Ernährung reich an komplexen Kohlenhydraten und Pflanzen «verjüngt» am stärksten

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Studie: Ernährung reich an komplexen Kohlenhydraten und Pflanzen «verjüngt» am stärksten
Die Forscher verwendeten 20 Biomarker, um das biologische Alter zu bestimmen. Merkliche Ergebnisse einer Ernährungsumstellung zeigten sich bereits nach vier Wochen. Die Ergebnisse werfen gleichzeitig Fragen zum aktuellen Low-Carb-Trend auf.

Eine aktuelle Studie der University of Sydney zeigt, dass bereits eine vierwöchige Ernährungsumstellung bei älteren Erwachsenen das biologische Alter messbar verjüngen kann. Besonders positiv wirkten demnach Diäten, die reich an komplexen Kohlenhydraten und pflanzlichen Bestandteilen sind. Das berichtet Fox News.

In der Untersuchung, publiziert in der Fachzeitschrift Aging Cell, mit 104 Teilnehmern im Alter von 65 bis 75 Jahren wurden vier verschiedene Ernährungsformen getestet: zwei omnivore und zwei semi-vegetarische Varianten mit hohem pflanzlichem Proteinanteil (70 Prozent).

Ich selbst ernähre mich seit fast 20 Jahren vorwiegend mit viel Gemüse und pesco-vegetarisch. Aber nicht dogmatisch, also ich esse auch ganz gelegentlich Fleisch. Mit dieser Ernährung fühle ich mich am besten. Allerdings achte ich jetzt im Alter auch auf eine zusätzliche Zufuhr von Proteinen aus pflanzlicher Quelle. Nicht übertrieben, aber bewusst. So fühle ich mich am besten. Mein Ziel dabei ist es eigentlich nicht besonders alt zu werden, aber gesund zu bleiben ;-)
 
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Wenn man in die Studie selbst reinschaut, dann haben nicht die zwei semi-vegetarischen Varianten am besten abgeschnitten, sondern die omnivore High-Carb-Variante. ;)

Die Studie beantwortet auch nicht, ob die "Verjüngung" (in Wirklichkeit nur Verbesserung einiger Stoffwechselmarker) nur ein kurzfristiger Effekt der Umstellung weg von einer australischen Tiefkühlpizza-Burger-Chips-Cola-Ernährung war. Denn alle vier verabreichten Ernährungsformen waren frisch zubereitet, mit Vollkorn etc. und insofern anders geartet als die durchschnittliche Normalernährung der Probanden.
 
Ich kann eigentlich auf nichts verzichten. Vollkorn, Fleisch, langkettige Kohlenhydrate, Milchprodukte... Mein Körper braucht es. Ich habe lange ohne Gemüse und Obst (außer Bananen) gelebt, heute weiß ich daß das ein Fehler war. Wenn man etwas nicht verträgt, isst man halt das, was man verträgt. Schon Kohlrabi und gelbe/grüne Paprika (rote gehen nicht) geben dem Organismus viel. Man spürt ja auch, wenn etwas die "Batterien" auflädt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wollte diese Ergebnisse in erster Linie auch als Gegenentwurf zu dem auch hier sehr "gehypten" Carnivore-Trend zur Debatte stellen. Das Befinden ist natürlich immer subjektiv, aber viele haben m.E. heutzutage aufgrund der vielfältigen Belastungen, des Stresses usw. häufig auch gar kein richtiges Empfinden mehr für den eigenen Körper. Ich war in jungen Jahren auch im Dauerstress und habe meinen Körper gar nicht richtig wahr genommen, bis er dann einfach nicht mehr mit gespielt hat. Ab da musste ich peu à peu umdenken, ob ich wollte oder nicht!

Das Problem ist auch, dass wenn der Darm dann mal über einen längeren Zeitraum in Unordnung gekommen ist, dass dann das subjektive Empfinden immer unzuverlässiger wird, weil dann häufig Keime die Oberhand bekommen, die nach Nahrung verlangen, die für uns eigentlich eher schlecht ist.

Das Mikrobiom ist jedenfalls aus meiner Erfahrung mit das entscheidende, wenn es um das Wohlbefinden geht. Ansonsten stehe ich solchen und allgemein Studien auch sehr kritisch gegenüber, wobei solche Studien natürlich regelmäßig Vergleichsstudien sind.

Von Diäten halte ich nicht viel, sei denn sie bilden die Grundlage für eine dauerhafte Umstellung der Ernährung.

Paprika vertrage ich auch nur gut gedünstet, roh vertrage ich sie gar nicht!
 
Ich wollte diese Ergebnisse in erster Linie auch als Gegenentwurf zu dem auch hier sehr "gehypten" Carnivore-Trend zur Debatte stellen.
Aber wir wissen doch gar nicht, wie sich in derselben Studie eine vierwöchige Umstellung auf Carnivore und Ketose auf die Blutwerte ausgewirkt hätte ... das wurde den Probanden ja nicht zugemutet.
 
Ich liebe mediterrane Ernährung oder auch eher im Winter reich an komplexen Kohlehydraten, Gemüse und bisschen Biofleisch oder -fisch, -Eier.

Für mich ist Essen viel mehr, als nur satt werden, es ist Lebensqualität, Genuss, Geselligkeit, sollte flexibel und intuitiv sein, gut für den Darm, wohlfühlend, nährstoffreich; jeder wählt selbst nach Belieben; zumindest in unserer Überflussgesellschaft.

Bei Carnivore ist das kaum der Fall, wenn man das langfristig betrachtet, null Ballaststoffe
Mikrobiom schrumpft, Darmbarriere wird schwächer (Butyrat wird kaum mehr vom Darm selbst gebildet), Höheres Risiko für Verstopfung oder Durchfall.
Was bedeutet Darmflora verarmt, demzufolge schlechtere Immunfunktion, Stimmungsschwankungen. Ich betone langfristig, kurzfristig mag das einen bestimmten Effekt erzielen durch die Ketose und einen fit sein lassen im Höhenflug und dann kommt der Absturz vermutlich.
 
Hallo Mara, Du bringst den "Genuss" (oder auch "Genussentzug") ja öfter mal ein - 15 mal habe ich eben auf meiner Suche gezählt ;)

Dazu gab's auch immer mal Anworten, z.B.
Nichts schmeckt besser als Gesundheit (mM). 😊
Wo bleibt der Genuss, die Freude, die Geselligkeit beim Essen bei Carnivore?

Darauf kam bisher leider keine Antwort.
Darum geht es in diesem Thread (siehe Titel) auch nur indirekt - über den Umweg, dass Genuss, Freude, Geselligkeit auch gesundheitsfördernd sein können.

Nur denke ich,

- dass physische Aspekte für die Gesundheit gegenüber den "psychischen" klar primär und existenzieller sind. Etwas plakatives Beispiel: jemand der wegen Erschöpfung nur noch liegen kann, genießt gesellig seine Sahnetorte; da wäre es doch besser, er isst - falls möglich - so, dass die Erschöpfung sich bessert (da kann ich togi auch voll verstehen).

- dass ein menschliches Umfeld fragwürdig ist, das einen aus der Geselligkeit ausgrenzt, nur weil man anders isst. (Meine Bedürfnisse wurden teils bei Essens-Einladungen schon vorab bei der Kochplanung einbezogen; falls das nicht geht, kann man "seins" auch mitbringen.) Insofern ist das eher ein Scheinargument.

- dass es zu denken geben könnte, wenn Essen als (Ersatz-)"Befriedigung" benötigt wird.

- dass Geschmacksnerven sehr anpassungsfähig sind (ich habe z.B. kein Problem mit Bitterstoffen in Chicoree, Radicchio, Löwenzahn und Co.; auch Buchweizen mochte ich früher nicht und jetzt recht gern).

Insofern gehören die von Dir genannten Aspekte eher in einen anderen Thread (in einer der "psychologischen" Rubriken) aus meiner Sicht.
Nur zur Erinnerung ☀️
 
Nur zur Erinnerung ☀️
stört dich das @Kate , da du extra danach suchst?
Darf ich das nicht mehr schreiben :unsure:

Die Freude und der Genuss am Essen sind mir wichtig, nicht nur der Zweck.
Freude verjüngt auch, da das Thema darauf bezogen ist.

Wobei der Zweck der Nahrungsaufnahme auch wichtig ist. Wenn ich eh schon am Boden kraftlos und erschöpft liegen würde, nutzt mir wohl kaum ein geselliges Stück Sahnetorte. Hier ist sicherlich eine gesunde Ernährungsumstellung zuträglich.

Hier im Thread geht es um Ernährung "... verjüngt am meisten", demnach, im Allgemeinen bzw. verstehe ich das so; und das Thema ist nicht „wie finde ich mit der passenden Ernährung aus meinem krankhaften Zustand heraus“.

Beste Grüße
Mara
 
stört dich das @Kate , da du extra danach suchst?
Ich habe nach den Reaktionen darauf gesucht, die es schon gab und mir noch vage im Kopf waren. Weil ich darauf verweisen wollte. Die Zählung war ein Nebenprodukt und ich wollte Dich damit nicht vor den Kopf stoßen. - Ich finde auch immer noch die Punkte 2-4 in dem Zitat von mir sehr wichtig und im Grunde schneidest Du das hier wieder an:
Die Freude und der Genuss am Essen sind mir wichtig, nicht nur der Zweck.
Freude verjüngt auch,...
Lebensfreude hat auch aus meiner Sicht einen großen Einfluss auf die Gesundheit - aber inwieweit "hängt" diese am Essen? Und wenn ja, warum? Aber damit entfernen wir uns dann wieder vom Thema.
 
Ich verstehe nicht, wie man in Frage stellen kann, dass der Genuss bei der Nahrungsaufnahme auch ein wichtiger Faktor ist? Wenn ich in Gesellschaft von Menschen, die mir gut tun, ein Stück Kuchen esse, so fühle ich mich damit auch gut. Das sollte natürlich nicht täglich so der Fall sein, aber die Zeit, die man sich zum Essen nimmt, gut kauen usw. ist genauso mit entscheidend wie das, was ich esse.

Aber noch entscheidender sind für mich immer noch die Bakterien (neben der eigenen Verdauungsleistung), die dann letztlich auch mit dafür sorgen, dass Botenstoffe usw. entstehen, die mir gut tun. Ich glaube sogar, dass man lange Zeit tatsächlich mit qualitativ relativ schlechter Nahrung überleben könnte, wenn das Mikrobiom mit spielt, was leider heutzutage immer weniger der Fall ist. Daher sollten m.E. die Ballaststoffe, die ja besonders auch in Gemüse auch mit enthalten sind, einen wesentlichen Bestandteil der Nahrungsaufnahme darstellen!
 
Lebensfreude hat auch aus meiner Sicht einen großen Einfluss auf die Gesundheit - aber inwieweit "hängt" diese am Essen? Und wenn ja, warum? Aber damit entfernen wir uns dann wieder vom Thema.
Gehört doch alles zusammen. Ein allumfassenden freudiges Dasein in vielem Erleben.
Psyche und Körper sind eng miteinander verbunden.

Der Mensch isst in der Regel 3 x am Tag oder noch besser 2 x am Tag und wenn man sich über seine Mahlzeiten freut und diese noch dazu gesund sind, sei es Kräuter, Chicoree, Löwenzahn, Radicchio, Gemüse, Obst oder wie @Malvegil schrieb "Melone" oder eben doch auch mal ein Stück Kuchen oder Eis ;)... ist das wunderbar und in Gesellschaft schmeckts noch besser und macht Freude.
Gute Freunde stellen sich klar auf Allergien, Geschmack der Gäste ein.

Und das passt alles in den Thread aus meiner Sicht, solange sich der Thread-Ersteller nicht beschwert; hier sieht das Latschen-Kiefer scheinbar ähnlich wie ich.
 
Ist das so? Er schrieb:
Das Problem ist auch, dass wenn der Darm dann mal über einen längeren Zeitraum in Unordnung gekommen ist, dass dann das subjektive Empfinden immer unzuverlässiger wird, weil dann häufig Keime die Oberhand bekommen, die nach Nahrung verlangen, die für uns eigentlich eher schlecht ist.
Somit wäre kurzfristiger Genuss kein guter Ratgeber, wenn ich das richtig verstehe.
 
Aber damit ist doch nicht gesagt, daß dir das Stück Kuchen dann gut tut. Vielleicht wäre ein Stück Melone in derselben Situation doch gesünder?
Ja, natürlich, aber wenn man es sich "leisten" kann, dann nimmt man natürlich den Kuchen ;-)

Will sagen: wenn es ein leichter leckerer Kuchen ist, wo ich ich nicht noch 4 Stunden danach leide, dann gönne ich mir auch das ab und zu. Eine einzig und allein kopfgesteuerte Verbots-Diät, wo ich nur eine Theorie befolge, wäre niemals etwas für mich, weil sonst irgendwann sowieso der Heißhunger zu schlägt und dann habe ich wieder ein schlechtes Gewissen oder muss sogar leiden... Ein Teufelskreis eben!

Daher: leicht, ausgewogen und nährstoffreich in der Regel. Dann darf man sich auch mal etwas gönnen! Irgendwann hat man dann eh wieder ein besseres Gefühl für seinen Körper.
 
Ja, natürlich, aber wenn man es sich "leisten" kann, dann nimmt man natürlich den Kuchen ;-)
Ja, sehe (und mache) ich auch so. Aber es wird nicht wenig Leute geben, die mit derselben Begründung täglich ihren Kuchen mampfen, den sie sich eigentlich nicht leisten können. Da ist die Lebensfreude eben nicht der richtige Ratgeber, sondern die Waage und die Triglycerid- und Insulin-Werte. ;) Die Freude am täglichen Kuchen und die angenehme Kuchen-Mampf-Gesellschaft wird seine schlechten Auswirkungen nicht verhindern.
 

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