeiten wieder auf. Außerdem lässt sie uns mutig und gestärkt den nächsten Tag entgegensehen.

Ein ebenso großer Helfer ist auch das Ravintsara (Cinnamomum camphora). Das Ravintsara war vor einiger Zeit als Ravensara im Handel und so unterschied man das Ravensara aromaticum und das Ravensara anisata (ein einheimischer Baum in Madagaskar). Aber bei Ravintsara handelt es sich um einen Cineol-Chemotyp des Kamphers. Der Kampherbaum stammt ursprünglich aus Japan und wurde vor zwei Jahrhunderten in Madagaskar eingeführt. Dort bildet er komplett andere Inhaltsstoffe aus, als das bekannte und auch problematische Kampheröl. Und so wurde mit der Namensänderung dem jetzt Rechnung getragen.
..........
Die Zitrone (Citrus limon) gehört zu den ganz starken Immunstimulanzien, die auch u.a. die Erreger von Lungenentzündungen bekämpfen können. ...

Das "Arbeitspferd" unter den ätherischen Ölen ist für mich der Eukalyptus radiata. Er ist die ganz große Ausnahme unter den Eukalyptusölen, da er als Einziger auch für Kinder geeignet ist.... Zur Unterstützung beim Lernen reicht 1 Tropfen Eukalyptus radiata in der Duftlampe aus. ....

....klassischen Immunstimulanzien ist der Thymian Chemotyp Thymol (Thymus vulgaris). Aber sein Hauptinhaltsstoff sind die Phenole, die ganz starke Haut- und seelische Reize setzen. Für Kinder ist der Thymian Chemotyp Linalool vorzuziehen, da der Chemotyp Thymol hier zu reizend ist. Auch wird er immer gering dosiert, d.h. 1 Tropfen Thymian Thymol ist in einer Mischung mit 50 ml ausreichend. .....

Kein sanftes, aber ein sehr warmes ätherisches Öl ist die Zimtrinde (Cinnamomum verum). ..... Und so reicht 1 Tropfen Zimtrinde in einer Mischung mit 50 ml Basisöl vollkommen aus.

Zimt wirkt sehr stark auf das Immunsystem ein. Durch seine antivirale und antibakterielle Wirkweise ist er sehr wirkungsvoll bei Infektionen. Eine Mischung mit 1 Tropfen Allerdings darf die Zimtrinde in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da sie zu den wehenauslösenden ätherischen Ölen gehört.


www.satureja.de/Atherische_Ole/einzelne_Duftthemen/Immunsystem_starken/immunsystem_starken.html

Hier wird auch noch empfohlen, das Haus oder die Wohnung auszuräuchern mit bestimmten ätherischen Ölen, wenn die Erkältung schon ausgebrochen ist.

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Gruss,
Uta
 
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