Entgiftung / Ausleitung mit Rizinusöl? Erfahrungen

Vielen Dank, Gerold!
Deinen letzten Satz verstehe ich nicht genau, meinst du, dass durch die von dir beschriebene Rizinusölanwendung dadurch Quecksilber
 
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Deine Wegweiser:
Aus dem Wiki-Artikel "Rizinusöl" ist ersichtlich, daß darüber hinaus keine andere Ausleitung erforderlich ist.
 
... Rizinusöl nehmen?
Und welches, Biorizinusöl?

Es ist mir jetzt schon zum 3. Mal passiert, dass die Antwort erscheint, obwohl ich sie noch gar nicht zu Ende formuliert habe. Und korrigieren kann man anscheinend auch nicht, oder?
 
Ich würde beim ersten Man 30 ml nehmen. Am Anfang reicht weniger, irgendwann gewöhnt sich Körper und man braucht mehr (60 ml).
 
1. Ich würde beim ersten Mal 30 ml nehmen.
2. Am Anfang reicht weniger,
3. irgendwann gewöhnt sich Körper und man braucht mehr (60 ml).
zu 1.: Dieser Vorschlag ist sinnvoll.
zu 2.: Nein, da sich erwiesen hat, daß bei einer geringeren Dosis bei Erwachsenen u. U. der abführende Effekt ausbleibt oder sich stark verzögert.
zu 3.: Wie sich dem Wiki-Artikel "Rizinusöl" entnehmen läßt, wirkt Rizinusöl im Gegensatz zu allen anderen Abführmitteln nicht direkt durch eine Reizung des Darms, sondern indirekt durch eine Aktivierung bzw. Synthetisierung körpereigener Stoffe, womit eine Abstumpfung und damit Gewöhnung des Körpers ausgeschlossen ist. Hierzu sei ergänzt, daß sich bei Erwachsenen die Einnahme einer größeren Dosis als 30 ml dann als sinnvoll erweist, sofern der Dickdarm im Falle einer längeren Verstopfung wirklich unangenehm voll ist. In einem solchen Fall ist es besonders wirkungsvoll, sofern man im Abstand von 30 min jeweils 30 ml Rizinusöl einnimmt.
 
Ich habe nach dem Lesen in diesem Faden den Eindruck, dass man jahrelang diese Rizinusanwendungen durchführen muss, deshalb erscheint mir Ausleiten mit DMPS/ EDTA "bequemer", da hat man irgendwann nahezu das ganze Quecksilber raus aus dem Körper, oder?
 
Hallo,

sehr interessant, was ich hier im Forum über Rinzinuöl lesen konnte.
Weiß jemand, ob sich Rizinusöl auch zur Heilung chronischer Verstopfung anwenden lässt?
Hat hier jemand damit Erfahrung?

Vielen Dank!
 
Hallo roggen,

evtl. findest Du hier Antworten?:


Grüsse,
Oregano
 
Hallo Oregano,

im Wiki hatte ich schon nachgeschaut, allerdings nichts gefunden hnsichtlich Rizinusöl bei chronischer Versopfung. Dennoch, danke für den Hinweis.
 
Hierzu sei gesagt:
Im Gegensatz zu allen anderen im Handel erhältlichen durch eine Reizung des Darms direkt wirkenden Abführmitteln wirkt Rizinusöl als einziges Abführmittel durch eine Aktivierung bzw. Synthetisierung körpereigener Stoffe indirekt, weshalb eine Gewöhnung des Körpers oder eine abstumpfende Wirkung ausgeschlossen ist. Hieraus folgt, daß Rizinusöl auch bei einer chronischen Verstopfung eingenommen werden kann, ohne eine nachlassende Wirkung befürchten zu müssen, dies allerdings nicht täglich: Dazwischen sollten immer ein oder zwei Ruhetage eingelegt werden.
 
Danke, Gerold, das hilft schon mal weiter. Du hast hier viel mehr Wissen als das Halbwissen, welches im Internet zu finden ist. Denn dort wird von Rizinusöl bei chronischer Verstopfung abgeraten, da es evtl. die Darmmuskulatur über die Zeit noch schwächer werden lässt. Dem widersprichst Du, wenn ich es richtig verstehe.
Ok, Du sagst also, Rizinusöl kann ohne negative Effekte (mal abgesehen von den Befindlichkeiten/Geschmack) bei chr. Verstopfung angewendet werden. Was mich aber insbesondere interessiert: Kann es zur HEILUNG chr.Verstopfung angewendet werden? Also nicht nur als Abhilfe, da man gerade verstopft ist, sondern so dass nach mehrwöchiger/mehrmonatiger Anwendung der Darm wieder "von alleine" funktioniert und dafür auch kein Rizinuöl mehr benötigt wird. Also quasi als wirkliches Heilmittel für diese Problem.
Danke!
 
1. Ok, Du sagst also, Rizinusöl kann ohne negative Effekte (mal abgesehen von den Befindlichkeiten/Geschmack) bei chr. Verstopfung angewendet werden.
2. Was mich aber insbesondere interessiert: Kann es zur HEILUNG chr.Verstopfung angewendet werden? Also nicht nur als Abhilfe, da man gerade verstopft ist, sondern so dass nach mehrwöchiger/mehrmonatiger Anwendung der Darm wieder "von alleine" funktioniert und dafür auch kein Rizinuöl mehr benötigt wird.
zu 1.: Sofern man die gerade gewünschte und damit wünschenswerte Dosis Rizinusöl in den Mund nimmt und dort vor dem Schlucken eine halbe Stunde einspeichelt, verschwindet der für viele unangenehme Geschmack, es wird dünnflüssig und reizt nach dem Schlucken beim Durchgang durch den Magen die Magenschleimhaut nicht.
zu 2.: Hier kann ich nur von mir berichten: Während ich früher immer wieder einmal unter einer sehr unangenehmen Verstopfung gelitten habe, vermag ich nach langjähriger Einnahme von Rizinusöl dazwischen eine längere Pause einzulegen und habe dennoch problemlos täglich meinen Stuhlgang. Dennoch warne ich davor, auf die Einnahme von Rizinusöl verzichten zu wollen, auch wenn man einen normalen Stuhlgang hat, dies zufolge der Tatsache, daß man durch dessen Einnahme den Körper über die Leber zu entgiften, insbesondere Schwermetalle auszuleiten vermag - und dies ist eine lebenslange Aufgabe.
 
Super, danke Gerold.
Ist Dir Literatur (Deutsch/Englisch) bekannt, die Rizinusöl im "richtigen Licht" darstellt, also dass es eben mehr kann als nur abführen? - Stichwort Schwermetallausleitung, Leberentgiftung.
Würde gerne mehr dazu lesen.
Danke!
 
In dem oben notierten von mir verfaßten Wiki-Artikel habe ich alles zusammengestellt, was ich hierzu finden konnte. Das Grundproblem besteht darin, daß nahezu alles, was sich hierzu in der pharmakologischen Fachliteratur findet, entweder ungenau und damit unzureichend oder gar falsch ist.
Auf die Möglichkeit, durch die Einnahme von Rizinusöl nicht nur die Leber entgiften zu können, sondern darüber hinaus Schwermetalle, v. a. Quecksilber, ausleiten zu können, bin ich durch die Verknüpfung folgender Aussagen gekommen:
- Darstellung des enterohepatischen Kreislaufs in der Fachliteratur Biochemie.
- Hieraus folgend die Unterbrechung des enterohepatischen Kreislaufs durch die Einnahme von Rizinusöl zufolge dessen Wirkungsmechanismus im menschlichen Körper.
- Die Mitteilung in einem F.A.Z.-Artikel, daß an Alzheimer Verstorbene im Gehirn die fünffache Quecksilberkonzentration gegenüber aus anderer Ursache Verstorbenen haben.
- Die Mitteilung in einem F.A.Z.-Artikel, daß Quecksilber im menschlichen Körper vor allem in methylisierter Form vorhanden ist, das zu 80 % über die Leber ausgeschieden wird.
 
Danke Gerold. Deine Infos im Forum/wiki sind sehr wichtig. Darüber hinaus würde ich gerne ein paar weitere Quellen zum Thema lesen, da ich gerne immer mehrere Quellen lese, bevor ich mich für eine Anwendung entscheide.
Wenn auch in der pharmakologischen Literatur die Wirkungen von Rizinusöl ungenügend/falsch beschrieben sind, sind dir (ältere) naturheilkundliche Bücher bekannt, welche Rizinuöl als allgemeines Entgiftungsmittel behandeln?
 
Diesbezüglich ist mir nichts bekannt. So wie heute noch in Rußland haben die Großmütter ihr heilkundliches Wissen an die Mütter weitergegeben, und diese weiter an ihre Kinder, womit dieses Wissen mündlich von einer Generation zur nächsten übergegangen ist. In den Familien war es eine Selbstverständlichkeit, daß bei Unpäßlichkeiten jeder Art Rizinusöl gegeben worden ist, worauf diese kurzfristig verschwunden sind. Leider ist dieses Wissen hier in unserer westlichen Welt weitgehend abhanden gekommen.
 

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