Frauen verarbeiten Schmerzen anders

Themenstarter
Beitritt
11.04.10
Beiträge
1.059
Hey Folks,

dieser Artikel zeigt auf, das Frauen die Schmerzsignale anders verarbeiten als Männer:

https://www.spektrum.de/news/warum-maenner-und-frauen-schmerzen-unterschiedlich-wahrnehmen/1660144

Auf einen Blick:
Frauen leiden anders

  • Zahlreiche Erkenntnisse aus der Schmerzforschung fußen auf Versuchen, für die Forscher ausschließlich männliche Labortiere nutzten.
  • Laut neueren Studien entstehen (chronische) Schmerzen bei männlichen und weiblichen Mäusen jedoch auf unterschiedlichen Wegen. Sogar verschiedene Arten von Immunzellen sind beteiligt.
  • Inzwischen mehren sich die Hinweise darauf, dass auch Männer und Frauen Schmerz unterschiedlich verarbeiten. Experten fordern deshalb eine geschlechtsspezifische Medizin.
Verletzungen peripherer Nerven – die Gehirn und Rückenmark mit dem Rest des Körpers verbinden – können zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit führen. Bei männlichen Mäusen hängt diese Reaktion von Immunzellen im Rückenmark ab, den so genannten Mikroglia. Bei Frauen sind es die T-Zellen, welche die Schmerzantwort zu kontrollieren scheinen.
Zwar geht es hier nicht um Fibromyalgie, aber ich kann mir vorstellen, das es trotzdem hier gut aufgehoben ist...

Gruß Haschel
 

wolke77

Das mag schon sein, interessant ist der Beitrag allemal.
Dummerweise ist man einer Lösung damit für beide Geschlechter leider nicht näher gekommen.
Ich hatte schon das „Vergnügen“ mich mit einem Schmerzmediziner (immer Anesthesisten) über das Thema Schmerzbekämpfung auseinander zu setzen.
Das Problem, das die Mediziner haben ist sehr oft Nichtwissen (offen zu gegeben) über die Schmerzverarbeitung.
Man kennt ca. 13 Rezeptoren, an denen Schmerzmittel andocken können. Und es gibt sehr viel mehr.
Greift nichts........Pech gehabt:mad:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

mehr

mehr

mehr

mehr

Beitritt
17.10.18
Beiträge
286
Die Schmerzen kann man auf unterschiedliche Weise „bekämpfen“.

Mit Schmerztabletten lässt man den Leidenden seine Schmerzen ein paar Stunden nicht spüren. Es ist nicht so, dass das Schmerz dabei „verschwunden“ ist. Nein, man spürt es einfach einige Zeit nicht. Aber dann kommt der Schmerz wieder. Für die Schulmedizin/Pharmaindustrie ist dann dieses Wissen um die Andockstellen, Geschlechterunterschiede usw. sehr wichtig. Um die Heilung einer Krankheit oder mindestens um die Verbesserung des Zustandes geht es dabei überhaupt nicht. Diese Vorgehensweise nennt man Symptombekämpfung. Die meisten von uns wollen aber nicht eine lebenslange Dauerbehandlung mit Schmerzmitteln und entsprechende Nebenwirkungen, sondern schmerzfreies Leben ohne Pillen. Der Wunsch eines jeden Schmerzleidenden ist es, dass die URSACHE dieser Schmerzen behoben wird. In der Schulmedizin ist das Interesse an den Ursachen offensichtlich nicht vorhanden. Man muss unter Umständen wo anders suchen.

Dem Schmerz wird in der Medizin ein breites Spektrum von Arbeiten gewidmet. Der Schmerz wird als Folge einer Reizung spezieller Nozizeptoren beschrieben. Die Nozizeptoren befinden sich in allen Organen. Etwa die Hälfte aller Hautnervenfasern dienen nur der Schmerzleitung. Die Nozizeptoren können thermisch (Freisetzung von Stoffen durch Untergang von Zellgewebe), mechanisch (Polaritätsveränderung durch Veränderungen an der Zelloberfläche) oder chemisch (durch Bildung von Bradykinin, Serotonin, Prostaglandin E2) aktiviert werden.
Diese Einteilung berücksichtigt nicht Stoffwechselveränderungen durch anaerobe Energiegewinnung (z.B. bei Krebs, CFS). Diese ist häufiger als man meint und bei allen Schmerzattacken das tragende Element. Das gemeinsame Agens aller Ursachen des Schmerzes ist die Sauerstoffnot in der Zelle. Das gilt auch für Altersveränderungen und die damit verbundene erhöhte Anfälligkeit. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um eine zu starke Bildung von Milchsäure.

Die Sauerstoffnot der Zelle findet sich bei:

- Traumatischer Schädigung;
- Überbeanspruchung der quergestreiften Muskulatur;
- Infarkt, embolischen Geschehen;
- Gärung der Zelle;
- Karzinomzellen;
- Übersäuerung;
- Dysbiose, Darmproblemen;
- Alterserscheinungen;
- Problemen im Bereich der Zähne….
(von Dr.med. K. Werthmann)
http://www.semmelweis.de/pdf/47_werthmann_milchsaeure.pdf

Grüße, Panacea.
 
Oben