Führerscheinentzug wg. Drogenmißbrauch

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22.02.13
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Liebe Forumsmitglieder,

ich schreibe für eine liebe Freundin, die völlig verzweifelt ist, weil sie denkt, sie hat in der Erziehung versagt.
Der erwachsene Sohn, 40 Jahre, nimmt seit langer Zeit Drogen, alles mögliche, Tillidin, Canabis, Hustensaft, Kokain usw. Sie wußte, das er etwas nimmt, aber nie was oder wieviel, denn er hat es immer bagatellisiert. Er hat Familie und arbeitet, also ein gutes soziales Umfeld. Was hoffentlich so bleibt, denn keine Drogen mehr, werden ihn ja auch verändern.
Nun wurde er von der Polizei kontrolliert, vormittags um 10, mit zur Wache genommen und Blut für die Blutprobe entnommen. Das Ergebnis ist da, 6 verschiedene Werte werden angezeigt. Ich kenne mich genausowenig wie meine Freundin damit aus, aber womit muss er rechnen, wenn es zum Führerscheinentzug, MPU usw. kommt? Wie lange wird der Führerschein entzogen, gibt es Geldstrafen, muss er zwischenzeitlich zum Drogenscreening usw.?
Er ist noch nicht so weit, alle Kontakte der Lieferanten zu löschen und auch nicht bereit zum kalten Entzug. Was kann meine Freundin tun, außer ihm zu sagen, das sie für ihn da ist.
Ich bin dankbar für jede Antwort.

LG Ahnungslose
 
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07.08.10
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Warum soll deine Freundin in der Erziehung versagt haben?

Er ist 40ig und somit weiss er was er tut. Er ist für sein tun und Handeln selber verantwortlich.
Wer weiss, vieleicht ist das die Chance das Leben in den Griff zu kriegen;)

LG Therakk
 

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Themenstarter
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22.02.13
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Hallo Oregano und Therrak,

danke für Eure Antworten, aber als Mutter ist es eben schwer zu sehen, was mit dem Kind - auch wenn es längst erwachen und selbst verantwortlich ist - passiert. Aber Ihr habt natürlich recht, er hätte wissen müssen was er tut und sich über die Folgen im klaren sein müssen.

Lg Ahnunglose

Hallo Ahnungslose,

ich denke auch, daß dieser Mann erwachsen genug ist um zu wissen, daß Drogenkonsum und Führerschein evtl. zu Problemen führen kann.

Hier wird mehr darüber geschrieben:
Pille-Palle: Drogen und Führerschein - Führerscheinentzug - MPU - ärztliches Gutachten

Letzten Endes kommt es auf das ärztliche Gutachten an.

Grüsse,
Oregano
 
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09.05.12
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Ich kenne mich genausowenig wie meine Freundin damit aus, aber womit muss er rechnen, wenn es zum Führerscheinentzug, MPU usw. kommt? Wie lange wird der Führerschein entzogen, gibt es Geldstrafen, muss er zwischenzeitlich zum Drogenscreening usw.?
Ungefähr 12 Monate Sperrfrist, Führerscheinentzug, Geldstrafe 1-2 Monatsgehälter und bei solchen harten Drogen wie Kokain ist eine MPU sowieso zwingend. Um die MPU zu bestehen muss er mindestens 12 Monate lang an einem Drogenscreening teilnehmen und dann den Psychologen überzeugen dass er clean ist und für immer bleiben wird (was nicht ganz so einfach ist).
 

Datura

in memoriam
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09.01.10
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Hallo,

1. In der Erziehung versagt? Jeder tut zu seiner Zeit was er/sie kann und das so gut wie möglich.

2. Wenn sie erwachsen sind, sind sie selbst verantwortlich, ohne wenn und aber.

3. Dem hier

Wer weiss, vieleicht ist das die Chance das Leben in den Griff zu kriegen
stimme ich sehr zu, außerdem finde ich, dass es ein Glück ist, dass er erwischt worden ist und aus dem Straßenverkehr gezogen wird, ich möchte nicht mit vielen solchen Leuten gleichzeitig auf der Straße sein.

4. Nein, das

Was kann meine Freundin tun, außer ihm zu sagen, das sie für ihn da ist.
nicht, sondern in eine Angehörigengruppe gehen (Al Anon) und ihm sagen, dass sie wieder für ihn da ist, wenn er clean ist, bis dahin den Kontakt abbrechen, im eigenen Interesse, aber auch im Interesse des sohnes.

Grüße von Datura
 
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24.12.11
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Ich habe noch einen Nachtrag, falls es noch offene Fragen dazu hat.

Ungefähr 12 Monate Sperrfrist, Führerscheinentzug, Geldstrafe 1-2 Monatsgehälter und bei solchen harten Drogen wie Kokain ist eine MPU sowieso zwingend. Um die MPU zu bestehen muss er mindestens 12 Monate lang an einem Drogenscreening teilnehmen und dann den Psychologen überzeugen dass er clean ist und für immer bleiben wird (was nicht ganz so einfach ist).
In der Regel wird der Gutachter (verkehrsmedizinisch, d. h. psychiatrisch UND psychologisch) dann neben der (je nach Ausprägung der Suchtproblematik) 12- (oder 18- oder mehr) monatigen Drogentotalabstinenz noch die zwingende Notwendigkeit einer suchttherapeutischen Behandlung empfehlen.
Die Abstinenzkontrolle erfolgt in der Regel bei Cannabis über monatliche Urinproben, die unter Aufsicht durchgeführt werden müssen und zu denen man kurzfristig aufgeboten wird, sowie bei allen anderen psychotropen Substanzen (also auch die Medikamente) mittels Haaranalysen im Abstand von sechs Monaten.
Nach erbrachter Abstinenzzeit erfolgt wiederum eine abschliessende verkehrsmedizinische Begutachtung.

Der Sohn muss selbst erkennen, dass ein drogenabstinentes Leben für ihn selbst wichtig ist. Dass ein Leben ohne Drogen seine Lebensqualität erhöht. Dafür ist Krankheitseinsicht notwendig und das ist ein schwerer Weg, deshalb die Unterstützung über den Suchttherapeuten.
 
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22.02.13
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Dank an alle für Eure freundlichen und aufbauenden Antworten.

LG Ahnungslose aus Berlin


Ich habe noch einen Nachtrag, falls es noch offene Fragen dazu hat.



In der Regel wird der Gutachter (verkehrsmedizinisch, d. h. psychiatrisch UND psychologisch) dann neben der (je nach Ausprägung der Suchtproblematik) 12- (oder 18- oder mehr) monatigen Drogentotalabstinenz noch die zwingende Notwendigkeit einer suchttherapeutischen Behandlung empfehlen.
Die Abstinenzkontrolle erfolgt in der Regel bei Cannabis über monatliche Urinproben, die unter Aufsicht durchgeführt werden müssen und zu denen man kurzfristig aufgeboten wird, sowie bei allen anderen psychotropen Substanzen (also auch die Medikamente) mittels Haaranalysen im Abstand von sechs Monaten.
Nach erbrachter Abstinenzzeit erfolgt wiederum eine abschliessende verkehrsmedizinische Begutachtung.

Der Sohn muss selbst erkennen, dass ein drogenabstinentes Leben für ihn selbst wichtig ist. Dass ein Leben ohne Drogen seine Lebensqualität erhöht. Dafür ist Krankheitseinsicht notwendig und das ist ein schwerer Weg, deshalb die Unterstützung über den Suchttherapeuten.
 
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22.02.13
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Liebe Forummitglieder,

Danke für Eure hilfreichen Antworten.
Auch meine Fragen in meinem Threat wurden ausführlich beantwortet. DANKE

LG Ahnungslose
 
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