Entgiftung / Ausleitung mit Rizinusöl? Erfahrungen

Hallo marielou,

also ich habe keine Leberreinigung durchgeführt, sondern gleich mit Rizinus angefangen. Absolut keine Probleme gehabt, obwohl mir 3 kleine Gallensteine bekannt sind. Vielleicht sind die ja inzwischen abgegangen. Sollte ich irgendwann wieder zum Arzt gehen (das tue ich ungern) werde ich das per Ultraschall überprüfen lassen.

Viel Erfolg :kraft:
Hanni

Das nenne ich mutig, alle Achtung!

Weiter so!

Gerold
 
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Hallo westlight,

Allerdings denke ich persönlich bei deiner Beschreibung eher an den Dickdarm und dort eher an ein Divertikel oder eine durch Hefe und Kohlenhydrate gefütterte Helicobacter pylori-Kolonie - und ein dadurch hervorgerufenes Ulcus duodeni (plattdeutsch: Zwölffingerdarmgeschwür), welches gerne mal bei männlichen Personen mit der Blutgruppe 0 mit Schmerzen im Oberbauch auftritt. Deshalb mal ein wenig Aspirin zur Provokation.

könntest Du mir erklären, warum eine Provokation mit Aspirin und was diese Provokation bewirkt.
Ich habe auch im rechten Oberbauch Schmerzen und meine Vermutung ist immer die Leber, aber alle Leberwerte sind immer in Ordnung.

Liebe Grüße
Anne S.
 
**CAUTION (March 2006) I would not now recommend using grapefruit juice to mix DMSA. A reader of my website contacted me saying that he was reading in an encyclopedia that grapefruit juice reduces the liver's ability to detoxify itself by around 40%. All toxins depend on the liver for detoxification, so one doesn't need to impair the body's ability to excrete mercury. Also Dr. Patricia Kane in her book, Detoxx Book, does not recommend grapefruit juice while detoxing the body. Grapefruit juice also interacts with many other drugs.
My Protocol for Taking DMSA

Vielleicht ist Grapefruit dann auch bei Rizinus nicht angesagt?
 
My Protocol for Taking DMSA

Vielleicht ist Grapefruit dann auch bei Rizinus nicht angesagt?

Beim Grapefruitsaft-Rizinusöl-Cocktail dient der Grapefruitsaft lediglich als Vehikel für das Rizinusöl und wird im Gefolge der Aktivierung der im Dünndarm passiv vorhandenen Histamine durch die Ricinolsäure zusammen mit dem sonstigen Darminhalt zügig hinausbefördert. Damit ist hier eine Aufnahme des Grapefruitsafts durch den Körper nicht möglich.

Alles Gute!

Gerold
 
Hallo Anne,

Hier ein wenig aus Wikipedia:

Die Wirkung der Acetylsalicylsäure beruht auf einer irreversiblen Hemmung der Prostaglandin-H2-Synthase. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa - aber auch Ulcus duodeni MEINE ANMERKUNG) ist Vorsicht geboten, da Acetylsalicylsäure schubauslösend wirken kann.

und unter Therapeutische Prinzipien des Ulcus duodeni:

Bei der in den meisten Fällen gefundenen Helicobacter-pylori-Infektion wird eine antibakterielle Eradikation des Keimes durchgeführt. Eine Kombination von zwei Antibiotica und einem Protonenpumpenhemmer hat sich bewährt und führt nach einwöchiger Behandlung in über 90% der Fälle zum Erfolg. Wichtig für die Therapie ist weiterhin eine Vermeidung von auslösenden Medikamenten wie ASS (Aspirin) oder bestimmten Rheumamedikamenten...

Daher ist die Provokation mit ASS hier angebracht, da dabei NICHT die Leber, sondern die Magenschleimhaut geärgert wird. Rheumamedikamente würde ich auf grund des Preises und der Verfügbarkeit nicht empfehlen. ASS gibt es an jeder Ecke zum kleinen Preis.

Viele liebe Grüße
Jörg
 
Hallo westlight,

danke für deine Erklärung.

Was würde jetzt zum Beispiel bei einer Provokation mit Aspirin passieren, wenn eine Hemmung der Prostaglandin-H2-Synthase vorliegen würde?

Liebe Grüße
Anne S.
 
Hallo Anne,

ich komme erst jetzt zu einer Antwort. Ich habe aber, ehrlich gesagt, die Frage nicht ganz verstanden.
Aspirin (und andere NSAIDs) hemmen die Cyclooxigenase-Aktivität (COX) der Prostaglandin-H2-Synthase.
Die COX ist zuständig für die Aufaddierung von molekularem Sauerstoff an Arachidonat.
Die Arachidonsäure befindet sich in praktisch jeder menschlichen Zelle; und dort hauptsächlich in der Membran.
Na ja egal, auf jeden Fall ist es so: Wenn die Prostaglandin-H2-Synthase durch z.B. Aspirin, Ibuprofen o.ä. gehemmt wird (durch den beschriebenen Wirkmechanismus), dann regulieren die Prostaglandine eben nicht mehr, unter anderen vielen physiologischen Prozessen, die Sekretion von Mucinen. Und DIE sind hier wichtig, denn DIE schützen die Magenschleimhaut vor Säuren und proteolytischen (eiweißverdauenden) Enzymen.
Also: Aspirin stört die Sekretion von Mucinen (das sind die strukturgebende Bestandteile des Schleims - also grob gesagt: der Magenschleim). Und wo kein (oder wenig) schützender Magenschleim ist, da hat die Säure leichtes Spiel und es kommt zu Reizungen und Blutungen.
Und DAS ist bei Magen- und Darmsachen die Provokation. Da würde die Leber (hätte sie einen Defekt) nix von merken.

Es gibt also drei mögliche Ergebnisse (für die ganz Genauen auch mehr):
1. Aspirin nehmen = Schmerzen (verstärkt die Schmerzen, mit denen man Last hat) = Zeit nach Einnahme notieren, nach Zeit und Schmerzherd bestimmen, wo es wirklich weh tut und das dann dem Arzt sagen ("Nach Einnahme von Aspirin vier Stunden nach der letzten Mahlzeit tut es nach xxx Stunden/Minuten HIER weh").
2. Aspirin nehmen = nichts passiert mit den Schmerzen. Das wäre dumm, da weiß ich jetzt auch nicht weiter.
3. Aspirin nehmen = Schmerzen lassen stark nach = Aspirin ist toll und hilft gegen die Schmerzen. Wird es nun regelmäßig genommen, kann man in ca. 3 Monaten den Test mit Resultat 1 abschließen. :-))) Also nicht machen. Es sind keine Schmerzen aus dem Verdauungstrakt gewesen. Wir müssen nun woanders suchen.

Ich hoffe, ihr nehmt diesen kleinen Post nicht ZU ernst. Aber eine Provokation mit Aspirin ist möglich und entspricht auch so wie beschrieben der Wahrheit. Nur bitte: Das reicht nur ganz allgemein zur Provokation - es ist keine Diagnose.

Viele liebe Grüße
Jörg
 
Hi, ich wollte auch noch mal kurz meinen Senf zugeben ;)

Ich wollte ja die Leberreinigungskur nach Clark machen, bevor ich mit der Rizinusölkur beginne.
Außer dass es mir sehr schwer fiel, ab 13:30 nichts mehr zu essen, gings eigentlich. Auch das trinken der Flüssigkeiten war erträglich. Alllerdings war dafür die Nacht der Horror. Es hat wahnsinnig rumort im Bauch und mir war wahnsinnig übel. Morgens mußte ich dann ein paarmal auf die Toilette und letztendlich mich auch übergeben. Dann gings wieder.
Steine habe ich leider bis jetzt keine finden können im Stuhlgang. Außer zwei kirschkerngroße Olivenölklumpen (meiner Meinung nach).

Ist so eine Leberreinigung nicht auch fast wie eine Entgiftung?
 
hallo marielou,

wie genau was warum funktioniert, da weiss ja gerold bestens Bescheid und kann dir darüber sicher Auskunft geben.

Ich kann dir nur meine subjektive Erfahrung schreiben. :D

Da ich sowohl die Clarksche Leberreinigung als auch die Rizinusölkur gemacht habe sehe ich da schon in der Wirkungsweise Unterschiede.

Was ich bisher NUR bei der Rizinusöleinnahme erlebt habe war folgendes:
1. Krämpfe die in etwa den Krämpfen meiner Regel entsprechen, die auch bis in die Oberschenkel ausstrahlen
2. dunkle, mehr odeer weniger übelriechende Ausscheidungen
3. starkes Brennen am Hintern

Gerold hat ja gerade diese Symptome als Merkmale einer Giftausscheidung beschrieben, wenn ich mich nicht irre.
Darum glaube ich dass man die Leberreinigung nach Clark nicht anstelle von Rizinusöl verwenden kann um dieselben Ergebnisse zu bekommen.

Wie gesagt, rein subjektiv. :)

liebe Grüße
Hexe:hexe:
 
Völlig richtig, dies sind auch nach meiner Erfahrung die Merkmale einer starken Giftausscheidung.

Weiter guten Erfolg!

Gerold
 
Danke!
Was sind denn eigentlich die Vorteile, am Rizinustag zusätzlich noch Kohle zu nehmen?
Meine Logig sagt mir, dass es unnötig ist, da der Darm ja sowieso entleert wird?! Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren!
 
Hi marielou,

wieder mal rein subjektiv ;) denke ich die Kohle bindet im Körper herumschwirrende Gifte und diese Kohle wird dann mitsamt den daran gebundenen Giften durch das Rizinusöl schnell ausgeschieden. Zusätzlich sozusagen zu dem Effekt des Rizinusöls.
Oder was meint ihr??

lieben Gruß
Hexe
 
...

ja, und noch mehr flegen mit einer klappe schlägt man,
wenn man parallel zur kohle mit ala oder koriander mobilisiert

bei mir persönlich mobilisiert yogi tee auch ziemlich

lg. karin
 
bei mir persönlich mobilisiert yogi tee auch ziemlich

das könnte bei mir auch der Fall sein. Vielleicht hatte ich deshalb immer das Gefühl ich vertrage den Tee nicht so gut, obwohl er mir sooo gut schmeckt!

Dann könntet ich ihn ja gezielt vor den Rizinustagen trinken....:idee:

lieben Gruß
Hexe
 
...

wie gesagt, es ist eine erfahrung, die ich selbst gemacht hab,
ohne davon vorher irgendwas gelesen zu haben

und alanis hatte bestätigt, dass sie das gleiche gefühl hat

ich trink den tee immer ab einer oder zwei stunden,
nachdem ich die kohle genommen hab,
spür dann zwar auch mein typisches ziehen im kiefer,

hab aber volles vertrauen, dass alles gift durch die kohle
wegtransportiert wird.....

lg. karin
 
Da der Darm im Laufe eines Verdauungsdurchganges die vorher zur Verdauung (Fettspaltung) nötige Gallenflüssigkeit in sehr hohem Maße wieder resorbiert und dabei natürlich auch vor den Giftstoffen zum Teil auch nicht halt macht, ist das Binden von Giftstoffen anzuraten.
Bei der "Rizinusölkur" verkürzt sich allerdings die Resorbationszeit auf ein Minimum, so dass auch die Giftstoffe wiederum zum allergrößten Teil ausgeschieden werden.

Mit med. Kohle oder auch Chlorella sorgt man vielleicht für eine Reduzierung dieser Restresorbation, aber wirklich nötig ist es nicht.

Allerdings würde ich es nicht empfehlen, weil es die Kontrolle der Stuhls verfälscht (Farbe = schwarz bzw grün).

Viele liebe Grüße
Jörg
 
Das mit dem Yogi Tee ist ja interessant. Das ist mir auch mal aufgefallen, hatte damals aber eher gedacht dass in dem Tee irgendwas drin war was ich nicht vertragen hab. An einem Abend hatte ich mal mehrere Tassen mit dem Yogitee getrunken und war am Ende ein weinerliches Wrack. :schock:
 
... dann sind wir schon drei :wave:,

ich hab das gefühl, der kardamom is "schuld",
denn bei der himalaya-sorte, wo keiner drin ist,
spür ich nix....

vielleicht liegts daran:

Steigerung der Gallensekretion: Relativ hohe Dosen eines acetonischen Extrakts bewirkten an Ratten bei intraduodenaler Gabe eine Steigerung der Gallensaftsekretion um mehr als 50 %.
Phytokodex - Kardamom

lg. karin
 
Eine Frage:

Ich habe das Gefühl, dass mir ein Nährstoffentzug, wie er bei der Kohleentgiftung ja gezwungenermaßen auch der Fall ist, nicht gut bekommt. Trotz gesundem Essen habe ich ständig mit Müdigkeit zu kämpfen.

Ist ein Rizinustag in der Hinsicht schonender für den Körper? Wenn ich mich sofort wieder gesund ernähre und genügend zuführe? Oder hat das den gleichen Effekt?
 
Hallo marielou,

nach meiner persönlichen Erfahrung kann es aufgrund des recht hohen Flüssigkeitsverlustes nach einem Rizinusöltag schon zu einer merklichen Schwächung mit entsprechender Müdigkeit kommen. Und das bleibt bei mir teilweise eine Woche so.

Aber ich führe das auf die "nachströmenden" Gifte zurück, die ich damit praktisch mobilisiert habe und die nun in meinem Körper rumschwirren. Denn bei einem "natürlichen" Durchfall, den ich auch schon erleben durfte, hat sich mein Körper innerhalb eines Tages wieder stabilisiert.

Ich persönlich sehe es so:
Med. Kohle = stetige Entgiftung auf niederem Niveau
Rizinusöl = einmalige Entgiftung auf hohem Niveau

Dabei bezieht sich die Entgiftung auf einen Verdauungszyklus. Aufgrund des Preises/ausgeschiedener Giftmenge sehe ich das Rizinusöl ganz weit vorne. Der Körper gewöhnt sich nicht daran (deshalb immer starker Effekt) und es schadet ihm bei mäßiger Anwendung nicht.

Viele liebe Grüße
Jörg
 

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