Erziehungsvorstellungen in verschiedenen Epochen

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Hallo, einen Gruß an alle;

dieses Thema, auch von Bodo vorgeschlagen, hat es in der Abstimmung zwar nicht bis in die "Top Three" :D geschafft, aber vielleicht kann man sich dieser Thematik - auch in einem Themen - Chat - ja noch mal zu einem späteren Zeitpunkt widmen! Interessant ist es allemal, so finde ich.

Die Erziehungsvorstellungen, "wozu" erzogen werden soll, also die Formulierung der Erziehungsziele, ist meines Erachtens stark von den, in einer bestimmten Zeit herrschenden, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig.

Die Menschenbilder wandeln sich im Laufe der Epochen und somit auch die Vorstellungen von Kindheit und Jugend.
Wurde das Kind im Mittelalter bereits frühzeitig in die Bedürfnisste der Erwachsenenwelt eingebunden (Knappen- und Frauenausbildung ab sieben Jahren, Feldarbeit ab 6/7 Jahren) und wurden sie damals eher als kleine, physisch noch nicht ausgereifte Erwachsene angesehen, wandelte sich das Bild über die Neuzeit, die Industrialisierung, unter dem Einfluss von Humanismus und Aufklärung bis heute, ganz immens.
Hinzu kommen natürlich sich wandelne Erziehungsideale über die Jahrhunderte, von "Zucht, Ordnung, Gehorsam, Treue, Vaterlandsliebe,", schlimmen Auswüchsen während der nationalistischen Epoche (zum Beispiel Faschismus und Nationalsozialismus) etc. bis hin zu "Individualität, Selbstbestimmung, Leistungsbereitschaft" usw. heute.

Andererseits scheinen Vorstellungen, wie erzogen werden soll, in einer größeren Bandbreite schon lange vorhanden zu sein. So kannte man in früheren Zeiten längst nicht nur die Prügelstrafe. Bereits in der Antike gab es differenziertere Vorstellungen. So sprach sich der Kirchenlehrer Augustinus gegen die Prügelstrafe aus. Auch der deutschsprachige Dichter und Minnesänger Walter von der Vogelweide war überzeugt: "Nicht bekehrt mit Ruten, man böses Kind zum Guten!" bibliotheca Augustana

Herzliche Grüße von
Leòn

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Geschchte der Kindererziehung

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