Fettleber und Gallenwandschwellung

  • Themenstarter Themenstarter helen
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24.02.07
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1.028
hallo,

habe mir heute wegen eventueller rizinusölanwendungen die leber, galle, gallengänge, milz und nieren ultraschallen lassen.

ich habe keine steine. aber es besteht eine fettleber und die gallenwände sind geschwollen.

also habe ich eine fettstoffwechselstörung.
und wie behandel ich die gallenwandschwellung?

lg
helen
 
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fettleber und gallenwand

Hallo Helen,

wenn die Leber nicht in Ordnung ist und die Gallenwände geschwollen sind, dann muss man natürlich weiter untersuchen und klären, welche Ursachen das Ganze hat, also welche Leberkrankheit liegt vor?
Fettleber ist ja keine Diagnose, sondern beschreibt nur, dass die Leber krank ist. Also sollte man die Leberkrankheit finden, die die Fettleber verursacht hat, d. h. Blutwerte (auch Antikörper) bestimmen auf die vielen Lebererkrankungen die es gibt, wobei man natürlich wissen sollte, welche Beschwerden Du hast, dann ist die Suche evtl. einfacher, weil bestimmte Leberkrankheiten eben typische Beschwerden machen können.

Die geschwollenen Gallenwände werden wohl die Folge der Leberkrankheit sein.

Aber um eine Fettleber zu bekommen, muss man keine Fettstoffwechselstörung haben. Eine Fettleber bekommt man u. a. auch bei der Eisen- oder der Kupferspeicherkrankheit und bei etlichen anderen Leberkrankheiten auch. Auch bei erhöhtem Alkoholkonsum bekommt man erst mal eine Fettleber.
Fettleber ist vereinfacht gesagt, die erste Stufe einer Leberschädigung, die zweite Stufe wäre eine Fibrose und die 3. Stufe ist die Zirrhose.
Aber wenn man im Ultraschall schon sagen kann, es läge eine Fettleber vor, ist nicht ausgeschlossen, dass man bereits eine Fibrose hat und es ist auch denkbar, dass man bereits in Teilen der Leber eine leichte Zirrhose hat.
Bei mir ist es jedenfalls so, dass ich 2 Bilder meiner Leber habe, die 1996 bei einer Op aufgenommen wurden, wo ich auf einer Seite der Leber kleine Knoten habe (was eigentlich bedeutet, dass ich dort eine Zirrhose habe). Bis ca. 2002 wurde bei mir im Ultraschall aber nie etwas von einer Schädigung des Lebergewebes festgestellt. Erst danach hieß es ab und zu, dass da leichte Zeichen einer Schädigung vorliegen würden. 2004 wurde in einer Biopsie eine Fibrose bei mir festgestellt, aber wenn ich nach den Ultraschallbefunden gehe, heißt es immer leichte Veränderungen.

Ich würde an Deiner Stelle jedenfalls die Leber gründlich untersuchen lassen. Evtl. auch eine Leberbiopsie erwägen.
Erst wenn man weiß, welche Leberkrankheit vorliegt, kann man Dir gute Therapievorschläge machen.

Gruß
margie
 
fettleber und gallenwand

Der häufigste Grund für eine Fettleber ist Alkohol.
Es gibt aber auch Fettlebern, die nicht auf Alkolhol zurückgeführt werden können:

Ursachen der Fettleber/ Fettleberhepatitis
Die Ursachen für die Verfettung sind vielfältig (Tabelle 1, S. 11). Die wichtigste Ursache in Deutschland ist der chronische Alkoholmissbrauch. Nicht zu einer Fettleber führt der gelegentliche Genuss alkoholischer Getränke, wohl aber der regelmäßige Konsum von mehr als 60–80 g pro Tag bei Männern und mehr als 20–40 g pro Tag bei Frauen. Einen Überblick über den Alkoholgehalt verschiedener Getränke gibt Tabelle 2 auf S. 13. Dies zeigt, dass für eine Frau zwei Gläser Wein pro Tag zu viel Alkohol sein können. Gleichzeitig ist Alkohol kalorienreich (100 g reiner Alkohol entsprechen 707 kcal) und trägt so zum Übergewicht bei.

Die Ursachen der nicht-alkoholischen Fettleberhepatitis sind vielfältig. Die meisten Patienten mit NASH weisen einen Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht, Fettstoffwechselstörung oder eine Unterempfindlichkeit gegen Insulin auf. Damit tritt die NASH vor allem im 50. bis 60. Lebensjahr auf. Seltenere Ursachen der NASH stellen die schwere Fehl- oder Mangelernährung, rasche Gewichtsabnahme extrem fettleibiger Patienten sowie die operative Verkürzung des Dünndarms zur Gewichtsreduktion dar.

Eine größere Zahl von Medikamenten wird mit der Entwicklung von NASH in Zusammenhang gebracht. Von Bedeutung sind insbesondere manche Medikamente, die gegen Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden (z.B. Amiodaron) sowie Cortison-Präparate oder in Einzelfällen Antibiotika. Seltene Ursachen der NASH sind angeborene Stoffwechselstörungen sowie das Auftreten in der Schwangerschaft oder nach Einnahme von Hormonpräparaten (= „Pille“). Sehr selten ist das Reye-Syndrom, das durch die Einnahme von Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) im Kleinkindalter hervorgerufen werden kann und meist in Leberversagen endet
www.welthepatitistag.info/erkrankungen-stoffwechselbedingte-erkrankungen-fettleber.html

Gruss,
Uta
 

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