Draghi, Merkel, EU-Diktatur - Die haben's eilig!

Clematis

Hallo,

gleich heute wandte sich Draghi an Merkel: ohne Zahlungsgarantie der deutschen Steuerzahler für 130 marode europäische Banken (Volumen 720 Milliarden Euro) wird die Kontrolle der Banken durch die EZB nicht eingeführt und 2.000 Mitarbeiter (hoch dotiert) legen die Hände in den Schoß!
Banken-Rettung: EZB fordert Not-Kredite vom deutschen Steuerzahler | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
Seltsam, daß die Wähler sich das nun auch noch selbst eingebrockt haben. Schäubles Aussage er wolle die Reserven der deutschen Rentenversicherung Goldmann-Sachs anvertrauen, hätte doch alle Sirenen des Landes laut schrillen lassen müssen, ebenso wie seine Aussage, zypriotisches Vorgehen sei auch in Deutschland vorstellbar, sprich Plündern der Privatkonten!

Bei folgendem ist ein Kommentar wohl überflüssig...
Denn sie wissen nicht, was sie wählen
Deutschland ist laut einer aktuellen Studie ein wirtschaftlich höchst erfolgreiches Land, dessen Bevölkerung keine Ahnung von Wirtschaft hat.
(...)
Und trotzdem drängt sich darüber hinaus ein ganz übler Verdacht auf: dass nämlich die Politik, deren Aufgabe die Lösung des Problems wäre, an eben dieser Lösung aus eigenem Interesse gar nicht so stark interessiert ist.
Denn einem ökonomisch auch nur halbwegs gebildeten Wähler kann man nicht so einfach vorgaukeln, dass Politiker “Arbeitsplätze schaffen”, Griechenland seine Verbindlichkeiten hierzulande mit Zins und Zinseszins zurückzahlen wird, noch mehr Schulden gegen zu viel Staatsschulden helfen oder was sonst noch an ökonomischen Voodoo-Ideen gehandelt wird. Der Verdacht drängt sich auf: Die Politik sorgt nicht für bessere wirtschaftliche Bildung, weil sie sich mit Recht davor fürchtet, das erste Opfer dieses Fortschrittes zu werden. Aber das ist natürlich nur ein Verdacht. Denn sie wissen nicht, was sie wählen | FreieWelt.net
Ein Umschwung kommt erst, wenn die Krise wirklich die Menschen persönlich trifft. Deutschland ist noch Merkelland | FreieWelt.net
Fragt sich nur, ob das vor oder erst nach einem Run auf die Banken geschieht! :rolleyes:
»Die Demokratie stirbt einen schleichenden Tod«
Marc Jongen: Der Begriff der Postdemokratie – von dem englischen Politologen Colin Crouch in die Debatte eingebracht – beschreibt die spezifische Bedrohung der Demokratie in unserer Zeit sehr treffend: Die Demokratie wird nicht von irgendwelchen rabiaten Diktatoren frontal angegriffen, sondern – nicht minder gefährlich – von innen her ausgehöhlt. Sie stirbt einen schleichenden Tod, von vielen Menschen unbemerkt. Post-, das heißt nach-demokratisch sind die Verhältnisse dann, wenn die demokratischen Institutionen – Parlamente, Gerichte, Regierungen, freie Wahlen – formell zwar weiter bestehen bleiben, die wirklichen Entscheidungen aber längst von anderen Instanzen getroffen werden. Auf diesem Weg sind wir in Deutschland und Europa bereits gefährlich weit vorangeschritten, wie man unter anderem daran erkennt, dass hohe Bankmanager fast übergangslos auf den Sessel eines EU-Kommissars, EZB-Präsidenten oder Regierungschefs wechseln können.
»Die Demokratie stirbt einen schleichenden Tod« | FreieWelt.net
Und wenn das alles noch nicht genug ist - Die EU hat ein neues Dokument verfaßt, wie lange das her ist, ist noch unbekannt. Vordergründig geht es darum die Toleranz zu fördern, tatsächlich läuft es jedoch auf einen Knebel hinaus, der von allen EU-Staaten in Anwendung gebracht werden soll. Der Titel: A EUROPEAN FRAMEWORK NATIONAL STATUTE FOR THE PROMOTION OF TOLERANCE SUBMITTED WITH A VIEW TO BEING ENACTED BY THE LEGISLATURES OF EUROPEAN STATES - Vordergründig: Europäische nationale Rahmenbedingungen zur Förderung von Toleranz, vorgelegt im Hinblick auf die gesetzliche Anerkennung durch die Europäischen Staaten.
http://www.europarl.europa.eu/meetd...ework_statute_/11_revframework_statute_en.pdf


Und hier die Kritik dazu und wohin dieses Dokument tatsächlich führt:
Ansichten eines Informatikers
EU-Recht “Meinungsverbrechen”: Frontalangriff auf die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit 19.9.2013 22:17
Die kochen da gerade etwas ganz Übles:
Zur Einstimmung sollte man diese Meldung vom Heise Newsticker lesen: China macht jetzt große Jagd auf Blogger und Kritiker. Wer Kritik äußert, das Dogma nicht anerkennt oder auch nur Informationen weitergibt, die man irgendwie als Gerücht klassifizieren könnte, geht als Ketzer in den Knast und muss öffentlich widerrufen.
Schon schlimm, mit der Zensur da in China, nicht wahr? Sowas kriegen wir dann vielleicht auch in Europa.
Danisch.de » Blog Archive » EU-Recht “Meinungsverbrechen”: Frontalangriff auf die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit
Et jitt kei' jrößer Leid, als wat de Minsch sich selvs andeiht. (Es gibt kein größer Leid, als was der Mensch sich selbst antut!)

Gruß,
Clematis
 

Malve

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
26.04.04
Beiträge
22.066
Zur Info - hier findet man Näheres zu Sven von Storch, dem inhaltlich Verantwortlichen von FreieWelt.net:

Die Zivile Koalition e.V. wurde Ende 2006/ Anfang 2007 von Beatrix von Oldenburg (jetzt Beatrix von Storch) und Sven von Storch gegründet. Mit dabei war Klaus Peter Krause, der in jüngster Zeit wohlwollende Rezensionen zu Büchern geschrieben hat, in denen allen Ernstes die Rückkehr zur Monarchie gefordert wurde. Der ehemalige FAZ-Redakteur Krause schreibt für das Internet-Magazin „Freie Welt“, welches – wie eine Reihe anderer Internet-Präsenzen (ich kam bei der letzten Zählung auf acht) – zum Netzwerk der Zivilen Koalition zählt.

Es handelt sich dabei um ein ultra-konservatives, christlich-familialistisches Kampagnennetzwerk, welches über 14 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verfügen soll – angeblich ausschließlich über Kleinspenden finanziert. Eine bekannte Mitarbeiterin ist seit kurzem die ehemalige Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld (CDU). Sie ist zuständig für das Themenfeld Direkte Demokratie und sitzt wie Klaus Peter Krause und Beatrix von Storch auch im Vorstand der marktliberal-konservativen Kampagnenschmiede BürgerKonvent e.V. Eine Kampagne des BürgerKonvents wurde damals vom Milliardär August von Finck mit sechs Millionen Euro finanziert.
Vertritt die AfD demokratiefeindliche Positionen? | SPREEZEITUNG.de

Liebe Grüße,
Malve
 

Clematis

Zur Info - hier findet man Näheres zu Sven von Storch, dem inhaltlich Verantwortlichen von FreieWelt.net:
Vertritt die AfD demokratiefeindliche Positionen? | SPREEZEITUNG.de
Hallo Malve,

der Artikel ist ja ganz nett und das Hinterfragen der AfD auch richtig. Doch man sollte auch hinterfragen, wer diesen Artikel in der Spreezeitung lancierte, schrieb und wer der Interviewte wirklich ist. Auch die Komentare wären zu beachten. Wieso wurde vor den Wahlen krampfhaft versucht die AfD in die rechte oder gar braune Ecke zu stellen, obwohl sich dafür im gesamten Wahlprogramm nicht der geringste Hinweis finden läßt?

Gruß,
Clematis
 

Windpferd

Guten Tag,

doch, "sie" wußten schon, was sie wählen. Die - wenn auch knappe - Mehrheit hat eine Linkskoalition gewählt. Nur hat die SPD (noch) nicht den Mut und nicht das Mitgefühl für die Verarmenden, aus ihrer "bürgerlichen" Wohnanständigkeit rauszuschlüpfen und sich mit den linken Schmuddelkindern einzulassen. Keine Verschwörung sondern erbärmliche Schwäche.

Gruß
Windpferd
 

Clematis

Hallo Malve,

viele, die in der AfD aktiv sind, haben auch vor der Wahl nicht verschwiegen, daß sie zum Teil aus der CDU ausgetreten sind und aus den Reden, Videos usw. war auch zu entnehmen, daß sie eher konservative Positionen vertreten. Allerdings, und das ist eine sehr wichtige Unterscheidung in der gegenwärtigen Situation, haben sie das Fachwissen und das volkswirtschaftliche Wissen, um den ESM zu Fall zu bringen und die Karre aus dem Dreck zu ziehen, in die uns die Regierung so trefflich hinein manövriert hat.

Das geht z.B. nur mit Schachtschneider, Jurist internationalen Rechts, indem man den Maastricht-Vertragsbruch zugrunde legt, was den ESM und Vorläufer illegal macht. Auch der Gedanke, daß die Krisenländer wie Griechenland, Portugal, Italien wieder eine eigene Währung einführen und aus dem Euro austreten sollen, ist volkswirtschaftlich richtig und sogar die einzige Möglichkeit aus der Krise heraus zu kommen. Geschieht dies nicht, fließen alle Gelder weiterhin in die Taschen der verbrecherischen Finanzjongleure. So lange die Länder im Euro bleiben fehlen ihnen die beiden wichtigsten Instrumente für die wirtschaftliche Steuerung: Auf- und Abwertung der Währung und Selbstbestimmung der Zinshöhe.

Wie das geht hat uns die Schweiz gerade vorgemacht: Franken abwerten, um den Export und damit die Wirtschaft anzukurbeln, die Zinsen selbst festlegen, um eine Inflation bzw. Deflation zu verhindern. Das geht aber nur mit einer eigenen Währung und wenn ein Land das genau nach seinen eigenen Bedürfnissen selbstbestimmt durchführen kann. Und der Schweiz geht es gut, sogar besser als allen Euro-Ländern.

Die Wirtschaftskraft der Euroländer ist extrem unterschiedlich und auch vieles andere. Das kann auf Dauer mit einer Einheitswährung, Einheitszinsen nur schief gehen. Die Einmischung des IWF hat bisher noch in jedem Land zu einer Katastrophe geführt und sobald ihm die Tür gezeigt wurde, ging es wieder bergauf. Die "Rezepte" der Troika führen in den Ruin der Länder -Griechenland, Portugal- sind die schlagenden Beweise. Sie sind gezwungen ihre Kapitalanlagen zwecks Schuldendeckung zu Schleuderpreisen zu verkaufen, die ausländischen Investitionsgeier haben sich längst bedient. Wer seine Fabriken aber nicht mehr besitzt, kann auch keinen Gewinn mehr erwirtschaften.

Wenn Draghi (arbeitete früher für Goldmann-Sachs, und wohl auch heute noch in deren Interesse) und Merkel so weiter machen, und Schäuble hat schon offen gesagt, daß genau das geschieht, werden alle Euroländer unweigerlich in den Ruin getrieben. Die lachenden Dritten sind dann die Bankster und ausländischen Investoren.

Kritisiert wird auch die "konservative" Familienpolitik der AfD, doch ist die wirklich kritikwürdig, wenn sie den Stellenwert der Frau und Mutter wieder erhöhen will? Hausfrau und Mutter sein ist ein Vollzeitjob und dem gebührt Achtung und Anerkennung. Die Mütter sind es vorrangig, die unsere Kinder betreuen und erziehen, die wichtigste Aufgabe für die Zukunft eines jeden Landes. Sollen staatlich manipulierte Krippen diese Aufgabe übernehmen, um ihnen genehmes Stimmvieh heranzuziehen? Dazu hier mal ein Bericht aus Schweden, wo das schon 1930 eingeführt wurde:
Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören
Wie Kindertagessttten eine Nation zerstren knnen - das Beispiel Schweden
Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können | FreieWelt.net
In meinem Umfeld kann ich beobachten, daß Säuglinge bereits mit 3 Monaten täglich bei der Krippe abgegeben werden. Wie soll ein Kleinkind Selbstvertrauen, Vertrauen in und Liebe zu den Eltern entwickeln, wenn es täglich für den ganzen Tag "abgeschoben" wird? Wie soll dieses Kind, ohne die Unterstützung und Nestwärme der Mutter, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen entwickeln? Die ersten drei Jahre im Leben sind die wichtigsten für eine gesunde seelische Entwicklung. Fremde können das auch mit der liebevollsten Betreuung nicht bewerkstelligen. Ist es "erzkonservativ", wenn man da gegensteuern will? Meiner Meinung nach ist das lediglich eine Rückkehr zu dem, was eine Familie sein sollte.

Das Steuersystem nach Kirchhof auslegen ist ebenfalls sinnvoll. Das sieht man, wenn man sich damit mal genau auseinandersetzt. 25% Steuern für alle heißt genau das (wobei bei kleinen Einkommen geringere Sätze vorgesehen sind). Die Reichen müssen dann aber wirklich auch 25% zahlen, denn alle Vergünstigungen wie Subventionen, tausenderlei Abzüge usw. würden gestrichen, den Nullzahler gäbe es nicht mehr.

So manch anderes, was negativ oder als erzkonservativ dargestellt wird, ist nur gesunder Menschenverstand, wenn man mal genau hinschaut. Offenbar ist es auch in der jetzigen Situation dringend notwendig, daß hier mal Sachverstand Einkehr hält und wenn Fachleute aus der Wirtschaft dazu erforderlich sind -statt dem derzeitigen dummdreisten Geschwafel, das nur aus schönfärberischen Lügen besteht- dann kann das auch positiv sein. In einer Demokratie wird man wohl nie die perfekte Gruppe finden, die alles richtig macht, doch wenn die Gesamtlinie in die richtige Richtung steuert, dann wäre schon viel gewonnen.

Gruß,
Clematis
 
Beitritt
23.04.06
Beiträge
4.319
Ich bin der Meinung egal welches Programm man anstrebt, solange über Zinsen das Geld verwaltet wird kann es nicht funktionieren.

Wer nicht zu denjenigen gehört, die wirklich genug Geld haben, der muss bei größeren Anschaffungen einen Kredit aufnehmen. Je nach Laufzeit und Zinssatz bezahlt man wesentlich mehr zurück als man bekommen hat. Wer aber Reich ist, der legt sein Geld an und bekommt dafür Geld, in dem Falle das, was der Kleinverdiener mehr zurückzahlt. Das Geld fließt immer von unten nach oben. Im Moment sind die Zinsen niedrig, was, wie ich meine, an der jetzigen Steuerpolitik liegt.

Unter Kohl hatten wir einen hohen Spitzensteuersatz und entsprechend hoch waren die Zinsen, die man für einen Kredit zurückzahlen musste. Wenn es um Wahlkampf geht, dann wird gerne an der Steuerschraube gedreht, damit, wie es jetzt dargestellt wird, die ärmeren Haushalte mehr Geld haben. Ist das dann vollbracht, dann werden sicher die Zinsen wieder steigen, damit das Geld wieder von unten nach oben zurückfließen kann. Denn das, was die Reichen oder vielleicht auch nur die Besserverdienenden, mehr zahlen müssen, wird an anderer Stelle dank der Zinsen wieder einkassiert. Es liest sich immer schön, solche Wahlprogramme, aber ich meine es wird letztendlich an der Umsetzung hapern. Denn fast jeder braucht mal einen Kredit z.B. für ein neues Auto, für ein Haus, eine Wohnung, die neue Einrichtung oder wenn etwas größeres kaputt geht usw.

Solange es eine Marktwirtschaft gibt, in der es alleine um Wettbewerb geht, solange bestimmt auch das Geld wie die Lebensqualität der Menschen zu sein hat. Ich persönlich wollte nicht mehr zurück in alte Zeiten, aber ich meine, dass die Werte anders sein sollten, aus welchen Gründen man arbeitet und wie man sein Geld verdient, sodass alle daran teilhaben können. Das hieße für mich z.B. dass jedes Land sein Geld selbst druckt und verwaltet. Der Gegenwert des Geldes sollte die Kreativität des Menschen sein und das allen daran gelegen ist für ein Ganzes zu arbeiten, anstatt gegeneinander. (Wettbewerb heißt für mich schon gegeneinander)
Im Moment noch Wunschdenken und man müsste sicher ordentlich die Köpfe rauchen lassen wie und ob sich so etwas überhaupt umsetzen lässt.:)

Was Clematis in ihrem Link über Schwedens Familienpolitik beschreibt,
diese Entwicklung haben wir in Deutschland mittlerweile auch. Zwei Bekannte von mir arbeiten in einem Kindergarten mit Kita. Das ist kräfteraubend und es fehlt an Personal, um allen Kindern gerecht zu werden.

Die Schulbildung ist ein anderes Problem. Eine steigende Zahl der Kinder verlässt die Schule nach neun Jahren ohne Lese- oder Schreibkenntnisse. Die Lehrer beklagen, dass sie viel Zeit aufwenden müssen, den Kleineren Betragen beizubringen und gewöhnliche Dinge, wie zum Beispiel: ein Hemd zuzuknöpfen, die Schuhe zuzubinden oder wie Messer und Gabel zu handhaben sind.

Grüsse von Juliette
 
Zuletzt bearbeitet:

Clematis

Ich bin der Meinung egal welches Programm man anstrebt, solange über Zinsen das Geld verwaltet wird kann es nicht funktionieren.
Hallo Juliette,

das stimmt - Geld wurde ursprünglich als Tauschmittel geschaffen und wäre es nur so weiterhin verwendet worden, hätten wir das Zinsproblem nicht. Bei Eingeborenenkulturen sind z.B. seltene Muscheln das Tauschmittel oder anderes. Damit bliebe der Wert des Geldes oder der Muscheln aber immer in einem korrekten Verhältnis zum Wert der Produkte, die erzeugt werden. Das versuchte man mit den Währungen, die mit Gold gedeckt waren. Doch dann entschied man, sich daran nicht mehr zu halten und es wurde mehr Geld gedruckt als Vermögen vorhanden war und das ist dann die Ursache für die Schieflage. Die Spekulationen setzten dann noch einen drauf :mad:.

Das Geld fließt immer von unten nach oben. Im Moment sind die Zinsen niedrig, was, wie ich meine, an der jetzigen Steuerpolitik liegt.
Das tut das Geld immer, ob die Kreditzinsen hoch sind oder niedrig. Der Kreditnehmer zahlt an den Geber immer mehr! Beim Dispositionskredit bei einem Girokonto ist das Mißverhältnis am deutlichsten: Selbst bekommt man gar keine Zinsen, bei Überziehung zahlt man aber 13-17%!

Es liest sich immer schön, solche Wahlprogramme, aber ich meine es wird letztendlich an der Umsetzung hapern.
Bei den Wahlprogrammen ging es nicht um die Abschaffung der Zinsen, sondern in erster Linie darum, die unbegrenzten Kredite an ein Faß ohne Boden zu verhindern, wobei die Gelder bei den Banken landen aber nicht bei den Menschen, deren Lebenssituation verbessert werden sollte. Das letztgenannte Ziel ist jedoch nicht das des IWF oder der Troika - die Menschen sind denen Wurscht.

Ich persönlich wollte nicht mehr zurück in alte Zeiten, aber ich meine, dass die Werte anders sein sollten, aus welchen Gründen man arbeitet und wie man sein Geld verdient, sodass alle daran teilhaben können. Das hieße für mich z.B. dass jedes Land sein Geld selbst druckt und verwaltet. Der Gegenwert des Geldes sollte die Kreativität des Menschen sein und das allen daran gelegen ist für ein Ganzes zu arbeiten, anstatt gegeneinander. (Wettbewerb heißt für mich schon gegeneinander)
Im Moment noch Wunschdenken und man müsste sicher ordentlich die Köpfe rauchen lassen wie und ob sich so etwas überhaupt umsetzen lässt.:)
Das muß schon damit anfangen, daß man den Beruf ergreifen kann, für den man sich berufen fühlt und nicht in etwas hinein gezwungen wird, was einen gar nicht interessiert, nur weil die "Wirtschaft" das will. Ein solcher Beruf fördert auch die Kreativität und macht Menschen glücklicher, weil sie an der Arbeit Spaß haben können.

Geld darf nur Tauschmittel sein (ohne Zinsen) und der Wert des Geldes insgesamt in einem Land darf nur so hoch sein wie der Gegenwert der Produkte, die ebenfalls in diesem Land hergestellt werden. Das wäre Gleichgewicht. Spekulationen wie etwa Waren horten müßten verboten sein. Ja, es ist Wunschdenken, würde wohl nur funktionieren, wenn man alle Banker und Spekulanten irgendwohin wegsperrt ;).

Diese Art des Lebens kann man wahrscheinlich aber nur in kleineren Gemeinschaften durchsetzen, weil nur da der pesönliche Bezug gegeben ist. Bei einem 80 Mio. Volk verleitet die Anonymität des Einzelnen, selbst bei gutem Willen der Allgemeinheit, doch wieder viele zu unrechtmäßigem Handeln. D.h., daß hier bereits bei der Erziehung der Kleinsten begonnen werden muß, damit dieses Gemeinschaftsgefühl und Umdenken einsetzt. Und dazu bedarf es Eltern, die dies bereits verinnerlicht haben... :)

Liebe Grüße,
Clematis
 
Oben