Entgiftung / Ausleitung mit Rizinusöl? Erfahrungen

Hallo Roggen,

evtl. solltest Du bei chronischer Verstopfung auf jeden Fall aufmerksam sein:
Nebenwirkungen:
  • Eine über die kurzfristige Anwendung hinausgehende Einnahme kann zu Verstärkung der Darmträgheit führen.
https://www.vorsichtgesund.de/glossary/rizinus-ricinus-communis-†-†-†/

Grüsse,
Oregano
 
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Deine Wegweiser:
Die obige Aussage ist wie die meisten Aussagen über Rizinusöl in der pharmakologischen Fachliteratur falsch, wie ich dies seit mehr als 28 Jahren erfahre: Zufolge der Gegebenheit, daß Rizinusöl als einziges Pharmakon im Menschen nicht direkt durch eine Reizung des Darms, sondern indirekt durch eine Aktivierung bzw. Synthetisierung körpereigener Stoffe wirkt, ist eine Gewöhnung und damit Abstumpfung ausgeschlossen.
 
Hallo Gerold,

Du hast wahrscheinlich eine Riesen-Erfahrung mit Rizinus-Öl in jeder Form.
Trotzdem würde es mich interessieren, Deinen Erfahrungswert "keine Gewöhnung und damit Abstumpfung" noch an anderer Stelle als Zitat zu lesen.

Grüsse,
Oregano
 
Wuhu O.,
weil ich seit langem wieder mal hier reinschaue - fand ich zu der Frage dazu passend:

amboss.com/de/wissen/Obstipation
Rizinusöl | Gewöhnung: Selbst bei jahrzehntelangem Gebrauch nur sehr selten
 

Anhänge

Vielen Dank! Dies bestätigt, was nicht nur ich, sondern auch Bekannte diesbezüglich erfahren haben: Keiner von diesen möchte mehr die Einnahme von Rizinusöl missen.
 
Hallo ao.,

ich habe den Link gelesen, habe aber leider das Zitat nicht gefunden. - Wo steht es: in welchem Kapitel?

Grüsse,
Oregano
 
Wuhu O.,
es ist auf der Internet-Seite in der Tabelle "Übersicht - Medikamente bei Obstipation | Übersicht: Eigenschaften der Basistherapeutika bei Obstipation" im Kapitel "Therapie" zu finden, im PDF-Anhang wärs einfacher auf Seite 19...
 
Für diesen Literaturhinweis bedanke ich mich. Als bemerkenswert sehe ich es an, daß unter der Überschrift "Übersicht: Eigenschaften der Basistherapeutika bei Obstipation" Rizinusöl uneingeschränkt empfohlen wird, jedoch unter der Überschrift "Nicht empfohlene Mittel" sowohl Magnesiumsulfat (Bittersalz) als auch Natriumsulfat (Glaubersalz) aus verschiedenen Gründen nicht mehr empfohlen werden.
 
Wuhu Gerold,
gerne!

Die Inhalte auf dieser Seite sind auch rel aktuell gehalten, "Last updated: 10.11.2020", wie man auch sehen kann...
 
Als erstaunlich sehe ich es an, daß diese Webseite Rizinusöl als empfehlenswertes Abführmittel nennt, während andere diesbezüglich nur die bekannten Pharmaprodukte mit verharmlosend dargestellten Nebenwirkungen notieren.
 
Danke für den weiteren Austausch!
Es scheint im Falle von Rizinusöl ähnlich zu sein wie beim Einlauf: Diejenigen, die sich in der Theorie damit beschäftigen warnen vor "erschlaffender Darmmuskulatur", Gewöhnung, etc., während diejenigen, die praktische Erfahrungen damit haben, dies nicht bestätigen können.

Nach wie vor wäre es interessant herauszufinden, ob Rizinusöl nicht nur "unschädlich" ist, sondern darüber hinaus eine chronische Verstopfung mit der Zeit heilen kann, evtl. im Sinne eines Trainings der Darmmuskulatur.
 
In diesem Zusammenhang sei auf das nachstehende Video über den erstaunlichen Nutzen von Rizinusöl hingewiesen. An diesem ist zunächst bemerkenswert, in welcher Weise diese verheiratete Dame mindestens 2 oz (= 60 ml) Rizinusöl einfach so schluckt (1:45 bis 1:52), weiter, daß sie dies nach ihrer Aussage beginnend mit ihrem 18. Lebensjahr regelmäßig jede Woche seit 20 Jahren tut, womit sie bisher insgesamt auf 1040 Anwendungen von Rizinusöl gekommen ist:
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Offensichtlich ist ihr dies gut bekommen!
 
Liebe Forum-Teilnehmer, lieber Gerold,

aufgrund einer chronischen Permethrin-Vergiftung plane ich in der kommenden Woche mit der Rizinusöl-Entgiftung zu starten. Permethrin ist fettlöslich und "nistet" sich im Fett-/Nervengewebe ein. (Von einer zusätzlichen Schwermetall-Belastung durch frühere sowie bestehende Amalgamfüllungen ist ebenfalls auszugehen.)

Ich würde mich freuen wenn jemand berichtet, der ebenfalls schon bei einer Permethrin-Intoxikation mit Rizinus-Öl entgiftet hat und ob dies eine geeignete oder eher ungeeignete Methode für diesen speziellen Fall ist.

Ansonsten werde ich hier auf jeden Fall von meinen Erfahrungen berichten.
 
Hallo zusammen,
meine ersten 3. Rizinusöl-Anwendungen liegen hinter mir.

Tag 1: 30 ml Rizinusöl, 190 ml Cognac
Tag 2: 40 ml Rizinusöl, 200 ml Multivitamin-Saft
Tag 3: 50 ml Rizinusöl, 200 ml Multivitamin-Saft

Die R-Tage fanden jeweils im Abstand von 1 Woche statt.

Bisher verlief alles sehr unspektakulär. Ich nehme das Öl morgens gg. 6 und dann dauert es min. 4-6 Std. bevor "es losgeht". Es finden so 3-5 Entleerungen statt, manchmal kam eine Art Schleim und bei einem mal kam auch Galle. Mir geht es an diesen Tagen ziemlich gut, ich arbeite normal (Homeoffice) und habe lediglich morgens leichte Übelkeit. Geschmacklich habe ich gar kein Thema mit dem Öl, im Gegenteil, ich finde es fast geschmacklos. Die meisten kriegen das Öl ja kaum runter, da habe ich schon überlegt ob ich ein falsches Öl gekauft habe (1x Apotheke, 1x DM).

Hm...ich bin ehrlichgesagt ein wenig enttäuscht, ich hoffte auf größere Effekte und das es mir recht schlecht geht. Ich habe mir den gesamten 460seitigen Thread durchgelesen und viele hatten ja wirklich massive Reaktionen. Nun hoffe ich das - wie Gerold ja schon bei anderen hin und wieder schrieb - alles erstmal in Gang kommen muß. Ich bleibe dran!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm...ich bin ehrlichgesagt ein wenig enttäuscht, ich hoffte auf größere Effekte und das es mir recht schlecht geht. Ich habe mir den gesamten 460seitigen Thread durchgelesen und viele hatten ja wirklich massive Reaktionen. Nun hoffe ich das - wie Gerold ja schon bei anderen hin und wieder schrieb - alles erstmal in Gang kommen muß. Ich bleibe dran!
Warte nur, das braucht seine Zeit - beim einen setzt die Giftausleitung früher ein, beim anderen später.
Übrigens ist es immer noch am einfachsten, morgens früh auf nüchternen Magen 30 ml Rizinusöl in den Mund zu nehmen und nach 30 min Einspeicheln zu schlucken. Dadurch verliert sich dessen für viele unangenehme Geschmack, es wird dünnflüssig und reizt beim Durchgang durch den Magen die Magenschleimhaut nicht.

Alles Gute!

Gerold
 
Danke für die Ermutigung, Gerold. Ja ich bleibe dran und hoffe es braucht einfach noch Zeit.

Ein Problem mit dem Geschmack habe ich glücklicherweise überhaupt nicht...
 
Es sei ergänzt, daß hier vor einigen Jahren eine Teilnehmerin berichtete, daß erst bei ihrer 54. Anwendung von Rizinusöl die Giftausleitung begonnen hat.

Alles Gute!

Gerold
 
Es sei ergänzt, daß hier vor einigen Jahren eine Teilnehmerin berichtete, daß erst bei ihrer 54. Anwendung von Rizinusöl die Giftausleitung begonnen hat.

Alles Gute!

Gerold
Danke für den Hinweis Gerold.

Das die Giftausleitung stattfindet, erkennt man daran dass Galle ausgeschieden wird, richtig? Keine Galle = keine Giftausscheidung?
 
So einfach ist das nicht, weshalb nachstehend erneut der Wirkungsmechanismus dargestellt sei:

Wie alle Fette und Öle wird Rizinusöl durch die Galle und die Lipasen der Bauchspeicheldrüse hydrolytisch gespalten, wobei eine Fettsäure bzw. eine Ölsäure entsteht, die im Darm vom Organismus aufgenommen und damit verstoffwechselt werden kann; bei Rizinusöl ist dies anders:
- Durch die Galle und die Lipasen der Bauchspeicheldrüse wird Rizinusöl in Ricinolsäure und Glycerin gespalten. Die Ricinolsäure aktiviert die im Dünndarm passiv vorhandenen Histamine, wodurch die Darmperistaltik in Gang kommt (1. Stufe).
- Sofern mit der Galle Gifte aus der Leber ausgeschieden werden sollte, erfolgt zusätzlich die Prostaglandinsynthese E 2 (PGE2) mit Darm- und Uteruskontraktionen (2. Stufe).

Hieraus folgt, daß keine Galle ausgeschieden wird, jedoch hat man damit zu rechnen, daß entweder bereits bei den ersten Ausscheidungen oder erst deutlich später Gifte ausgeschieden werden, dies mit allergischen Hautreaktionen im Analbereich (urtikarielles Exanthem); in diesem Fall ist Babycreme aufzutragen.

Alles Gute!

Gerog
 

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