Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Zunächst einmal möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich froh bin, eine solche Plattform im Internet gefunden zu haben.

Verschiedene Zähne von mir sind nicht mehr in Ordnung. Zahn 24 ist vor einiger Zeit abgebrochen. Zahn 25 ist wurzelfgefüllt. Schließlich befinden sich in der linken und der rechten unteren Zahnreihe Brücken, deren Stützpfeiler zum Teil kariös sind und die Zahnschmerzen verursachen. Die Situation auf der Seite rechts oben, ist relativ gut. Das Kauen ist nach wie vor problematisch. In den letzten Wochen sind die Zahnschmerzen allerdings zu einem großen Teil verschwunden, ich glaube, dass Ölspülungen und Schüsslersalze dabei geholfen haben.

Meine Ausführungen mögen etwas in die Länge gezogen sein. Dies liegt, meine ich, an der Sache und an meiner Ratlosigkeit. Es hat sich eine Art Problemknäuel ergeben, und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Um die Lage einigermaßen verständlich zu machen, muss ich ein bisschen ausholen.

Im Jahre 2000 ließ ich mir alle Amalgamfüllungen entfernen. Das Amalgam ist allerdings nicht richtig ausgeleitet. Dennoch fühlte ich mich nach diesem Schritt wesentlich besser als vorher. Im Laufe meines Lebens bin ich mit verschiedenen Zahnärzten zusammen gekommen und grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass einige dieser Zahnärzte durch einen großen Aktionsdrang und durch den Einsatz von eher unverträglichen Materialien mir mehr geschadet als genutzt haben. Ich fürchte mich nun vor jedem Zahnarztbesuch. Es sind nicht so sehr die Schmerzen, vor denen ich mich fürchte – obwohl diese auch eine Rolle spielen -, sondern das Gefühl der Ungewissheit, das Gefühl in einen Nebel zu tappen und mich einem Menschen auszuliefern, der mir u.U. etwas einsetzt, das mir schaden wird oder etwas wegnimmt, was ich behalten sollte.

Ich lebe in einem asiatischen Land. Nach langem Suchen habe ich hier einen naturheilkundlichen Zahnarzt gefunden, von dem ich bisher von der fachlichen und menschlichen Seite einen guten Eindruck habe. Ich nenne ihn im Folgenden A. Er legt nahe, anstelle von fehlenden Zähnen Implantate zu setzen. Er ist allerdings recht flexibel, was bestimmten Behandlungsmethoden betrifft. Mein naturheilkundlicher Zahnarzt in Deutschland lehnt Implantate ab, da sie – genauso wie wurzelgefüllte Zähne – belastende Fremdkörper im Mund seien. (Natürlich, so gibt er zu verstehen, stellt jeder Zahnersatz einen Fremdkörper da, aber bestimmte Materialien seien mit besonderen Gefahren verbunden.)
Vor zwei Tagen habe ich mich nun nach mehr als zwei Monaten Abstand (teils beruflich teils psychologisch bedingt) wieder bei dem naturheilkundlichem Zahnarzt gemeldet und ihn um einen neuen Termin gebeten. Als ich mit ihm gesprochen habe, ist mir fast die Stimme ausgefallen.

Hier noch einmal die Situation, wie sie sich darstellt bevor und als ich A im Februar aufsuchte. Mir ist zuvor im Februar ein größeres Stück eines Zahnes abgebrochen. Ich weiß nicht, von welchem Zahn. A meinte, es stamme von einem Brückenzahn. Gegenwärtig habe ich gelegentlich Zahnschmerzen links unten (Es müsste Zahn 34 sein, der als Bestandteil einer Brücke kariös ist). Der Zahn meldet sich aus irgendwelchen Gründen gerade jetzt. Es mag mit der Leber zusammen hängen. Zudem ist die andere Brücke auf der rechten Seite offenbar auch nicht mehr in Ordnung.

Die beiden Brücken sind 18 Jahre alt. A meinte zuerst, es sei geraten, die Brücke links unten zu entfernen. Schließlich gab er zu verstehen, es könnte dann auch das Erfordernis bestehen, einen Zahn, der als Brückenpfeiler dient, zu entfernen / zu ersetzen. Daher nahm er später von seinem ursprünglichen Gedanken Abstand. Er erklärte, man könne die Brücke weiter so belassen. „Der Zeitpunkt zu deren Entfernung ist eigentlich schon überschritten“.
Einen anderen problematischen Bereich sehe ich in der Reihe links oben. A hat mit mir einen Test bezüglich des wurzelgefüllten Zahnes 25 gemacht und es zeigte sich, dass ich – wenn ich mit diesem Zahn energetisch in Verbindung trete – wesentlich weniger Kraft habe als das bei gesünderen Zähnen der Fall ist. Schließlich steht 24 (Zahn der inneren Ordnung, hängt mit Kindern zusammen nach Rosemarie Mieg, „Krankheitsherd Zähne“ München 1999, S. 129) immer noch abgebrochen in der obersten Reihe.

Wäre es geraten Zahn 24 und 25 zu ziehen? Eine erneute Brücke könnte die dann entstehende Lücke überdecken. Sie wäre praktisch, da ich sie nicht herausnehmen müsste. Doch der Nachteil wäre, Zähne links und rechts daneben beschleifen zu müssen, diese Zähne würden also an Zahnsubstanz verlieren. Mein Zahnarzt in Deutschland meint allerdings, dass dies nicht schlimm sei, „wenn die Zähne energetisch in Ordnung sind, wenn an ihnen keine lebensgeschichtlichen Belastungen hängen“.
Eine Alternative zur Brücke wäre eine Zahnprothese oder ein Implantat. Die Zahnprothese ist meines Wissen weniger riskant als ein Implantat und zudem noch wesentlich preisgünstiger, der Preis der Zahnbehandlung spielt für mich eine wichtige Rolle. Ich schrecke aber aus psychologischen und funktionellen Gründen vor einer Teilprothese zurück: Fremdkörper im Mund, Geschmacksveränderung, fühle mich dann schon als zum „alten Eisen“ gehörend; meiner Mutter, die Mitte 70 ist, bereitet schon eine kleine Prothese nicht geringe Schwierigkeiten, zudem das Erfordernis des häufigen Reinigens. Darüberhinaus vermute ich, dass die Gefahr von Artikulationsschwierigkeiten mit einer Teilprothese auftreten könnte.

Vor einiger Zeit habe ich das I-Ging um Rat gefragt. Am 23.2.09: Was mache ich am besten in dieser Woche für meine Zähne? (Hexagramm 61 – 29). Am 30.4.09: Was soll ich mit meinen Zähnen tun und tun lassen bis Ende Mai 2009? (Hexagramme 54 – 3). Am 1.5.09: Was ist in diesem Monat am besten für meine Zähne? (Hexagramme 64 und 40).

Bisher habe ich vom I-Ging oft nützlichen Rat erhalten. Ich konnte allerdings diesen Bildern nicht sehr viel entnehmen. Schließlich hat mich die Antwort 54 und 3 mit drei Wandlungslinien eher gelähmt („Vorücken bringt Unheil“, 9 auf dem vierten Platz: verspätetes Eingehen der Ehe). Das lag vielleicht auch an der eher kontradiktorischen Fragestellung. Ich wusste nicht, wer der Einäugige ist. Ich habe diesen Bildern entnommen, dass ich am besten nicht handele, also keine Zahnbehandlung anstrebe. Das würde allerdings bedeuten, dass ich trotz einiger defekter Zähne und des Auftretens von Zahnschmerzen den Versicherungsschutz, der bald ausläuft, nicht mehr in Anspruch nehmen kann.

Den Sinn der Zeichen 64 und 40 kann ich schon eher erkennen. Er legt meines Ermessens nahe, dass eine Behandlung nicht unbedingt notwendig ist, wenn ich mich allerdings für eine entscheiden sollte, dann kann ich durch rasches und entschlossenes Handeln Gefahr abwenden. Hier kann ich mir allerdings keinen Reim darauf machen, was es bedeutet, dass eine Gefahr davon ausgeht, wenn der Schwanz des Fuchses vor dem Übergang / der Überquerung nass wird. Zudem scheint Hexagramm 40 wieder erwägendes Abwarten nahe zu legen: „Ein wesentliches Merkmal dieses Diagrammes (Das Analysieren) ist die Zurückhaltung im Handeln zugunsten des Zerlegens der Einzelteile mit dem Ziel, zu größerer Klarheit zu gelangen“ heißt es in der Eranos-Ausgabe.

Ich fasse nun die Fragen zusammen, die ich habe. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand zumindest teilweise auf diese Fragen eingehen könnte.

  1. Ab wann ist eine Behandlung geraten? Welche Vorzeichen und Symptome (von Schmerzen abgesehen) lassen eine Behandlung als geraten erscheinen?
  2. Mit welchen Zähnen sollte ich die Behandlung beginnen?
  3. Wie lässt sich herausfinden, ob ein Zahn (lebensgeschichtlich) belastet ist?
  4. Ich schwanke bei der Behandlung der Zahnreihe links oben zwischen einer weiteren Brücke (von 23 bis 26) und einer Prothese. Ist es geraten, in beiden Fällen den wurzelgefüllten Zahn 25 ziehen zu lassen?
  5. Sehe ich die oben dargestellten Vor- und Nachteile von einer Brücke / Prothese richtig?
  6. Mein Zahnarzt in Deutschland sagt, dass Brücken prinzipiell unendlich halten. Er sieht auch Karies an den Rändern nicht als einen dringenden Grund, eine Brücke zu entfernen. Welche Gründe müssen aber vorliegen, wenn man sinnvollerweise eine Brücke entfernen lässt?
 
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Soweit mir bekannt ist, gibt es gegen Zahnimplantate aus Titan keine Unverträglichkeit bzw. Allergie.

Wenn Du aber kein Metall haben möchtest, kannst Du Dir auch Implatate aus Zirkonium anfertigen lassen, die bestehen nur aus Keramik. Sie werden aber nicht so gut vom Körper angenommen wie die Implantate aus Titan.

Eine Brücke kannst Du auch aus Vollkeramik (Zirkonium) herstellen lassen.
 

Malve

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Hallo Aquaman,

Wenn Du aber kein Metall haben möchtest, kannst Du Dir auch Implatate aus Zirkonium anfertigen lassen, die bestehen nur aus Keramik. Sie werden aber nicht so gut vom Körper angenommen wie die Implantate aus Titan.

Das ist so nicht richtig, Aquaman

Zirkon steht im Periodensystem unter Titan
und zeigt dieselben guten – wenn nicht sogar
überlegenen – osseointegrativen Fähigkeiten,
was in einer ganzen Reihe von Untersuchungen
deutlich bestätigt wurde [Albrektsson, D.
et al 1985; Kohal, R. J., Klaus, G. 2003; Sennerby,


L. et al 2005].


 
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Schönen Dank Uma und Aquaman für eure Antworten. Sie zeigen mir noch einmal, dass ein Zahnimplantat nicht zu Unverträglichkeiten führen muss. Auch ohne mit dem Periodensystem argumentieren zu müssen, kann man allerdings auch anhand von Erfahrungsberichten zeigen, dass es zu Titan-Unverträglichkeiten kommen kann. (Hier ist noch ein anderer Bericht aus dem Forum Implantate.com.)

Ganzheitlich orientierte Mediziner wie der Zahnarzt Dr. Dietrich Volkmer (etwa in seinem Buch: "Zähne natürlich gesund erhalten", München 1998) oder wie der Umweltmediziner Dr. Max Daunderer sehen den Einsatz von Implantaten oder von Titan sehr kritisch. (Hier gibt es einige Berichte dazu.)

Es mag durchaus sein, dass Zirkonium die bessere Alternative ist. Hierüber weiß ich allerdings zu wenig. Jedenfalls kommen in den Berichten von Max Daunderer (Link oben) auch Zirkonium-Unverträglichkeiten vor. Dennoch kommt es nicht nur auf das Material bei Implantaten an. Einige Voraussetzungen seines Einbaus müssen auch gegeben sein, so muss der Kieferknochen an der jeweiligen Stelle etwa genügend Substanz aufweisen. Implantate an Stellen einzubauen, wo vorher wurzelgefüllte oder problembehaftete Zähne standen - das ist eher problematisch. Zudem muss das Implantat auch zur Gesamsituation des Organismus passen. Wenn etwa das Immunsystem eines Patienten beeinträchtigt ist, so sagt Dietrich Volkmer, verbiete sich "von vorneherein jegliche Implantation im Kieferbereich" (S. 82).

Es ging mir in dem oben angegebenen Beitrag jedoch (zumindest nicht bewusst) um die Frage: Zahnimplantat ja oder nein?, sondern eher um ein Abwägen zwischen einer erneuten Brücke und einer Prothese. Hier fühle ich mich noch wie vor sehr unsicher.

Zudem geht es mir um die Frage: Wie und wo anfangen? Denn es gibt mehrere Stellen in meinem Gebiss, die (langfristig) sanierungsbedürftig sind. Mir ist nicht klar, mit welcher Methode ich vorgehen soll. Hat jemand dazu eine Idee?
 

Arda

Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Hallo Zeitgenosse,

da du in deinem Bericht sehr viel geschrieben hast, ist es etwas schwierig, das alles nachzuvollziehen, vielleicht kannst du dir nochmals die Mühe machen und dein Anliegen nur auf das Nötigste zu beschränken?

Zu deiner Frage ob Prothese oder Krone/Brücke kann ich dir aus meiner Erfahrung schreiben, dass ich für meinen Teil auf keinen Fall mehr gesunde Zähen für eine Brücke/Kronen abschleifen lassen würde, bzw. sie "opfern" würde......
nie wieder !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fast jeder Zahn geht durch dieses Beschleifen kaputt!
Die Wurzeln sterben ab und meist hat der Zahn dann ein Trauma oder eine Entzündung und meldet sich später durch Schmerzen, und muss dann irgendwann auch gezogen werden.
Ohne beschleifen würde dies nicht passieren und du hättest dann wenigstens noch ein paar gesunde Zähne.

Ich schreibe da wirklich aus Erfahrung, alle meine überkronten Zähne, auch die unter den Brücken, haben immensen Schaden erlitten und müssen nun alle gezogen werden!

Suche lieber nach einer anderen Lösung.

übrigens, ein Implantat würde für mich auch nicht in Frage kommen, lieber würde ich eine Prothese in Kauf nehmen!!!
 
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06.05.09
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Liebe Chrisi,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dich zu meiner Frage zu äußern. Du äußerst dich klar, was das Abschleifen von Zähnen und den Einbau von Brücken betrifft. Das hat mir weiter geholfen.

Zugegeben, der erste Beitrag ist lang. Vielleicht auch verwirrend für manchen Leser. Dennoch denke ich, dass ich mit den dort am Ende formulierten 6 Punkten durchaus recht konkret meine Fragestellung formuliert habe.

Ich denke, dass auch der erste der sechs Punkte wichtig ist. Ich könnte ihn in einem etwas drastischerem Bild verdeutlichen: Irgendwo ist ein schrecklicher Unfall passiert. Etwa dreißig Menschen sind schwerverletzt, Körperteile sind eingeklemmt oder liegen verstreut auf dem Weg. Nun kommt der erste Ambulanz-Wagen an. Im Wagen sitzen aber nur zwei Ärzte und zwei Helfer. Sie müssen sich jetzt entscheiden, wo und wie sie anfangen. Da sie nicht alle Verletzten auf einmal behandeln können, sondern nur nacheinander erste Hilfe leisten können, brauchen sie dazu eine Art Kompass, eine Methode, wem sie auf welche Weise zuerst Hilfe angedeihen lassen. Wie könnte nun eine solche Methode bezogen auf das Gebiss aussehen?

Die Länge meiner einleitenden Ausführungen ist auch darauf zurückzuführen, dass ich mich damit vorstellen wollte. Außerdem bin ich – im Gegensatz zur traditionellen Zahnmedizin - der Meinung, dass es nicht möglich ist, einzelne Zähne isoliert vom Gesamtorganismus, der aktuellen Situation des zu Behandelnden und seiner Lebensgeschichte zufriedenstellend zu behandeln. „Natürlich, man kann Füllungen anbringen, Zähne überkronen, Implantate einbauen oder Brücken setzen, wenn die den Zahnschmerzen zugrundeliegenden Probleme aber nicht in Angriff genommen werden, bleibt dies nur ein Herumdoktern an Symptomen“ – so würde sich mein naturheilkundlicher Zahnarzt in Deutschland äußern.

Wie kommt man nun an die Probleme heran? Eine Möglichkeit wäre die Zahn-Diagnose und Therapie nach Ochsenreiter zur Hilfe zu ziehen. Mein Zahnarzt arbeitet mit einem Heilpraktiker zusammen, der diese Methode anwendet. (Hier gibt es, von einem anderen Heilpraktiker einen kurzen Überlick über diese Methode).

Ich weiß wenig über die Methode nach Ochsenreiter. Die dort verwendeten Konzepte erscheinen mir allerdings nach den ersten Begegnungen, die ich mit den ausformulierten Grundsätzen hatte, recht allgemein und auf vieles anwendbar zu sein; sie entsprechen wenig meinem Bedürfnis nach begrifflicher Klarheit, kurz: Bevor ich nichts Genaueres über diese Methode kenne, was mich wirklich überzeugt, möchte ich von ihr Abstand halten.

Eine andere Möglichkeit, den Problemen auf den Grund zu gehen, wäre das selbstständige Erforschen der Wechselbeziehungen zwischen den eigenen Zähnen einerseits und den Organen / der Lebensituation andererseits. Hier bin ich allerdings, abgesehen von einigen Blicken in die einschlägigen Tabellen und einigem Nachdenken (ich hatte oben z.B. vom Kinderzahn geschrieben) noch nicht sehr weit gekommen.

Ich kann hier im Forum weiter nach ähnlich gelagerten Problemen suchen, was ich auch machen möchte. Es gibt bestimmt viele Hinweise, die ich noch nicht berücksichtigt habe. Andererseits glaube ich, ausgehend von einer relativ kleinen Stichprobe, dass auch in diesem Forum das Werkstatt-Modell die stillschweigende Voraussetzung von vielen Beiträgen ist. Damit meine ich Folgendes: Wenn das Auto nicht mehr fährt und der Fahrer kein Kfz-Kenner ist, geht er oder sie in der Regel zur Werkstatt. Dort findet der Meister, nach einer mehr oder weniger sorgfältigen Analyse den Störenfried: Vielleicht ist es die Lichtmaschine, der Vergaser oder irgend etwas anderes. Ist die Ursache des Problems gefunden, kann der Wagen in vielen Fällen durch eine isolierte „Behandlung“, also durch das Austauschen eines einzelnen defekten Teiles wieder in Schuss gebracht werden. Hier kann man dann sorgfältig die Qualität verschiedener Ersatzteile miteinander vergleichen und sich dann für das Teil entscheiden, das am geeignetsten erscheint. Es sind also keine besonderen Kenntnisse über die Lebensgeschichte des Autos oder gar über den Fahrer notwendig. Ich möchte allerdings bezweifeln, dass man dieses Modell auf den Menschen übertragen kann. Eine gelingende Zahnbehandlung setzt meines Erachtens neben Kenntnissen über die oben erwähnten Wechselwirkungen auch Kenntnisse über „den Fahrer“ voraus.

Viele Grüße
Der Zeitgenosse
 
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14.02.09
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Hallo Zeitgenosse,

erst einmal schön, dass Du zu uns gefunden hast.
Deine Ausführungen sind wirklich sehr lang, aber das macht nichts ... es liegt ja wahrscheinlich in der Natur der Sache, dass sich hier die Menschen finden, die einen langen leidigen Weg hinter sich gebracht haben und nun mal anfangen zu hinterfragen, was der (Zahn-)arzt eigentlich mit einem veranstaltet hat.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich nach langem Informieren und Durchstörbern des Internets im Klaren darüber ist, wie man seine eigene Leidensgeschichte nun angehen möchte, es ein riesiges Problem darstellt, einen entsprechenden (Zahn-)arzt, Heilpraktiker, HNO-Arzt etc. zu finden, der ebenfalls dieses Verfahren anwendet bzw. damit was anfangen kann.

Bei mir stellte sich das schon als ein riesiges Problem dar, jemanden zu finden, der die Unverträglichkeit der Zahnmaterialen austestet. Nach langem Hin und Her habe ich eine Hautärztin gefunden, die diesen Priknanttest gemacht hat. Der Test ist bei mir positiv ausgefallen, d. h. ich habe mindestens auf eine chemische Substanz reagiert (weitere Hautreizungen erfolgten 2 Tage später, es konnte aber nicht mehr vollzogen werden, von welcher Substanz). Die Hautärztin sowie die dortigen Fachangestellten haben mich mit dem Ergebnis allein gelassen. Ich bin dann mit dem Befund zu meinem damaligen ZA gegangen. Er konnte mit diesem Ergebnis nicht viel anfangen und meinte, dieses Material hätte ich nicht im Mund. Somit war dieses Thema für alle Beteiligten - außer mir - erledigt.
Dann habe ich vor einem Jahr oder so ein 3-D Röntgenbild anfertigen lassen, was einiges gekostet hat. Der ZA, der das gemacht hat, befand meine Zähne und meinen Kiefer als okay und fand nichts. Auch ein anderer Chirurg schaute sich das an und hat auch nichts gefunden ... ich bezweifle aber, dass letzter überhaupt mit dem Programm richtig umgehen konnte. Nun habe ich so ein "tolles" 3-D-Bild und es nützt mir auch nichts.

Ich will Dir damit sagen, dass es vielleicht gar nicht so sinnvoll ist, für Dich allein eine Lösung zu finden, wie man am besten bei Deinen Zähnen vorgeht, sondern dass Du lieber versuchen solltest, einen kompententen Arzt oder Heilpraktiker zu finden, deren Ansichtsweise Du versteht und auch der Behandlungsmethode Du folgen kannst.
Ich denke, es ist unheimlich wichtig, dass man - wenn man denn mal das große Glück hat, den richtigen Arzt zu finden - auch immer wieder zu diesem einen geht, um einen Behandlungserfolg zu erzielen. Bei Deiner Situation sehe ich auch vielleicht ein Problem darin, dass Du Dich in Asien aufhältst. Ich weiß ja nicht, wie es dort um die ganzheitlichen Ärzte bestellt ist.

Auf jeden Fall kann ich Dein Problem absolut verstehen, denn auch ich bin der festen Überzeugung, dass ein Zahn-Organ-Verhältnis besteht und man sich die Frage stellt, wo man bloß anfangen soll.

Viel Erfolg!
Und berichte mal weiter ...

Liebe Grüße, Katrin
 
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14.02.09
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Achso, und zum Thema Brücke oder Prothese .....
da kann ich Dir leider keine Auskunft geben.

Ich habe ein Implantat ... aus Titan! Alle Ärzte (bis auf einer), die das Implantat sehen, staunen ... wie toll es doch sei und was für eine Leistung dahinter stecke.
Ich bin damit nicht so glücklich und denke nun auch über eine Brücke und /oder Prothese nach ... allerdings hat mich das Thema Brücke auch immer wieder abgeschreckt wegen des Beschleifens der Nachbarzähne. Und wenn ich Chrisis Beitrag dazu lese, wird mir schon wieder bei dem Gedanken "Brücke" ganz anders ....
 

Malve

Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Es ist sicher eine schwierige Entscheidung, Zeitgenosse... und es kommt auf die Situation im Kiefer an, welche Lösung Du wählst.

Ich würde mir auch nie mehr eine Brücke machen lassen; habe zwei davon, entsprechend beschliffene Nachbarzähne, und nach dem "Brückenbau" vor sehr vielen Jahren hatte ich lange Probleme mit dem Kauen, Nervenschmerzen in dem Bereich etc. etc.

Mittlerweile hat sich ein Keramikimplantat in meinem "Esszimmer" eingefunden (vor nun mehr als 2 Jahren), und ich bin total zufrieden damit.

Liebe Grüsse,
uma
 
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14.02.09
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Mittlerweile hat sich ein Keramikimplantat in meinem "Esszimmer" eingefunden (vor nun mehr als 2 Jahren), und ich bin total zufrieden damit.

ooooh, das freut mich zu lesen. Vielleicht sollte ICH dann auch mal über Keramikimplantat nachdenken!
 
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06.05.09
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Hallo Katrin, hallo Uma,

zunächst einmal danke für eure Beiträge. Die kritischen Ausführungen zu Brücken lassen mich von dieser „Lösung“ eher Abstand halten. Vielleicht ist das Keramikimplantat doch eine Alternative für mich?

Ja Katrin, viele Ärzte können es nicht gut nachvollziehen, wenn man ihnen von einer persönlichen Perspektive seine (Leidens-)Geschichte gut informiert darlegt, sie wollen eigentlich nicht den informierten Patienten. Deshalb ist es für den Patienten auch schwierig, einen Arzt zu finden, der mit den entsprechenden Patienten zurecht kommt.

Aber was spricht dagegegen, wenn Patienten gut begründete Anliegen vortragen oder sich für eine Behandlungsmethode einsetzen, über die sie sich gut informiert haben? Schade, dass in deinem Fall die Ärzte offenbar nicht den Willen hatten, dir mit dem Priknanttest und dem 3-D Röntgenbild kompetent weiter zu helfen.

Man kann sich natürlich nicht alleine behandeln. Ich denke auch, dass es wichtig ist, sich mit einem kompetenten und verständnisvollen Arzt oder Heilpraktiker abzustimmen. Heute habe ich Kopfschmerzen, in erster Linie aufgrund allergischer Reaktionen gegen den Pollenflug hier. Ich merke, dass ich gegenwärtig nicht gelassen und umsichtig bin, sondern unaufmerksam. Vor lauter Bäumen, sehe ich den Wald nicht mehr. Denn durch das ganze - unter Druck ablaufende - Informieren, Nachdenken und Besprechen habe ich nun wichtige versicherungstechnische Dinge nicht beachtet. Wir haben nun 24:00 Uhr und ich denke, dass ich mich für heute verabschieden werde.

Beste Grüße an euch beide

Der Zeitgenosse
 

Malve

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Hallo Zeitgenosse,

es ist wichtig, sich auch mal gegen Zahnärzte durchzusetzen:D.
Mein Keramikimplantat hätte ich nicht, wenn ich nicht selber recherchiert und eine Reihe von Zahnärzten verschlissen hätte:cool:...

Ganzheitlich orientierte Mediziner wie der Zahnarzt Dr. Dietrich Volkmer (etwa in seinem Buch: "Zähne natürlich gesund erhalten", München 1998) oder wie der Umweltmediziner Dr. Max Daunderer sehen den Einsatz von Implantaten oder von Titan sehr kritisch. (Hier gibt es einige Berichte dazu.)
Dass Dr. Volkmer gegen Implantate ist, weiss ich:rolleyes:, allerdings hat er keine Probleme mit Gold im Mund. Das wiederum ist auch umstritten, wie man hier im Forum nachlesen kann.

Liebe Grüsse,
uma
 
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14.02.09
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Aber was spricht dagegegen, wenn Patienten gut begründete Anliegen vortragen oder sich für eine Behandlungsmethode einsetzen, über die sie sich gut informiert haben?

Es spricht absolut gar nichts dagegen! :)
Im Gegenteil ....
 
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25.11.06
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Das ist so nicht richtig, Aquaman

Stimmt, Zirconium ist ein sehr korrosionsbeständiges Schwermetall. Warum wird es dann aber als "Keramik" verkauft?

Was den Link zur Arzt-Werbung für Zirkonium-Zahnersatz angeht, muss man aber sehen, dass es halt ein Werbeprospekt ist. Ich habe einen guten Kieferchirurgen gefragt was besser sei, Titan oder Zirkonium. Er meinte das Momentan 3 mal mehr Zirkonium-Implantate vom Körper abgestoßen werden, als Titanimplantate und das die Implantologie mit Zirkonium noch nicht ausgereift ist.
 

Malve

Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Hallo Aquaman,

es hat jeder die freie Wahl, für was er sich entscheidet.
Mir hat man auch eingeredet, dass Keramikimplantate noch nicht ausgereift seien etc. etc. Nach meinen Recherchen, die ich betrieben habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass kein Titan in meinen Mund kommt. Mittlerweile gibt es etliche Menschen in meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis, die seit längerem sogar mehrere Keramikimplantate haben - es gab keine einzige Komplikation.

Ich weiss aber auch, dass die Industrie, die Titan herstellt, die neue Technologie nicht gerne sieht - logisch; die Konkurrenz ist gross.
Diese Info habe ich aus zuverlässiger Quelle; mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Liebe Grüsse,
uma
 

Arda

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Die Paracelsus Zahnklinik verwendet auch nur Keramikimplantate.


Weshalb in der Paracelsus Klinik keine Titan-Implantate gemacht werden:

AllergieCa. 1 % aller Patienten zeigen eine allergische Reaktion auf Titan-Implantate

Galvanische Störung
Titan ist ein Metall das in Verbindung mit anderen Metallkonstruktionen (z.B. Kronen, Brücken, Prothesen)und der Gegenwart von Elektrolyt-Speichel eine elektrische Spannung bildet. Dabei bilden sich so genannteelektrische Mundströme (Galvanismus).

Metalose

Unter Metalose verstehen wir die Freisetzung von Metall-Ionen im Kiefer. Man findet dabei „Titan-Partikel“ imGewebe des Körpers, z.B. im Kiefer, den Lymphknoten oder der Lunge. Diese Metallintoxikationen verursa-chen eine Belastung der Meridiane. Man spricht über Regional-Belastungen oder Meridian-Belastungen.

Titanoxide

Auf der Oberfläche von Titan-Implantaten bilden sich Titanoxide welche die Osteoblasten-Phagozytose zerstö-ren können. Hierbei werden Titan-Partikel in den regionalen Lymphknoten abgelagert.

Titan und Kalzium
Der Kontakt zwischen Titan und Knochenzellen führt zu einem Kalzium-Mangel. Die Konzentration vonKalzium Ionen (Ca 2+) wird intrazellulär negativ verrändert, wodurch in der Zelle Kalzium abgebaut wird.

Titan und Fluor
Durch Kontamination zwischen Titan und Fluor wird die negative Wirkung des Fluors verstärkt.

Elektromagnetischer Stress sowie Elektrosmog
Titan-Implantate wirken wie Antennen oder Elektroden im Schädel.

Verschlechterung des Gesundheitszustandes
Eine Kompensation von Problemen auf Meridianen und Organen kann den allgemeinen Gesundheitszustandnegativ beeinflussen.

Weitere Risikofaktoren
Schädigung der DNA
Lymphozytentransformation
Photokatalyse
Biokompatibilität
Zytotoxizität

Möglichkeiten und Grenzen für Keramik-Implantate aus Sicht der Paracelsus Klinik Lustmühle


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25.11.06
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Bei der ganzen Diskussion wird anscheinend übersehen, das Zirkonium ein Schwermetall ist - also ein Metall wie Titan :wave:

Da Zirkonium ein Metall ist, kann es durchaus die selben negativen Begleiterscheinungen wie Titan haben, z.B.:

- Galvanische Störung
- Metalose
- Elektromagnetischer Stress sowie Elektrosmog

:fans:

Die ganzen hier genannten positiven Aussagen über Zirkonium sind ja recht eigennützige Werbeaussagen von gewinnorientierten Medizinern. Ich meine, nur mal so, zum Nachdenken...
 
Zuletzt bearbeitet:

Arda

Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Grundsätzlich hast du Recht, Zirkonium ist ein Schwermetall, ist aber scheinbar verträglicher als Titan.

Um ganz sicher zu gehen müsste man Aluminiumoxid nehmen (ist die echte Keramik ) sollte allerdings 6x gebrannt werden, lt. Toxcenter.

Titan enthält bei der technischen Herstellung viel Aluminium und so kann es zu einer Titanallergie kommen.
Nach langer Zeit führt dann die Titanallergie stets zu einer Autoimmunerkrankung, die meist tödlich ist.

alles hier nachzulesen

Implantate Titan Zirkonium Hyperlinks

und aus diesem Grund lass ich mir auch keine Implantate setzen, wie schon oben geschrieben,
kommt für mich nur noch eine Prothese in Frage!
 
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09.03.07
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Grundsätzliches und Entscheidungsbedarf. Wie anfangen? Brücke oder Prothese?

Ich weiß ja nicht ob das thema noch aktuell ist.

Bei mir stellt sich gerade die Frage was ich bei meinen fehlenden Frontzähnen machen soll. Aber ich bin mir schon ziemlich sicher dass ich eine Prothese machen lassen möchte.

Eine Brücke finde ich wegen dem Beschleifen unmöglich und es ist halt auch endgültig. Ein Implantat möchte ich nicht bzw noch nicht oder ich traue mich nicht richtig.
Für mich ist erst mal eine Prothese richtig. Vielleicht lasse ichmir irgendwann doch noch ein Implantat machen ????

Liebe Grüße Leli
 
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14.02.09
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Hallo Leli,

Ich weiß ja nicht ob das thema noch aktuell ist.

Bei mir stellt sich gerade die Frage was ich bei meinen fehlenden Frontzähnen machen soll. Aber ich bin mir schon ziemlich sicher dass ich eine Prothese machen lassen möchte.

Ich habe mir gestern aufgrund meiner langanhaltenden Schmerzen den Zahn 12 ziehen lassen. Zurzeit spiele ich auch mit dem Gedanken, dass ich mir eine Prothese machen lassen möchte.

Eine Brücke finde ich wegen dem Beschleifen unmöglich und es ist halt auch endgültig.

Genau das denke ich auch.

Ein Implantat möchte ich nicht bzw noch nicht oder ich traue mich nicht richtig.

Ich habe ein Implantat aus Titan und bin mir nicht sicher, ob das für mich die richtige Lösung war.

Fehlen Dir denn alle vier Schneidezähne?

Liebe Grüße, Katrin
 
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